Das Zeitalter Pharaoh Ramses III. Chronologien die nicht den Grund für das Umwechseln der Kriegsteilnehmer unter den Seevölkern erklären können haben nichts zu diesem Thema beizutragen!
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Ramses III - in Englisch
Ein Vergleich des Ramses mit Nektanebo

Horemheb
Seti der Große
Ramses II.
Merneptah
Die 21. Dynastie
Setnakht - Akoris

Die Konventionale Zeit Ramses III.
Ramses III. Metalzeitalter
Wie benutzte er es?
Vergleich der Kopfbedeckung
Für grösseren Druck klicken Sie bitte `View', `Text Grösse'! Griechischer Einfluß
Die Perser
Die Seeschlachten
Die Königlichen Thronnamen
Die Sprache und Schreibweise
Die Bedeutung der Helmen
Triremen
Mariannu
Zusätzliche Überlegungen
Nekhtnebef, Arsames und Psamshek
Das Grabmal Ramses III.
Die Unterwasser Funde
Der Kronologische Einfluß des Kanopus Dekrets
Alexander der Große

Ramses III. `Ka-nekht-Mau-Pehti-Nekht-A-Neb-Kephesh-Sati'

Die vielen Jahre der Persischen Oberherrschaft über Ägypten würden dazu führen, daß sich ein Pharaoh zu diesem Problem erheben würde, um zu versuchen, das fremde Joch von den Menschen in seinem Land abzuschütteln, und dann diese Taten an den Wänden seines beliebtesten Tempels darstellen.


[Horus names: 1 and 2. Ka-nekht-AA-Sutenit, 3. Ka-nekht-Meri-Maat-Smen-Taui, 4. Ka-nekht-Susekh-Qemt-User-Khepesh-Nekht-A-Smam-Thehennu. Ein König, der eine besondere Verbindung mit der Stadt Heliopolis zu haben schien, denn er benutzte den Namen dieser Stadt in seinem Namensschild.]



Im Denken konventionaler Geschichtslehrer waren die Palestinischen Kanaaniter noch immer Herr ihres Landes während der Zeit der 18. Dynastie in Ägypten. Geschichtsgelehrte rechnen ihnen große kulturelle Fortschritte zu, weit höher als die Fähigkeiten der Israeliten. Die Kanaaniter hatten Verbindungen mit anderen Völkern, wie z.B. den Amoritern, Hethitern, Pheresitern, Hewitern, Jebusitern, Amalekitern und später auch den Phillistern, 5.Mose 20:17. Sie sahen von der Ferne zu als Joseph seinen Vater Jakob in einer Höhle, östlich des Jordans beerdigte.

"Und als die Leute im Lande, die Kanaaniter, die Trauerfeier in Goren-Atad sahen, sprachen sie: Die Ägypter halten da eine große Klage. Daher nennt man den Ort `Abel-Mizraim'." 1.Mose 50:11.

Es könnte schon zur Zeit Moses möglich sein, daß die Kanaaniter angesichts der Israeliten sie noch als Ägypter ansahen, vielleicht auch in Kleidung und Kultur. Da wir die Zeit des Auszugs aus Ägypten in die sogenannte Zeit der Mittelbronze setzen, wollen wir nicht die Ausgrabungsberichte unerwähnt lassen. Konventionale Geschichtsforscher setzen die Mittelbronze von ca. 2000-1550 v.Chr., die Zeit `mächtiger Stadt-Staaten der Kanaaniter'. Wenn diese Metalzeitalter zuerst beschrieben wurden, hatte man schon die Konventionale Chronologie Ägyptens ziemlich fest dargestellt. So, alle Funde die mit der Zeit der frühen Pharaonen bis wohl Amenhotep III in Verbindung gebracht werden konnten gehörten demnach in die Zeit zwischen die früheren Könige der 18. Dynastie. Ein wichtiges Gebäude der sogenannten Zeit der Kanaaniter ist der Palast in Ugarit in dessen Hof man das Schwert Pharaohs Merneptah fand und dessen frühere Gebäude ins 14. Jahrhundert v.Chr. gehören sollen. Von der Bronzzeitalterstadt Megiddo und Hazor lernte man, daß die Einwohner zuerst lange Basaltsäulensteine flach hinlegten und dann meistens Lehmschlammwände darauf aufrichteten, Methoden, die Jahrhundertelang benutzt wurden. Da heute alle Bauweisen und Ausgrabungschichten im Sinne Konventioneller Chronologie interpretiert werden, sollten wir sehr vorsichtig sein, diese so ohne weiteres als wahr anzunehmen. Man sagt so leichthin, das in Israel die Bewohnungsschichten immer in der Reihenfolge Kanaaniter, Philister, Israeliten, Assyrer, Babylonier, Perser ... zu finden sind. Aber es kommt doch kaum vor, das man alle diese Schichten in einzelnen Ausgrabungsstellen vorfindet. Diese Anordnung lebt wohl doch nur in den Vorstellungen der Interpretierer. Forscher stellten fest, wie ähnlich doch der Palast des Israelitischen Königs Omri dem Palast in Ugarit, Enkomi und Kition war. Omri's Palast ist ein Beispiel sehr geschickter Bauweise.

Moderne Geschichtsforscher wiesen aber Ramses III. eine Zeitspanne parallel zu dem der Kanaaniter und Phillister zu, als die Kanaaniter noch eine machtvolle Stelle einnahmen und die Phillister noch neue Einwanderer waren. Irgendwie müßen seine Kriege gegen eine großangelegte Schar von Nationalitäten mit der vermeintlichen kurz vorher geschehenen Ankunft der Phillister zu tun haben. Sein früherer Krieg gegen die Lybier fand in seinem 5. Jahr statt (374 v.Chr.)1), zwei weitere Angriffe in seinem 8. (-370) und 11. (-368) Jahr. Ziemlich überzeugt von der Richtigkeit dieser Anordnung, begannen Künstler die Phillister in der Kleidung der Peleset darzustellen (Ein Wort, das auch als Pereset gelesen werden kann), die ja die wohl am meisten dargestellte Völkergruppe der Seevölker an den Wänden von Medinet Habu sind.
1) Es scheint, das die konventionalen 31 Jahre der Regierungszeit Ramses III. die Zeit seines Vorgängers Setnakht/Achoris mit einschließt (393-380 v.Chr.). In revidierter Ansicht Regierte Ramses III. von 379-361 v.Chr.


Naytahut - Tell el Yehudiyeh - Die Heimatstadt Ramses III?

Noch keine bessere nördliche Heimatstadt konnte für diesen König gefunden werden als Tell el Yehudiyeh, das moderne Naytahut, nur wenig nördlich von Kairo. Wann diese Stadt vermeintlich den König in seiner Mitte hatte kann man heute nur aufgrund des nahen Friedhofs mit einer Anzahl von Griechischen Gräbern vermuten. Namen wie Glaucias, Barchias, der Sohn von Barchias, Aristoboulos, Onesimos, Tryphaena, Eiras und Agathocles, der Sohn des Onesimos, fand man dort. Andere Gräber trugen Hebräische Namen wie Mikkos (Micah), Nethaneus (Nathan) und Barchias (Barak). Aus diesem Grund nannte man den Ort `Der Hügel der Juden' (`The mound of the Jew'). Die Römer kannten diesen Ort wohl als `Scenas Veteranorum' oder `Vicus Judaeorum'.

In welches Metallzeitalter gehört Ramses III.?

Fast alle Bücher mit dem Thema Alte Geschichte die auch über Ramses III. sprechen weisen ihn in die Zeitspanne, wo auch die Gelehrten Napoleons ihn hineindachten - - ins 12. Jahrhundert v.Chr., dem Bronzzeitalter. Wenn jemand deshalb die Waffen anschaut, wie die Ägyptischen Künstler sie in Medinet Habu herstellten, dachte man an sie als Bronzwaffen. Da wir Ramses III. im 4. Jahrhundert v.Chr. hinein setzen wird diese Sachlage wichtig für die Zeitspanne des Bronzzeitalters und wie es in modernen Büchern definiert wird, denn dieses Zeitalter war für Ägypten schon lange in der Vergangenheit. Die Einführung von Metall und Metallwaren nahm einen bedeutenden Plazt ein während der Regierungszeit dieses Königs und wir finden es erwähnt im `Papyrus Harris'. Seine Zeit war die des `hmt' Metalles. Neben Gold und Silber war dies `hmt' das begehrteste Metall. Einige Geschichtsforscher übersetzen `hmt' als Kupfer, regierte Ramses III. aber tatsächlich im Kupferzeitalter ? Kämpften die Seevölker mit Kupferschwertern? Wohl kaum. Es scheint `hmt' war nur ein allgemeines Wort für `Metall' oder `Metallegierung'. Es ist wahrscheinlich richtiger zu sagen, daß während seiner Zeit mehrere Metalle und Legierungen in Benutz waren, um Produkte herzustellen. `Hmt' wurde von einer Gegend importiert, die `Atika' hieß und die wir auch als `Attika', Griechenland kennen, deren Hauptstadt Athen war. Von irgendwo im innern des Landes brachten Karavanen von Eseln `hmt' zur Küste, wo man es in der Form von Gußbarren in Schiffe ladete und dann Richtung Süden nach Ägypten brachte. Dieses `irgendwo' war vielleicht Mazedonien wo seit alter Zeit Eisen, Kupfer, Blei, Gold und Arsenik ausgegraben wurde, wie gefundene Überreste es beweisen. In Mazedonien gab es auch reichliche Vorräte von Bauxit, Pyrit (Eisendisulfide), Chrome und Manganese Minen. In den Gedichten Homers (ca. -880) finden wir Stellen, wo er Eisengegenstände erwähnt. Herodotus (ca. -446) erwähnt Eisen in seinem Buch `Geschichte' und Aristotel (-350) bezeichnet als Quelle des Eisens Minen auf der Insel Elba und auch die Chalybian Minen in der Nähe von Ambus. [Landels, L.G.; `Engineering in the Ancient World', Clarke, Irwin and Company, 1980; Information von -http://www.mri.on.ca/steel.html]

Es ist auch von Interesse zu bemerken, daß Herodotus nichts über einen König zu sagen hat, der Ramses III. sein könnte - über Medinet Habu oder dessen Bildern von Seeschlachten. Obwohl er öfter Seeschlachten erwähnt, und man denken würde, daß er als Grieche diese Tempelbilder besondere Aufmerksamkeit geschenkt hätte, finden wir von ihm kein Wort darüber. Aber nach unserer Ansicht ist es ganz natürlich das Herodotus nichts davon schrieb, da Ramses III. nach seiner Zeit regierte und die See/Nilschlachten noch nicht stattgefunden hatten.

Deshalb lebte Ramses III. in der Mitte des `hmt'. hmt - Kupfer Zeitalters.

Wie benutzte Ramses das Metal, das er von Attika erhielt?

Der Papyrus Harris erwähnt nur, daß der König das Volk nur das Metall sehen ließ ohne besonders zu sagen, wie oder ob er es benutzte.

An anderer Stelle im Papyrus erwähnt er Herstellungsprojekte, die den Benutz von `hmt' Metall gefordert haben könnten:

1. Er baute eine Flotte von Transportschiffen, Gallies und Schlepper dessen Mannschaft auch Bogenschützen erforderten. Ramses brauchte seine Schiffe nicht nach Attika zu senden denn sie benutzten ihre eigenen, um ihm die Metalbarren zu bringen.
2. er erwähnt einen großen Granitstein mit `hmt' Türen und gehämmerten Verzierungen. Dies mag aus Kupfer oder einer anderen eingeführten Legierung hergestellt worden sein.

Wir nehmen an, das nach dem `hmt' empfangen wurde, wenigstens einiges davon, wenn auch nicht alles, unter den Metallarbeitern verteilt wurde und wir nichts mehr davon hören.

Der Geschichtliche Hintergrund zu der Zeit Ramses III.
Höhepunkte der Jahre vor der revidierten Zeit Ramses III. waren die Kriege zwischen den Persern gegen die Griechen und Spartaner.
Persische Könige Ereignisse Ägypten Judah
521-485 BCE Darius I 490 BCE (ca. 10. Sept.) Schlacht von Marathon Die Jahre vor der Zeit des Arsames. Der Persische König hält die Macht über Ägypten. Die Jahre nach der Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft.
485-465 BCE Xerxes Ahasuerus 480 BCE (Ca. 17-19. Sept.) Schlacht von Thermophylä
480 BCE (Sept. 29) Seeschlacht von Salamis
479 BCE Schlacht von Platäa
479 BCE Seeschlacht bei Mykale
465 BCE - Die früheren Jahre des Arsames und seiner Governöre.
463 BCE - Die Auflehnung des Ianaros/ Ramses XI.
Zeit der weniger bekannten Priester in Jerusalem.
465-425 BCE Artaxerxes I Ägypten untertänig zu der Persischen Verwaltung. Ca. 460 BCE - Zeit des Hohen Priesters Amenhotep.
Zeit Arsames und seiner Beauftragter Ahapi, Psamtek und Nekhthorheb.
458 BCE - Zeit Esras in Jerusalem
424-404 BCE Darius II. Wenamons Reise Hoher Priester Herihor Hoher Priester Eliasib
404-358 BCE Artaxerxes II. Mnemnon 431-404 BCE Peleponesischer Krieg
Hoher Priester Piankh Hoher Priester Judas und John.



1.
Der Geschichtliche Hintergrund von Griechischen Quellen her gesehen.

Angefangen mit dem Aufstand des Iannaros hatten die Perser einige schlechte Erfahrungen in Ägypten aber nichts so weitreichend wie der Tod des einflußreichen Satraps Arsames ca. -407. Wie es scheint gab es keinen Nachfolger mit genügender Macht weiterhin die reichen Tributzahlungen des Landes für die Perser weiter zu führen.
2. In -401 Cyrus und 10,000 Griechische Legionäre bekämpften den Persischen König bei Cunaxa wobei Cyrus getötet wurde. Aber der Ägyptische Verbündete von Cyrus, der Admiral Tamos von Memphis, entfloh nach Ägypten, um der Rache Artaxerxes II.s Satrapen Tissaphernes zu entfliehen. Dort angekommen wurde er jedoch bei Amyrteus zum Tode verurteilt und getötet.
Nach den Angaben von Xenophon, wurde eine mächtige Persische Armee in -400 in Phönizien zusammengestellt. Dies sollte wohl Ägypten wieder unter den Einfluß der Perser bringen. Die Aktionen des Cyrus jedoch, verursachten eine Veränderung solcher Pläne. Das Ergebnis der Unterlage des Cyrus war, das sich nun die Griechischen Städte in Vorder-Asien in großer Furcht vor den Persern befanden. Um sie zu unterstützen machte Sparta Krieg gegen die doch noch starke Macht seines Landes ca. -400. Diese Situation währte Jahrelang. Im Jahre -396 verbündete Sparta sich mit Ägypten. Diodorus berichtet, daß als Antwort zu der Anfrage eines Bundes übergab der Ägypter Nepherites ca. 500,000 Scheffel Getreide und genügend Ausrüstungsgegenstände für 100 Kriegsschiffe. Die Bedingung jedoch war, daß diese bedeutende Unterstützung mit der Flotte der Spartaner abgeholt werden sollte. Bevor sie aber die Insel Rhodos erreichten unterstützen deren Einwohner nun die Perser so daß der General, der Athener Konon, die gesamte Schiffsladung konfizierte.
Im Jahre -393 wurde Akoris Pharaoh in Ägypten und die verfehlte Verbündung mit Sparta wurde aufgegeben. Achoris machte nun einen Vertrag mit Evagoras, dem strebsamen König von Salamis auf der Insel Cypern. Evagoras war ein Freund Konons gewesen and seine Bekanntschaft mit ihm brachte auch Zusammenarbeit mit Athen mit sich. Um diese Zeit waren jedoch Sparta und Persien der vielen Kriege schon müde geworden und im Jahre -386 kam der Friede von Antalkidas zustande in dem die Griechischen Städte Kleinasiens nun in einem Tausch den Persern gehörten, die Griechen aber behielten alle anderen Helenischen Stadtstaaten. Als Ergebnis dieses Friedens fanden sich Akoris und Evagoras alleine und Artaxerxes hatte nun freie Hand mit ihnen zu tun was er wollte. Zuerst dachte er Ägypten anzugreifen das nun aber auch mittlerweile wieder Stark und Reich geworden war und so wurde Chabrias, einer der besten Generäle der Athener, von Akoris angeworben. Wir wissen nur sehr wenig über diese Kriege, ausgenommen, das sie bis ca. -383 andauerten und bei dem Polemiker Isokrates verächtlich erwähnt wurden. Evagoras war darin von ziemlicher Hilfe indem er den Kampf in die Lager der Feinde trug, die Stadt Tyre einnahm, und auch andere Ortschaften der Phönizier. Wenig später, jedoch, änderte sich sein Glück und er selber wurde in seiner Stadt Salamis belagert. Er widerstand den Persern über 10 Jahre lang, bis ca. -380. Wenn wir dem Demotischen Chronikel glauben können, endete die Zeit Akoris nicht gut für ihn. Nach der viermonatigen Regierung seines Sohnes Nepherites II. übernahm ein General von Sebennytus, Nectanebo I./Ramses III. den Thron seines Vaters." [Paraphrased from Gardiner, `Egypt of the Pharaohs', pp. 372-375]

Der Geschichtliche Hintergrund von Ägyptischen Quellen her gesehen.

So gut wie wir es heute wissen hatte Ramses eine militärische Erziehung und kam nicht von einer königlichen Familie. Er war auch kein Familiemitglied seines Vorgängers Achoris/Setnakht. Es gelang Ramses III. den Thron zu besteigen, da sein Heimatland zu seiner Zeit von den Persern verwaltet wurde und sie gerade zu der Zeit, wie wir oben sahen, schwächeren Einfluß hatten.

Wie wir schon erwähnten starb Arsames um -407 nach dem er für viele Jahre Ägypten mit Tributzahlungen unterdrückt hatte. Nach seiner Zeit verschwanden diese Tributzahlungen, der Maßgebende Umstand, warum Artaxerxes II. sich dazu entschloß Ägypten anzugreifen in der Hoffnung, die alten Verhältnisse wieder herzustellen. Da die Perser viel Erfahrung hatten sich auf Kriege vorzubereiten, verbrachten sie diesmal Jahre damit. Dieses Zögern seiner Feinde benutzte Ramses III. die wahrscheinlichsten Öffnungen seines Landes zu befestigen.

Ramses baute dann sein Gedächtnistempel Medinet Habu, wo er sich gelegentlich in seinem `Fenster der Erscheinungen' zeigte, wie auch Akhnaton es tat, um die religiösen Gefühle seiner Untertan zu stillen.

Während seiner Regierungszeit berieten einige seiner Diener und Höflinge wie sie den König töten könnten. Vielleicht hilft uns dies einzusehen, daß sie ihn gut genug kannten und wußten, das er nur ein selbstgemachter Herrscher war ohne eine königliche Blutlinie und sie ihm deshalb keine besonderen Ehren erweisen mussten. Gleicherweise haben konventionale Bücher keinen Vorschlag wie ihr Nektanebo I. sein Ende gefunden haben soll.

Ein Vergleich der Kopfbedeckung der `Prst' Soldaten mit der der Persischen Leibwächter von Persepolis.
Seht es als Photo!
Wir stellen fest, daß die Federartige Kopfbedeckung der `Peleset' oder `Pereset' (Persians) sieht ziemlich genau so aus, wie die der Persischen Leibwächter ca. 100 Jahre früher.

Einige haben unsere Annahme über diese Kopfbedeckung der Perser und die der Bilder von Medinet Habu kritisiert, in dem sie sagen, daß der einzige Persische Soldat auf den die Hieroglyphische Bezeichnung `Plst/Prst' insbesondere deutet keine Federhaube trägt aber eine andere Art von Mütze und das wir deshalb die Federhaube nicht als eindeutige Identifizierung Persischer Kopfbedeckungsmode nehmen können.
"Dort befindet sich nur ein allein dargestellter Peleset den Abbildungen aller Typen von Seeleuten auf Ägyptischen Monumentalen Gebäuden - der gefangene `Prinz' an der nördlichen Wand von Medinet Habu. Welche Art von Haarfrisur sich unter seiner Kopfbedeckung befindet ist ganz problematisch, aber es ist sicher, das er keine Federhaube trägt." [N.K. Sandars, `The Sea Peoples', p. 165; Die obige Flachrelieffigur dieses `Prst' Gefangenen finden wir in Walter Wreszinskis, `Atlas zur Altägyptischen Kulturgeschichte', (Dec. 4, 1931) abgebildet.]
Was N.K.Sanders jedoch nicht schrieb ist die Tatsache, das die Art von Mütze dieses Gefangenen Prinzen auch auf den Wänden des Persischen Palastes in Persepolis gefunden werden kann. Nicht nur die Matrosenartige Mütze ist die gleiche, auch die feinen Gesichtszüge, wie auf unabhängiger Weise, mit leicht gebogener Nase, Kopfstrukturwinkel, Proportionen und Bart dargestellt.
Wir schließen deshalb von diesen Tatsachen, das die Darstellung der Kopfbedeckung der Seeleute/`Peleset' an den Wänden von Medinet Habu, die augenscheinlich die Hauptgruppe der Seeleute bildeten die Ramses III. bekämpften, auch an den Wänden von Persepolis dargestellt sind. Weil wir nun wissen wie die Perser und die Seeleute aussahen aber nichts über das Aussehen der Philister wissen, müssen wir Ramses III. als Pharaoh Nektanebo der Griechischen Geschichtsschreiber identifizieren.

Darum finden wir auch in den Büchern des Herodotus und seiner Beschreibung der Armee des Persischen Königs Xerxes nur 100 Jahre vor der Zeit Ramses III/Nektanebos das folgende. Herodotus beschreibt die Lycianer von der Insel Kreta, das sie "Hüte mit Federn ringsherum" trugen. [Herodotus, Bk. VII, Sec. 92] Kreta war schon seit langer Zeit eine Anlegestelle Persischer Schiffe.
Wir haben auch ein Wandbild vom Palast Sanheribs in Niniveh, wo Soldaten mit Federartiger Kopfbedeckung in den Urkunden von Sir Austen Henry Layard dargestellt sind. [A.H. Layard, `Monuments of Niniveh', Vol. II, p. 33]
Diese Federhut tragende Männer `Philister' zu nennen beruht jedoch nicht auf schriftliche Texte sondern war so vermutet aufgrund der Vergleichung mit den Wandbildern von Medinet Habu und kleine Abbildungen von Kreta die Herodotus `Lycianer' nennt, also kreisartige Schlußfolgerung. A.T.Olmstead nennt die belagerte Stadt Ashkelon aber die Assyrer schrieben nicht die Bibel und ihre Ansicht wichtiger Ereignisse ist wohl nicht die der Bibelschreiber. Wir sollten deshalb nicht voreilige Schlußfolgerungen ziehen und es ist ganz möglich, das Olmstead sich hier irrte. Olmstead schrieb: "Im gleichen Raum war eine Szene die wir als von Ashdod identifizieren wo Mitinti sich schon untergeben hatte. Darin haben wir eine Stadt mit einer Doppelmauer, einem gewölbten Eingangstor und befestigten Aufstieg zum Tor selber. Drinnen sind Krieger, außerhalb befindet sich ein schmaller Kanal mit Bäumen an beiden Seiten der in einen größeren Fluß mündet auf dem Fellbote und Bote mit doppeltem Bug zu sehen sind. Von dem ersteren läßt eine Mann eine Schnur hinab die von einem Fisch geschluckt wurde während seine Kollegen das Essen im Topf untersuchen. Pferde werden in den doppelten Bugboten transportiert während die Botbesitzer in Fellboten hinüber schwimmen. Von dem steinigen Garten außerhalb der Stadt mit den regelmäßig gepflanzten Bäumen wird ein Mann mit einem Seil ins Wasser hinabgelassen. Am fernen Ende befindet sich ein mit Korintischen Säulen unterstützter hängender Garten. Die Unterwerfung des Sil Bel von Gaza folgte bald und Zedekia aus Askelon wurde mit seinen Göttern davongetragen während sein Palast von Sharru-ludari, Sohn des vorherigen Königs Rukibti, eingenommen wurde." [Olmstead, `History of Assyria', p. 306]

Wir bemerken, daß diese Beschreibung von Askelon ziemlich frei erscheint. Es scheint kaum der Umgebung von Askelon anzupassen, das sich dort ein Wasserweg befand, der breit genug war ihn mit Boten überqueren zu müßen. War es wirklich leichter den Wasserweg (A) in Boten zu überqueren anstatt ihn zu umgehen (B)? Es mag nicht das Einfachste sein Tiere wie Pferde in kleinen Boten zu transportieren, es sei dann daß ein längerer Weg gespart wurde. Ob sich solch ein Flußsystem bei Askelon befand ist auch nicht sicher, diese Szene wird aber zu einem wichtigen Anhaltspunkt von Olmstead beschrieben über die Stadt, die Sanherib belagerte. Ob es sich hier um eine andere Stadt, vielleicht am Euphrat entlang oder einem anderen Syrischen Fluß, versucht er nicht zu besprechen. Pharaoh Merneptahs Wandbild der Belagerung von `Askelon' zeigt keinen solchen Fluß. [BAR, Sep/Oct 1990, p. 29; Mar/Apr 1991, p. 26] Medians at Niniveh
Den Punkt den wir gerne hervorheben möchten ist, daß die Krieger von Niniveh mit `Federhüten', von denen wir annehmen, daß ihre Abbildung im gleichen Raum gefunden wurde, wo sich auch das Wandbild einer Belagerung einer Stadt (Askalon?) befindet, nicht Philister darstellen aber vielmehr Meder oder frühere Perser der Assyrischen Zeit, und das die belagerte Stadt weit von Askelon entfernt sein könnte.

Der zum vierten Jahrhundert v.Chr. gehörende Nektanebo I wurde Pharao und in ihm erkennen wir Ramses III. Andere Umstände unterstützen diese Sachlage Ramses III. ins 4. Jahrhundert zu verlegen wie z.B. der betonte Griechische Einfluß der zu seiner Zeit bemerkbar ist. Wir wollen einige dieser Punkte nun erwähnen:
1. Reisende Gelehrte und Emil Brugsch entdeckten glasierte Fliesen im
Palast Ramses III in Tell el-Yahudiya im Nildelta die auf ihrer Rückseite
Griechische Buchstaben eingedrückt hatten. Andere hatten sogar den Namen
des Königs eingestempelt. Ähnliche glasierte Fliesen fand man auch in alten
Persischen Schichten in Persien selber. [Bilder und Diskussion der Fliesen in Englisch finden Sie hier].
[See E. Naville, `The Mound of the Jew and the City of Onias', Egyptian
Exploration Fund, 1887 (1890), pp. 6-7]
[F.L. Griffith, `The Antiquities of Tell-el-Yahudiyeh', The Mound of the Jew, p. 41.
Mahmud Hamza, `Excavations of the Department of Antiquities at Qantir, 928',
`Annales du Service des Antiquites de l'Egypte', XXX (Cairo, 1930), p.58]
2. Der Totentempel Ramses III. in Medinet Habu sieht so aus
wie Tempel der Zeit der Ptolemäer, wie der Khonsu, Philae,
Dendera, Esne, Edfu und Kom Ombro Tempel.
Dies sind Tempel der späteren Zeit von ca. dem 5. Jahrhundert an.
Medinet Habu ins 12. Jahrhundert zu setzen ist anachronistisch nur
vom Stilistischen Gesichtspunkt her gesehen. Der Kom Ombro Tempel
hat Löwen Wandbilder, die Darstellungen von Löwen aus der Zeit der
Ptolemäer so ähnlich sind, daß sie unbedingt in die gleiche, ungefähre Zeit
gehören. [Louis Spieler, `Les Scenes de chasse assyriennes et egyptiennes',
Recuell de travaux relatifs a la philologie et l'archeolgie egyptiennes
et assyriennes, Vol. 40 (1923), pp. 158-176]
3. Wir können auch in diesem Zusammenhang die Verschlechterung der Kunst,
wie charakteristische Darstellungen von Figuren hergestellt wurden, Ausdrücke
und Redewendungen, Benutz Griechischer und auch Hebräischer Wörter in der
Literatur der Zeit Ramses III. [Briefe des Arsames] erwähnen, um zu zeigen, daß
Ramses III. in die späte Zeit gehört.
4. Die Kriege der Seevölker der Zeit Ramses III. finden ihre Parallelen in den Kriegen Nektanebo I. gegen die Lybier und Perser wie sie bei dem Griechischen Geschichtsschreiber Diodorus dargelegt sind. Welcher Art ist unser Beweismaterial?
Wir werden zeigen das die `P-l-s-t' the `P-r-s-t', also Perser sind. Diese Lesung finden wir in dem gut bekannten dreisprachigen `Kanopusdekret'. Im Hieroglyphischen Teil wird das Wegtragen der den Ägyptern heiligen Götterbildern durch die `P-r-s-t-t' beschrieben. Im Griechischen Teil lesen wir das die `P-r-s-t-t' die Perser waren die den größten Teil der gesamten Seevölker Schar ausmachten, die einige Jahrzehnte vorher gegen Ägypten kämpften.

Alte Inschriften nennen die Philister nicht `P-l-s-t' aber vielmehr `habiru', wie wir es in den El Amarnabriefen von Abdi-Hiba von Jerusalem lesen können. In den EA Briefen vom Norden werden die Philister `Sa-Gaz-Leute' genannt.
Quotierungen vom großen Papyrus Harris
"Ich erweiterte alle Grenzen Ägyptens; Ich überwand alle jene die von ihren Ländern her
unser Land einnehmen wollten. Ich schlug die Denyen (Athener) aus ihren Inseln,
die Djekel (Djeker or Teukrianer? von Dor) und die Peleset [Pw-r-s-t-y, Pereset] machte ich zu Asche. ..." [Breasted, `Records', Vol. IV, Sec. 403]
Der Papyrus Harris erwähnt auch Punt, Pekanan und Gottes Land.
"Ich baute für Dich ein Haus der Geheimnisse (mysterious house) im Land Zahi ... in Pekanan ... Die Asiaten von Retenu kamen hinzu und brachten ihre Zinsgaben, denn es gehörte den Göttern." [Ibid., Sec. 219]
"Ich machte für Dich Transporter(schiffe), und Handelsschiffe zusammen mit ihren Mannschaften
um die Produkte des Gotteslandes zu Deinem Schatzhaus und Deinem Speicher zu bringen." [Ibid., Sec. 270]

Da der Name Pekanon hier vorkommt, der gleiche Name den wir auch in den Inschriften Seti des Großen vorfinden, sind wir gezwungen Ramses III. nach der Regierungszeit des Israelitischen Königs Pekah (752-732 v.Chr.) zu setzen. Wir denken, das der König die Stadt Samarien wieder genug aufbaute das Menschen dort leben konnten.


Die Frage die Geschichtsforscher sich manchmal fragen ist: `Da Ramses behauptet einen großen Sieg errungen zu haben und wenn er "so gänzlich die Philister überwunden haben soll wie er es darstellt, wie war es dann möglich, daß sich die Philister in den ausgewähltesten Gebietsstreifen Kanaans ansiedeln konnten?"[`Bibilical Archaeology Review', Nov/Dec 1991, p. 46]

Die Antwort zu dieser Frage is natürlich, das Ramses III. niemals etwas mit den Philistern zu tun hatte.

5. Als Pharnabazus dabei war seine grosse Armee zusammenzustellen hatte er sein Lager für mehrere Jahre bei Akko in Syrien.

"Als die Armee des Königs nach Aces (Akko) in Syrien kam, und dort gemustert wurde, zählte man 200,000 Barbarien (Perser) unter der Führung von Pharnabazus, und 20,000 Griechen, unter dem Befehl Iphikrates." [Diodorus, Vol. XV, Sec. 5]

Wie Velikovsky schon einsah, scheint es, das Ramses III. zu diesem Kriegslager Bezug nimmt wenn er schrieb:

"Sie schlugen ihr Lager auf in einem Ort in Amor [Syrien]." [Breasted, `Records', Vol. IV, Sec. 64]

Wie andere auch schon bemerkten:

"Inschriften von Ramses III. erwähnen auch besonders die Städtchen und Obstanlagen der `Plst' - ein Umstand der ganz klar dagegen spricht, das sie neuangekommene Bewohner von anderen Gegenden des Mittelmeerraumes waren. - Viele dieser `Plst' müssen schon länger im Süden Palestiniens gewohnt haben. Diese Umstände, auf die Alessandra Nibbi schon zuerst (1975) hingewiesen hat, wurden seit der Zeit auch schon in den Werken solcher Geschichtsforscher aufgezeigt wie a) Peter James (in zahlreichen Ansprachen und einer unbeendeten These der frühen 1980iger Jahren), b) Patricia Bikai, Spezialist der Archäologie der Phönizier (1992), c) und dem Klassiker Bob Drews (1993, 52-3)." [Von der Webseite http://www.centuries.co.uk/faq.htm, p. 12-13]

Diese Forscher machen diese `Obstanlagen' zu einem Punkt, der ihre chronologische Geschichte jener Zeit besser verankern soll. In ihrem Denken, da die `Plst' keine Neuankömmlinge waren, müssen sie die Philister gewesen sein. Natürlich waren die Perser um 374 v.Chr. auch keine Neuankömmlinge in Akko, Syrien. Persische Armeen kamen und gingen schon seit fast 150 Jahren durch diese Gegenden. Aber in diesem besonderen Kriegszug verbrachte Pharnabazus Jahre damit seine Truppen auf diesem Feldzug nach Ägypten gut vorzubereiten, um das Land wieder Tributpflichtig zu machen. Deshalb sollten wir uns nicht wundern, das die Perser in Ortschaften wohnten und Obstanlagen für ihren Lebensbedarf anpflanzten.
6. Das Seite wechseln der Teilnehmer dieser Kriege, wie es in den Wandbildern in Medinet Habu dargestellt wird, findet seine zufriedenstellende Erklärung in den Büchern des Diodorus aber keine in Konventionaler Geschichte.
a. Zuerst unterstützten die `Pereset' und `Seevölker' (Perser & Griechen) die Ägypter gegen die Lybier in einem Landkrieg. [Diodorus, Buch XV, Sec. 29;]
b. Dann sehen wir die Ägypter unterstützt von den Griechen in einem Landkrieg gegen die Perser kämpfen [Ibid. 29] und zuletzt
c. sehen wir die Ägypter gegen die Perser und die Griechen in einer Seeschlacht kämpfen (374 BC). Diodorus erklärt wie sich dies zutrug [Ibid. 41, 49, 90, 91].
7. Einer der königlichen Namen, der Horusname Ramses III enthält auch den Teil `Nectaneb'.
[Ka-nekht-mau-pehti-nekht-a-neb-kephesh-Sati]
[Sieh H. Gauthier, `Les Royce'; E.A.Wallis Budge, `The Book of the Kings of Egypt", (London, 1908), Vol. II, p. 1. Man soll aber nicht nur aufgrund ähnlicher Namen eine Kronologie aufbauen, Taten und Ereignisee müssen auch dazu passen.]
8. Es gibt keinen unumstößlichen Beweis warum Ramses III im 12. Jahrhundert v.Chr. regiert haben soll. Er wurde schon in diesen Zeitraum hineingesetzt bei Besuchern Ägyptens und bei den Wissenschaftlern Napoleons, bevor man die Hieroglyphischen Schriftzeichen lesen konnte.
9. Die bemerkenswerten und einmaligen sogenannten `Federhüte' der `P-r-s' [Perser] Soldaten sehen der Kopfbedeckung der Persischen Palastwächter wie sie an den Wänden von Persepolis abgebildet sind sehr ähnlich und unterstreicht die Tatsache, daß sie nicht Philister waren. Wenn die Peleset/Pereset wirklich die Philister waren, sollten wir sie nicht an den Wänden der Tempel Setis, Ramses II. und Merenptah vorfinden?
Die wohlständig aussehenden Schurtzartigen Uniformen der Pereset, wie auch die der Seevölker weisen darauf hin, das sie Mitglieder eines reichen Staates waren und nicht herumwandernde Nomaden. Wir können wohl richtig annehmen, eine Armee in solch gleichförmig aussehenden Schurtzen auszustatten war, wie auch heute, ein teures Unternehmen. Es gibt keinen Grund anzunehmen, daß die Philister dazu imstande waren, ihre Truppen so zu kleiden. Vorderasiatische Stadtreiche wie Sardis könnten die Quelle solcher gut aussehenden militärischer Trachten sein:

Man fand archäologisches Beweismaterial, das die Einwohner von Sardis solche Industrie und Handarbeit betrieben. Die große Menge von Webstuhlgewichten in den Gebäuden der unteren Stadtteile Sardis weist darauf hin das hier Textilgüter hergestellt wurden. Wie weitreichend diese Industrie war, wissen wir aber nicht.
Es ist möglich das die Sardinier auch irgendwie eine Verbindung mit den Einwohnern von Lydien, dessen Haupstadt Sardis war, hatten.

Ein weiteres Beispiel eines Federhutes kommt zu uns von einer elfenbeineren Spielfigur das man in Enkomi, Zypern, fand. Natürlich wissen wir daß die Perser, und jene die sie auf ihren Schiffen mitbrachten, Verbindungen mit Zypern hatten.
10. Die in Medinet Habu dargestellten verschiedenartigen Waffen - die Länge der Schwerter und Speere, die Größe der Schilder und die Griechischen Helme mit Hörnern und einer Sonnenscheibe dazwischen veranschaulichen Reformen, die Iphicrates unter den Griechen einführte. Auch die vorwiegende Abwesenheit von Bärten der unteren Soldatenränge weist auf das 4. Jahrhundert hin.
11. Es ist Tatsache das die Inschriften der Ägypter die Perser als Ausländer bezeichneten, "Ich verbrachte sieben Jahre als Verwalter dieses gottes Thoth...ausländische Männer herrschten über das Land Ägypten...Keine Arbeit wurde vollbracht (im Tempel) seit die Ausländer kamen und Ägypten einnahmen."
[Eine Bemerkung im Grab des Petosiris. See G.Lefebvre, `Le Tombeau
de Petosiris'
, (1924), Vol. I, p. 3f. Olmstead, `History of Persia',
(Chicago, 1948), p. 441.]
Wenn die 20. Dynastie im 12. Jahrhundert regierte, wer könnten diese Ausländer gewesen sein?
Einige wichtige Zitate von Medinet Habu
"Die Länder --, die Völker des Nordens waren in ihren Inseln beunruhigt, weggenommen inmitten der Unruhen - zur gleichen Zeit. Nicht mal einer stand vor ihren Händen, von Kheta (Ht'), Kode (Kdy), Carchemish (K-r-k-m-s), Arvad ('-r'-tw), Alasa ('-r'-s'), waren sie zerstört. [Sie schlugen auf] ein Lager im Ort von Amor ('-m-r'). Sie verwüsteten das Land und seine Menschen wie ein Land das nicht mehr war. Sie kamen mit Feuer vor ihnen vorbereitet, vorwärts nach Ägypten. Ihre Unterstützer waren die Peleset (Pw-r'-s'-t), Thekel (T'-k-k'-r'), Shekelesh (S'-k-rw-s'), Denyen (D'-y-n-yw, sic!), und Weshesh (W'-s'-s'). Diese Länder waren verbündet und sie legten ihre Hände aufs Land so weit wie der Kreis der Erde reicht. Ihre Herzen waren voller Zuversicht, voll von ihren Plänen." [Breasted, `Records', Vol. IV, Sec. 64]
12.







13.





14.
Wenn die Perser als `Ausländer die Ägypten eingenommen hatten' bezeichnet werden finden wir diese gleichen Ausdrücke auch in dem Brief des Ourmai, den wir als einen Zeitgenossen Cambyses erkennen. Wir finden diese Art von Hinweisen auf die Perser auch in dem Zeugnis des Ahautinofers, ein Tempeldiener der von den `Ausländern' sprach, die den Tempel besetzt und den hohen Priester abgesetzt hatten.

Das Kanopus Dekret der Zeit Ptolemies benutzt für das Wort Perser `P-r-s-tt' die von den Griechenischen Schreibern Diodorus und Xenophon `Barbaren' genannt werden obwohl dies nicht eine Schimpfwort sein soll aber nur Ausländer bedeutet. In Griechischer Literatur jedoch wird `Barbaren' immer wieder für `Perser' benutzt.

Ramses benutzt auch Hebräische Wörter in Medinet Habu. Die Inschrift die wir meinen zeigt, wie Ramses auf einem Podium vor einem Fort steht, das am Munde des Nils gebaut wurde. Seine Offiziere presentieren ihm die Gefangenen.
Wandbild ausserhalb der Nordwand im Zweiten Hof - Über den Offizieren
"Aussprüche der Prinze, ihren Begleitern, und den Anführern der Infantrie und Kriegswagen. ... Nun folgen Lobsprüche über den König ... Das Herz der Temeh ist [beun]ruhigt, die Peleset (Pw-[r']-s'-t) sind noch, [...] in ihren Orten ..."[Ibid., Sec. 77]
Über den Kriegswagen
"Wahrlich, die nördlichen Länder, die der Inseln, sind voller Unruhe in ihren Gliedern; sie infizieren die Wege in die Hafenmündungen. ..."[Ibid]
Über den Offizieren
"Aussprüche der Kinder des Königs, der Prinzen und ihren Begleitern ..."[Ibid]
Über dem Schloß
"Migdol des Ramses, Herrscher über Heliopolis."[Ibid]
Vor dem König
"... Komm, sie zu [nehmen], sie sind: Peleset (Pw-r's'-t), Denyen (D'-y-n-yw-n'), Shekelesh (S'-k'-rw-s'). ..." [Ibid., Sec. 81]
Diskussion: Die Reihenfolge der Gefangenen mag von Interesse sein, da dies aufzeigt wer, in den Augen der Ägypter, die schuldigsten und einflußreichsten ihrer Feinde waren. Dies waren die Feinde der Peleset/Pereset/Persians [wie wir im Kanopus Dekret zeigten] und die Denyens/Athener/Griechen, die eventuel auf der Seite der Perser teilnahmen.
Andere Gruppen der teilnehmenden Seevölker waren die Meshwesh, Ekwesh, Teresh und Weshesh.
Er sagt:

"Das was ich befohlen hatte geschah, und meine Ratschläge und Pläne sind vollkommen."

Über der Festung steht geschrieben: "Migdal" was auf Hebräisch
`Turm' oder `Festung' bedeutet. [J. Breasted, `Records', Vol. IV, Sec. 77]
Dies muss die Festung sein, die Diodorus in seinem Buch erwähnt, XV, Sec. 42,
und die sich am Mund des Nils befand und von den Persern besetzt wurde bevor
sie eine Belagerung aushalten mussten.
Diodorus benutzt hier das Wort `pyrgos' für "Turm", die gleiche Beschreibung die wir auch in Medinet Habu vorfinden. Dies bedeutet die Semitisch Hebräische Sprache war zu dieser Zeit schon vorwiegend vorzufinden wie z.B. durch den Einfluß der Jüdischen Siedlung auf der Elefanteninsel im Süden Ägyptens.

Ein weiteres Beispiel der Bevorzugung eines Hebräischen Wortes bei Ramses III., obwohl die Ägypter selber geeignete Wörter dafür hatten.

"Keper (K'-pw-r') kam zu Salam, wie [--], legte er seine Waffen nieder, zusammen mit seinen Soldaten.
Er schrie zum Himmel, für seinen Sohn, seine Füße und Hände waren gelähmt ..." [Breasted, `Records', IV, Sec. 97]

Das hier benutzte Wort ist `d-k', Hebräisch , tzaek (zaak) für schreien. Entsprechende Ägyptische Wörter wären `au', `am' oder `akeb' im Sinne von weinen oder klagen. Andere Beispiele Hebräischer Wörter wie ashek für `unterdrücken' finden wir im `Papyrus Harris'[Sec. 188], aliah wird für `Rampe' benutzt [Sec. 189], barekh für `sei gesegnet'[Sec. 207], keseth für `Bedeckung'[Sec. 225, Pl. 14b] und marcheshet für `Pfanne'.[Sec. 237, Pl. 17a]
Die Medinet Habu Inschriften representieren einen neuen Abschnitt für den Stil und die Sprache des Landes. Es ist als ob die Ägypter die alte Hieroglyphische Schreibweise vergessen hatten. Hier sind einige
a)





b)
Beobachtungen die das Illustrieren:
die Sprache ist nun bombastisch. Texte sind- "geschwollen, dummerweise hochtrabend, gedankenlos, und grammatisch unregelmäßig. Man benutzt falsche archäische und unbestimmbare Ausdrücke (Unterdrückung von Nachsilben)."
[J.A.Wilson, `The Language of the Historical Texts Commemorating
Ramses III'
, Medinet Habu Studies, 1928-29, (Chicago, 1930), p. 32]

Beobachtungen in Paleographie:
Das Einschneiden von Zeichen wurde rauher und Merkmale unbesorgter Eile findet man überall. Schreiber die die Umrisse für die Steinmetzen zeichneten waren besser mit hieratischer Schreibweise bekannt und verstümmelten oft Hieroglypschische Zeichen. Der Verlust von Erhabenheit und Strenge wird durch Direktness und Mannigfaltigkeit ausgeglichen.
All diese Merkmale weisen auf eine viel spätere Zeit für Ramses III. hin als das 12. Jahrhundert!

Wie kommt es das wir nicht die Art von Helmen auf den Köpfen der Seevölker finden, die wir hier als Söldner unter den Griechischen Generälen Chabrias und Iphikrates beschreiben, und die auf den Wänden von Medinet Habu abgebildet sind? Zur Zeit können wir nur für eine Antwort dazu spekulieren. Wir versuchten auch solche Art von Griechische Helmen mit und ohne Sonnenscheibe Helmen von der Zeit der alten Griechen zu finden. Obwohl wir keine antiken Griechischen Beispiele fanden, existieren ähnliche unter den Shardana/Sardaner/Soldaten von Sardis in Lydien zur Zeit Ramses II und dem Kriegszug gegen Kadesh/Karchemish [3. von links]. Diese Helme haben Hörner mit Sonnenscheiben. In revidierter Chronologie vergingen ca. 230 Jahre zwischen der Schlacht von Kadesh und dem Seevölker Kriegen (605 vs. 375 v.Chr.), genug Zeit für die kleinen Änderungen der Helmenform. Ein weiteres Beispiel eines Bronzhelmes mit Hörnern kommt aus Bryastovets, Bulgarien/Trazien und befindet sich jetzt wohl im Louvre, Paris, Frankreich. Dies soll ins dritten Jahrhundert v.Chr. gehören. [Rechtes Bild: `The Cambridge Ancient History', Bilder zum II. Band, Teil 1] Von dem Trazischen Beispiel lernen wir, das solche Helme in der ungefähren Zeitspanne (3. Jahrhundert) benutzt wurden. Wir haben aber keine Beweise, das sie im 12. Jahrhundert v.Chr., der konventionalen Zeit Ramses III., in Gebrauch waren. Griechische Künstler produzierten größtenteils nur ihre Herrscher und legendäre Helden mit den dekorativsten Kopfbedeckungen und nicht die Art der einfachen Soldaten. Es könnte auch sein, das der Grund warum wir keine gehörnte Helme in Griechenland finden ist, das sie von Kleinasien herkamen.*) Wir suchen ja nur nach Beispielen aus der Zeit zwischen 380-360 v.Chr. was weiterhin geeignete Funde zu finden erschwert.


*) Die Lydischen Divisionen waren die Shardana, Sherden oder Sardana, Leute aus der Gegend deren Haupstadt Sardis in Lydien, Kleinasien, war.
Konventional Geschichtsforscher zeigen diese Zusammenhänge nicht auf, da nach ihrer Meinung Ramses III. ins 13./12. Jahrhundert gehört.

Warum sind keine Triremen an den Wänden von Medinet Habu dargestellt?

Die bezüglichen Wände sind mit vielen Schiffen geschmückt. Die Ägyptischen Schiffe haben einen dekorativen Löwenkopf über der Wasserlinie am Bug. Die Persischen Schiffe haben einen geraden Bug mit einer kleinen Spitze. Für ein Beispiel klicken Sie bitte Hier! Diodorus schrieb, die Perser hatten 300 Triremen und 200 Schiffe mit je 30 Rudern die wohl nicht Triremen waren. Diese Schiffe wurden wahrscheinlich von ihren rechtmäßigen Phönizischen Besitzern kommandiert, da die Perser wohl nicht selber zu dieser Zeit dort Schiffbauanlagen hatten. Hinzu kommt noch, das die Perser auch von einer großen Anzahl Verpflegungsschiffen begleitet wurden. Obwohl Ramses III. keine Triremen illustriert muß das also nicht unbedingt dedeuten, das er nicht in diese Zeit des 4. Jahrhunderts vor der Zeitwende hineinpasst. Wie auch die Perser, so lesen wir auch von den sorgfälltigen Vorbereitungen der Ägypter in den Inschriften des Königs. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Gewässer des Nildeltas durch Sandbarren und Stromenge keine längeren und tiefer reichende Schiffe genug Bewegungsraum gab und sie auch deshalb dort nicht benutzt werden konnten. Eine wenig beachtete Bemerkung in den Inschriften Ramses III. mit Bezug auf das Bauen von verschiedenen Typen von Schiffen lautet so:

"Ich machte für dich Transportschiffe, Gallions und Schlepper und stattete sie mit bewaffneten Bogenschützen für die Seefahrt aus. Ich setzte über sie Offiziere für die Bogenschützen und Offiziere über die Gallionen, bemannt mit vielen Matrosen ohne Nummer, um die Produkte des Landes Zahi und die der Länder von den Enden der Erde in deine große Schatzräume `Siegreiches Theben' hinein zu bringen."[Breasted, `Records', Vol. IV, The Great Papyrus Harris, Sec. 211]

Ramses erwähnt auch, das Feuer als Angriffswaffe benutzt wurde - eine Methode nicht von früheren Jahrhunderten her bekannt.

Im großen und ganzen können wir also sagen, daß die Art und Weise wie Ramses sich auf diese Notlage vorbereitete, anders war als frühere Könige, da er in einem Zeitalter wohnte wo der Gegner ihn von der See wie auch vom Land her angreifen konnte. Auch diese Sachlage verlangt Ramses III. in das 4. Jahrhundert v. Chr. zu setzen. Der König entschied sich zu der Meinung, daß er dieses mal den Feind zu ihm kommen lassen würde. Trotz seines Sieges, jedoch, verlor Ägypten seine Macht und Einfluß bald nach diesen Ereignissen. Ramses gewann die Schlacht aber nicht den Krieg was uns hilft einzusehen, das seine Feinde doch im grossen und ganzen viel mächtiger waren als er und das seine Regierungszeit sich innerhalb der Herrschaft Persiens über sein Land zu trug.

Die Mariannu (Aramäisch für Edelmann) waren ausländische Truppen im Land der Ägypter. Aramäisch ist eine Semitische Sprache die Hebräisch nach der Babylonischen Gefangenschaft (ca. 532 BC) verdrängte. Die älteste Aramäische Inschriften stammen aus dem 9. und 8. Jahrhundert v.Chr. Die Papyrusse von Elephantien fand man auf einer Nilinsel in der Nähe von Aswan im Jahre 1906. Sie stammen aus dem 5. Jahrhundert v.Chr. und enthalten Namen Persischer Könige und berichten über die Existenz einer jüdischen Militärgarnison auf der Elefanteninsel. Diese Kolonie hatte einen Tempel wo Yaho (Yahweh) zusammen mit Anath-Venus verehrt wurden. Diese Kolonie gab es schon als Kambyses das Land einnahm. Das erste Wort dieses Papyrus vom Jahre 407 v.Chr. ist `el-maran', `zu dem Herrn (oder `zu den Herren')'. Dieses Wort `maran' wird öfter wiederholt. Die Singulare und Besitzform dieses Wortes sind `marenu' und `mareinu'. Hier haben wir deshalb guten Beweis, daß die Militärkolonie noch im Jahre 374 v.Chr. existierte, denn Ramses III. schrieb:
"Ich organisierte meine Grenze in Zahi, vorbereitete
vor ihnen die Prinzen, die Kommandanten der Garnisonen
und die Mariannu."
[Edgerton & Wilson, `Historical Records of Ramses III']
`Maran' stand auch vor dem Namen des Satrapen von Jerusalem wenn die Hauptverwalter der Kolonien zu ihm schrieben. Vom 12. Jahrhundert bis zum Ende des 7. Jahrhunderts ist der Benutz dieses Wortes sinnlos.

Zusätzliche Überlegungen die Ramses III. in Persische Zeit verlegen.
Warum Pharaoh Nektanebo I. der 30. Dynastie nicht Nekhthorheb ist
und Nekhtnebef nicht Nektanebo II. ist.


Die Identifizierung Ramses III. als Nektanebo fanden wir aufgrund viel zwingenderer Gründe als nur Namensähnlichkeit: aber diese, allen anderen hinzukommenden Tatsachen, war dennoch willkommen. Um jedoch Ramses III. mit Nektanebo gleichzusetzen müssen wir auch den Nektanebo und seine konventionelle Identifizierung, die Gelehrte ihm verliehen, beiseite setzen. Als frühere Forscher die Ruinen und Gebäude des alten Ägyptens für die Identifizierung Nektanebos absuchten, mussten sie sich zwischen mehreren Kandidaten, besonder aber zwei, entscheiden.
[Sieh F.K.Kienitz, `Die politische Geschichte Ägyptens vom 7. bis zum 4. Jahrhundert vor der Zeitwende', (Berlin, 1953)]
[Sieh auch unsere die 26. Dynastie]

Mehrere Denkmäler des Nekhthorheb und Nekhtnebef überlebten bis in unsere Zeit. Bedeutsamer Weise öffnete Eduard Naville ein Kapitel in einem seiner Bücher folgendermaßen:

"Es ist in der Hypostilhalle, nahe zu dem Eingang der Halle des Nekhthorheb, das wir alle Denkmäler dieser (der 20.) Dynastie antreffen."[E.Naville, `Bubastis', p. 45]

Die wichtige Bedeutung dieser Äußerung Navilles ist die nahbringende Verbindung des Nekhthorheb des 5. Jahrhunderts v.Chr., (dem konventionellen Stellvertreter für Nektanebo I. der 30. Dynastie als Naville dies schrieb) mit dem vermeintlichen Ramses III. des 12. Jahrhunderts v.Chr. Wir wissen aber das Nekhthorheb die Geschäftsangelenheiten in Ägypten für seinen Persischen Chef Arsames versah. Er war kein rechtmäßiger König. Die Denkmäler Nekhthorhebs existierten schon bevor jene Ramses III.

Die beunruhigende Tatsache war, das keiner dieser beiden, Nekhthorheb und Nekht-nebef, irgendetwas von den Kriegen, die sie geführt und gewonnen haben sollen, in ihren Inschriften erwähnen. Nach Griechischen Quellen bekriegte Nekhtanebo Artaxerxes III. bevor er im letzten Feldzug des letzteren doch noch unterlag. Ihre Inschriften sind voll leerer Übermäßigkeiten, und deshalb erscheint ja die Tatsache keiner Erwähnungen ihrer ersten, siegreichen Kriegszüge so ungewöhnlich. Mit Bezug auf ihre vielen Inschriften konnte man ja nicht sagen, das vielleicht bei einer seltenen Chance ihre Kriegsberichte verloren gingen während ihre vielen Gebäude und Geschenksinschriften bis in unser Zeitalter überlebten. Jedoch trotz dieser Unauffindbarkeit ihrer bedeutensten Kriegsberichte und dem Mangel an bessere Kandidaten identifizierte man diese beiden als Mitglieder der 30. Dynastie.

Dann in den früheren Jahren des 20. Jahrhunderts fand der Deutsche Ägyptologe W. Spiegelberg Gründe die obige Identifizierung des Nekhthorheb und Nekhtnebef umzudrehen, so das nun Nekhtnebef Nektanebo I. wurde und Nekhthorheb wurde Nektanebo II. Wir müßen uns deshalb fragen, wer waren diese beiden?

Nektanebo herrschten von ca. 376 - 361 v.Chr. als der besondere Arsames, der wohl in Babylon wohnte, der Persische Satrap war, der die Angelegenheiten in Ägypten übersah. Seine Geschäftsangelegenheiten waren sehr groß. Keilinschriften der Zeit Darius II. (~413/412 v.Chr.) zeigen das die Aktionen an nur einem Tag 1809 Viehköpfe betragen konnte. [Dieser Arsames mag auch der Privatname Artaxerxes II. (404-358 BC) gewesen sein.]

Im Jahre 1932 kaufte L.Borchardt in Kairo eine Ledertasche voller Lederrollen. Diese Rollen waren Briefe des Arsames, dem Satrapen, zu seinem Bevollmächtigten Vorsteher in Ägypten mit dem Namen Psamshek, und ein weiterer, mit dem Namen von Nekhthor. Beide waren Ägypter. Es war damals eine Überraschung festzustellen, das Aramäisch die offizielle Sprache für diese Art von Briefwechseln war.*)
[Sieh A.T.Olmstead, `History of the Persian Empire', (Chicago, 1948), S.116-117; Auch die Briefe des biblischen Esras (Esra 4:7) und die von Artaxerxes waren in Aramäisch (Syrisch) geschrieben worden.]

Die Briefe prüfen, daß Psamshek vor Nekhthor seine Stellung einnahm. Arsames schreibt an seine Ägyptischen Beamten in hochmütiger Art und Weise. Sie haben größtenteils mit der Einnahme von Tribut zu tun und noch mehr mit persönlichen und leibeigenschaftlichen Landbesitzen Arsames und seiner begünstigten Unterstüzer. Wir lernen von diesen Briefen, das Besitztümer ohne Ursache beschlagnahmt und den Gütern Arsames hinzugefügt wurden. Menschen von weit und breit wurden auf diese Weise zur Unterwürfigkeit gezwungen und mit seinem Brandmal markiert.

Über Arsames können wir rechterweise sagen was Ramses III. über Arsa (Yarsu) einem Ausländer sagte. Vom Papyrus Harris wissen wir, das viele Jahre nach der Niederlage Ägyptens "von ausserhalb" seiner Grenzen es dort im Land keinen eingeborenen Herrscher gab der "unter ihnen (den Ägyptern) als Führer galt". ph) Diese Angaben können damit in die Zeit des Persischen Satrapen Arsames und Verfassers der Aramäischen Briefe gehören der als Arsa des Papyrus Harris das "ganze Land tributpflichtig machte" und "ihr persönliches Eigentum plünderte." Die Endsilbe `mes' bedeutet `Sohn' und konnte leicht in der Ägyptischen Sprache unterdrückt werden.

Es war Psamshek [ca. 445 BC, Psammetich] der Getreideboote nach Athen sandte. Es ist ganz richtig anzunehmen, das dies mit der Genehmigung Arsames stattfand. In 407 v.Chr. beklagte Nekht-hor-heb den Tod seines Herrn. Diese beiden festen Daten helfen uns nun einige sonst problematische Ereignisse zu lösen. [Sieh hier für mehr in Englisch]

Es gibt Gedenkstafeln die beide, Nekht-nebef und Psamshek, in parallel kommemorieren und deshalb können wir sagen, daß sie Zeitgenossen während der Herrschaft Arsames waren. Vielleicht war einer Staatsverwalter und der andere Schatzmeister oder einer von ihnen verwaltete/herrschte im Norden und der andere im Süden. In diesen Ämtern, zu einer Zeit, als es keinen König gab, versahen sie die Pflichten und übten die Vorrechte Ägyptischer Pharaohnen aus.

Das Grabmal Ramses III.

Die Wandbilder des Grabes werden ziemlich ausführlich in `Ägyptische Abhandlungen', Band 40, Wiesbaden 1984 beschrieben scheinen aber kein chronologisch Hilfreiches Material zu enthalten. Dies ist wohl so, da wir gar nicht wissen, wieviel die bildlich dargestellten Unterschiede zwischen den Gräbern den jeweiligen Künstlern zugeschrieben werden müßen. Wir wollen aber gerne einen Textauschnitt aus dem `Totenbuch' hier wiedergeben:

"Ich bin der Herr der Maat, der Maat bezeugt für die Götter; der (so) richtet, daß es (der Maat) entspricht; ..." "Ich bin zu dir gekommen, Herr des Abgeschirmten Landes, OSIRIS, Stier des Westens! Ich habe dich der ewigen Dauer zugewiesen und (dir) Ewigkeit als Schutz deiner Glieder gegeben. Ich bin gekommen mit dem Amulett, das in meiner Hand ist, mein Schutz ist der (deinige), Tag für Tag. Schutz und Leben sind ganz um ihn, diesen Gott, den sein Ka behütet, den König der Unterwelt, der den Westen beherrscht und den Himmel erobert hat im Triumph, mit bleibender Atef-Krone, der mit der Weißen Krone erscheint, der Krummstab und Geißel gepackt hat, mit großer Macht und großer Krone (wrrt), ..." [Hornung, `Totenbuch', Spruch 182, S. 390ff]

Unterwasser Beweise sprechen für sich selber
Vor wenigen Jahren entdeckte Franck Goddio die alte Stadt Herakleion, die nun ca. 6.5 km von der Kanopischen Küste und ca. 7-10 m unter Wasser liegt. Der Eindrucksvollste Fund war ein grosser Gedenksstein des Nektanebo I. in dem er eine 10 prozentige Einfuhrssteuer für Griechische Güter zu Gunsten seiner Tempel bekanntmachte. Hieroglyphischer Name des Nekht-nebefWenn wir in den Berichten lesen das diese Stela von Nektanebo I. herstammt verstehen wir, das dieser Name nicht darauf steht aber vielmehr der Name Nekht-nebef der als Nektanebo interpretiert wird. Wenn Nekhtnebef wirklich der von Griechischen Quellen bekannte Pharaoh Nektanebo I. war, der Kriege gegen die Lybier, Perser und ihre Verbündeten Seevölker, Einwohner der Griechischen Inseln und Vorderasiens, siegreich führte, warum schreibt er niemals etwas über seine großen Taten? Die Gedenksteine Nekhtnebefs sind Schweigsam mit Bezug auf solche Ereignisse. Sie befassen sich mit lokalen Bestimmungen, Steuern und Tempelangelegenheiten. Der Grund aber, warum Nekhtnebef seine Taten als König nie schildert ist, das er mit ihnen nichts zu tun hatte und das sie schon in den Annalen des wahren Nektanebos, Ramses III., bekannt gemacht wurden.

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