Originale Dokumente

Die Geschichte des Simon Magus
After Ernest L. Martin
Satans Thron
Auf Felsen aufgebaut
Das große, falsche Kirchensystem
Wer war Simon Magus?
Simon lüstete es nach dem Amt der Apostel
Die Definition der bitteren Galle
Die Unbußfertigkeit des Simon Magus
Was glaubte Simon und die Samariter?
Eine kurze Geschichte der Samariter
Notizen & Bibliographie

Auf Felsen aufgebaut

Natürlich wissen wir, daß das Pabsttum schon von Anfang an vorgab, das der Apostel Petrus der erste Pabst war. Es ist aber ziemlich leicht diese Behauptung von der Bibel selber zu prüfen. Nachdem wir das tun, werden wir die Geschichte der Person untersuchen, von der man sagt das er der erste, wahre Pabst war.

Wir brauchen nur zwei Bibelverse anschauen, um Petrus als Kandidaten für den ersten Pabst anzuerkennen oder abzulehnen. So lasst uns dies mal wieder darstellen wie es schon oft getan wurde.

Die kritischen Bibelverse sagen das folgende,

"Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwinden.
Und ich will dir des Himmelreichs Schlüssel geben: alles was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles was due auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel los sein."
Matth. 16:18,19.

Der zweite Bibelvers ist dieser,

"Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesu und sprachen: Wer ist der Größte im Himmelreich?" Matth. 18:1.

Wie schon oft erklärt ist das erste wichtige Wort hier das Griechische Wort für Petrus "Petrus". Es ist das Wort `petros'. Das zweite wichtige Wort ist das Wort für "Felsen". Im Griechische finden wir hier das Wort "petra". Es ist also leicht einzusehen, das hier ein Spiel mit Wörtern vor sich geht. `Petros' bedeutet Felsen und `petra' ist die kleinere Form für Felsen oder Stein, wie z.B. ein Kieselstein. Die Griechisch sprechenden Christen benutzten `petra' und meinten damit große Felssteine und benutzten `petros' um von kleinen Steinen zu sprechen.

In einem anderen Text wird das Griechische Wort "petran" als `Felsen' übersetzt, Matth. 7:25.

Die Wörter für Felsen und Stein können aber sehr relative Wörter sein je nach dem wie groß das ist, das man vergleicht. Ein `Felsen' kann im Vergleich zu einem Berg nur ein kleiner Stein sein, und ein Felsbrocken am Weg entlang kann im Vergleich zu einem Stein, den man ins Wasser wirft, groß sein.

Das Griechische Hauptwort `petros' ist der Einzelfall und wird wie das Gr. Wort `exdros', für Feind, dekliniert. Andere Gr. Hauptwörter die mit `tros' enden sind selten. Hier sind einige Beispiele wie die verschiedenen Formen von `petros' in der Septuaginta (also im Alten Testament) und im NT benutzt werden und wie Luther und die King James sie übersetzten:

petra (fem.) Jes. 22:16; Matth. 16:18; Felsen; a (mass of) rock; der Eckstein (Eph. 2:20);
petras Spr. 30:19; Hoheslied 2:14; Isa. 2:10; 48:21a; Jer. 13:4; 18:14 Felsen, the rock
petran Jes. 42:11 capitalized; 48:21b; 51:1; Jer. 5:3; 23:29 Felsen, the rock
lepetrian Hesek. 24:7,8; 26:4,14 bloßen Felsen; top of the rock
petrais Amos 6:12 Felsen; the rock
petrn Obadja 1:3; der Felsen Klüften; clefts of the rock;
petrdes Matth. 13:5; Mk. 4:5,16; steinig(er Grund); stony (ground), a piece of rock;
petros (msc.) Matth. 16:18; John 1:42; ein Stein; a (small) stone
(anti petros = hard as stone)

So stellen wir fest, wie auch viele andere es so darstellen, das im Neuen Testament `petros' ein loser Stein oder Felsen bedeutet und `petra' weist auf einen im Grund verankerten Stein, Berg oder Felsen hin. Das will sagen, das Jesus diese zwei Gr. Wörter so benutzte das er sagte, `Lieber `petros'- kleiner Stein, ich werde meine Kirche auf dem `petra'-Felsengebirge aufbauen, womit er natürlich sich selber meinte.

Es besteht also kein Zweifel, das Jesus dem Petrus nur einen Vergleich presentiert. Dies mag notwendig geworden sein, damit Petrus nicht die Idee in sich festsetzt, das er doch im Reich Gottes eine hohe Stellung verdient - die Idee die Simon Magus hatte. Deshalb erkannte Petrus diese Sünde in Magus sofort, weil Jesus ihn auf seine eigene, gleiche Sünde aufmerksam gemacht hatte.

Die spätere Geschichte des Petrus beweist, das er nicht das Fundament, die höchste Stelle unter den Jüngern einnahm. Er wurde nie ein führendes Gemeindeglied in Rom.

Wo finden wir das?

Nun, wir quotierten schon Matthäus 18:1. Dieser Text beweist das Petrus im Bewußtsein der anderen elf Jünger keinen hohen Platz einnahm. Wenn Jesus in Kapitel 16 sagen wollte, das Petrus der große Apostel (Pabst) sein sollte, würden die Jünger später nicht solche Streitfragen `wer der größte unter ihnen war,' gehabt haben.

So, wer war es dann, der diese erste, hohe, päbstliche Stelle in Rom erhielt? Die wirkliche Person wird jene, die die Bibel gut kennen, wohl sehr überraschen. Für andere Leser mag es vielleicht nicht diesen Effekt haben.

Das große, falsche Kirchensystem fing nicht an, bis in der späteren Zeit der Apostel.

Leider geschah es, das dieses falsche System nicht seinen eigenen Weg ging, sich aber anfangs mit dem wahren System vermischte.

Wie trug sich das zu?

Dieser erste Zusammenstoß zwischen der von Jesus gegründeten Frühgemeinde und dem falschen System finden wir im Buch der Apostelgeschichte beschrieben.

Wir lesen dort,

V.9: "Es war aber ein Mann, Simon, der zuvor in der Stadt Zauberei trieb und bezauberte das samaritische Volk und gab vor, er wäre etwas Großes.
V.10: Und sie sahen alle auf ihn, beide, klein und groß, und sprachen: Der ist die Kraft Gottes. die da groß ist.
V.11: Sie sahen aber darum auf ihn, daß er sie lange Zeit mit seiner Zauberei bezaubert hatte.
V.12: Da sie aber den Predigten des Philippus glaubten von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi, ließen sich taufen Männer und Weiber.
V.13: Da ward auch Simon gläubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er sah die Zeichen und Taten, die da geschahen, verwunderte er sich.
V.14: Da aber die Apostel hörten zu Jerusalem, daß Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes,
V.15: welche, da sie hinabkamen, beteten sie über sie, daß sie den heiligen Geist empfingen.
V.16: (Denn er war noch auf keinen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen Christi Jesu.)
V.17: Da legten sie die Hände auf sie, und sie empfingen den heiligen Geist.
V.18: Da aber Simon sah, daß der Heilige Geist gegeben ward, wenn die Apostel die Hände auflegten, bot er ihnen Geld an
V.19: und sprach: Gebt mir auch die Macht, daß, so ich jemand die Hände auflege, derselbe den Heiligen Geist empfange.
V.20: Petrus aber sprach zu ihm: Daß du verdammt werdest mit deinem Gelde, darum daß du meinst, Gottes Gabe werde durch Geld erlangt!
V.21: Du wirst weder Teil noch Anfall (Anteil) haben an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott.
V.22: Darum tue Buße für diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir vergeben werden möchte die Tücke deines Herzens.
V.23: Denn ich sehe, daß du bist voll bitterer Galle und verknüpft mit Ungerechtigkeit.
V.24: Da antwortete Simon und sprach: Bittet ihr den Herrn für mich, daß der keines über mich komme, davon ihr gesagt habt.
V.25: Sie aber, da sie bezeugt und geredet hatten das Wort des Herrn, wandten sich wieder um gen Jerusalem und predigten das Evangelium vielen samaritischen Flecken." Apostelgeschichte 8:9-25.

Uns fällt besonders Vers 16 auf. War diese Gabe des Heiligen Geistes hier nur ein einmaliges Ereignis das Lukas dokumentieren wollte? Dieses Zusammentreffen des Petrus und Johannes mit Simon, könnte man es so leicht hin nur als ein eigentlich unbedeutsames Ereignis jener Zeit betrachten?

Was geschah hier aber wirklich und warum berichtet Lukas es nicht in kargen aber in mehreren Versen?

Dieses Treffen der Apostel mit dem Zauberer `Simon der Magus' wurde der Stimulus für die Verfassung vieler der Evangelien im Neuen Testament und wie sie über den Anfang des Abfalls sprechen, um die Urgemeinde davor zu warnen, Apg. 20:29; 2.Korinther 11:26; Galater 2:4; Phil. 1:28; 2.Thessal. 2:3-7; 1.Timotheus 2:9; 2.Peter2:15..

Die Person des Simon Magus ist es die wir studieren müssen, um festzustellen, wie sein späterer Lebenslauf mit Bezug auf die Entwicklung der Kirchengeschichte verlief, und wie er sich veränderte und aus Simon der Magus der Gründer eines weltweiten Religionssystems wurde, das wir heute als die Römisch-Katholische Kirche kennen.

Der Grund, warum der Arzt Lukas dieses Zusammentreffen der Apostel mit Simon Magus ziemlich ausführend berichtet, hat weitreichende Folgen die bisher kaum verstanden wurden. Was wir über die Sünde des Simon Magus lasen, wurde später der Grund, warum die Kirche ihre Ämter, wie Bischofssitze und Abtwürden, verkaufte. Man nennt das `Simonie.' Wie der Geschichtsschreiber Hastings es darlegt, war der wichtige Grund dieser, es war "Lukas gut bekannter Plan die erste Begegnung zwischen dem Christlichen Glauben und einem rivalisierenden System . . ." zu dokumentieren [100] Man kann diese Geschichte nur mit den Einfluß, den Thomas Münzer auf die Reformation hatte, etwas vergleichen, denn beide wurden vom gleichen Geist angetrieben.

Lukas schrieb,

"Da ward auch Simon gläubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er sah die Zeichen und Taten, die da geschahen, verwunderte er sich." Apg. 8:13.

Der Grund, warum Simon Magus sich taufen ließ, dann aber die Gabe wie die Apostel zu wirken, kaufen wollte, beweist, das er nicht wirklich bekehrt war, also nur dem Herrn Jesu treu zu folgen gedachte. Seine `Zauberwunder' waren nicht so wie die der Apostel. Er verstand das Evangelium der Errettung von Sünde nicht. Er handelte noch so in wichtigen Dingen, die sein neuer Glaube nicht erlaubte; heidnische Zaubereien die in der Bibel verboten sind (5.Mose 18:10-12; Offb. 21:8). Seine Bekehrung war nicht eine die ihn von Sünde errettete, aber nur eine List, die wundervollen Gaben der Apostel zu erhalten. Für ihn war es eine Geschäftsangelegenheit Christ zu werden. Petrus erkannte dies sogleich und wußte, das ein Mann, der andere für sich beten lassen möchte selber keine Gebetsverbindung mit Gott hatte, und so kehrten sie ihm ihren Rücken zu, denn er hätte das schon wissen sollen, das er selber vor Gott kommen kann, denn Christus starb für alle und das Gebet eines anderen ist eigentlich nicht kräftiger als das eigene Gebet. Diese Wahrheit wurde demonstriert als Jesus auf dem Kreuz starb und der Vorhang im Tempel zerriss. Das bedeutet, das alle dann Zugang zu Jesus hatten, wie er im himmlischen Heiligtum wirkte, 1.Timotheus 2:5.

Lukas berichtet also über diesen Simon Magus, da er die Hauptfigur in dem Drama ist, den man als Beispiel für anti-christliche Tätigkeiten in der frühen, noch reinen Christlichen Kirche, verantwortlich machte. Dies ist der Grund, warum die Briefe der Apostel an die frühe Christliche Gemeinde, immer wieder ein falsches System, als schon existierend erwähnen; sie es dann aber nicht näher beschreiben. Es war aber auch nicht notwendig von ihnen es wieder zu beschreiben, Lukas hatte das schon in 8. Kapitel seiner Apostelgeschichte dargestellt.

Man kann ein Argument aufstellen, das besagt, das es der Grund für die Predigt das Evangelium in aller Welt.Verfassung der Apostelgeschichte war, die Wurzel dieser Abfallsbewegung bloß zu stellen. Die Evangelien beschreiben den Abfall noch weiter. Die Offenbarung und das Evangelium des Johannes beschreiben den Abfall, den Antichristus. Sogar das Alte Testament spricht von Abfall vom wahren Glauben in späterer Zeit. Es gibt kaum ein Epistel Lehrbuch, das nicht die religiösen Lehren des Simon Magus erwähnt, jedoch ohne seinen Namen zu benutzen. Forscher der Kirchengeschichte berichten, das fast alle Bezugnahmungen auf (Irr)lehren des frühen Zeitalters, die junge, Christliche Kirche vor den Lehren der Samariter warnen, und sie so direkt und undirekt auf Simon Magus, oder seine Nachfolger und Helfer, hinweisen. Später werden wir einige Beispiele vorbringen.

Wer war Simon Magus?

Wir lesen dazu:

"Und sie sahen auf ihn (Simon Magus) beide, klein und groß, und sprachen: Der ist die Kraft Gottes, die da groß ist. Sie sahen aber darum auf ihn, daß er sie lange Zeit mit seiner Zauberei bezaubert hatte." Apg. 8:10,11.

Wir wissen also das dieser Simon Magus ein Praktikant der Zauberei und des Heidentums war, Daniel 2:1-12. In dieser Kapazität war er aber nicht nur ein gewöhnlicher Heide, aber der Führer dieser heidnischen `Kirche', da er viele der Menschen mit seinem Tun beeinflusste. Wir erkennen auch zwischen den Zeilen, das dieser heidnische Priester sofort religiöse Geschehnisse erkannte und zu seinen Günsten zu benutzen gedachte. Es war sein Geschäft. Es machte ihn wohlhabend. Er war ein schlauer Betrüger.

Sogar nachdem Petrus ihn wegen seines Unglaubens und seiner Sünde rügte, dachte er von sich noch als ein Christ. Mit diesen folgenden Beweisen seiner späteren Handlungsweisen werden wir einsehen, warum Lukas es als sehr wichtig ansah, Simon Magusses Treffen mit den Aposteln genau zu berichten, damit die Treuen Nachfolger Jesus genau wissen konnten, wer dieser Mann eigentlich war.

Lukas brachte Beweise vor, das dieser Magus niemals ein wahrer Apostel und Christ war. Hastings beschreibt es so:

"Man sollte aber nicht denken das, wenn Simon sich von den Christen abwandte, das er allem was er gelernt hatte, absagte." [125]

Es ist wahrscheinlicher das er einige der Christlichen Ideen übernahm, und das er diese in sein eigenes System einverwebte. Dieses System ist eine Vermischung heidnischer Ideen mit Christlichen Namen und Identifizierungen umwickelt.

So finden wir auch in P. Schaffs `Geschichte der Kirche' [155] eine Mitteilung über diesen Simon Magus.

Er schreibt,

"Der Author, oder der erste Darsteller dieses getauften Heidentums, nach den einheitlichen Zeugnissen aus alter, Christlicher Zeit, ist Simon Magus, der ohne Frage die Christenheit mit seinen heidnischen Ideen und Handlungen verunreinigte, und sich selber so darstellte, das er in pantheistischem Stil die Ausströmung Gottes ist." [200]

A. Harnack, der Verfasser einer Kirchengeschichte [205], schrieb das Simon Magus "eine Lehre" lehrte, "in der Jüdischer Glaube in komischer und verdrehter Weise mit Babylonischer Mythologie, zusammen mit einigen Griechischen Einflüssen hinzugefügt, vermischt war. . .". Nach seiner Meinung halfen Simon diese, "Religiösen, Mystischen Dienste . . . als Ergebnis sich erweiternder Horizonte und vertiefender Gefühle, endlich auch der wilde Synchretismus (d.h. Verblendung der Religionen) , dessen Ziel es war eine universale Religion zu erfinden . . .", Anhänger für sich zu gewinnen." [220]

Die Bibel weist eindeutig darauf hin, das er durch den Einfluß demonischer Mächte wirkte, er aber trotzdem behauptete, ein Christ zu sein. Dr. Arthur Cushman McGiffert (1861-1933) schrieb über ihn:

"Seine Bemühungen gegen Jesus zu konkurieren und ihn zu überkommen, fingen sehr wahrscheinlich an, nach dem Simon Kontakt mit den Christen hatte, über die Lukas berichtet. Sein Religionssystem war augenscheinlich ein Synkretismus Jüdischer und Orientaler Elemente." [250, emph. unsere]

Erdman notierte zu diesem Thema,

"Frühe Christliche Schreiber betrachteten Simon als die Quelle aller Irrlehren." [255]

Unsere nächste Quelle identifiziert `Simon Magus' als den

"Gründer einer Schule von Gnostikern und als Vater von Irrlehren." [260]

Der bekannte Geschichtsforscher Edward Gibbon (1737-1794) schrieb das die Gnostiker das folgende Merkmal hatten; das sie . . .

"... viele erhabene aber unklare Lehrsätze, die sie von orientalischen Denkweisen erhielten, mit dem Glauben an Christus vermischten." [280]

Wir sollten an dieser Stelle wohl darauf hinweisen, das wir hier, wie schon gesagt, eine Vermischung einer Reihe von Religiösen Ideen vor uns haben. Dies ist eins der Merkmale die der Apostel Johannes später in seinem Buch, `Die Offenbarung Jesu Christi,' vorbringt wenn er in seinem 13. Kapitel über `das Tier' schreibt. Das Tier, das schon lange als das Pabsttum identifiziert wurde. Damit stimmt Johannes mit dem Buch Daniel überein.

  1. Von Babylon, dem Löwen, erbte das Papsttum ihr heidnisches priesterliches System.
  2. Von Medo-Persien, dem Bären, erhielt es die Anbetung des Sonnengottes.[282]
  3. Von den Griechen, dem Leoparden, erhielt Rom philosophische Ideen, und
  4. vom Drachen, dem heidnischen Römischen Reich, ihre Macht, ihren Thron und Autorität.

Offenbarung 13, Vers 2, weist darauf hin wie die Römisch Katholischen Kirche diese heidnischen Ideen schon von Anfang an hatte, was bedeutet, das diese Kirche niemals die reinen Lehren Jesu, der Apostel, und der Urgeminde verkündigte oder hatte, "... der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Stuhl ...". Simon Magus war mit all diesen Einflüßen sehr bekannt. Ohne Zweifel war er ein studierter Mann; die Quelle aller Irrlehren.

Obwohl Lukas nur ein Ereignis mit Bezug auf Simon Magus berichtet, ist es wohl nicht falsch, zu vermuten, das Simon die Apostel zu anderen Anlässen predigen hörte. Er sprach wahrscheinlich auch mit vielen der neu Bekehrten, über diesen Glauben, den Christus lehrte. Dies alles war ganz und gar nach seinem Geschmack, und für ihn von großer Interesse. Er verstand genau, wie man Religion benutzen konnte, um reich zu werden.

Wie verhielt er sich nach seinem Treffen mit Petrus?

Was für Pläne schmiedete er, diese, seine neue Religion, mit seinen alten Ideen zu vermischen?

Geschichte zeigt uns, das Simon Magus nicht in Jerusalem blieb aber nach Italien, nach Rom reiste. Man anerkennt auch die Tatsache, das die Religionen Asiens (Mithra), zur Zeit der Griechen und Römer, im Westen gefunden werden konnten. Genau in diesem ersten Jahrhundert n. Chr. fand man die mystischen Religionen der Babylonier besonders in Rom konzentriert. Rom war zu dieser Zeit die Hauptstadt der Welt. Wir können uns also sicher sein, das Simon Magus dies auch wußte und eventuel in dieser Stadt seine Wohnung aufschlug.

Wie beschreiben geschichtliche Quellen die Ankunft Simons in Rom?

Es war sein bekanntes Ziel eine universale Kirche oder "Religion" zu schaffen. Das Wort `Katholisch" hat auch genau diese Bedeutung, sogar in klassischen Schriften der Griechen (`katholikos' universal).

Der Kirchen-Geschichtsschreiber Harnack klassifizierte Simon unter den Christen (und er bekannte sich als Christ) als jene "bestimmten anti-Jüdischen Gruppen. . . . Sie machten viel weitere Fortschritte mit Bezug auf ihre Kritik des Alten Testaments und erkannten die Unmöglichkeit es" (das AT) "für die Christliche Universale Kirche zu retten. Sie verbanden diese [universale] Kirche lieber mit den kultischen Weisheiten der Babylonier und Assyrer." [300]

Als `Justinian der Erleider' (152 n.Chr.) seine `Apologie,' schrieb, Das alte Rom am Tiber scheint es das die Sekte der Simonier schon ziemlich einflußreich war.[345] Er erwähnt deren Gründer Simon vier mal; und wir brauchen nicht zu bezweifeln das sein Simon der Simon Magus der Apostelgeschichte war. Er erwähnt das Simon ein Samariter, und das sein Geburtsort das Dorf Gitta war. [348]

Justin beschreibt ihn als einen bekannten Zauberer, und weist darauf hin, das er zur Zeit von Claudius Caesar (41-45 n.Chr.) nach Rom kam, und dort wegen seiner Zaubertricke viel Aufsehen erregte. Das Ergebnis war, das er als "ein Gott verehrt" und eine Statuette am Tiberfluß für ihn hergestellt wurde.[349] Man errichtet sie zwischen zwei Brücken. Ihre Inschrift lautete, "Simoni deo Sancto" (`d.h., der heilige gott Simon')." [350]

Hastings schrieb, das es

"... kaum Beweise gibt, nach denen man solch eine genaue Angabe, wie Justinian sie macht, abweisen kann; eine Aussage die er kaum an jemanden in Rom addressiert hätte, wo jede Person die Möglichkeit hatte festzustellen, ob das genau wahr sei. Wenn er einen Fehler gemacht hätte, würde der sofort entdeckt worden sein, und andere Authoren würden seine Aussage nicht so oft wiederholt haben, wie sie es doch zu tun pflegten." [360]

Diese Geschichtlichen Quellen weisen schon darauf hin, das Simon Magus schon im Jahr 45 n.Chr. in Rom war [362] und das er dort wegen seiner Zaubereien als ein Gott verehrt wurde.

Simon bezeichnete sich nur als Christ, um seine eigenen Pläne zu verwirklichen. Der `Dictionary of Religion and Ethics' sagt, das Simon "ein falscher Messia war, der magische Künste pflegte und später versuchte, mit der Hilfe und mit dem Segen seiner Christlichen Religion, eine konkurierende, universale (katholische) Religion zu gründen." [370]

Diese Geschichtlichen Quellen deuten darauf hin das Simon Magus in Rom war und das er tatsächlich der Führer dieser "universalen Katholischen Kirche" war. In einer Anzahl dieser Quellen finden wir auch das Simon Magus von vielen als ein Gott verehrt wurde. Wir finden auch in der Bibel an zahlreichen Stellen das die Gemeinde in Rom die Sünde der Gotteslästerung begehen und die Anbetung aller Menschen verlangen würde. [380]

Die Bibel Definition von, "Gotteslästerung" finden wir in Johannes 10:33. Wir lesen dort,

"Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um des guten Werks willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen und daß du ein Mensch bist und machst dich selbst zu Gott." Joh. 10:33.

Hier folgt ein Beispiel wie das Papsttum genau auch solche Behauptungen macht, das es Sünden vergeben kann.

"Der Pabst ist nicht nur der Stellvertreter Jesu Christi, er ist Jesus Christus selber, verhüllt im menschlichen Fleisch." [400]

Der Pabst behauptet also das er, wie Christus, ein Gott ist. Das nennt die Bibel Gotteslästerung.

Mit Bezug auf die Statuette des Simons am Tiber in Rom, fand man in 1574 dort auf einer Insel im Fluß, ein Stück Marbelstein mit der Inschrift,

"Simoni Deo Sancto" [401]

Einige Ausleger interpretierten dies zu bedeuten das es auf eine göttliche Figur mit dem Namen Sabine hindeutet, Semoni Sancus. Aber es war wohl stattdessen ein Teil der Statuette die `Justin' beschrieb als jene die man dem Simon Magus widmete. Dies scheint deshalb schon ganz genau eine der Ähnlichkeiten des Simon Magus mit dem Pabsttum zu sein. [403]

Da viele diese bis jetzt vorgebrachte Geschichte des Simon Magus bezweifeln oder es wenigstens versuchen zu bezweifeln, versuchen wir die Gründe für diese Identifizierungen genauer darzustellen. Simon Peter, der Jünger und späterer Apostel Jesu, und Simon Magus waren Zeitgenossen. Die Ähnlichkeit ihrer Namen verursachte wohl die Mißverständnisse die wir in der Literatur vorfinden. Die heidnischen, Priester der Mysterien nannte man `Pators' oder `Peters.' Es war ihre Aufgabe und ihre `Geschicklichkeit' heidnische Mysterien zu interpretieren; wohl so ungefähr wie Handlinienleser es heute noch vorgeben tun zu können, obwohl wir wissen, das sie keine solche wirkliche Kenntnisse oder Voraussicht haben. Die Ägypter benutzten Petr`Petr' für verschiedene Dinge, aber auch besonders hatte es die Bedeutung für `Was ist los?, `Was geschieht hier', `zu erklären', `zu sagen', `zu zeigen', `zu offenbaren'. [458]

In der gesamten heidnischen Welt jener Zeit kann man solche Beziehungen zu dem heiligen `Petras' finden. Denkt zum Beispiel an Petra, die Felsenkluft südlich vom Toten Meer. Der Hauptzweck der Dienste im Tempel von Delphi z.B. hatten mit dem `Petra' Rituell zu tun.[480] Euripedius berichtet, das man die Nischen, wo man die Götzen in der Akropolis von Athen aufgestellt hatte, `Petrae' nannte (Vers 935). So ist es auch gut bekannt, wie das als heilig betrachtete Buch das man in den Festlichkeiten der Eleusinischen Mysterien den Titel `Das Buch Petroma, "Peter Roma" gab. [500]

Man nannte auch den Tempel bei Elis (Long. 21,2 & Lat. 38) in Griechenland den `Petron Lycophron', (Vers 159). Den Pytho bei Delphi nannte man `Petraessa (Olympia, Ode 6).

Es gibt aber noch viel mehr Beispiele wie der name `Peter' und seine Variationen in heidnischen Diensten benutzt wurde. Diese `Peter' Steine und Tempel fand man überall in der Welt. "Es gibt in der Geschichte jedes Orakulatorischen Tempels eine Legende die mit einem Stein, oder mit Anspielungen auf das Wort `Petra' zu tun haben." [510]

Dies sollte uns wissen lassen das kein Zweifel besteht, das jemand den Titel oder Namen/Beinamen `Peter' erhalten kann, wenn er, um das Ansehen eines gottes zu gewinnen, gewinnt. Diese Veränderung seines Namens von Simon Magus zu Simon Petrus ist der Grund, wie der Apostel falscherweise für den ersten Pabst der Katholischen Kirche angenommen wurde. Wenn es noch irgendwelche Zweifel gibt das Leute eine Person falscherweise als einen Gott ansehen, laßt uns daran erinnern, das der Apostel Paulus und Barnabas auch einmal so falscherweise als Götter betrachtet wurden.

"Da aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, hoben sie ihre Stimme auf und sprachen auf Lykaonisch: Die Götter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herniedergekommen. Und nannten Barnabas Jupiter und Paulus Merkurius, dieweil er das Wort führte." Apg. 14:11,12.

Sogar noch heute behauptet die Römisch Katholische Kirche, daß sich das Grab des St. Peters unter dem Altar der Basilika in Rom befindet. "Nur ist die tatsächlich Gruft in der sein Körper liegt nicht mehr zugänglich und war nicht seit dem 9. Jahrhundert. Es gibt aber solche, die denken das es nicht unmöglich sein würde den Eingang zu finden und wieder zu öffnen. Eine einmütige Bitte dazu wurde Pabst Leo XII durch den Internationelen Archäologischen Kongress in 1900 vorgelegt, aber bisher ohne Ergebnis." [600]

Was vorgeblicherweise geschehen sein soll, ist, das Petrus in Rom mit dem Kopf nach unten gekreuzigt werden wollte und man ihm diesen Wunsch erfüllte und das er danach in der Grotte unter dem Altar der Basilika von St. Petrus beerdigt wurde.

Hier folgt ein Katholischer Bericht was mit dem Körper des Petrus in Rom geschah. In den Bemerkungen Kellers gibt er zu verstehen das er glaubt das Petrus unterhalb des Friedhofs des Vatikans beerdigt wurde. Er verwechselt Simon Magus mit Simon Petrus and berichtet was nach dem Tod des Simon Magus in Rom im ersten Jahrhundert geschah.

Wir lesen,

"In der Nacht seines Kreuzestodes beerdigten seine Nachfolger Petrus Körper. Das man Jesus, der auf dem Hügel Calvary mit Tüchern eingewickelt wurde, ihn dann heimlich zu einem heidnischen Friedhof an der Via Kornelia, hinter der Steinstruktur der Arena, verbarg. Dieser Heidnische Friedhof lag auf einer kleinen Erhebung die man `Vaticanus' nannte: das Lateinische Wort `vatis' bedeutet `prophet' oder `Wahrsager.' Seit jener Zeit gab es ein Etruskisches Orakel an dieser Stelle." [640]

Keller sollte sich schon besser gedacht haben können, daß der `Peter', der trotz all dieser vorhandenen Plätze in diesem Friedhof beerdigt wurde, nicht der Apostel Petrus war. Das ist erstens so, da Petrus ein Jude war, sie ihn deshalb in ihrem eigenen Friedhof beerdigen mussten. Es ist ein ziemlich langer Schritt von der Tatsache nicht mit den Heiden essen zu können, aber dann im speziellen Friedhof der höchstgestellten Heiden und `den selbst ernannten Göttern oder Petrusse' beerdigt zu werden. Und wenn es einem Juden glücklicher Weise gelingen sollte in einem Römischen Friedhof beerdigt zu werden; ist es sehr unwahrscheinlich das ein Jude - besonders solch einer, der die Religion der Römer kritisiert hatte, wie es der Apostel Petrus tat - das es ihm erlaubt sein würde im heiligsten Friedhof der heiligsten Heiden beerdigt zu werden. Dieser Friedhof war für die Propheten, Wahrsager und mächtigsten Heiden der Stadt Roms reserviert. Wir sollten wohl nicht erwarten, das Petrus in solch einem Friedhof beerdigt wurde.

Das Quellenmaterial ist sehr uneinig über den Tod Simons. Viele der Quellen versuchen einige legendären Geschichten der Griechen und Ägypter mit einzuweben, um ihre Leser auf diese Weise mehr zu Interessieren. Die frühsten Quellen sagen jedoch, das er nach einer langen Blütezeit und Verehrung in Rom beerdigt wurde.

Dazu kommt noch das es in Jerusalem ein gut verstecktes Grab für Petrus geben soll. Das Buch, `Gli Scavi del Dominus Flevit,' in 1958 bei der `Tipografia del PP in Jerusalem gedruckt, dokumentiert diese Sachlage. Die Katholischen Priester P.B. Bagatti und J.T. Milik schrieben es. Hier folgt ein wenig ihrer Beweisführung, die sie benutzten, um zu dokumentieren, daß das Grab des Petrus tatsächlich in Jerusalem ist.

An der Stelle im Konvent der Franziskaner die man den `Dominus Flevit' nennt, wo Jesus auf dem Ölberg über Jerusalem geweint haben soll (wahrscheinlich war das aber woanders).
Die Ausgrabung, während der die Namen der Biblischen Charaktere auf den damals entdeckten Knochenkästen gefunden wurden.
Die Namen der Maria und Magdalena fand man auf einem dieser Lehmkästchen und gleich daneben war das Knochenkästchen mit dem Namen des Lazarus, ihrem Bruder, darauf geschrieben. Die Namen früher Christen fand man auch an anderen Kästchen. Von größter Interesse, jedoch, war jenes Kästchen das man innerhalb von vier Metern von dem Platz wo die Überbleibsel von Maria, Magdalena und Lazarus gefunden wurden - das Grab von St. Petrus. [700] Dieses Knochenkästchen hatte mit schönen Aramäischen Buchstaben "Simon Bar Jona" darauf geschrieben. Dies konnte nur auf St. Petrus bezug nehmen. Was die Möglichkeit von Fehlern mehr zerstreut ist dies, man fand sie innerhalb eines Christlichen Friedhofes der ins 1. Jahrhundert n.Chr. der Zeit des Petrus, gehört. [710]

Wir verstehen also von dem was hier schon beschrieben wurde, das Simon Magus, nach dem er in Rom lebte, auch Simon Peter genannt wurde, und das alles was man in Rom über den Apostel Petrus sagt, sich auf Simon Magus ("Simon, der selbst ernannte Gott") bezieht, der dort eine universale Kirche gründete und ihr erster `Pabst' wurde. So schrieb Hastings in seinem `Dictionary':

"Es scheint schon wahr zu sein das Lukas den Ruf kannte, den Simon später hatte, und das er die Zeitliche Geschichte des Simon als natürliches Ergebnis seiner früheren Verbindung mit den Christen sah." [750]

Wenn wir annehmen das Lukas die Begegnung der Apostel mit Simon Magus dokumentierte, nur um zu zeigen das `Simonie' Falschheit war, vermissen wir vollständig seine Absicht. Es gibt an anderen Stellen in der Bibel schon mehrere Hinweise das religiöse Gaben zu kaufen, Sünde ist.

Es war die Absicht Lukas' Simon den Magus (Zauberer) selber zu entblößen. Dies ist sein wichtiger Punkt! Lukas zeigt das Simon niemals ein Teil der Gemeinde Gottes war, obwohl um 62 n.Chr. (nach dem Tod vieler der Apostel), man vielen Christen lehrte das er ein wahrer Christ war - das Haupt der einzigen wahren Christen, der Apostel der Heiden.

Was Lukas uns über Simon Magus berichtet

Beachten Sie bitte die bedeutsamen Punkte die er vorbringt.

  1. Simon war ein Samariter, nicht ein Jude (Apg. 8:9). Die Samariterin wusste "das Heil kommt nur von den Juden."
  2. Simon Magus benutzte oft dämonische Einflüße um seine `Wunder' und Zeichen zu bewirken (Apg. 8:9).
  3. Die ganze Bevölkerung Samarias folgte ihm, Vers 10.
  4. Die Samariter beteten ihn an als "der Große" - ein gott. Vers 10.

Wir sollten diesen Punkt bedenken. Sie nannten ihn einen Gott im Fleisch!

Lukas ist auch sorgfältig wenn er darauf hinweist das Simon sich ganz und gar in Samaria als "der Große" festgesetzt hatte, und das er dort seinen Hokuspokus "für lange Zeit" vorführte, Vers 11.

  1. Lukas möchte es, das wir verstehen, das Simon Namensweise ein Christ wurde ("Simon selber glaubte") und wurde getauft - d.h., er erfuhr eine physikalische Taufe und wurde "äußerlich" ein Mitglied der Christlichen Kirche (Vers 13).
  2. Simon anerkannte sogar, das die machtvolle Gabe die Christus gibt, mächtiger war, als seine Künste, und so wollte er mit `dem Namen Jesu Christ' Verbindung beibehalten (Vers 13).
  3. Simon anerkannte die Hilfe die diese Christliche Religion für ihn bringen könnte und so wartete er bis Petrus und Johannes nach Samaria kamen und er ihnen Geld anbot, um das Amt eines Apostels in der Christlichen Gemeinde zu erhalten (Verse 18-21).

Simon lüstete es nach dem Amt der Apostel

Wenn man diesen Text (Apg. 8:18,19) nur oberflächlich liest scheint es, als ob Simon nur die Gabe des Heiligen Geistes kaufen wollte. Seine Hauptinteressen jedoch sahen weit voraus. Es war sein Ziel, selber ein Apostel zu werden - sogar ohne Rücksicht darauf, das nur jene, die Jesus gesehen hatten und von Ihm berufen wurden, Apostel werden konnten.

Petrus erkannte seine Absicht sofort und sprach, "Du hast weder Teil noch Anfall an diesem Wort", Vers 21. Um wieder zwölf Jünger zu haben sollte der Platz Judas' von einem der zwei in betracht kommenden Kandidaten gefüllt werden. Da beide gute Männer waren, sollte ein Los entscheiden wer den Platz Judas' einnehmen würde, Apg. 1:25,26. Petrus sagte dem Simon, das er das Amt eines Apostels nicht kaufen kann.

Lukas weist also daraufhin das Simon ein Apostel werden wollte - das Oberhaupt der Christlichen Kirche.

Simon Magus dachte von sich selber, vollständig diesem Amt gewachsen zu sein, besonders über die Samariter so zu herrschen, denn sie anerkannten ihn ja schon als den größten, religiösen Lehrer ihrer Zeit.

Petrus aber widerstand ihm streng darin.

  1. Petrus verstand das Simon Zeichen seiner "vollen bitteren Galle hatte und mit Ungerechtigkeit verknüpft war." Apg. 8:23.

Dieser Vers wurde schon oft nicht recht übersetzt und deshalb nicht verstanden. Petrus wollte etwas wichtiges sagen. Dieser Vers ist der wichtigste Vers im ganzen 8. Kapitel. Es ist eine Prophetie! Petrus wusste die Gedanken Simons und was aus diesem Mann werden würde. Diesen Sachverhalt verstand auch Sir William Ramsey. Er schrieb,

"Petrus schalt ihn strenger Weise und mit prophetischen Worten. Die Prophetie ist oft in gewöhnlichen Übersetzungen versteckt: im Griechischen bedeutet es,

"du bist für eine bittere Galle und bist ein Gefäß voller Ungerechtigkeit." Apg. 8:23. [800]

In anderen Worten, Simon, du wirst Menschen viele schlechte Erfahrungen bringen - sie werden verloren gehen und nicht mit Christus im Himmel sein, da du keine Wahrheit in dir hast aber ein Werkzeug des Teufels bist - da du vielen die Fesseln ungerechter Verfolgung anlegen wirst.

Petrus, vom Heiligen Geist geleitet, sprach eine Prophetie aus. Andere Quellen schreiben dies darüber,

"Die Worte des Petrus bedeuten in Wirklichkeit: `Ich sehe dich als einen Mann dessen Einfluß so sein wird wie giftige Galle und eine Verbindung zur Ungerechtigkeit, Gesetzlosigkeit, herstellt, oder, als ein Mann der schon solch eine Stelle im Leben erreicht hat.'" [900]

Simon war nicht nur zur Zeit Petrus' ein Anfechter der Gemeinde, er wird aber auch in der Zukunft ein böser Gegner sein.

Diese Prophezeiung in Apg. 8:23 ist der Schlüssel der uns hilft, die Herkunft des Abfalls, die in den Briefen der Apostel erwähnt wird, zu verstehen. Petrus verstand ganz klar das Simon keine Buße üben und keine Vergebung suchen würde, "Darum tue Buße für diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir vergeben werden möchte die Tücke deines Herzens", Vers 22.

Die Definition der bitteren Galle

Es mag für uns heute schwer sein den Ausdruck "voll bitterer Galle" richtig zu verstehen. Die Christen des ersten Jahrhunderts wussten aber ganz genau was damit gemeint war.

Es war ein Wortbild aus dem Alten Testament, das sagen will, den alten Götzen und Irrtümern der Heiden wieder anzuhängen, sich ihnen also wieder zu zuwenden.

Wie steht es im AT geschrieben?

"Denn ihr wisst selbst, wie wir im Lande Ägypten gewohnt haben und wie wir durch die Völker hindurchgezogen sind, durch die ihr hindurchgezogen seid, und ihr saht ihre Scheusale und ihre Götzen aus Holz und Stein, Silber und Gold, die sich bei ihnen (be)finden. Es sei nur ja niemand unter euch, Mann oder Weib, Geschlecht oder Stamm, dessen Herz sich heute von dem Herrn, unserm Gott, abwende, dass er hingehe, den Göttern jener Völker zu dienen! Es sei nur ja nicht eine Wurzel unter euch, die Gift und Wermut als Frucht trage!" 5.Mose 29:16-18 ZB.

Als Petrus zu Simon über dieses Gallgift sprach, meinte er damit, das Simon Magus die Verantwortung dafür trägt, diese Art heidnischen Unglaubens unter den Christen einzuführen, und auch für den sich daraus ergebenden Götzendienst im Christentum. Diese Prophetie erhält heute eine neue Bedeutung für unsere Zeit.

So sollten wir uns auch nicht darüber wundern wie der Brief des Judas, sein Epistel, über diese Männer spricht, die Nachfolger von Simon Magus wurden.

"Denn gewisse Menschen haben sich nebeneingeschlichen, die für dieses Gericht längst vorher aufgezeichnet sind, Gottlose, die die Gnade unseres Gottes zur Ausschweifung verkehren und den alleinigen Herrscher und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen." Judas 4. ZB.

Wir können uns also schon sicher sein, das Petrus diesen Simon Magus als einen Satan erkannte, die Hauptfigur und der Vorkämpfer eines falschen Christentums.

Spätere Geschichte beweist wie wahr diese Worte wurden.

Die Unbußfertigkeit des Simon Magus

  1. Sogar nach den strengen Worten der Zurechtsetzung des Petrus, bekehrte sich Simon nicht! Petrus wusste, das es so ausgehen würde!

Schlußfolgerung: Das bedeutet das Simon dachte das er es verdiente in der Christlichen Gemeinde ein Apostel zu sein - wenn auch nicht das Haupt der Apostel. Nach dem er sich taufen ließ, wenigstens seinen Körper, machte dies ihn anscheinend ein "Mitglied" der Christlichen Gemeinde. Es ist aber wichtig nicht zu vergessen das er für seine Fehler keine Buße übte. Wir finden keinen Grund anzunehmen, das er es jemals Aufgab zu denken, das er das göttliche Recht hatte ein Apostel zu sein.

Er fuhr überlegend in diesem, seinem Irrtum, mit seinen Nachfolgern fort. Er gab vor, ein "Christ" zu sein! Es ist wegen der spätereren Aktionen dieses selbst bezeichnenden Apostels, das Lukas sich dazu gezwungen sah, seinen schmachvollen Anfang aufzuweisen, und die Prophetie des Petrus vor der ganzen Gemeinde zu offenbaren.

Durch diese Identifizierung des wahren Anfangs eines von Simon angefangenen, falschen Kirchensystems, sind wir imstande ein neues Verständnis der gesamten Sachlage jener Zeit der Urgemeinde zu gewinnen.

Was glaubten Simon und die Samariter?

Harnack schrieb die beste scholastische Geschichte der frühen Christlichen Gemeinde in sieben Bänden. Er schrieb,

"Lange bevor das Christentum aufkam, gab es Kombinationen von Religionen in Syrien und Palästinien, besonders in Samaria, wenigstens so weit die Assyrische und Babylonische religiöse Philosophie . . . mit ihren vielfältigen Erklärungen, bis an die östliche Küste des Mediterränischen Meeres (Mittelmeer) vorgedrungen war." [989]

Wir wollen besonders auf die Stelle hinweisen, wo er sagt, das die Religion der Babylonier besonders in Samarien zu finden war!

Warum sollte es nicht so sein? Nach Angaben in der Bibel waren zu dieser Zeit die Samariter größtenteils Babylonischer Herkunft, von wo aus sie sich in Samarien und Umgebung ansiedelten (2.König 17:24). Esra berichtet, das auch andere Gruppen oft Babylonischer Herkunft waren und sich in Samarien ansiedelten (Esra 4:9-10). Diese Menschen vermischten ihr Babylonisches Glaubenssystem mit einigen Lehren des Alten Testaments. Sie verließen aber niemals ihre grundlegenden, Babylonisch-Chaldäisch religiösen Lehren.

Wenn noch irgendwelche Zweifel bestehen, das die Samariter freilich ihr Heidentum unter der Gestalt eines YHVH Gottesdienstes praktizierten, laß jene die außerordentlichen, klaren Anklagen hören, wie wir sie im Wort Gottes in 2.König 17:24-41 unter dem Titel "Die Samariter" finden.[990]

Eine kurze Geschichte der Samariter

Vor langer Zeit gab es zuerst fünf Stämme unter den Babyloniern, die sich in jener Umgebung ansiedelten, wo einst die zehn Stämme im Norden Israels wohnten, bevor sie von den Assyrern erobert und aus ihrem Land entfernt wurden. Als dann diese fünf Stämme in das `leere' Land Samarien zogen, brachten sie ihre Babylonischen und Assyrischen Götzen mit sich. Kurz nach ihrer Ankunft in ihrer neuen Heimat, wurden sie sehr durch Löwen geplagt. Sie interpretierten diese Plage, das ihnen dies geschah, weil sie nicht die Götter ihres neuen Landes anbeteten - da sie nicht wussten, das es nur einen, Großen Schöpfergott gibt der über alle Länder herrscht. Diese Samariter verstanden nicht, das dieser wahre Gott es erlaubte, das Israel in Gefangenschaft aus dem Land getragen wurde, da sie in ihren Gottesdiensten `Kälber-Götzen' anbeteten und Phönizische Baaldienste einführten. Alle diese Religionen waren furchtsamer Natur, da sie Opfer erforderten, um den Blutdurst der nicht existierenden Götter (Priester) zu stillen. Es war immer das Ziel dieser Systeme Menschen zu kontrollieren.

Wir sollten aber nicht denken, das heute solche `Götzendienste' besonders nicht in westlichen Ländern vorkommen. Weil Menschen in neuerer Zeit vielleicht nicht Ton oder Holzfiguren anbeten (aber einige tun es noch), hat ihr `Gottesdienst' andere Formen angenommen. Sie denken, das sie an keinen Gott glauben, aber stattdessen glauben sie, das die Welt sich über Millionen von Jahren entwickelte, ohne es prüfen zu können - höchstens nur mit oberflächlichen Berichten, die sie so ausschreiben, als ob sie wahr wären. Wir alle wissen genau das Leben nur von Leben kommen kann. Sie dienen also auch einem falschen Gott des Humanismus. Dieser `Gott' verlangte auch blutige Opfer in Afrika, Russland, Deutschland, und jetzt schon überall in der Welt. Weil sie eine spitzfindigere Religion haben, erkennen sie nicht das sie eigentlich den unsichtbaren Fürsten dieser Welt anbeten und sich von Gottes Wahrheit entfernt haben.

Die Samariter aber baten den König der Syrer ihnen einen Priester nach Samarien zu senden, der ihnen die alte Religion lehren würde, damit die Plage der Löwen beseitigt werden könnte.

Der Israelit, der ihnen gesandt wurde, lehrte ihnen die Religion der alten, nördlichen zehn Stämme. Und wir erinnern uns daran, das die nördlichen Stämme keine Leviten waren. Zur Zeit Jeroboams, zwang man die wahren Priester Gottes nach Jerusalem und Juda (2.Chroniker 11:14) zu entfliehen. Jeroboam fing seine eigene Religion der Kalbanbetung an, die er in Ägypten gelernt hatte. Die Ortschaften `Dan' und `Bethel' wurden besonders dazu ausgewählt (2.König 12:28-30). Er verschob auch die heiligen Tage vom siebten zum achten Monat. Er machte Priester aus den Ärmsten seine Landes, jene die keine Leviten waren (1.König 12:31).

Alle diese Veränderungen waren offensichtlich Entehrungen des Göttlichen Gesetzes. So dienten die zehn Stämme von der Zeit Jeroboams (ca. 932-911 BC) bis zur Zeit ihrer Knechschaft (722 BC) nicht dem wahren Gott, also für ca. 200 Jahre. Heidnische Dienste fanden nun auch in Jerusalem und im Tempel Gottes statt. Gottes Braut Israel, die er am Sinai "geheiratet" hatte (2M. 19:3-8; Hes. 16:8), sehnte sich nach anderen Buhlern (Hes. 16:15-32; 23:38). Sie vergassen ganz und gar, wie Gott sie mit mächtigen Zeichen seiner Fürsorge vom Sklavendienst in Ägypten befreit hatte. Für uns ist es aber wichtig zu diesem Thema festzustellen, das die Samariter in Israel, als sie die Babylonier ihrer Zeit baten ihnen einen Babylonischen Priester zu senden, solch einen sicherlich erhielten.

Der Priester, den sie erhielten war aber einer der Kalb Anbeter, und fast genau so schlimm in seiner Religion wie die Babylonier selber.

Unter seiner Religion brachte er es fertig, das sie eine Form der Anbetung YHVHs, dem "Gott des Landes", annahmen, aber ihre Dienste doch ganz und gar heidnischer Herkunft waren. Genau so führte auch Simon Magus später eine Religion ein, die vorgab, den Namen "Jesu Christi" zu verehren, aber doch ihre heidnischen Dienste beibehielt.

Bemerken sie bitte wie Gott die endliche Religion der Samariter beurteilt.

"Also fürchteten diese Heiden den Herrn und dienten auch ihren Götzen. Also taten auch ihre Kinder und Kindeskinder, wie ihre Väter getan haben, bis auf diesen Tag." 2.König 17:41.

Diese Israeliten nannten sich Nachfolger des wahren Gottes, sie waren aber tatsächlich Heidnische Götzenanbeter.

Der Gott der Leute von der Stadt Babylon war Succoth-Benoth (Tel Deir Alla)
Die von Chut beteten an Nergal
Die von Hamath Ashima
Die Aviter von Avva Nibehas und Tarthak
Die von Sepharvaim Adrammelech und Anamelech

Die Göttin Succoth-Benoth war eigentlich Semiramus in der Form von Venus. Das Wort "Succoth" bedeutet `Zelt' oder `Hütten', 1.Mose 33:17. Man schrieb darüber,

"Der Name bedeutet "Zelt der Töchter." Das will sagen, "Solche Kapellen wurden mit Hilfe grüner Zweige hergestellt, die von den Männern Babylons, die nach Samaria transportiert wurden, zu ehren der Göttin Venus errichtet wurden, und wo ihre Töchter den Anhängern der schlimmen Göttin als unzüchtige Dirnen dienten. Es war die Gewohnheit in Babylon, der Mutter aller Huren, und deshalb begangen ihre Söhne die gleichen Übeltaten in Samaria." [991]

Wer war aber der gott Nergal, der Cuthiter?

Man sagt das der Name "der mächtige Mann" oder "der mächtige Jäger" bedeutet. [992] So können wir sagen das `Nergal' eine Variation von `Nimrod' ist.

Der nächste gott, `Ashima' war der heidnische Gott der Erlösung - der Osiris der Ägypter oder der sterbende Nimrod. [994]

Der Gott `Nibehas' (Maskulin: Hades) und Tarthak, die "Mutter aller Götter", wurden von den Avitern angebetet. Die `Tarthak' soll die Mutter der Assyrer gewesen sein, oder aber Semiramus. [996]

Der fünfte Babylonische Stamm diente meistens den beiden Göttern, Adram-Melech und Ana-Melech. Der erste war der "Gott des Feuers", der "Sonnengott, der Phönizische Baal." Der zweite war "der Gott der Herden" oder der Griechische Gott Hermes, der Gute Hirte. [998]

Wir lernen von dieser Sachlage das diese Götter durch Simon Magus später in der Katholischen Kirche als falscher Christus und eine falsche Maria, usw., wieder erschienen.

Simon Magus wuchs in so einer durcheinander gebrachten Gesellschaft auf. Die Samariter nannten sich, die Leute, die den wahren Gott anbeten. Ihre religiösen Dienste bestanden aus Babylonischen Formen. Simon Magus war einer ihrer Priester. Das Wort "Magus" bedeutet in der Sprache der Chaldäer/ Perser `Priester'. Auf diese Weise geschah es das das Treffen zwischen Petrus und Simon eine erste, wirkliche Zusammenkunft wahrer Christenheit mit einem Chaldäischen Priester markiert, aufgrund dessen einst schon vorhergesagt wurde, das dies falschen Gottesdienst einführen würde.

Im nächsten Teil beschreiben wir wie Simon Magus die Römer damit überraschte, das er eine weltweite, universale Religion unter Christlicher Verkleidung einführen wollte (Hes. 21:21-27; Zech. 10:2; Matth. 7:15; 24:11,24).

Simon Magus gründet eine Universale Kirche

Hier beschreiben wir zu neuem Leben auferweckte alte Geschichte die aufweist, wie Simon Magus - der in der Apostelgeschichte als falscher Prophet entlarvt wurde - seine eigene Idee einer Universalen Kirche reale Wirklichkeit gab.

Nachdem Petrus den Einfluß Simons abgelehnt hatte, fing Simon Magus damit an seine eigene "Christliche" Kirche - in der er das Haupt sein würde - zu planen, um auf diese Weise die wahre Gemeinde Gottes vollständig zu zerstören. Seine Ideen bestanden darin eine Vemischung Babylonischer Lehren mit Christlichen Lehren herzustellen - besonders aber den Namen Jesu Christ angeblich zu verehren - und auf diese Weise seine Universale Kirche aufzurichten! Die Grundlage seiner Kirche war Babylonischer Natur.

Wir lesen das Simon Magnus

"... Lehren verkündigte in der Jüdischer Glaube in befremdender Weise mit Babylonischer Mythologie, und auch mit zusätzlichen Griechischen Einflüßen vermischt wurde. Der Gottesdienst der Mysterien ... als Resultat der sich erweiternden Horizonte und tiefender religiöser Gefühle ergab endlich eine wilde Synkretistische Religion, d.h. eine Verblendung religiöser Ansichten, deren Ziel es war eine einzige, universale Religion aufzurichten, die Simon ihre Anhänger bringen würde. . . . Simon war auch besonders gegen Jüdische Gruppen (wie die der Apostel) . . . sie machten weite Fortschritte in ihrer Kritik des Alten Testaments und sahen es als unmöglich an, das AT für die Universale Kirche zu retten. Sie verbanden ihre [weltweite] Religion lieber mit die der kultischen Babylonier und Syrer." [1010]

Aus diesen Gründen verstehen wir warum Petrus sich so sehr gegen Simon wandte, Apg. 8:23.

Simons späterer Einfluß und wie Johannes ihn bekämpfte

Wir wissen (noch) nicht in welchem Jahr Simon starb, denken aber das Johannes ihn überlebte. Die Geschichte dieses Mannes, seine Religion und sein Simonismus wurden Grundlegende Merkmale der Katholischen Kirche. Simon verursacte Ungehorsam dem Gesetz Gottes gegenüber, er brachte Bilderverehrung, Beschwörungen, usw. in die Kirche. Studium der Geschichte (Eusebius) zeigt aber, das hundert Jahre später Gruppen Simonischer Christen den Abfall vom Urchristlichen Glauben zu beschleunigen versuchten so das alle bisherigen Vorsichten verschwanden. [1015]

Die Briefe des Apostel Johannes' zeigen, das er allen diesen Einflüßen genau folgte und Maßnahmen traf, die Gläubigen zu warnen den Lehren dieser Samariter nicht zu folgen.



Notizen & Bibliographie

[100] Hasting's Bible Dictionary, S. 498.(Alle Englischen Texte übersetzt bei CIAS.)

[125] Hastings, James (1852-1922), beschreibt es so in seinem `Dictionary der Apostolischen Kirche,' Vol. 2, S. 496.

[155] `A History of the Christian Church,' N.Y., 1907-10.

[200] Schaff, Philip, `Apostolic Christianity,' Vol. 2, S. 566.

[205] Die Verbreitung des Christentums in den ersten drei Jahrhunderten (`The Expansion of Christianity in the First Three Centuries'), 2 Bände, N.Y., 1904-05.

[220] Ibid., S. 244.

[250] J. Hastings `Dictionary of the Apostolic Church,' Vol. 2, 1915-18, S. 497.

[255] Eerdmans `Handbook to the Christian Church,' S. 100.

[260] `Encyclopedia Britannica,' 11th edition.

[280] Gibbon, Edward, `The Triumph of Christendom in the Roman Empire,' S. 15.

[282] Die Religion der Perser war vielfältig da sie es allen Stämmen und Menschengruppen größtenteils erlaubten ihre eigene Religion beizubehalten. Sie praktizierten Anbetung der Naturgötter; unter ihnen gab es Ideen über "Vertrag" (Mitra) und `Wahrheit sprechen' (Varuna). Man opferte Tiere und trank `haoma' oder `soma', was betrunken machen konnte. Von ihnen (aber nicht von ihnen alleine) kam Mithraismus der `Solus Invectus,' Sonnenanbetung, was die Römer später übernahmen.

[300] Harnack, Karl Gustav Adolf von (1851-1930), Ein Deutscher Kirchengeschichtler; `History of Dogma,' Vol. 1, S. 246. The RCC hat keine Interesse die Geschichte dieses Simon Magus zu beschreiben, geschweige sie hervorzuheben. In ihren Büchern findet man nur das Wort `Simonie.' mit Bezug auf Apg. 8, was beweist wie groß der Einfluß des Simon Magus war.

[345] Er erwähnt deren Gründer Simon, vier mal; und wir brauchen nicht zu bezweifeln das sein Simon der Simon Magus der Apostelgeschichte war. Er erwähnt das Simon ein Samariter, und das sein Geburtsort das Dorf Gitta war. Justin wurde in Palestinien geboren. Dann arbeitete er in Rom und wurde in 165 n.Chr. hingerichtet. Justin berichtete das Jesus als Holzarbeiter Pflüge und Jochen herstellte. Ob seine Quellen dazu gut waren, können wir nicht feststellen, nur das Jesus von Jochen und Pflügen in seinen Predigten sprach und er deshalb solche Schlußfolgerung zog.

[348] Vielleicht war dies Gittah-hepher/ Gath-hepher ("Weinpresse", eine Stadt in Zebulon, ca. 5 km Nordöstlich von Nazareth.; Josua 19:13; 2. Kön. 14:25. Das würde Gitta 55 km nordöstlich von Samaria entfernen. Wenn Gath-hepher nicht Gitta ist, müssen wir bestimmen in welchen Gebieten die Samariter um 45 n.Chr. wohnten. Eine Ortschaft Gittah-hepher beweist aber das der Name `Gitta' schon existierte.)

[349] Die folgende Quelle zeigt Bilder des Mausoleums von Augustus am Tiber Fluss, Sieh Archaeology Odyssey, Vol. 8, No. 3, May/June 2005, `A Facist Monument in Modern Rome,' p. 42-43.]

[350] Hastings, `Dictionary of Christian Biography', Vol. 4, S. 682.

[360] Hastings, `Dictionary of Christian Biography,' Vol. 4, S. 682.

[362] 45 n. Chr. war kurz nach der Zeit des Kaisers Gaius Caligula (37-41 n.Chr.) und dessem Nachfolger Claudius (41-54 n.Chr.). Simon Magus kam also während der Regierungszeit einer dieser beiden Herrscher nach Rom. - Die folgenden Zeilen sind ein Bericht über was in einem Treffen zwischen einigen Juden und Caligula geschah und die Folgen davon.
Kaiser Anbetung
Der prunkvollste Palast auf dem Palatinhügel war der des Caligula. Eine Abordnung Römischer Juden erhielt nach monatelangem Warten eine Audienz mit dem Kaiser. Sie trug sich zu inmitten einer Konsultation Caligulas mit seinen Architekten, um die Gärten seiner Mutter am Tiberfluss zu modernisieren. Caligula war meistens so sehr mit den Anliegen seiner Vergöttlichung beschäftigt, das er keine Zeit für Regierungsanliegen hatte. Auch wenn er seine befremdenden Gottesträume für kurze Zeit vernachlässigte, verbrachte er alle Zeit mit anderen Schwachheiten die ihm im Sinn seiner verdorbenen Erziehung gut erschienen. - Als man die Jüdische Abordnung in seine Gegenwart brachte, war der Kaiser von seinen Architekten, Werkmeistern, Gärtnern und anderen Spezialisten umgeben, als sie ihm ihre Pläne zeigten. Während er seine Augen auf die Zeichnungen seiner Rekonstruktöre heftete, hörte er sich die Angelegenheit der Juden an. Diese berichteten ihm ihre Rechte deren sie sich in Alexandrien seit der Gründung dieser Stadt durch Alexander dem Großen erfreuten. Sie beriefen sich auf die Bestätigung dieser Rechte durch Julius Cäsar, Augustus und Kaiser Tiberius. Sie berichteten ihm ihre Positionen und ihre Beiträge die Alexandria groß und berühmt machten. Der Kaiser haftete seine Augen aber nur auf die Pläne auf dem Tisch vor ihm: die großen hängenden Gärten durch Holzsäulen aufrecht gehalten, Gärten die wie in der Luft schwebend aussahen und einem Gottkönig gefallen konnten.
Plötzlich, jedoch, richtete sich der kleine Caligula auf und unterbrach die Jüdischen Abgeordneten: "Sagt mir, warum wollen eure kleinen Juden kein Schweinefleisch essen?" - `Oh, unsere Gesetze verbieten es seit alten Zeiten. Diese unsere Eigentümlichkeit verursacht aber niemanden irgend einen Schaden - besonders nicht den Schweinen,' antwortet Philo. - Dies war eine etwas zu gewagte Antwort. Man konnte mit dem Kaiser nicht so spaßen. Caligula beachtete es aber nicht; er sprach mit seinen Römischen Spezialisten wieder über seine hängenden Gärten. Und dann, als es fast so aussah, das er die Fragen der Juden schon vergessen hatte, rief er plötzlich aus, `Sagt mir doch, warum wollen eure kleinen Juden mir keine Opfer bringen?' - Er sprach dies aus wie ein spielendes Kind mit launischer, schmollenden Lippen, wonach er schnell ganz blaß wurde und in großem Ärger mit zitterndem Kopf und rotem Nacken ausschrie, `Alle Nationen anerkennen meine Göttlichkeit - ausgeommen ihr.'
Philo sah das es aus diesem nur einen Ausweg gab. Er antwortete: `Die in Alexandrien vergöttern auch Tiere, wie Krokodile und Katzen. Aber wir, die Juden, sind nicht wie die Ägypter. Wir erhielten unsere Traditionen und unsere Pflicht zu unserm einzigen Gott von den Vätern. Wir brachten aber zu verschiedenen Zeiten Opfer auf unserem Altar für deine Freude dar, und unsere Priester beteten für dein Wohlbefinden im Tempel in Jerusalem. Dies fand zu drei Gelegenheiten statt: als du als Kaiser ausgerufen wurdest, als du von einer Krankheit wieder gesund wurdest, und als du als triumphaler Sieger von deinen Feldzügen in Germanien und Britannien zurück kamst. Zu allen diesen Anlässen vollbrachten wir Opfer in unserem Tempel für deinen Frieden und für dein Wohlhaben.
`Ja, ja, Opfer für mich, aber keine Opfer zu mir. Ihr opfertet lieber Opfer zu einem Gott den ihr nicht seht oder hört. Ihr wisst auch nicht was er tat. Eroberte er die Germanen? Kreuzte er die weite See zum Land der Britten und eroberte er sie? Was sind seine Siege? Ist es nicht solch ein Gott den ihr vor mir bevorzugt?' - Caligula vergass alle die ihn umringten. Er reckte sich auf zu seiner nicht besonderen Höhe. `O, ihr Vernachlässiger der Götter! Gotteslästerer und Ungläubige! Wie lange wollt ihr in eurer hartnäckigen, störrischen Haltung gegen meine Göttlichkeit bestehen? Und zu denken das Agrippa mein bester Freund ist, und er mit mir durch viele Gaben und Geschenke, und durch viele Erinnerungen unserer Kindesjahre verbunden ist. Hört mich ihr Juden! Versucht mich nicht zu viel! Ich würde ja noch glauben ...' - damit wandte er sich mit unvermutbarem Pathos an sein Gefolge, und wies hin auf die Juden .... `Ich würde noch immer glauben das diese Männer nicht schuldig sind. Man sollte sie bemitleiden. Sie sind Toren statt Böse!' - Damit gab er das Signal für die Entlassung der Abgeordneten, und die Juden entfernten sich ohne das ihre Bitte in Betracht genommen wurde.
Dies war jedoch noch nicht das Ende. Wenige Wochen später bat man die Jüdischen Abgesandten den Kaiser in Puteoli zu treffen. Als Philo und seine Gruppe in die Stadt kamen, trafen sie einen weit gereisten Juden von Palästinien. ... Er bracht ihnen eine Nachricht, solch eine Nachricht wie man sie nie zuvor gehört hatte seit der Gründung der Welt. Gaius Caligulus hatte das gewagt was kein anderer Cäsar je geträumt hatte: er erließ den Befehl sein Ebenbild im Allerheiligsten in Jerusalem aufzurichten; und er befahl das der Syrische Prokonsul Römische Truppen nach Akko sandte, dazu bereit jeder Zeit Jerusalem anzugreifen wenn die Juden nicht Gehorsam blieben. [Sholem Asch, `The Apostle,' NY, 1943, S. 226-228. Teilweise übersetzt bei CIAS.] Ob dieser Plan tatsächlich stattfand konnte nicht ermittelt werden, da Josephus sowas nicht bestätigt. Vielleicht blieb es nur ein Plan.
Eine traurige aber interassante Darstellung der Zeit.

[370] Schaff, `Apostolic Christianity,' Vol. 11, S. 514.

[380] Wir lesen diese Beschreibungen: "Namen der Lästerung . . . große Reden ... so das Horn redete . . . Malzeichen seines Namens angenommen.", Offb. 13:1; Daniel 7:11; Offb. 14:11.

[400] `The Catholic National,' July 1895.

[401] Übersetzt, `To Simon the holy god'; Sieh Burton's Bampton Vorlesungen, S. 374. Sieh Notiz in Grabe (1. 51), Dictionary of Christian Biography, Vol. 4, S. 682.

[403] Marcion (geb. in Sinope) war ein Gnostiker - er erwähnt Simon nicht. Marcion kam nach Rom ungefähr im Jahr 139 n.Chr. Wie viele der Schreibereien des Marcion gibt es noch? Marcion lebte ca. 100 Jahre nach der Zeit Simon Magus.

[458] Budge, E.A.W., `Hieroglyphic Dictionary,' Vol. 1, p. 253.; Bunson, Margaret, `Hieroglyph,' S. 545.

[480] Pausanius, er wurde ca. 225 v.Chr. als ein `Reisender' bekannt, Buch 10.

[500] Euripides von Athen (ca. 485-406 v.Chr.), ein Dichter der `Aufklärung', nannte man ihn. Er zweifelt, grübelt und steht dem alten Götterglauben fern. Seine Werke, Bacchae, Helen, Media, Phädra, Iphigene, die Troerinnen, zeigen eine tiefe Kenntnis der menschlichen Seele, vor allem der Frau.; Sieh auch Potters `Antiquities,' Vol. 1, S. 356.

[510] Bryant, S. 362.

[600] www.newadvent.org Arthur S, Barnes.

[640] Kellers, (B.?) Bemerkung - das `Offizielle Kommentar der Römische katholischen Kirche', S. 368.

[700] Die bekanntesten Magazine Biblischer Archäologie berichteten wohl nichts davon. So sollten wir dies mit Vorsicht lesen. Wenn sie von Überbleibsel (remains) sprechen, wissen wir, das nichts von diesen Leuten zurück blieb. Innerhalb von 2000 Jahren verwest gewöhnlich alles.

[710] Auch hier sollte sofort die Frage aufkommen, wie datierte man diesen Friedhof zum 1.Jahrhundert n.Chr.? War es wegen dieser Knochenkästchen oder aus anderen, besseren Gründen? Wir sollten uns gewiss sein, das Betrüger keine Schwierigkeiten unbeachtet lassen Verfälschungen solcher Dinge herzustellen.

[750] Hastings, Warren(?), `Apostolic Church', Vol. 2, S. 496. Für einen kurzen Bericht über das vermeintliche Grab des Petrus in Rom sieh, BAR, Jan/Feb 1983, Vol. IX, No. 1, S. 12-14, by John E. Walsh.

[800] Sir William Ramsey, `Pictures of the Apostolic Church', S. 60.

[900] Lang, Johannes, `Langes Commentary,' 1874, Vol. 9, S. 148.

[989] Harnack, `The History of Dogma,' Vol. 1, S. 243,244.

[990] 2. Könige 17: 24-41: "Der König von Assyrien (Sargon) aber ließ Leute von Babel, Kutha, Awa, Hamath und Sepharwaim kommen und siedelte sie an Stelle der Israeliten in den Ortschaften Samarias an; und sie nahmen Samaria in Besitz und wohnten in den Städten des Landes.
V.25: Da sie aber in der ersten Zeit, als sie daselbst wohnten, den Herrn nicht verehrten, ließ der Herr Löwen auf sie los; die würgten unter ihnen.
V.26: Da meldete man dem König von Assyrien: Die Völker, die du aus ihrer Heimat weggeführt und in den Städten Samarias angesiedelt hast, wissen nicht, was dem Landesgott gebührt; darum hat er Löwen unter sie gesandt. Die bringen nun die Leute um, weil sie nicht wissen, was dem Landesgott gebührt.
V27: Da befahl der König von Assyrien: Laßt einen von den Priestern dorthin gehen, die ich von dort weggeführt habe; der soll hingehen and daselbst Wohnung nehmen und sie lehren, was dem Landesgott gebührt.
V28: Da kam einer con den Priestern, die man aus Samaria weggeführt hatte, ließ sich zu Bethel nieder und lehrte sie, wie sie den Herrn verehren sollten.
V29: Ein jedes Volk aber machte sich seinen eigenen Gott und stellte ihn in die Höhenheiligtümer, welche die Samariter errichtet hatten, ein jedes Volk in den Städten, die es bewohnte.
V30: Die Leute von Babel bildeten Sukkoth-Benoth ab, die von Kuth einen Nergal und die von Hamath einen Asima;
V31: die von Awa machten einen Nibhas und einen Tharthak, und die von Sepharwaim verbrannten ihre Kinder dem Adrammelech und dem Anammelech, den Göttern von Sepharwaim.
V32: Doch verehrten sie auch den Herrn und erwählten sich Höhenpriester aus allen Teilen des Volkes; die taten für sie den Dienst in den Höhenheiligtümern.
V33: Den Herrn verehrten sie, und zugleich dienten sie ihren Göttern nach der Weise der Völker, aus denen man sie weggeführt hatte.
V34: Bis auf den heutigen Tag tun sie nach der alten Weise: sie verehren den Herrn nicht und tun nicht nach den vorgeschriebenen Satzungen und ihrer Pflicht und nach dem Gesetze und Gebote, das der Herr auferlegt hat den Söhnen Jakobs, dem er den Namen Israel gab.
V35: Schloss doch der Herr mit ihnen einen Bund und gebot ihnen: Ihr sollt nicht andre Götter verehren und anbeten, sollt ihnen nicht dienen und ihnen nicht opfern,
V36: sondern den Herrn, der euch mit großer Kraft und ausgerrecktem Arm aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat, ihn sollt ihr verehren, ihn anbeten, und ihm sollt ihr opfern!
V37: Die Satzungen und Rechte aber, Gesetz und Gebot, die er euch vorgeschrieben hat, sollt ihr allezeit getreulich halten und sollt nicht andre Götter verehren!
V38: Und des Bundes, den ich mit euch geschlossen habe, sollt ihr nicht vergessen und sollt nicht andre Götter verehren,
V39: sondern den Herrn, euren Gott, sollt ihr verehren; er wird euch aus der Hand all eurer Feinde erretten.
V40: Aber sie gehorchten nicht, sondern tun [noch immer] nach ihrer alten Weise.
V41: Also verehrten diese Völker den Herrn und dienten zugleich ihren Götterbildern; auch ihre Kinder und Kindeskinder tun, wie ihre Väter getan, bis auf den heutigen Tag." 2.Könige 17:24-41 ZB.

[991] Jones, Alfred (1879-1958), `Proper Names of the OT', S. 348.

[992] McClintock und Strongs Encyclopedia, Vol. 6, S. 950.

[994] Jones, Ibid., S. 42.

[996] Jones Ibid., S. 354.

[998] Jones Ibid., S. 14, 32.

[1010] Harnack, Ibid., Vol. 1, S. 244, 246. Katholisch orientierte Lexicalen und Bücher mögen Harnack seine Beiträge zur Geschichte ablehnen wollen, da er ja ihre Religion in Bahnen lenkt, die ihnen nicht gefallen. Das verstehen wir ja schon.

[1015] Eusebius, Ecclesiastical History, Vol. II, 13, 6.

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