The California Institute for Ancient Studies - Originale Dokumente

Das Inhaltsverzeichnis der von Thutmosis III. Erbeuteten Karnak Schätze
von Walter Wreszinski, Leipzig, Dezember 1931
Die Toledoth im 1.Buch Mose
Simri Lims Zeitgenossen
The Color of Gemstones
Wreszinski's Beschreibung
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Zeichnung Linke Seite
Zeichnung Mitte Links
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Zeichnung Mitte Rechts
Original Ganz Rechts
David as Thutmose I
Thutmoses III.
Salomo als Senenmut
Deutsche Kommaregeln
Beschreibung der Königlichen Bilder bei Walter Wreszinski im Sinne der akzeptierten Chronologie mit Anmerkungen im Sinne der revidierten Geschichte. Sieh auch Bilder vom Tempel Salomos.
The Treasures of Solomon's Temple!
Giant Panel
Museum

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Die Übergabe der Andenken durch den König selbst an seinen Vater Amonre, den Herrn von Karnak, der ihm ewiges Leben wie dem Re verleiht, stellt den Abschluß der siegreichen Feldzüge Thutmosis' III dar.
Im Schmuck der Kronen beider Länder, eines breiten Halskragens und des althergebrachten kurzen Königsschurzes aus gefälteltem Stoff tritt der König vor den Gott und übergibt (hrp) ihm die Stiftung, indem er das Szepter hrp darüber schwingt. In der Linken hält er die weiße Keule mit dem rundlichen Kalksteinknauf und den Stab mks, beides bei derlei Feierlichkeiten herkömmliche Attribute.1) Ein Wedel, der noch die Form des dem Zweck ursprünglich dienenden Lotusblattes zeigt, schafft ihm Kühlung: Schutz, Leben, Dauer, Wohlsein und Gesundheit behüten ihn wie Re.
Hinter dem König steht der lebende Ka des Königs, [der Herr] des Sarges, die Lebenskraft des Herrschers, die sein irdisches Dasein überdauert und, wenn der Leib im Sarge ruht, nicht ständig an ihn gefesselt ist, sondern nach Gefallen in verschiedenen Gestalten zeitweilig ins Diesseits zurückkehren kann. Während der Ka sonst gern als Doppelgänger des Königs nur mit seinem Deutzeichen auf dem Kopf wiedergegeben wird, erscheint er hier als Standarte, die wie der obengenannte Wedel auf dem Amulettring steht. Auf dem Tragbrett erheben sich die beiden Arme und halten das Feld mit dem Namen des Königs "Horus, der starke Stier, der in Theben strahlt". Zwei andere Arme tragen den Königskopf an langer Stange, sowie das Lebenszeichen und die Feder, das Zeichen der Göttin der Gerechtigkeit.
Über dem Herrscher, ihm zugekehrt, hat ein göttlicher Falke geschwebt, von dessen Beischrift nur noch die letzten Worte "... im Tempel der Göttin der Gerechtigkeit geliebt" erhalten sind. Von der Inschrift über dem König sind nur noch unzusammenhängende Reste vorhanden.
Amun sitzt in seiner Kapelle auf dem Thron mit halbhoher Lehne (vgl. II 126) mit der Federkrone, von der das lange Band herunterfällt, einem Halskragen, einem Wams mit Schulterbändern, unter dem das Amulett (vgl. Schäfer ÄZ 62, 108) hervorsieht, und dem kurzen, von einem Gürtel gehaltenen Schurz mit dem Stierschweif bekleidet. Von seiner Ansprache and den König sind nur noch wenige Worte erhalten.
Die Weihgaben sind in 10 wagerechten Reihen dargestellt. Davon sind die beiden obersten zur Hälfte verloren, auch sonst sind Lücken und Verletzungen vorhanden, die sich nach den älteren Veröffentlichungen nur zum Teil ausfüllen und ergänzen lassen.
Die Gegenstände sind nach der Kostbarkeit des Stoffes geordnet; dabei wird freilich goldüberzogenes Holz dem reinen Golde gleichgesetzt usf.
Nr. 1-88 besteht sonach aus Gold,
Nr. 89-138 aus Silber,
Nr. 139-169 sowie 194-196 aus Halbedelsteinen und den ihnen gleichgestellten Glasflüssen,
Nr. 170-184 aus Bronze,
Nr. 187-190 aus Kupfer,
der Rest aus andren Gesteinsarten.

In diesen Bildern finden wir die wertvollen Gegenstände seit vielen Jahren bei den Vorfahren Salomos angesammelt. In 2.Samuel 8, 1-12 zum Beispiel sind einige erwähnt.

1-7. Verstellbare Wände in Form von Hausfassaden mit der üblichen Ägyptischen Krönung. Die Flächen sind durch schmale Leisten in verschiedener Weise aufgeteilt, bei 2 scheint ein breites Doppelfenster im Obergeschoß nachgeahmt zu sein. Überall außer bei 6 sind die Leisten später wieder ausgetilgt worden. Die Füße stehen in breiten Schuhen. Über 3-5 steht "goldne Wand", demnach war die Oberfläche mit Blattgold überzogen, vgl. Möller Metallkunst S. 32 folg. Anzahl 1-3.
Solche Wände könnten auch vom königlichen Palast herkommen wie man solche auch heute noch benutzt.
8. 1 (Lies eine) schmälere Wand, sonst wie 1-7.
9. Großer Altar. Viereckiger Block auf flachem Untersatz mit der üblichen Bekrönung und gewellter Brüstung, wie sie m. W. keiner der erhaltenen Altäre aufweist. Vielleicht geht die Form auf die der Zinnen syrischer Stadtmauern zurück; Altäre mit unregelmäßiger Brüstung sind aus Mesopotamien bekannt, vgl. K. Galling, `Der Altar in den Kulturen des alten Orients', IX 15, Berlin 1925. Ebenso 177.
Im Tempel Salomos war ein goldener Brandopferaltar. [1.Könige 7,48; 2.Chronik 4,19]Es war der einziger Altar solcher Art.
Nummer 177 zeigt einen ehernen Altar dessen Höhe und Breite gleich sind, also quadratisch. In 2. Chronik 4,1 ist ein eherner Altar erwähnt dessen Höhe und Breite im Verhältnis von 1:2 ist. Es gab aber auch noch einen anderen ehernen Altar im Tempel von Jerusalem der vielleicht dieser quadratische Altar gewesen sein könnte, 2.Chronik 1,5.
10. 1 Lotus[becher] zum Opfer wie 121.
11. I flache Schale für Schreibtusche in Form des Namensringes wie 149 auf niedrigem Tisch, darüber Spuren einer rechteckigen Schreibtafel (?), links daneben stand I Schreibzeug wie 72.
12. 1 unbestimmbarer Gegenstand, etwa ein Fächer im Futteral?
Obelisk of Istanbul, cartouche of Thutmose III 13. Flache goldene Schale.
14. Goldenes Becken für Flüssigkeitsopfer.
15. und 16. 2 Goldene Kleidertruhen von gleicher Form, an deren Wänden die Zierleisten ausgetilgt sind, die obere mit einem Sims von Uräusschlangen (vgl. Atlas I 155a, II 48 u. pass.), die untere mit spitzgiebligem Deckel (vgl. Carter-Steindorff, Tutanchamun I Taf. 45a), beide mit Tragstangen; vgl. 128.
17. Goldener Krug, mit geraden, sich unten verengenden Wänden, hohem Stopfen, auf Untersatz, ähnlich 189; vgl. Atlas I 418.
18. Goldener einhenkeliger Krug mit Handgriff an der Vorderseite wie 119, auf Untersatz. Kretisch? Vgl. Atlas I 154, wo der gleiche Krug aber ohne Handgriff in einer Ägyptischen Werkstatt hergestellt wird.
19. Goldener flacher Napf mit Ausguß auf Untersatz.
20. Goldener Becher mit Henkel in Form eines Armes, kretisch?
21. 2 Becher. Nach Champoll. 316 = Rosell. Mon. civ. 57, 19 hatte der rechte einen Henkel in Form eines zum Gefäß zurückgebogenen Entenkopfes and langem Hals, der andere einen S-förmigen Griff, unter ihm die Stückzahl I.
22. 3
Trinkgefäße in Form von Löwenprotomen, vgl. Atlas I 275, kretisch.
23. 152 106 Deben, 1½ Kite Gold, - rd. 13841,65 kg in Klumpen und Ringen.
24. 613 Deben 3 2/3 Kite Gold vom Lande `m'w = rd. 55,8 kg in Klumpen und Ringen. Das Land `m'w südöstlich Ägyptens vgl. Gauthier Dict. géogr. I 143.
Ketten und Ringe von Gold befanden sich auch im Tempel von Jerusalem [2.Chronik 3, 16]
25. 2 + 1 goldene flache Schalen auf hohen Ständern wie 115, 171, 188.
26. I + 1 Krüge auf niedrigeren Ständern.
27. 2 Krüge mit kegelförmigen Deckeln, gleich umgestülpten Lotusblumen.
28 4 + 3 Flaschen mit ebensolchen Deckeln.
29. I + 2 Opfertische mit je dreimaldrei Gefäßen von verschiedenen Formen, Flaschenhaltern in Form von Siegelringen . Die Hieroglyphe hat auch in der Lücke über dem rechten Opfertisch gestanden.
Neben dem Rauchopferaltar und gegenüber den Läuchtern standen die goldenen Schaubrottische. In der zweiten und siebten Reihe finden wir solche Tische dargestellt mit ihren verschiedenartigen Schalen und Näpfen darüber.
"... den Tisch mit seinen Stangen und allem seinen Geräte und die Schaubrote ... und machte auch von feinem Gold das Gerät auf dem Tisch: Schüsseln und Löffel, Kannen und Schalen ..."[2.Mose 35,13; 37, 16]
In der dritten Reihe und nahe den Tischen sehen wir Haken, Löffel und andere Arten von Gebrauchsgegenständen (#30-33, 43, 44).
30. I Szepter aus Gold; die Beischrift gilt auch für 31.
31. 1 Keule mit birnenförmigem Knauf wie 51.
32. I Stab, Kopf verloren.
33. 2 Szepter mks wie 45.
34. I + 1 Wedel; auf der auf dem Schaft aufsitzenden Platte, die die Feder trägt, steht das Namensschild des Königs zwischen Federn.
35. I Goldene Schale, doppelhenkliger Krater mit Lotusblumen und dem opfernden König als Randverzierung. Der Kopf des Königs ist zerstört S. Schäfer, Prunkgefäße S. 32.
Der Leuchter im Heiligtum hatte sieben Lampen in der Form von Blumen:
"... die Leuchter mit ihren Lampen von lauterem Gold ... und die Blumen und die Lampen ... waren golden ..."[2.Chronik 4,20 .21]
Es gab verschiedene Arten von Leuchtern, eine Art hatte je 3 Lampen zu beiden Seiten der Zentralen Lampe [2.Mose 25, 31-40; 37, 17-24] Die Nummern 35, 36-38 scheinen solche Leuchter zu sein. In 1.König 7, 49 finden wir eine andere Art von Leuchtern beschrieben die mit Blumen, Lampen und Zungen von Gold geschmückt waren. Solche Leuchter sehen wir in #25-28 die bei W. Wreszinski (1880-1935) als Flaschen bezeichnet werden, eine Form die wohl Öl enthielt. Der Lampenständer hatte obendrauf die Form einer Lotusblume.
36. 37 Kratere mit Randverzierungen in Form dreier zusammengebundener Stengel, zwischen denen ein kürzerer allein steht. Mitteleinsatz der oberen verloren, auf dem unteren hockt eine Kröte im Schilf (Beibild); vgl. Schäfer a. a. O. 41.
37. 1 goldenes `s'(?), vielleicht ein Ständer zur Aufbewahrung von Szeptern oder Stäben, hier lauter mks-Szeptern; sie sind im Bogen angeordnet, sonst stehen sie gerade nebeneinander, vgl. z. B. Schäfer Priestergräber Abb. 71, 82; Taf. 11A, 12D, E., Jéquier, Les Frises d'Objects 159.
38. 1 goldenes jh., Städer oder Lade mit gerundetem Deckel auf niedrigen Beinen, vielleicht wie 37 zur Aufbewahrung von Stäben dienend.
39. 1 Henkelkrug auf Untersatz mit Deckel wie 27, 28; kretisch?
40. 1 goldener bauchiger Krug.
41. 1 Opfertisch mit Salbentopf zwischen den Amuletten
oil vessels Leider gibt uns die Bibel keine genaueren Angaben wie der Weihrauchaltar aussah. Kam der Rauch des Weihopfers durch geschmückte Röhrchen oder Öffnungen? oder kam er von flachen Schalen? Behälter die Ölnäpfe auf Ständern sind finden wir in #41 und 181. Über den Gegenständen #197-199 lesen wir die Worte,"Alabaster gefüllt mit heiligem Weihöl für das Opfer"
42. 3 goldene Salbenkrüge, bei Champoll. haben sie links einen Henkel und gleichen den kretischen Bechern Atlas I 235 und hier 102.
43. 1 Keule mit rundem, krumm durchbohrten Knauf.
44. 1 Keule mit konischem Knauf.
45. 1 Stab `mks' wie 33.
46. 1 Szepter hrp, wie es der König über die Weihgaben schwingt (vgl. Jéquier a. a. O. 181).
47. 1 Szepter nhb.t (vgl. Jéquier a. a. O. 185).
48. 30 flache Schalen oder Körbe mit spitzen Weißbroten, ob goldene Schaubrote? Vgl. 138, 169.
49. 1 Spitzamphora; unter dem rechten Henkel befand sich vielleicht wie bei 132 eine später absichtlich ausgetilgte Verzierung.
50. Grundsteindepositen aus Gold: 1 Streichbrett, 4 Wassernäpfe, 1 Schwalbenschwanz, 4 Ziegelstreichformen, Hacke, Schlägel, 22 Pfähle für den Absteckstrick, Szepter `hrp'(?) für die Weihung.
51. Keule mit birnenförmigem Knauf wie 31.
Was hier als Keule bezeichnet wird könnte auch ein Art Löffel (Engl. snuffer=`masrek') sein die dazu dienten brennende Öllampen auszulöschen., vgl. auch andere Formen wie #31, 34?, 43, 46. [2.Chronik 4, 22; 1.König 7, 50. Die Übersetzung von Luther (Messer) und Zürcher (Messer) gibt den Sinn nicht richtig wieder, da ein Gebrauchsgegenstand gemeint ist, der dabei hilft den Weihrauch im Raum zu verbreiten. Ein anderes solches Gerät für die Verbreitung von Duften wird im Hebräischen `masrek' genannt. Das bedeutet ein brunnenartiges Gerät das Flüssigkeiten ausspritzen konnte, wie wohl #73. Dieses Gefäß hat zwei Seitenröhrchen und ist mit kleinen Löwen, Fröschen und mausartigen Tierchen geschmückt. Die Münde und Körper dieser Tiere enthielten wohl Röhrchen die Flüssigkeiten oder deren Düfte spritzen oder ausbreiten konnten. #74 und 75 könnten auch solche Funktionen gehabt haben.]
52. Stab ohne Verziehrung, wohl Meßrute und mit 51 und 53 zu den Grundsteindepositen gehörig.
53. Szepter `hrp'(?) wie bei 50.
54. - 57. Halskragen verschiedener Form und Zahl, bis auf 57 auf Tischen liegend. Die Perlenreihen waren durch Bemalung angegeben, sind aber bis auf geringe Reste verloren.
Dieser Halskragen (55.) besteht aus einem schmalen Bande, einer Schnur ovaler Perlen und daran frei hängend lanzettgleichen Blütenblättern.
56. - Halskragen
Diese wohl schön hergestellten Halskragen waren wie die benutzt bei Priestern im Tempeldienst. #57 scheint ein Halskragen mit Brustephod zu sein.
57. hat ein Brustschild als Mittelstück wie 63.
58. 2 (4?) x 3 Salbentöpfe auf einem Tisch, Deckel Tiergötterköpfe.
59. Opferflasche in Form des Lebenszeichens mit Tülle, Verschluß ein Amunwidderkopf mit Uräus.
60. 4 Opferflaschen auf niedrigem Gestell mit Tülle, Verschlüsse konische Stopfen bzw. Amunswidderköfe wie bei 59.
61. Kasten zum Aufbewahren von Salbentöpfen gleich dem davor stehenden auf niedrigem Gestell; nach Champoll. hat hinter dem Kasten noch ein Becher gestanden.
62. 4 Kästen (?), nach dem einen erhaltenen Uräus mit einem Sims von Uräen geschmückt wie 15.
Überschrift zu 63-65: Gold und verschiedene Edelsteine, die Seine Majestät hat verarbeiten lassen
63. 1 Halskragen aus 2 Schnüren langer Perlen mit Brustplatte als Mittelstück, von der 6 langstenglige Blüten herunterhängen wie 81 links.
64. 2 breite Goldreifen wie 86.
65. 1 Armband aus einem Stück Goldblech wie 85.
66. 1 + 1 + 2 Armbänder aus schmalen Goldplatten, die zwischen 2 Randstreifen lägsseitig mit Scharnieren verbunden sind wie 84.
67. 1 flache Schüssel mit Randverzierung aus Papyrusblüten auf langen Halmen.
68. 1 Opferflasche wie 59.
69. 1 flache Schale auf dem Pfeiler, darauf der kniende Gott mit dem Zeichen für Zeit auf dem Kopf, in den Händen einen Bogen, der aus den Zeichen für Leben und Heil zusammengesetzt ist und in Siegelring-Amuletten endet. Der Name des Gegenstandes stand über dem Kopf des Gottes, ist aber nicht mehr lesbar.
70. 1 Untersatz wie 192 aus Gold und verschiedenen Edelsteinen für Götterbilder und Kapellen.
71. Erhalten ist nur ein flacher Untersatz; die Spuren weisen vielleicht auf eine Flasche wie 28. Sethe Urk. IV 633 Nr. 5, 6 ergänzt nach dem Vorbild von 11 zum Schreibgerät, dazu würde 72 passen; Zahl: 8.
72. 2 Schreibzeuge.
73. 1 Prunkgefäß Beschreibung auf Taf. 25c, s. a. Schäfer Prunkgefäße 24.
74. 1 Prunkgefäß. Bauchiger Krug, nach unten sich verjüngend, mit breiter Öffnung. Der Fuß setzt sich aus dem üblichen Untersatz, einem Blumenkapitell und einer flachen Deckplatte zusammen. Vom Krugrand gehen 3 oder mehr Bügel zur breitesten Stelle des Gefäßes herab, auf der oberen Biegung eines jeden steht in einem Nest ein Falke mit schützend ausgebreitenden Flügeln, zwischen den Henkeln schweben auf dem Rande Geirgöttinen mit den Amuletten in den Klauen. Vgl. Schäfer a. a. O. 17.
75. 2 Kratere. Hälse und Körper sind durch eine Wellenlinie gegeneinander abgesetzt, auf den Rändern Verzierungen, oben abwechselnd 3 zusammengebundene Rosetten und eine Blüte auf kurzem Stiel, unten wechseln Knospen und Früchte (Mohnkolben?) ab. Vgl. Schäfer a. a. O. 28/9.
76. 1 Kleidertruhe aus Gold und Ebenholz wie 16.
77. 1 Schrank mit Uräensims vgl. 15. 16.
78. 1 + 1 Schreine in Vorderansicht in Gestalt von Hausfassaden; die zweiflügelige Tür des rechten mit 2 Riegeln verschlossen, über dem Türrahmen die Fensteröffnungen des oberen Stockwerks in feinem Maßwerk.
79. 1 Schrein in Seitenansicht.
80. 1 Schrein von hinten gesehen (?), ob mit 79 zusammengehörig?
81. Schmucksachen, die sich im `stp-s' (der Kapelle?) am Körper des Gottes befinden, d. h. wohl, die er für gewöhnlich trägt (zu 81-87 gehörig): 4-7 Halskragen aus 2 und 3 Reihen von Perlen, links wie 63.
82. 4 + 3 Armbänder, aus Metallblech geschnitten.
83. 3 + 3 Armbänder wie 65.
84. 4 + 3 Armbänder wie 66.
85. 3 + 3 Armbänder wie 65.
86. 5 + 8 Armringe wie 64.
87. 2 Halsketten, 3 Perlenschnüre mit Brustplatte wie 63.
88. 4 + 3 Perlenketten mit Schließen bzw. Bändern.
89. Tisch wohl mit 4 + 4 Flaschen wie 146.
90. 1 Untersatz auf Schlittenkufen und mit Tragstangen. Seine Seitenwand ist mit dem Bilde des Königs verziert, der wie bei den kultischen Läufen weit ausschreitet und eine Flasche (?) und einen länglichen Gegenstand hält. Der Gegenstand, der in dem Untersatz stand, könnte nach dem Fuß eine Opferflasche wie 146 gewesen sein.
91. 1 + 1 silberne Nilfiguren der Götter Speise und Nahrung mit den Wappenpflanzen der beiden Reiche auf den Köpfen.
92. 4 + 3 silberne .... Feuerbecken auf Untersätzen.
93. 2 silberne Schüsseln.
94. 2 silberne Löffel und Schüsseln mit Tülle.
95. 95 Näpfe wie bei 50, 111, 187, 204.
Salomo machte für den Tempel 100 goldene Becken [2.Chronik 4, 8]. 95 dieser Becken finden wir in #95 dargestellt, 8 größere Becken sehen wir in #97, 99, 105, 107, 111, 114, 187, 204.
96. 2 silberne Schalen mit wellenförmigem Rand auf niedrigem Fuß.
97. 6 Becher, ähnlich wie 20.
98. 12 mehrhenklige Krüge wie 74, doch in einfacherer Ausführung.
99. 2 silberne Teller mit weit ausladendem Rand wie bei 29.
100. 52 silberne Amphoren mit Stopfen wie bei 27.
101. 4 runde Näpfe auf Untersätzen.
102. 1 silberner kretischer Becher wie 1 235 auf hohem viereckigen Gestell.
103. 1 Situla.
104. 4 silberne Meßgefäße für das Opfer wie 184.
105. 1 silberner Napf.
106. 3 silberne Gefäße mit Fuß.
107. 1 silberber Napf mit gewelltem Rand.
108. 2 silberne Gefäße.
109. - 110. 52 Schalen mit gewelltem Rand, fußlos, oder mit geradem Rand und niedrigem Fuß.
111. 7 Näpfe wie bei 50, 95, 187, 204.
112. 4 hohe Krüge, ähnlich 119 (mit Handgriff), 198.
113. 248 flache Schalen mit und ohne Doppelhenkel.
114. 2 große Vorratsgefäße.
115. 4 Opferstände wie 25, 171, 188 aus Silber; unter den beiden ersten steht die Zahl `10', unter den anderen ist die Zahl verloren.
116. wie 29.
117. Große Opfertafel aus Silber wie 170(?), 182.
118. Silberne Opfertische (assyr. zabnaku); unter dem ersten Tisch die Zahl 2, unter dem anderen ist sie zerstört. Unter dem ersten Krug (wie 155) die Zahl 10, unter dem zweiten fehlt die Zahl, unter dem dritten 10 + x, unter dem vierten 40.
119. 3 einhenklige Krüge mit Handgriff an der Vorderseite wie 18.
120. 2 Opferstände mit rosettenförmigem Teller.
121. 4 silberne Lotusbecher wie 10.
122. Silberner Krug mit Wulst um den Hals.
123. 2 silberne Krüge mit einer Lotusblume und einem Sockel(?) in Form eines Kegels- oder Pyramidenstumpfes (=Schäfer Prunkgef. Abb. 91).
124. Kuglige oder flache Flasche mit kurzem Hals.
125. Topf mit Ösen.
126. 10 Kratere.
127. 300 flache Schalen auf schmalem Fuß.
Über diese 300 flache Schalen oder Schilde zusammen mit 200 goldenen Schalen oder Schildern lesen wir auch in der Bibel:
"Daher machte der König Salomo 200 Schilde vom besten Gold ... und 300 Tartschen vom besten Gold ..."[2.Chronik 9, 15. 16]
Aus was die 300 Schalen gemacht waren ist nicht speziell erwähnt, einige der Gegenstände in der gleichen siebten Reihe sind von Silber, die nächste Figur #128 (Truhe), aber hat eine Beischrift das sie aus Gold ist.
128. 1 Truhe aus 16 karät. Gold (2/3 Goldgehalt), d. h. mit Gold überzogen wie 15, 16.
129. 3 Kruguntersätze wie 180.
130. Situla.
131. 7 Salbentöpfe wie 42, 168, 203.
132. 1 silberne Spitzamphora (Prisse Hist. de l'art ég. 136). Sie ist mit einem Rinderkopf verziert, der einen Schmuck trägt, zu dessen Verständnis der Aufsatz auf dem Kopf eines lebenden Rindes im Grabe des Huje (LD III 117 = Atlas I 161) dient. Wie dort ein Wasserbecken mit Fischen und Bäumen ringsum zwischen die Hörner gestellt ist, so hier ein Töpfchen in Gestalt einer offnen Blüte, daraus hervorragend ein Löffelchen, zwischen 6 Knospen. Der Kopf hat an der Vorderseite des Kruges gesessen, nicht, wie die Zeichnung anzugeben scheint, unter dem einen Henkel. Das Töpfchen enthielt vielleicht eine Essenze, die dem Inhalt der Amphora zuzusetzen war. Ob man sich die 6 Knospen im Kreis um das Mittelstück gestellt zu denken hat oder in einer Reihe zu beiden Seiten, ist nicht auszumachen.
133. 1 silberne `bj.t', ein Zapfen oder dergl., jedenfalls kein Gefäß.
134. 1 Barren (Silber), vgl. Atlas I 334, 337, 373.
135. 7 runde Platten (Silber).
136. - 137. Barren und Ringe: 101214 Deben 9 11/12 Kite Silber = rd. 9111,35 kg. Darunter steht 2 + x, was ich nicht verstehe, da es sich hier ja nicht um Gegenstände, die man zählen kann, handelt, sondern um eine Menge, die nach Gewicht angegeben ist. Dahinter scheint zu stehen, wofür ich auch keine Erklärung weiß.
138. Weißbrot, ein Spitzbrot im Napf, ohne Zahlangabe, wohl eine silberne Nachbildung, vgl. 169, lasursteinerne und malachitne Spitzbrote. Steingerät, das seine Majestät aus eigener Hand gestiftet hat. (Überschrift über die Gegenstände bis zu 152 oder 153.)
Neben dem Altar im Israelitischen Heiligtum stand der goldene Schaubrottisch [1.Könige 7, 48; 2.Chronik 4,19], die Schaubrote waren aber nicht Backwaren sondern von Silber und Gold. Ihr Hersteller war nicht ein Bäcker, aber viel mehr der Goldschmied Bezaleel [2. Mose 35, 30-35; 36]. Dieses Schaubrot, Spitzbrot, hatte die Form eines runden Spitzenkegels wie #138. Wahrscheinlich legte man Schaubrot auf eine Platte unter dem spitzen Deckel, um es besser aufbewahren zu können. Wir finden auch 30 silberne, #48, und 24 steinerne, #169, (Malachit) Spitzbrote dargestellt.
139. Lotusbecher mit Rand über den Spitzen der Blütenblätter aus Gold und Lapislazuli.
140. 3 Lotusbecher wie 10, 121 aus Malachit.
141. 1 einhenklige Kanne; Champoll. gibt sie als doppelhenklig.
142. 1 Krug mit nach oben und unten gleichmäßig sich verengendem Bauch und breitem Hals, ohne Henkel; Champoll. gibt ihm einen Henkel.
143. - 144. Je 1 Vorratsgefäß, das zweite mit abgesetztem Fuß.
145. 1 Libationskrug mit Schnabel und hohem Stopfen.
146. 1 Libationskrug wie 28.
147. 1 Schale mit flacher Fußplatte mit 2 schmalen Ringen und einem Einsatz, einer Kröte auf einem Untersatz, hinter ihr eine Lotusblüte.
148. 1 Schale, Kugelsegment.
149. Flache Schale wie 11.
150. 2 Schminktöpfe.
151. 1 flache Schale wie 13.
152. 1 Flasche wie 200, 202.
Über 153 - 156 Wiederholung der Inschrift über 139.
153. 1 Henkelkanne.
154. 2 + 1 Krüge mit zwei kleinen Bügeln.
155. 3 + 2 Vorratsgefäße wie 118.
156. 1 Salbentopf wie 42, 131, 168, 199, 203.
157. - 158. Krüge mit genau aufpassenden Deckeln in Form von Kegelstumpfen. Unter 158 die Zahl 1.
159. 3 Gefäße mit gewelltem, stark nach außen umgebogenen Rand.
160. 24 Klumpen feinste Thutmosis III-Lapislazuli, besonders große und schöne Stücke, durch den Königsnamen als solche bezeichnet.
161. 569 Deben echter Lapislazuli in kleineren Stücken = 5,178 kg.
162. 600 + x Deben ... Kite Thutmosis III-Lapislazuli, wohl blauer Glasfluß, da nicht als echt bezeichnet.
163. 903 Deben 2 Kite [echter] Malachite = 82,19 kg.
164. 10913 Deben 7 Kite Thutmosis III-Malachit in großen Stücken, hinter dem echten eingeführt, daher wohl grüner Glasfluß = 993,147 kg.
165. 52 Blöcke Karneol(?).
166. 7000 + x Deben Karneol(?).
167. 1 ehernes Libationsgefäß in Form des Lebenszeichens wie 194, ähnlich 59, 68.
168. 10 Salbentöpfe wie 42, 131, 156, 199, 203.
169. 13 Spitzbrote wie 48 und 138 aus Lapislazuli, 11 aus Malachit.
170. Bronzene Opfertafel wie 117, 182.
171. Bronzene Opferständer mit Schalen wie 25, 115, 188.
172. Opferschale in Form des Königsrings mit dem Namen `Thutmosis III' auf dem Tisch.
173. Statuette des Königs, vom Horus beschirmt, eine Opfertafel in Form seines Namensringes wie 172 darbringend, auf einem Sockel.
174. 1 große Opferplatte mit 4 Becken. Die Zwischenflächen sind mit 3 gleichen Bildern, Nilgötter neben Papyrusstauden, geschmückt.
175. 1 bronzene Opferplatte in Teichform wie 14 mit Papyrusblüten als Randverzierung (= Schäfer Prunkgef. Abb. 59).
176. 30 flache Schalen.
177. 1 bronzener großer Altar wie 9.
178. 2 x 2 alabasterne Ständer mit bronzenen Schalen in Form von Siegelringen.
179. 40 bronzene Schüsseln wie bei 29, 99, 116.
180. 135 bronzene Gefäßuntersätze wie 129. Dahinter 45 ... auf flachem Untersatz.
181. 1 bronzene Opferschale in einem dreibeinigen, aud Schlittenkufen beweglichen Ständer.
182. 2 bronzene Opferplatten wie 117, 170.
183. Bronzene Opferschale in Form des Königsringes ähnlich wie 172, mit einem Griff, der die Ähnlichkeit mit dem Lebenszeichen herstellt, auf einem kupfernen Tisch.
184. 8 bronzene Meßgefäße für das Opfer wie 104.
185. 13 + x Opfertafeln wie 117, 170, 182, aber nicht auf Tischen, sondern bestimmt, auf den Erdboden gelegt zu werden, aus Granit und Alabaster.
186. 50 Opferständer.
187. 1 Napf wie bei 50, 95, 111, 204 aus Kupfer; nach Champoll. ein Napf mit Brot .
188. 2 kupferne Opferständer mit Schalen wie 25, 115, 171.
189. 1 Krug mit hohem Stopfen auf Untersatz; ähnlich 17.
190. 4 + 15 + 14 Türflügel aus gehämmertem Kupfer; die Zeichen vor der Tür rechts sind schlecht erkennbar.
Diese 33 Türen sind von der Art wie wir sie auch in der Bibel finden:
"Er machte auch einen Hof ... und Türen in den Vorhof und überzog die Türen mit Erz (Hebr. `nechoshet' = Erz oder Kupfer." Erz sollte Bronz sein (Kupfer mit Tin), Erz (Kupfer mit Zink) wurde wohl viel später hergestellt. [2.Chronik 4, 9]
191. 3 Opferaltäre aus hellem Alabaster aus Hetnub. Auf der Oberfläche eines jeden sind 4 im rechten Winkel aneinandergesetzt.
192. 3 granitene Sockel wie 70.
193. 2 Kugelgefäße auf Untersatz aus schwarzem Granit; jedes ist 3 Ellen hoch, sein Umfang beträgt 7 Ellen, d. h. volle Höhe = 1,56 m, Durchmesser des Körpers = 1,14 m.
194. 2 Libationsgefäße in Form des Lebenszeichens wie 167, ähnlich 59, 68. - über 195 - 196 steht: Gefäße aus Thutmosis III-Malachit = grünem Glasfluß, da nicht das Wort `echt' beigesetzt ist.
195. 1 Krater, mit einer Lotusblume mit Blättern und Knospen als Verzierung (=Schäfer Prunkgef. Abb. 82/3).
196. 2 x 2 bauchige Krüge auf Untersätzen. Hinter 196 hat Champoll. noch einen Ständer mit Schale wie ioi, Rosell. Monuments, iv 57, 10 außderdem rechts einen Krug wie 119 und einen zweiten wie 155.
Über 197. - 199: Alabaster, mit heiliger Salbe für das Opfer gefüllt
197. 3 Krüge.
198. 3 Henkelkrüge ähnlich wie 112, 119 (mit Handgriff).
199. 1 Salbentopf wie 42, 131, 156, 168, 203.
200. 5 Flaschen wie 152, 202.
201. 5 Kugelgefäße aus Alabaster, ähnlich 40, 124.
202. wie 200.
203. Salbenkrüge wie 42, 131, 156, 168, 199 aus `hsg'-Stein.
Unter 202-203 steht: Sehr viele als alljährige Lieferung.
204. 1 Napf wie bei 50, 95, 111, 187(?), darüber steht: gewöhnlicher Stein in Form von Näpfen und Untersätzen.
205. 2 Paar Obelisken. Unter dem Pyramidion die zerstörten Darstellungen des knienden Königs, der dem Amun das eine Mal Wein spendet, das andere Bild ist zerstört. Darunter is eine Inschriftzeile: König Thutmosis III. hat [seinem Vater Amun ...] zum Andenken an sich sehr große Obelisken aus Granit hergestellt, das Pyramidion aus Elektron (in der linken Inschrift steht, `neben den Toren des Tempels'.) Er möge ewig leben wie Re!
206. 2 Paar Masten.2)

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Literaturverzeichnis
1) Vgl. Jequier, Les Frises d'Objects 173. Das Szepter `hrp' steht an Stelle der praehistorischen Keule mit flachem Knauf, die zur Weihung des Opfers gedient hat, vgl. die Formel .
2) Der Kadesh Feldzug wird auch auf einer Stele erwähnt:
"... und was veranlasste Pharaoh den Weg nach Aruna zu nehmen, um den Tempelberg anzugreifen? Und warum sah er seinen Erfolg diesen Bergweg genommen zu haben als so wichtig, das er es mit allen Einzelheiten in der Tempelwand von Karnak einschreiben liess, wie auch auf einer Stele die im Tempel von Armant gefunden wurde und die Thutmose errichtete "... um zu verursachen das seine Heldentaten für Millionen von Jahren weiter erzählt würden?"
"... what prompted the Pharaoh to choose the Aruna road for the main attack on the Temple Mount? And why did he see in his success of having climbed it a performance so outstanding that it had to be engraved, in detail, not only on the walls of the Temple of Amon at Karnak, but also on a stele found in a temple at Armant, which Thutmose erected "to cause that his deeds of valour be related for millions of years to come?"[E. Danelius, `The Identification of the Queen of Sheba'..., Kronos 1, No. 3 (1975), p. 4; with reference to Breasted's `A History of Egypt', 2nd. ed. (London, 1941), p, 285, 287]

Die grosse Anzahl, Qualität, Benutz von wertvollem Material und Art der Gegstände wie sie in Karnak dargestellt sind, deuten unbedingt darauf hin, daß diese Güter von einem sehr reichen Temple herstammen, so reich, wie Archäologie noch nie solch einen Tempel im Zusammenhang mit den Kanaanitern gefunden haben. Kein anderer Tempel, ausgenommen der neue Temple in Jerusalem, erfüllt die Spezifikationen der Karnak Darstellungen.
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#8-3;#24-12; #52-39;#65-60;#88-79


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#169-168;
#186-185;
#206-204;

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