Eine Neue Betrachtung des Apogryphischen Buches Judith und sein Geschichtlicher Hintergrund

Eine Antwort zu Eric Aitchison

von Damien Mackey
Simri Lim
Senenmut
Sargon ist Sennacherib
The Amazing Achior - in English
Toledoth
Judith - in Englisch
Der Assyrsiche Tharthan
Der berühmteste Vizier

Das Buch Judith in seiner gegenwärtigen Form ist leicht - und wurde auch so - bei Schreibern in verschiedene Zeitalter hineingesetzt. Es liest sich mehr wie eine allgemeine Zusammenfassung dachte man. Erich quotierte es so: "... Judith ist voll verschiedener Geschichtlicher Ereignisse von wenigstens 500 Jahren wirklicher Geschichte der vorhergehenden Zeit entnommen ...". Es scheint solch ein geschichtliches durcheinander zu enthalten, das moderne Gelehrte es oft in die Kategorie `frommer Dichtung' einordneten indem sie sagten, das es dem heiligen Israel entgegenwirkt - dargestellt bei dieser Simeonischen Heldin "Judith" - zu all den traditionellen Feinden mit denen `sie' irgendwann eine Auseinandersetzung gehabt haben sollte.[1] So berichtet sogar der erste Vers von einem König mit einem Babylonischen-Namen, "Nebukad-nezzar", der in der Assyrischen Hauptstadt "Nineveh" herrschte und Feindschaft hatte mit einem König der Meder, mit einem Chaldäischen -Namen, "Arphaxad", der in "Ekbatana" seinen Wohnsitz hatte.[2]

Aber das Buch Judith hatte nicht immer, seit Jahrhunderten, das Ansehen nur `fromme Geschichte' zu sein. Bis zum 16. Jahrhundert dachte man darin wirkliche Geschichte zu finden; sogar bei jenen (z.B. Jerome) die es als nicht zum Kanon gehörend betrachteten. Das Buch Judith ist voll von geschichtlichen Einzelheiten - vom Anfang bis zum Ende. Das war auch der Grund warum so viele versucht hatten das Buch zu einem tatsächlichen geschichtlichen Mast zu nageln.

Nur vor kürzlicher Zeit machte Eric Aitchison einen Versuch darin geschichtliche Substanz für die Zeit des Nebukadnezars (ca. 600 v.Chr.) zu finden. Leider jedoch war auch Eric nicht imstande, sein früheres Versprechen den wahren geschichtlichen Hintergrund des Buches zu zeigen, wahr zu machen, und so konnte er das Buch auch nicht "von frommen Geschichten zu wahrer Geschichte" der Welt darzustellen. Nach dem alles getan war was man tun konnte, war das Buch auch für Eric, wie für so viele andere, ein `Stein des Anstoßes' geblieben. Er wird auch den letzten Teil (eigentlich den Hauptteil) der Geschichte unerklärt lassen müßen, denn er kann nicht in aller Ehrlichkeit für den Geschichtsablauf einen Platz im 600 v.Chr. finden. Eric beendet sein Unternehmen gerade so, wie er es nicht beenden wollte, er muß das Buch weiterhin als nur "fromme Geschichten" betrachten. Eric war aber wenigstens ehrlich genug zuzugeben, das man den letzten Teil des Buches Judith nicht in den geschichtlichen Hintergrund des 6. Jahrhunderts v.Chr. hineinzwingen kann.

Wie auch das andere deuterokanonische Buch Tobias, muß das Buch Judith viele male kopiert geworden sein. Und wie auch in Tobias, Namen veränderten sich dabei - z.B., in Tobias das originale "Bathania" und "Midian" wurden mit dem geographisch unsinnigen "Ekbatana" und "Media" vertauscht. Unser Ziel wird es deshalb sein zu versuchen, die originalen Namen dieser Orte zu finden. Ich denke, dies kann nur getan werden, in dem wir das Hauptereignis des Buches finden: in diesem Falle den unwiderrufbaren Würgegriff Jerusalems durch eine Welterobernde Armee (am besten Assyrer), die über 182,000 Mann (Judith 7:2) stark war, und wie diese Armee plötzlich geschlagen wurde.

Eric versucht ganz tapfer den Assyrische Unterton des Buches zu erhalten in dem er den Anfang der Herrschaft Nebukadnezars in eine Zeit zurückdatiert, die er `Assyrische Nachfolgerschaftszeit' nennt, ungefähr um die Zeit der endgültigen Zerstörung Ninivehs in 612 v.Chr. Dies ist aber nicht eine besonders günstige Zeit für jemand der in Niniveh Herrscher war. Eric kann kein geschichtlich standhaltendes Material vorbringen, um seine Hypothese zu beweisen. Besonders aber gelang es Eric nicht das Hauptereignis von Judith irgendwie geschichtlich einzuordnen. Der König Nebukadnezar würde tatsächlich wohl der letzte Eroberer Jerusalems sein, dem man ein Ende durch die Juden, wie es im Buch Judith beschrieben wird, zudenken könnte. Und 600 v.Chr. würde die letzte Zeitspanne sein von der ein Kopierer des Buches, nach dem vermeintlichen Sieg Israels, sagen könnte: "Und so lange sie lebte und dazu lange hernach, wagte niemand, Israel zu überfallen." (16:30) [3].

Denn Jerusalem und der Tempel wurden ca. innerhalb eines Jahrzehntes, von 600 v.Chr. her gerechnet, von Nebukadnezar zerstört.

Es gibt nur eine einzige biblisch-geschichtliche Situation die Möglicherweise mit dem Hauptthema des Buches Judith vereinbart werden könnte, und das ist die Invasion Palestiniens durch Sanherib und, darüber hinaus - wenigstens nach Biblischem Geschichtsgut - der Untergang (ca. 700 v.Chr.) seiner 185,000 Mann starken Assyrischen Armee, die der königliche Befehlshaber, auch Tharthan genannt (z.B. 2.König 18:17), gegen Jerusalem führte und die besonders gut mit dem Inhalt des Buches Judith in Übereinstimmung gebrachte werden kann, wo "Holofernes"- seine Armee von über 182,000 Assyrern Richtung Jerusalem marschierte.

Mit dem geschichtlichen Teil Judiths nun ins 7. Jahrhundert v.Chr. verlegt können wir jetzt, wie ich glaube, die Fehler der Kopierer des Buches, in der Sache von Personen und Ortschaften, wieder richtig herstellen:

  • "Nebukednezar" von "Ninive" muß Sargon gewesen sein, den Tobias "Salmanasser" nennt (Tobias 1:13) [4]; der Name, den ein Abschreiber des Buches Judith wohl falscherweise als "Nebukadnezar" kopierte.

  • "Ninive" scheint in den deuterokanonischen Büchern eine ganze Menge von biblischen Städte einzubeziehen, so heißt sie "die große Stadt" (z.B. in 1.Mose 10:12; Jona 1:2; Tobias 14:2,(v.6 Luther)); vielleicht war dies Kelah in diesem Fall.

  • "Arphaxad", gegen den der König von "Ninive" in seinem 12. Jahr Krieg führt, war der Chaldäer `Merodach-baladan', gegen den Sargon in seinem 12. Jahr kämpfte; eine Schlacht von der ich glaube, daß sie die gleiche Schlacht war, die Sanheribs "erster Feldzug" gegen denselben `Merodach-baladan' war [5]. "Arphaxad" war deshalb nicht ein Meder, er war aber - wie wir es von Judith 1:1 lernen, und wie seine Name (wörtlich 'Ur der Chaldäer') es auch vorschlägt, ein Chaldäer. Weiterhin stellen wir fest, das die Verbündeten des "Arphaxad", wie auch die des `Merodach-baladan', Chaldäer-Aramäer-Elamiter waren (Judith 1:6; Völker vom Euphrat, Tigris und von Hydaspes).

  • "Ekbatana", die Stadt die der König der Chaldäer stärker befestigte (Judith 1:2), war dann wohl die Festung Dur-Yakin (des Königreiches von Bit-Yakin), das nach den Angaben des Sargon von Merodach-baladan sehr befestigt wurde [6].

    Lesen sie die Jahrbücher Sargons und Sanheribs und sie werden darin den gleichen Krieg beschrieben vorfinden, der im Osten zwischen den Assyrern und den Chaldäischen Verbündeten stattfand (Sieh Judith 1).

    So kommt es dann auch, das fast alle bedeutenden Teilnehmer in den Ereignissen des Buches Judith in den Büchern 2.König, 2.Chroniker und Jesaja [KCJ] gefunden werden können. Zu den Königen die wir schon erwähnt haben kommen dann auch noch:

  • Auf der Assyrischen Seite

  • "Holofernes" der General der Assyrer = Sargons Tharthan (Jesaja 20:1), er war wohl der Ashur-isqa-danin der geschichtlichen Quellen;

  • "Achior" der Ammoniter, oder wohl richtiger Ephraemiter (Judith 5:3; 6:1; See: online version), war Sanheribs Rabsaris und Rabsaka (2.König 18:17, 19; Zürcher Bibel; Luthers `Erzkämmerer und Erzschenke'); der berühmte Achior, der, wie wir von Tobias stolz erfahren, sein eigener Vetter war (Tobias 11:19) [7].Setuagint Judith 1:6 Er mag sehr wohl der Bel-akhi-erba, Governör von Babylon, während der Regierungszeit Sargons, gewesen sein. Jene kurze Bemerkung in Judith 1:6 die den rätselhaften "Arioch", dem König zu Eliasar (oder auch Herrscher über die (engl.) Elymæans, d.h. Elamiter), erwähnt, sollte verbessert werden, nach den Angaben von Tobias 11:19, zu "Achior", Herrscher über die Elymæans (Regierungszeit des Esarhaddon) [Sieh: Online Judith 6:3; wo Holofernes Achior unter die Ephraemiten, d.h. Elamiter zählt.]

  • "Bagoas" der Eunuche = der Assyrer Rabsaris (2.König 18:17);

  • Auf der Seite der Israeliten


  • "Jojakim" (oder auch "Eljakim"), der Hofmeister = König Hezekias höchster Beamte; Eljakim, würde auch das Amt des Hohenpriesters gehabt haben (1.König 4:1-3; 2.König 19:2; Jesaja 22:20 Douay Version) [8];

  • "Osias (Uzziah)", der Hauptverwalter der Stadt "Bethulia", wo Judith wohnte, und auch der "Fürst des Volkes Israel" (Judith 6:10 & 13:23 Douay) = der große Prophet Jesaja selber.[9]

  • Die bemerkenswerte Abwesenheit des Königs Hiskias vom Buch Judith muß eine Grund haben. Wir erinnern uns daran, daß Hiskia [715-686 v.Chr.] in seinem wichtigen 14. Regierungsjahr sehr krank war (Jesaja 38:1-4 & 2.König 18:2; 29-15=14 Jahre), und Eljakim übernahm die Verantwortung während dieser Zeit, wie auch in Judith. In Hinsicht auf des Königs Regierungsunfähigkeit bemerken Sie bitte auch diese kleine Einzelheit, daß, obwohl Sanherib seine drei höchsten Beamten nach Jerusalem "sandte", wird nichts davon erwähnt, daß Hiskia sie persönlich empfing. Wir lesen dagegen, das seine drei Beamten "heraus kamen"; sie wurden nicht gesandt (2.König 18:17,18) [10].

    "Und der König von Assyrien sandte den Tharthan, den Rabsaris und den Rabsake mit grosser Heeresmacht von Lachis aus dem König Hiskia nach Jerusalem. Die zogen hinauf, und als sie nach Jerusalem kamen, stellten sie sich bei der Wasserleitung des oberen Teiches an der Walkerfeldstrasse auf und liessen den König rufen. Da ging zu ihnen hinaus der Palastvorsteher Eljakim, der Sohn Hilkias, der Schreiber Sebna und der Kanzler Joah, der Sohn Asaphs." [2.König 18:17,18]
    Die Missetaten Ahas
    " ... er ließ für die Baale gegossene Bilder anfertigen. Er selber brachte im Tal Ben-Hinnom Räucheropfer dar und ließ seine Söhne durchs Feuer gehen nach der greulichen Sitte der Völker, die der Herr vor Israel vertrieben hatte; er opferte und räucherte auch auf den Höhen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baum ..." [2.Chronik 28:1-5]
    Die gesamte Hintergrundsszene von einer kürzlich vorhergeschehenen Rückkehr aus einer Gefangenschaft, nach dem der Tempel, Altar und die heiligen Gefäße entweiht worden waren - ein Ereignis das einige mit dem Babylonischen Exil verwechselt haben, obwohl es in Judith sagt, das `er es auch so tun würde, wie er es schon vorher getan hatte', also "kurz zuvor" (Judith 3:11,12) - können alle der Regierungszeit des abgefallenen Vaters des Hiskia, König Ahas, zugeschrieben werden. Ahas entweihte persönlich den Tempel (Sieh 2.Chronik 28:1-5). Sein Sohn Hiskia, wahrscheinlich von Bemerkungen Jesajas angetrieben, musste alles wieder in einer großangelegten religiösen und zivilen Reform in Ordnung stellen, was sein Vater entweiht und beschädigt hatte (2.Chronik 29:3-31:1-20).

    Mit Bezug auf die Heimatstadt Judiths, "Bethulia", die wohl der Stadt Dothan auf der anderen Seite des Esdraelontales gegen über lag (Judith 7:3), wurde es bei Torrey mit Fort Shechem verglichen [11], der Ort der auch 'die geographische Hauptstadt Palestiniens' sein soll; eine strategisch sehr wichtige Ortschaft. Ich denke, das diese Identifizierung besser ist als die Erics, der dachte das "Bethulia" am 'Weg des Horus' lag, eine Küstenebene, das die Assyrier des Buches Judith diesen Landesteil schon bis zum südlichen Askalon kontrollierten (Judith 2:28-3:8). Es kann sein das Beth Millo, der befestigte Turm von Shechem - der aber abseits von Shechem selber lag [12] - passt zu der Geschichte Judiths besser als "Bethulia", beides in Name und Beschreibung, als der Name Shechem selber. Beth Millo könnte jedoch das nördliche Bethel sein gegen das Jesajas Vater Amos aussprach (Amos 7:13) [13], und Jesaja könnte sich dort niedergelassen haben, um von dort aufzupassen, was im Norden vor sich ging.[14] Sicherlich würde Hesekia in verschiedenen, strategisch wichtigen Ortschaften in Erwartung der Assyrer seine Offiziere stationiert haben.

    Die Gegenwart von Simeoniten so hoch im Norden, von Judah her gesehen, scheint keine geschichtlichen Schwierigkeiten zu verursachen.[15]
    Eine doch so schöne Judith ähnliche Israelitin. Und letztlich, wie steht es um Judith selber, in der Bibel, oder im Ablauf der Geschichte dieser Länder?
    Hatte nicht Jesaja vorrausgesagt das "der Assyrer" zuletzt doch durch das Schwert fallen würde, doch nicht "von der Hand eines Mannes" (Jesaja 31:8)? Dachte der große Prophet hier an Judith nachdem er, als "Osia" im Buch Judith, mit Bewunderung zusah, wie diese schöne Frau, nur von ihrer Magd begleitet, aus dem Tor von "Bethulia" zu den Assyrern im Tal hinausging, und wie sie davon überzeugt war, das sie es war, die an diesem Tage Israel erlösen sollte - und das mit dem Segensspruch des "Osias" selber? (Judith 10:6-9) [16]

    Jesaja/"Osia" könnte dann diese Nachrichten dem ängstlich wartenden Hiskia nach Jerusalem überbracht gelassen haben.

    Nur wenige Tage später wurde Jesajas Voraussage erfüllt. Als Judith dann ihr Siegeslied sang konnte sie schon Jesajas Worte, das der Assyrer nicht "von der Hand eines Mannes" fallen würde auch benutzen:
    "Der Herr ist's, der den Kriegen steuern kann ...
    Assur kam vom Gebirge von Mitternacht mit einer großen Macht ...
    Aber der Herr, der Allmächtige hat ihn gestraft, und
    hat ihn in eines Weibes Hand gegeben.
    Denn kein Mann und kein Krieger hat ihn umgebracht,
    und kein Riese hat ihn angegriffen; sondern Judith, die Tochter Meraris,
    hat ihn niedergelegt mit ihrer Schöhnheit".
    (Judith 16:3,5-6).
    Dies scheint mir, ist die wahre Geschichte was der 185,000 Mann Armee Sanheribs zugefallen war, die in ein großes durcheinander geriet, und von denen viele erschlagen wurden, nachdem ihr alles erobernder General buchstäblich durch die Schöhnheit dieser jüdischen Frau seinen Kopf verloren hatte, (Judith 14:11-15:7).

    Die alten jüdischen Schreiber waren so von der Tat ihrer Heldin (einer modernen Joan von Arc), und was sie für ihre Landsleute getan hatte, beeindruckt, (Judith 13:17-20; 15:8-10, 12; 16:21-22), das sie - wie auch in der Geschichte der Königin Ester - ihrer Heldin ein ganzes Buch gewidmet haben [17].

    Das Buch Judith ist ein wichtiger Zusatz zu den Büchern von König/Chroniker/Jesaja [KCJ] über den Verlauf der Invasion der Assyrischen Armee unter Sanherib.

    Notizen und Quelleninformation - Lese es doch mal

    [1] Sieh z.B. The Jerome Biblical Commentary, 38:17.
    [2] All Quotierungen original aus der NRSV (Katholische Ausgabe), in unserer Übersetzung benutzen wir aber Luthers oder/und die Zürcher Bibel und deren Verseinteilung. Sieh auch: Online Vulgate Versionen for Judith und Tobias.
    [3] Judith, als eine noch sehr junge Frau (ein "Mädchen") konfrontierte den Assyrischen General, und soll danach bis zum reifen Alter von 105 Jahren gelebt haben (Judith 12:13 & 16:28).
    [4] Damit wird hier noch eine andere Revision vor die Geschichtsforscher der Neu-Assyrischen Geschichte gebracht, die Möglichkeit, das Shalmaneser V. = Sargon war.
    [5] Sargon:"In my twelfth year of reign, Marduk-apal-iddina (Merodach-baladan) ..."
    Sennacherib: "In my first campaign I accomplished the defeat of Merodach-baladan, king of Babylonia, together with the army of Elam, his ally, in the plain of Kish. ...".
    Sargon: "In meinem 12. Jahr, Marduk-apal-iddina (Merodach-baladan) ..."
    Sanherib: "Während meines ersten Feldzugs vollbrachte ich die Niederlage des Merodach-baladan, König über Babylon, zusammen mit der Armee von Elam, seinen Verbündeten, im Tal von Kish ..."
    [6] Luckenbill, D., Ancient Records of Assyria, No.39: "Dûr Iakini, whose defences [Merodach-baladan] had strengthened. (The length) of a chain he removed (the earth) from the front of its great wall and made the moat 200 cubits wide. ... [9 cubits] he made it deep and reached the nether waters ...". There is a certain degree of similarity in sound between the names Bit-Yakin and Ecbatana.
    Deutsch: "Dûr Iakini, dessen Verteidigungsanlagen [Merodach-baladan] verstärkt hatte. Für die länge einer Ketter entfernte er die Erde vor seiner Mauer und machte einen Graben 200 cubit breit ... [9 cubit] tief machte er es und erreichte die fernen Wasser ..." Man kann hier die ähnlich klingenden Wörter Bit-Yakin und Ekbatana feststellen. [Ekbatana, wie bat=bit, ek=yak]
    [7] Die Douay Version des Buches Tobias nennt ihn bei dem gleichen Namen wie auch in Judith: "Achior", der Vetter des Tobias, Tobias 11,19; M. Luther Judith 11,19Judith 6,2 und von Judith 6,2 (Septuaginta) lernen wir, das Arioch ein Ephraemiter war obwohl an anderer Stelle er ein Ammoniter genannt wird. Das mag aber auf Grund von Umständen sein, die heute nicht mehr klar sind.
    Wir denken deshalb das im Buch Judith zwei hier besonders herausgekommene Fehler aufgezeigt werden: 1. Arioch sollte Achior sein, 2. Arioch/Achior wird falscherweise König der Ammoniter genannt, aber bei Holofernes richtigerweise als von Ephraemitischer Herkunft bezeichnet. Arioch/Achior war ein Israelite, Oberhaupt der Söldner, der Rabsakeh der Armee Sanheribs, d.h. Ahikar, Sanheribs Erzschenke und der Neffe des Tobias. Er war wahrscheinlich der Anführer der Palestinier (Moabiter/Ammoniter/Edomiter) die zur Seite der Assyrer überwechselten, von der Zeit an, als Sanherib die mächtige Stadt Tyrus eroberte.
    Es ist möglich, das eine Fußnote zu einem Text die Ursache für die Namensänderungen im gleichen Buch (Judith) sein kann. So wird Achior falscherweise in einer Fußnote Arioch vs. Erioch genannt. Zwei Namen für eine Person im gleichen Buch. Judith 1,6Judith 6,2



    Der `blaue' Punkt zeigt die 2 verschiedenen Namen Arioch und Achior.

    So mag auch Micah, Vater des Osiah, eine Namensänderung darstellen und der Name sollte Merari sein. Judith war stolz auf ihren Vater, der wohl eine gut bekannte Person gewesen sein muß.
    [8] The translation "over the House [or household, or Palace]" (II Kings 19:2) should therefore be amended to "over the Temple". Same Hebrew word.
    Die Übersetzung "Hofmeister oder Palastvorsteher (also `über den Haushalt')" (2.König 19:2) sollte deshalb verbessert werden zu "über den Tempel". Benutzt das gleiche Hebräische Wort.
    [9] Osiah ist nicht ein seltener Name. So gab es auch einen König Osiah von Juda, auch als Asarja bekannt. Aus diesem Grund scheint es richtig zu sein, den Buchstaben Z zu R ändern zu können, z.B. Amazja zu Amarja. Ein anderes Problem besteht darin, das Judith ihren augenscheinlichen berühmten Vater Merari nennt, wo Osiahs Vater im gleichen Buch Micah genannt wird. Judiths Simeonitische Genealogie (Judith 8:1) geht 16 Generationen bis in die Zeit Moses, zurück. (Deutsch/English): (Judith, Tochter Meraris/Merari, Sohn des Uz/Ox, Sohn Josephs/Joseph, Sohn Osias/Ozel, Sohn Elais/Elcia, Sohn Jamnors/Ananias, Sohn Gideons/Gedeon, Sohn Raphaims/Raphaim, Sohn Achitobs/Acitho, Sohn Malchias/Eliu, Sohn Enans/Eliab, Sohn Nathanjas/Nathanael, Sohn Sealthiels/Samael, Sohn Simeons/Zuri-Saddais/Salasadal, 4.Mose 1:6.)
    [10] Und tatsächlich, als die Assyrer "die Erscheinung des Hiskia verlangten, da kamen [die drei Beamten des Königs] zu ihnen hinaus".
    [11] Torrey, C., JAOS (1899, 160 sqq.).
    [12] See E. Nielsen's Shechem (G. Gad, Copenhagen, 1955), 165f.
    [13] Dies ist wenigstens die Ansicht von C. Conder, Tent Work in Palestine, Vol.II (Richard Bentley & Son, London, 1878), 106-108.
    [14] In various articles I have proposed that the prophet Hosea may have been Isaiah in his more northerly ministry.
    In anderen Artikeln habe ich vorgeschlagen, das der Prophet Hosea Jesaja in seiner nördlichen Arbeit gewesen sein könnte.
    [15] KCI has recorded that, at about the time of King Asa of Judah (c.C9th BC), Simeonites had settled amongst the Ephraïmites and Manassites. The Encyclopedia Judaica elaborates on this: "Nor ... is the most important geographical detail in the book, namely the reference to a Jewish (Simeonite) settlement on the border of the valley of Dothan, a fabrication. For a combination of various sources (Meg. Ta'an, for 25 Marheshvan (chap. 8); Jos., Ant. 13:275f., 379 f; Wars 1:93f.; and also apparently I Macc. 5:23) shows that at the time of the return in the region of Samaria, in the neighbourhood of what was known as "the cities of Nebhrakta," there was a Jewish-Simeonite settlement (which may in effect have existed as early as in the days of the First Temple and being of Semite origin: cf. II Chron. 34:6, 15:9; and also I Chron. 4:31) ...".
    Deutsch:
    KCJ berichtet das, ungefähr zur Zeit des Königs Asa von Juda (900 v.Chr.), Simeoniten hatten sich unter den Ephraemiten und denen von Manasseh niedergelassen. Die Encyclopedia Judaica erwähnt darüber dies: "So ist auch nicht der wichtige Geographische Punkt des Buches, nämlich die Aussage das die Juden (Simeoniten) sich an der Grenze des Tales Dotan ansiedelten, eine reine Erfindung. Denn eine Kombination verschiedener Quellen (z.B. Meg. Ta'an, für 25 Marheshvan (Kap. 8); Josephus, `Antiquities' 13:275f., 379 f: `Wars', 1:93f; und auch 1.Makk. 5:21-23 ("Da nun Simon nach Galiläa kam ... darnach kam er wieder zu seinen Brüdern in Galiläa und zu Arbatta, und hieß sie mit Weib und Kind mit ihm nach Judäa ziehen ...") unterstützen dies.
    [16] A scenario that I suggest the Greeks lifted straight out of the Book of Judith and applied to Helen in The Iliad, Bk.3., 145- (Helen 'the Hellene', being largely the Greek version of Judith, 'the Jewess').
    Eine Begebenheit, schlage ich vor, die die Griechen dem Buch Judith entnommen haben und auf ihre Heldin Helen in der Iliad, Buch 3, 145 anwandten (Helen ist `Helene', die zum größten Teil die Griechische Version von Judith ist).
    [17] I see no reason to disagree with the tradition that Judith was composed by Joakim/Eliakim whom I here identify as the high priest. The book's very pious style is consistent with how a zealous priest would write.
    Ich sehe keinen Grund der Tradition, daß das Buch Judith von Joakim/Eliakim (hier als der Hohepriester identifiziert) zusammengestellt wurde, zu widersprechen. Des Buches frommer Stil stimmt damit überein, wie eine Zelotischer Priester schreiben würde.

    Die Abgekürzte Geschichte der Heldin Judith

    Solches kam vor Judith, welche war eine Witwe 3 Jahre und 6 Monate, eine Tochter Meraris ... Und da sie nun ihr Gebet beendet hatte rief sie ihre Magd, und ging herunter ins Haus, legte den (Klage)sack ab, und zog ihre Witwenkleider aus, und wusch sich, und salbte sich mit köstlichem Wasser, und flocht ihr Haar ein, und setzte eine Haube auf,1) und zog ihre schönen Kleider an, und tat Schuhe an ihre Füße, und schmückte sich mit Spangen und Geschmeide, und zog all ihren Schmuck an. Und der Herr gab ihr Gnade, daß sie lieblich anzusehen war; denn sie schmückte sich nicht aus Vorwitz, sondern Gott zu Lob. Und sie gab ihrer Magd einen Schlauch voll Wein und einen Krug mit Öl, und einen Sack, darin sie hatte Feigenkuchen, Mehl und Brot, das sie essen durfte; und sie ging dahin.


    1. Dr. Martin Luther beschreibt dies, als ob sie eine Nonne war. Die Griechische Version erwähnt nichts über eine Haube.



    Und am Tor fand sie Osias und die Ältesten, die ihrer warteten. Und sie wunderten sich, daß sie so schön war. Doch sie fragten sie nicht, was sie vorhätte, sondern ließen sie hinaus ... Judith betete und ging fort mit ihrer Magd.
    Und da sie frühmorgens den Berg hinabging, begegneten ihr die Wächter der Assyrer, und fielen sie an, und fragten sie, woher sie käme und wohin sie wollte. Und sie antwortete: Ich bin ein Hebräisches Weib, und bin von ihnen geflohen; denn ich weiß, daß sie euch in die Hände kommen werden, darum daß sie euch verachtet haben, und nicht wollten Gnade suchen, und sich willig ergeben. Darum habe ich mir vorgenommen zu dem Fürsten Holofernes zu kommen, daß ich ihm ihre Heimlichkeiten offenbare, und sagt ihm, wie er sie leicht gewinnen könne, daß er nicht einen Mann verlieren dürfe.
    Dieweil sie so redete, schauten sie sie an, und verwunderten sich sehr, daß sie so schön war und sprachen: Das möchte dir helfen, daß du so gut meinst, und zu unserem Herrn gehen willst. Denn wenn du vor ihn kommst, so wird er dir gnädig sein, und wirst von Herzen ihm wohlgefallen.
    Und sie führten sie hin in des Holofernes Gezelt, und sagten ihm von ihr. Und da sie vor ihn kam, ward er alsbald entzündet gegen sie.
    Und seine Diener sprachen untereinander: Das Hebräische Volk ist so kaum zu verachten, weil es schöne Weiber hat. Sollte man um solcher schönen Weiber nicht bekriegen?
    Da nun Judith den Holofernes sah sitzen unter seinem Vorhang, der schön gewirkt war mit Purpur und Gold, und mit Smaragden und viel Edelsteinen geziert, bückte sie sich, und fiel vor ihm nieder. Und Holofernes hieß sie sich wieder aufzurichten.
    Und Holofernes sprach zu ihr: Sei getrost und fürchte dich nicht; denn ich habe nie einem Menschen Leid getan, der sich unter dem König Nebukadnezar (Sanherib) ergeben hat. Und hätte mich dein Volk nicht verachtet, so hätte ich nie einen Spieß aufgehoben wider sie. Nun sage an, warum bist du von ihnen gewichen und zu mir gekommen?
    Judith antwortete ihm und sprach: Du wolltest deine Magd gnädig anhören. Wirst du tun wie deine Magd anzeigen wird, so wird's der Herr mit dir wohl ausrichten. Gott gebe Nebukadnezar (Sanherib) Glück und Heil, dem König der ganzen Erde, der dich ausgeschickt hat, alle Ungehorsamen zu strafen; denn du kannst ihm untertan machen nicht allein die Leute, sondern auch alle Tiere auf dem Felde. Denn deine Vernunft und Weisheit ist doch berühmt in aller Welt, und jederman weiß, daß du der gewaltigste Fürst bist im ganzen Königreich, und dein gutes Regiment wird überall gepriesen. ...
    Diese Rede gefiel Holofernes und seinen Knechten wohl; und sie wunderten sich wegen ihrer Weisheit und sprachen untereinander: Des Weibes gleichen ist nicht auf Erden von Schönheit und Weisheit. Und Holofernes sprach zu ihr: Das hat also Gott geschickt, daß er dich hergesandt hat, ehe denn das Volk in meine Hände käme. ...
    Da ließ er sie hineinführen in die Schatzkammer, da sie bleiben sollte und befahl, daß man sie von seinem Tisch speisen lassen sollte.
    Aber Judith antwortete und sprach: Ich darf nicht essen von deiner Speise, daß ich mich nicht versündige; denn ich habe ein wenig mit mir genommen, davon will ich essen.
    Da sprach Holofernes selbst: Wenn das aufgezehrt ist, was du mit dir gebracht hast, woher sollen wir dir dann anderes schaffen?
    Judith antwortete: Mein Herr, so gewiß du lebst; ehe deine Magd alles verzehren wird, wird Gott durch mich ausrichten, was er vorhat.
    Und da sie die Knechte in das Gemach führen wollten, wie er befohlen hatte, bat sie, daß man ihr erlaubte, abends und morgens herauszugehen, ihr Gebet zu tun zum Herrn.
    Am vierten Tage machte Holofernes ein Abendmahl seinen nächsten Dienern allein, und sprach zu Bagoas, seinem Kämmerer: Gehe hin und berede das hebräische Weib, daß sie sich nicht weigere zu mir zu kommen; denn es ist eine Schande bei den Assyrern, daß ein solches Weib unberührt von uns kommen sollte, und einen Mann genarrt haben.
    Da kam Bagoas zu Judith: Schöne Frau, ihr wollet euch nicht weigern, zu meinem Herrn zu kommen, daß er euch ehre, und ihr mit ihm esset und trinket, und fröhlich seid.
    Und Judith sprach: Wie darf ich's meinem Herrn versagen? Alles, was ihm lieb ist, das will ich von Herzen gerne tun all mein Leben lang. Und sie stand auf, und schmückte sich, und ging hinein vor ihn, und stand vor ihm. Da wallte dem Holofernes sein Herz; denn er war entzündet mit Begierde nach ihr.
    Und sprach zu ihr: Sitz nieder, trink, und sei fröhlich; denn du hast Gnade gefunden bei mir. ...
    Und Holofernes war fröhlich mit ihr, und trank so viel, wie er nie getrunken hatte sein Leben lang.
    Da es nun sehr spät wurde, gingen seine Diener hinweg in ihre Gezelte; und sie waren allesamt trunken. Und Bagoas machte des Holofernes Kammer zu und ging davon. Und Judith war allein bei ihm in der Kammer. Holofernes aber war auf seinem Bett hingefallen und schlief; denn er war ganz betrunken. Da sprach Judith zu ihrer Magd, sie sollte draußen warten vor der Kammer. Und Judith trat vor das Bett und betete heimlich mit Tränen, und sprach: Herr, Gott Israels, stärke mich ... .
    Nach solchem Gebet trat sie zu der Säule oben am Bett und langte das Schwert, das daran hing, und zog es aus, und ergriff ihn beim Schopf, und sprach abermals: Herr Gott, stärke mich in dieser Stunde! Und sie hieb zweimal in den Hals mit aller Macht, und schnitt ihm den Kopf ab; darnach wälzte sie den Leib aus dem Bette, und nahm den Vorhang von den Säulen weg mit sich. Darnach ging sie heraus, und gab das Haupt des Holofernes ihrer Magd, und hieß sie es in ihren Sack stoßen. Und sie gingen miteinander hinaus nach ihrer Gewohnheit, als wollten sie beten gehen, durch das Lager, und gingen umher durch das Tal, bis sie heimlich ans Tor der Stadt kamen.
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