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DIE IDENTIFIZIERUNG DER MESOPOTAMIER IN DEN EL-AMARNA BRIEFEN
von
Damien Mackey
Oktober 2003
EA's in Englisch
Sieh Graphie
Viele Gesichter
The History in the El Amarna Letters
The Encyclopedi of the El Amarna Letters
Das Alte Königreich
Tuthmose III.

Eine Chronologische Brücke
Tushratta, König über Mitanni
So, Wo war Mitanni?
Eine Vorgeschlagene Identifizierung
Tushrattas Tod
EAs Assyrer
Das Assuruballit Problem
... Assyrien und Ägypten im 14. Jahrhundert
Meine Vorgeschlagene Lösung für das DAP
Die Genealogie Assuruballits
Tukulti Nunurta
Shalmaneser III.
EA's Babylonier
Die Kassiter
Die Babylonische VIII. Dynastie
Die Herrscher Babylons vom 10.-9. Jahrhundert
Die Hammurabis
Das Ende der Hammurabischen Dynastie
Stratigraphie Karte
Notizen und Bemerkungen

The Online Encyclopedia
Hammurabi und Zimri Lim
Die Arche Noahs
Historical Insights of Babylon
Wie auch die Pharaohnen unter verschiedenen Namen bekannt waren so auch die Herrscher Mesopotamiens.
EA Politics Und so geht es dann weiter:
Die Vielen Gesichter Assurnasirpals und Seines Sohnes
Eine Chronologische Brücke

Hier sollte ich eine Pause machen, um über die besondere chronologische Wichtigkeit des Assyrers Salmanasser III. nachzudenken. Wir können nicht nur seine Regierungszeit in der Mitte des 9. Jahrhunderts v. Chr. mit den Königen Israels (Ahab, Ahasja und Joram, und später Jehu), von Judah (Josaphat, Joram and Ahasja) und von Syrien (Ben-Hadad, sieh aber unten, und Hasael) mit einverweben, aber nun - durch die Revision hier benutzt - können wir auch die chronologischen Zusammenhänge auf der anderen Seite - der vermeindlich 500 Jahre vorhergehenden El Amarna Periode - überbrücken. Da wir wissen das Salmanasser III. einen Zusammenstoß mit Niqmaddu/Nikdime von Ugarit hatte, und da wir wissen das Niqmaddus späterer Verbündete Suppiluliumas der Hettiter (gewöhnlich um 1350 v.Chr. datiert), in den Berichten des Ersten Feldzuges von Salmanasser III. (ca.850 v.Chr.) zu finden ist, können wir nun die EA Periode ins 9. Jahrhundert v.Chr. fest hinein setzen.1)


1) Um diese Zeit soll nach konventionalen Angaben auch der König Nebopalladin (888-854 v.Chr.) von Sippar regiert haben. Auf einer gezeichneten Kuneiform Bildplatte wird er von einem Priester bei der Hand vor den Sonnengott geführt. Sieh D. Paul Volz, `Die Biblischen Altertümer', Stuttgart, 1925, S. 174.
2) Für mehr Quelleninformation klicken sie bitte Hier!


Tushratta, König von Mitanien

W. Reidel [66] schlußfolgerte, das die Briefe der EA Pharaohnen und Tushratta von Mitannien die wenigen letzteren Jahre Amenhoteps III. und die ersten Jahre Akhnatons mit einbeziehen. Diese Ansicht mag jedoch etwas geändert werden müssen, da meine unteren Angaben über Tushratta dazu dienen werden, seine Macht und die Länge seiner Regierungszeit weiter herauszuheben. In jenen Jahren bestand eine nahe Verbindung zwischen Pharaoh und den Mitannischen Königen. Die letzteren ließen Pharaoh ihre Töchter heiraten. So denkt man auch, das die gut bekannte Tiy, Königin mit Amenhotep, die Tochter Tushrattas (dem am besten bekannten König der Mitannier) war; und das sie tatsächlich die Taduhiba war, die Tushratta zur Heirat an Amenhotep und Akhnaton übergab.[67] Neben den Tabellen von Geschenken, enthalten die EA Briefe auch 7 Briefe von Tushratta an Amenhotep III., einen an die Witwe Pharaohs, und drei an Akhnaton.

So, wer waren die Mitannier?

Was einem besonders auffällt wenn man über das Reich der Mesopotamier spricht, ist der Umstand, das wir so wenig darüber wissen. Trotz seiner Bedeutung, können so wenig positive Bemerkungen darüber gemacht werden - wie es ja auch mit den Kassitern der Fall ist. Da die Könige dieser alten Macht Hurrianische Namen benutzt haben sollen dachte man es war ein Hurrisches Königreich. Mitannien befindet sich ungefähr zwischen Assyrien (Tigris) und Karkemis, aber seine größte Einflußspähre mag viel weiter gereicht haben. So bemerkt Clapham [68]:

Die Könige von Mitannien nannten sich selber die "Könige der Kämpfer des Khurri Landes" und "Könige von Khanigalbat" …. Auf dem Höhepunkt seiner Macht herrschte der Dynast von Mitannien über die Gegend von Syrien bis zum Gebiet der Armenier im Norden und über Assyrien hinaus im Osten. ….

Geschichtsforscher bemerkten auch, "Über die Religion wissen wir sehr wenig", schrieb Mercer [69]. "Die große Gottheit der Mitannier scheint Tešub gewesen zu sein", ein Name, der interessanterweise mit Hadad[69b] gleichgestellt werden kann - dem theophorischen Teil des Namens `Ben-Hadad' - und beide dieser Gottesnamen sind wiederum mit Baal, dem Gott des Donners, gleichzusetzen[70].

Der Mitannier Tushratta war ein energischer und machtvoller König der eventuel Krieg gegen die Hetiter führte (EA# 17, 30ff.).Eine kleine Ishtar Statuette, Edward Chiera, `They wrote on Clay', Univ. of Chicago Press, 1938, p. 131 (also p. 107). Es scheint, das in jenen frühen Jahren die Assyrer sogar seine Untertanen waren[71]. Dies ist ganz genau die Schlußfolgerung der Tatsache, das er sich in der Position befand, das Götzenbild der "Ishtar von NiniveEine der mehreren Schreibweisen fuer Ishtar" an Amenhotep III. ausleihen zu können (das ja eine Heilung wirkende Kraft haben sollte)[72]. Sogleich entdecken wir dann auch, das er ein mächtiger Herrscher über Assyrien war. Tushratta liebte das Gold der Ägypter (EA#19), und er liebte Eroberungen. Genau wegen seiner machtgierigen Eigenschaften nannte man ihn einen von sich selbst eingenommenen, vermessenen, Herrscher[73].

Es scheint, das Tushratta ein duplizierendes Verhältnis mit den Ägyptern bevorzugte. Er schrieb immer wieder von seiner Treue erweiterte aber zu gleicher Zeit seine Grenzen. Bei einer Gelegenheit (die im EA#85:51ff und 86:10ff beschrieben wird) unternahm Tushratta einen Raubzug in die Richtung von Gubla (Byblos), kam aber nicht weiter als bis nach Sumur. Rib-Addi unterrichtete Pharaoh über den Grund: "... der König von Mitannien kam so weit wie Sumura und wollte so weit wie Gubla, aber es gab für ihn dort kein Wasser zu trinken und so kehrte er in sein Land zurück". Campbell war erstaunt über diese besonders gewagte Aktion und suchte herauszufinden warum[74]: "... einen Grund zu finden, warum ein Kriegszug der Mitannier ins obere Reich der Syrer ausgeführt wurde, zu einem Zeitpunkt in den letzteren Jahren Amenophis [Amenhotep] III., und das, während Tušratta auf seine Treue den Ägyptern gegenüber bestand."

Eine Vorgeschlagene Identifizierung: Da wir feststellten, das die Mitannier Einfluß über die östlichen Syrischen Staaten, zwischen Karkemis und (sogar weiter in das Gebiet der) Assyrer, ausübten; und da wir die ähnliche Religion mit den Syrern erkennen, identifiziere ich die Mitannier der EA Briefe mit den Syrern unter der Herrschaft von Ben-Hadad. Darüber hinaus identifiziere ich Tushratta (konventional ca. 1390 v.Chr.) mit Ben-Hadad, durch die gleichzusetzende Personalität Abdi-Ashirtas, selber. Ich glaube, das der Name Tushratta oder Dushratta, einfach eine Variation von Abdi-Ashirta, buchstabiert Abdi-Ashrati , darstellt. Sieh auch die folgenden Quellen: EA#138,102, 116 (d.h. Ab-DU-ASHRATTA), bedeutet dann "Sklave der [Götzin] Asherath"). Rib-Addi und auch andere EA Korrespondenten mögen sehr wohl an diese Bedeutung seines Namens gedacht haben, wenn sie über Abdi-Ashirta als "der Sklave", "der Hund" schrieben. Es ist ein Westsemitischer Name. Als Erklärung für den Namen Mitannien (Variation `Matiene') selber, mag er sehr wohl mit dem Medien des Buches Tobias 1:14 gleichzusetzen sein, einem Gebiet östlich des Jordan Flußtales.

Da Tushratta aus Mitannien wohl der tückische Ben-Hadad/Abdi-Ashirta war, würde das auch die Doppelzüngigkeit und den Ehrgeiz des ersteren erklären, die Campbell, mit Bezug auf die Invasion der Phönizischen Küste, so überraschend fand[75]:

Der Gegenwärtige Schreiber hat keine andere zufrieden stellende Erklärung außerhalb dessen was schon berichtet wurde; in Zeiten politischer Ränkespiele sucht jeder seine eigene Macht und Reichtum zu vergrößern. Da es dem König der Ägypter gar nicht möglich war die Situation selber zu prüfen ..., wußte der König der Mitannier, das er wahrscheinlich mit all seinen Taten keine Reaktion fürchten müßte und sein Wort gegen das eines anderen stehen würde.

Dies, schlage ich vor, spiegelt den frühen Hochmut Ben-Hadads wieder (z.B. als er seine Verbündeten gegen Israel führte, 1.König 20:1-6), bevor seine politische Macht sich verringerte. Tushratta benimmt sich Pharao Amenhotep III. gegenüber als gleichrangig wenn er von sich selbst als "Dein Bruder" spricht.

Er mag ja wirklich eine fast vergleichbare Machtposition mit der Pharaohs gehabt haben. Eine Schlußfolgerung daraus wäre, wenn Ben-Hadad (Abdi-Ashirta) Tushratta, König der Mitannier war, dann muß das Reich Ben-Hadads ungefähr mit dem Reich der Mitannier verglichen werden können.

Ungefähr zu dieser Zeit (wenn wir die Nummerierung der EA Briefe bei Mercer benutzen) als Tushrattas Überfall von Sumur stattfand , machte Rib-Addi die folgende Anklage über Abdi-Ashirta an Pharao (EA#76): "... ist er der König über Mitannien [Mitanni] oder der König über Kasse [Babylon], das er versucht, das Land des Königs [Pharaoh] selber einzunehmen?" Als Tushratta, glaube ich, war Abdi-Ashirta tatsächlich "der König über ... [Mitannien]"; oder versuchte es wenigstens zu sein. So werden wir auch herausfinden, das er, als Herrscher über Assyrien, Eroberungszüge ins Land der Kassiter (Kasse), Babylon, unternahm. Dieser König versuchte fast ständig sein Königreich zum Osten, Westen und auch zum Süden hin zu vergrößern oder zu befestigen. Später jedoch würde seine Machtbegierde der Grund für sein Ende sein.

Tushrattas Tod

Das tatsächliche Ende von Tushratta (Ben-Hadad) verschlimmerte sich durch die Untreue seines Bruders Artatama, der eine Übereinstimmung mit den Hettitern zustande brachte. Endlich, Tushratta wurde - wie Abdi-Ashirta/Ben-Hadad - ermordet, und Tushrattas Sohn, Kurtiwaza (var. Mattiwaza), scheint hinter diesem Anschlag gestanden zu haben [76]. Vermutlicher Weise war Kurtiwaza die gleiche Person wie Aziru/Hazael:

- er war der Nachfolger Tushrattas> (Abdi-Ashirta/Ben-Hadad I); und
- er war es wohl der den letzteren (Tushrata/Ben-Hadad etc.) ermordete.

Tushrattas Tod gab Suppiluliumas, dem König der Hetiter, Gelegenheit sich in die Affären der Mitannier einzumischen, besonders aber nach dem Kurtiwaza sich mit Suppiluliumas (wohl unter Zwang) verbündete. Dies brachte auch wertvolle Gelegenheiten für Artatama mit sich, wie wir im folgenden Teil sehen werden.

El Amarnas Assyrer

Einführende Bemerkungen

Die Revision, die ich hier benutze, verlangt, das die Mittlere Assyrisch-Babylonische Periode mit der Zeit der Neu Assyrischen-Babylonischen Periode in Übereinstimmung gebracht werden muß. Ich habe ja schon einige Bemühungen vorgebracht solch eine Übereinstimmung fertig zu stellen.

Hier werde ich jetzt eine weitere Verbindung vorschlagen.

Wir sahen in 2. (iib) das eine fast vollständige 250 Jahre leere Stelle in der Geschichte der Mittleren-Assyrer - nach der Regierungszeit von Tukulti-Ninurta I (1244-1208 v.Chr., Konventionale Daten) - besteht. Eine ähnliche Situation finden wir in der Zeit Tiglath-pilesers I., den ich mit dem Neu-Assyrer Tiglath-pileser III. gleichsetze und damit die `leere Stelle' auslöschen kann.

Meine Lösung dieses ungelegenen Bruches der Zeit nach Tukulti-Ninurta I. ist die gleiche wie für Tiglath-pileser I., ihn auf der Zeitlinie tiefer hinunter zu bringen und ihn mit einem `späteren' Namensgleichen zu verbinden. Im Fall von Tukulti-Ninurta I. bedeutet dies, ihn um drei Jahrhunderte später zu datieren, und ihn mit dem sehr weniger bekannten Tukulti-Ninurta II., dem Vater Ashurnasirpals II. (883-859 v.Chr., Konventionale Daten), dem Vater Sal-ma-nu-esir Shalmanesers III. (ca. 858-824 v.Chr.), gleichzusetzen. Dies würde dann auch bedeuten, daß der Sohn der Tukulti-Ninurta I. ermordete, Ashur-nadin-apli [77] (Assur-nasirpalvar. Ashurnasirpal), der gleiche war, wie Ashurnasirpal II., Vater des Shalmaneser III. E. Sweeney machte auch diese Verbindung zwischen Ashurnasirpal dem I. und dem II., er unterscheidet sich jedoch von mir, in dem er dann Ashurnasirpal mit Assurubalit identifiziert [78]:

Ein Assyrischer Großkönig mit dem Namen Tukulti-Ninurta, der letzte der sogenannten Mittleren Assyrischen Herrscher, wurde in einer Palast Verschwörung von einem seiner eigenen Söhne ermordet. Die Babylonische Chronik78b gibt den Namen dieses Vatermörders als Ashurnasirpal. Nach konventionalen Ideen war er der erste König dieses Namens, der über Assyrien herrschte; jedoch fünf Jahrhunderte später begann ein anderer Ashurnasirpal, der auch ein Sohn eines Königs mit dem Namen Tukulti-Ninurta war, ein großes Zeitalter Assyrischer Macht und Ausweitung.
Es ist deshalb klar das dieser gegenwärtige Schreiber Ashurnasirpal I. und Ashurnasirpal II., … der … ein großartiges Zeitalter Assyrischer Macht und Erweiterung began, als die gleiche Person betrachtet.

Das Ashurnasirpal II. ein Vatermörder war sollte nicht eine zu große Überraschung für jene sein, die etwas über diesen grausamen König wissen.

In jedem Fall werden wir dieses etwas später weiter berichten.

Das Assuruballit Problem [DAP]

Wir kommen nun da an, was ich als das größte Problem für die hier vorgebrachte Revision betrachte, und das als "Das Assuruballit Problem" [jetzt DAP/Englisch TAP] bekannt ist.

DAP verhält sich so:

Wenn das El Amarna Zeitalter ins 9. Jahrhundert v.Chr. gehört, wie I. Velikovsky es beschrieb, warum heißt ein EA "König der Assyrer" "Assuruballit" (EA#15 & 16), und nicht "Shalmaneser", da Shalmaneser III. - nach gegenwärtigen Erwägungen - vollständig die Mitte dieses Jahrhunderts (ca. 858-824 v.Chr.) einnimmt?

Das Assuruballit ein Problem für die Revision ist, kann nicht verneint werden. Jedoch stellen wir fest, daß er auch ein wirkliches Problem für die Konventionelle Geschichte ist. Wo der Name von Assuruballits Vater - in den EA Briefen - als Assur-nadin-ahe wieder gegeben wird, finden wir den Namen seines Vaters in den Königslisten als Eriba-Adad verzeichnet und nicht als Assur-nadin-ahe. Hier benutze ich den Hauptteil von James's Bericht dieses Problemes für das Konventionale System in Bezug auf Assuruballit[79]:

... Assyrien und Ägypten (im 14. Jahrhundert v.Chr.)

Die einzige chronologischen Übereinstimmung zwischen genannten Ägyptischen und Assyrischen Königen des Späten Bronzzeitalters finden wir in zwei Briefen der El Amarna Kartei (EA# 15 & 16). Diese Briefe wurden von Assuruballit geschrieben, dem König der Assyrer. Einer dieser Briefe, (EA 16), hatte die Empfängersadresse von Pharao Naphuria, die Kuneiform Version von Neferkheprure, dem Prenomen von Akhenaten. Man denkt, der Verfasser ist der Assuruballit den wir von der Assyrischen Königsliste her kennen und der chronologisch ins 14. Jahrhundert v.Chr. datiert wird. Obwohl überall akzeptiert ist diese Identifizierung nicht ohne Probleme. In EA#16 erwähnt Assuruballit, das sein Vater Assur-nadin-ahhe Briefe mit dem König der Ägypter austauschte; die Königslisten und die überlebenden monumentalen Quellen stimmen jedoch darin überein, das Assuruballit der Sohn Eriba-Adads war. In seiner Einleitung zu den Inschriften Assur-uballits I., überschaut Daniel Luckenbill eine mögliche Erklärung:

Das Wort `Vater' [abu] mag hier die Bedeutung von `Ahne' haben, wie es öfter in Assyrischen Texten vorkommt, aber doch sind unsere Schwierigkeiten dadurch noch nicht gelöst. In den Texten ... schließt Assur-ubal-lit nicht Assur-nâdin-ahê in die Reihe seiner Vorfahren ein, obwohl er seine Vorfahren bis zurück von sechs Generationen her aufzählt.

Während der EA Brief eine andere Familiensituation wiederspiegeln mag (z.B. Adoptiert), anders als direkte Familien Verbindungen zwischen Assuruballit I und jenem Assu-nadin-ahhe, ist dies jedoch nur eine Hypothese, und die Möglichkeit bleibt bestehen, das der EA Briefschreiber nicht Assuruballit, Sohn Eriba-Adads war, den wir von den Monumenten her kennen, aber das er ein anderer, noch nicht bekannter Herrscher war.

So stellen wir also fest, das die so oft Stolz vorgebrachte synchronistische Verbindung zwischen Akhnaton und Assuruballit I., den hauptsächlichsten Verbindungsgliedern zwischen dem Ägyptischen und Assyrischen Bronzzeitalter, fehlerhaft erscheint und sehr sorgfältig behandelt werden sollte.

Meine Vorgeschlagene Lösung für DAP

Die Lösung dieser Sachlage, die ich jetzt vorschlagen möchte, ist unorthodox. Aber ich denke, das sie einige der besonderen Probleme lösen kann. Der Leser muss sich jedoch in dem folgenden Teil E an mehrere Gleichstellungen (`alter-egos') Ben-Hadads I. gewöhnen.

Die Erklärung dieser Sachlage hat seine Basis in der Tatsache das Tushratta von Mitanni - den ich als Ben-Hadad I/Abdi-Ashirta identifiziert habe - wenigstens augenscheinliche Kontrolle über die Assyrische Stadt Niniveh hatte. Wir sahen das Tushratta sich in einer Position befand die Statue der Göttin `Ishtar von Nineveh' Pharaoh Amenhotep III. geben zu können. Hatte Rib-Addi sich nicht darüber beschwert das Abdi-Ashirta versuchte nicht nur König von Mitanni zu sein, aber auch über Kasse? Wenn wir dies alles zusammen betrachten, muß der Syrische König Ben-Hadad I./Abdi-Ashirta (i.e. Tushratta) - glaube ich - die gleiche Person wie der Assyrische König Ashurnasirpal II. gewesen sein. "Mit [Ashurnasirpal] treffen wir den ersten großen Assyrischen königlichen Herrscher der neuen Periode. Begierig, energisch, mutig, eitelhaft, grausam und großartig" [80]. Dies liest sich ganz so wie über Ben-Hadad/Tushratta. Und wir erinnern uns daran von Punkt 2, (iic) das Ashurnasirpal die Kassiter überrannte: "Die Furcht meiner Herrlichkeit gewann so weit wie das Land Karduniash; die Macht meiner Waffen überkam das Land Kaldu". Dazu kommt noch, Ashurnasirpals razzias zur Küste des Mittelmeeres sind die des Tushratta/Abdi-Ashirta so ähnlich [81]:

"Ich wusch meine Waffen in der tiefen See [dem Mittelmeer] und brachte Schafopfer dar für die Götter. Der Tribut der Seeküste - von den Einwohneren von Tyrus, Sidon, Byblos, Mahallata, Maiza, Kaiza, Amurru, und (von) Arvad, die (eine Insel) im See ist … ihren Tribut erhielt ich und sie beugten sich vor meinen Füßen."

Unter diesen Unterwürfigen würde auch Rib-Addi von Byblos zu finden sein.

So erfüllt Ashurnasirpal die Bedingungen als der 'Anspruchsvolle' Abdi-Ashirta über den Rib-Addi sich so oft beschwert, da er immer versucht zugleich der König über Mitanni und König über die Chaldäer zu sein, [EA#76]. Überrascht, waren die Hetiter Prinze nicht imstande Ashurnasirpal Widerstand zu leisten. Ähnlicherweise hatte Tushratta die Hetiter überwunden. Einer seiner Briefe beschreibt den Teil seiner "Beute" die er dem "Land von Hatte" entnahm und die er Pharaoh zusandte[82].

Chronologisch ist der Anfang der Regierung Ben-Hadad I. (ca. 880 v.Chr.) und der Ashurnasirpals von Assyrien (ca. 883 v.Chr.) sehr nahe. Aber ihr Ende stimmt nicht überein.

Ich glaube das die Länge der Regierungszeit Ashurnasirpals über das konventionelle Datum seines Todes in 859 v.Chr. hinaus ausgedehnt werden muß, um mit dem lange regierenden Ben-Hadad (starb ca. 840 v.Chr., Sieh hier) übereinzustimmen. Ich werde auch sogleich zeigen, warum ich denke, das Ashurnasirpals Nachfolger, Shalmaneser III., auf der Zeitlinie weiter herunter gebracht werden muß.

Meine Identifizierung des Ashurnasirpal als der Syrer Ben-Hadad, mag das Problem für die Revisionisten und die Konventionalisten erklären und warum Assuruballits Vater manchmal Assur-nadin-ahhe genannt wird und dann wieder Eriba-Adad. Ich glaube er ist die gleiche Person, Ashur-nadin-apli/Ashurnasirpal, dessen Name Eriba-Adad aber mehr Ähnlichkeit mit dem Syrischen Namen `Ben-Hadad' aufweist. Assuruballit, Sohn des Assur-nadin-ahhe, oder Sohn des Eriba-Adad, würde dann Aziru/Hazael, Sohn des Ben-Hadad sein. Es gab auch einen Aramäischen Eriba-Adad (so-gennant der II.), Eroberer Assyriens, der ganz gut meinem rekonstruiertem Ben-Hadad, Eroberungsweise, gleichzusetzen ist, da dieser Eriba-Adad II. "von sich sagt, das er über die Assyrer und die Aramäer herrschte, und weit entfernte und auch nahe Eroberungen aufzählt, die mit denen Tiglath-pileser I. verglichen worden sind." [83].

Nun, wir sahen etwas früher das Ben-Hadads Vater einer war mit dem Namen Tab-rimmon.[83b] Es ist deshalb interessant das Ashur-nadin-ahhes (d.h. Ashurnasirpals) Vaters Name als Ashur-rim-nishesu in den Königlichen Listen wiedergegeben wird; beide Namen enthalten wenigstens das rim Element [84].

Figure 18: Die Genealogie des Assuruballit I. von den Königlichen Listen - Klick Hier
Puzur-Ashur III
Enlil_Nasir Assur-nadin-Ahhe I
Assur-rabi I
Assur-nirari II
Assur-bel-nisheshu Assur-rim-nisheshu
Eriba-Adad I Assur-nadin-ahhe II
Assuruballit I

Tukulti-Ninurta

Ein Problem für meine vorgeschlagene EA / Assyrische Revision ist, das die Königslisten, die wir bisher besprochen haben, nicht den Namen Tukulti-Ninurta [84b] als den Vater von Ashur-nadin-ahhe (oder Eriba-Adad) benutzen, wenn auch der letztere, Ashurnasirpal, als Sohn von Tukulti-Ninurta betrachtet wird. Hier, im Falle des Tukulti-Ninurta, muss ich mich auf die schon erwähnte Erklärung Daniel Luckenbills berufen, das "Vater" manchmal "Vorfahre" bedeutet. Das Ereignis der Ermordung jedoch mag in den EA Briefen erwähnt sein mit Bezug auf Tushratta; ein König der nicht nur ein trauriges Ende aber auch einen unklaren Anfang hatte.

EA#17 hat mit der Regierung Tushrattas zu tun und mit dem Regenten Tuhi, und wir lernen etwas über die Ermordung des Artaššumara, ältester Bruder Tushrattas - das manchmal als das Werk Tushrattas selber angesehen wird - und der Tod des Tuhi von der Hand Tushrattas. Dieser Tuhi mag möglicherweise Tukulti-Ninurta gewesen sein der von Tushratta, in seiner anderen Person als Ashurnasirpal, ermordet wurde. Tushratta (Ben-Hadad) wird eventuel die gleiche schlimme Tat erleiden.

Da Hazael Ben-Hadad ermorden musste, um die Macht an sich reißen zu können, mag dies anzeigen, das er nicht der beabsichtigte Erbe war. Shalmaneser III., der wahrscheinlich dieser Erbe sein sollte, nennt Hazael verächtlich "der Sohn eines nichtswürdigen", wahrscheinlich eine Andeutung das Hazael der Sohn Ben-Hadads durch eine Konkubine war [85]. Die EA Briefe, wie wir schon sahen, machen verschiedene Andeutungen über "die Söhne von Abdi-Ashirta", mit deren Aufkommen Byblos und dessen verzweifelter Herrscher Rib-Addi die gleiche Drohung wiederum erfuhr, wie es durch den kampflustigen Abdi-Ashirta geschehen war. So schrieb Campbell [86]: "Brief 129 erwähnt Abdi-Aširta in der 5. Reihe, … Reihe 7 enthält dann den schon bekannten Ausruf Rib-Addas, `wer sind sie, die Hunde …', was eine ziemlich starke Andeutung zu sein scheint, das den Söhnen Abdi-Aširtas diese aufgeregte Bezeichnung zugedacht war".

Ich schlage hier vor, das `diese Söhne Abdi-Ashirtas', Shalmaneser III. und Hazael, mit einbezieht. Diese Söhne waren genau so doppelzüngig wir ihre Vorhergeher.

Assurubalits/Hazaels Verbündung mit den Hetitern, als Aziru, muss dem Artatama ganz recht gewesen sein, da er ein Neutralitätsverständnis mit Suppiluliumas hatte[87]. Sweeney erklärt diese Situation in revidiertem Zusammenhang folgendermaßen (er kompliziert es aber in dem er die Mitannier mit den Medern identifiziert) [88]:

"Artatama begann sogleich ein machtvolles Verbündnis mit Ashuruballit fertig zu stellen. Tatsächlich, beide, er und sein Sohn Shuttarna, der im Nachbarkönigreich von Khurri regierte, machte das gesamte Land von Mitanni ein virtuelles Assyrisches Protektorat. Artatama sandte wertvolle Geschenke an Ashuruballit, während Shuttarna den von Tushratte erbauten Palast zerstörte und die Reichtümer darin den Assyrern übergab.

Geschichtforscher betrachteten das Benehmen dieser beiden Mitannischen Könige mit Erstaunen und sprechen davon als den "Verkauf (sell out)" zu den Assyrern. Man vermutet, mit einigem Recht, das ihr Handeln sich als ein Versuch erklären läßt, die Unterstützung der Assyrer in der Vorbereitung eines Krieges mit den Hetitern zu gewinnen. Assyrian seal Suppiluliumas hatte schon das Königreich Tushrattas ernstlich beschädigt, und man vermutet das die neuen Mitannischen Herrscher noch weitere, gleichartige Ereignisse befürchteten. Trotz allem, Geschichtsforscher blieben sich unsicher, warum die Mitannier in solch eine vollständige Niederlage zu Ashuruballit eingewilligt haben sollen, wo sie soweit gingen, die aus Ninive und Ashur während der Zeit des Shaushtatar geraubten Nationalen Schätze, den Assyrern wieder zurückzugeben.

Sicherlich könnte eine Verbündung mit den Hetitern selber auf billigere Art und Weise hergestellt werden! Es gibt jedoch eine logische Erklärung, obwohl sie noch nicht von den meisten Geschichtsforschern in Betracht genommen wird.Assyrian seal Ashuruballit, trotz seines Assyrischen Names, war ein Mitannier; und der sogenannte Mittlere Assyrische Staat, den er gründete, war nur eine Phase der Mitannischen/Medischen [sic] Herrscher in Assyrien. Dieses letztere Gebiet erscheint als das ... Zentrum der Macht, mit der Hauptstadt selber ... nach Ashur ... übergewechselt. Das Ashuruballit der König von Mitanni (auch als Hanigalbat bekannt) war, ist in jedem Fall kein Geheimnis, da er diese Tatsache in einem seiner Briefe an Akhnaton klar erwähnt,

"Wenn Ashur-nadin-ahhe, mein Vater, Briefe nach Ägypten schrieb, sandte man zwanzig Talente Gold an ihn zurück. Wenn der König von Hanigalbat [Mitannien] an deinen Vater in Ägypten schrieb sandte er ihm zwanzig Talente Gold. [Nun] bin ich [....] König über Hanigalbat, aber du schicktest mir [...] Gold und das ist nicht genug für die Bezahlung meines Boten für seine Hin- und Rückreise."[EA#16]

Die Tatsache das nur zwei Briefe von Assuruballit erhalten blieben mag andeuten, das Shalmaneser III. bald die Herrschaft in Assyrien übernahm, und das Assuruballit/ Aziru/Hazael Kontrolle in Syrien beibehielt. Während Shalmaneser III. den aggressiven politischen Grundsatz seines Vaters gegen die Hetiter weiter führte sah sich Assuruballit/Aziru zuerst sehr widerwillig gezwungen mit ihnen einen Vertrag abzuschließen.

Shalmaneser III.

Meine revidierte Chronologie verlangt eine spätere Datierung für Shalmaneser III.; ein Punkt den auch Sweeney als notwendig einsah[89]:

Es wird uns mitgeteilt, das Ashurnasirpal II. 25 Jahre lang als König über Assyrien regierte und das er für die ersten 9 Jahre fast jeden Sommer an militärische Aktionen teilnahm; danach aber finden wir keine Feldzüge erwähnt. Dies ist ein befremdender Umstand. Besonders wenn wir daran denken mit welchem Eifer der König solche Kriegszüge in die verschiedenen Gebiete beschrieb. Sein späteres Schweigen mag daher andeuten, das er vielleicht krank wurde oder irgendwie unfähig war so weiter zu reagieren und das er für die restlichen 16 Jahre die Verteidigung seines Königreiches seinem Kronprinzen - dem späteren Shalmaneser III. anvertraute.

Es mag wirklich eine lange Mit-Regierungszeit (nicht selten im Mittleren Osten) gegeben haben, und das scheint noch weiterhin der Fall gewesen zu sein, wenn wir die auch seltene Länge von 40 Jahren für die Regierungszeit Shalmanesers betrachten.

Meine neue Revision für Shalmaneser III. würde nuch auch diese wichtige Änderung benötigen:

Der Adad-idri [Hadadezer], oder Biridri, mit dessen Verbündeten Shalmaneser III. bei Qarqar kämpfte (vermeintlich in 853 v.Chr.) - interressanterweise bei Velikovsky als Biridia der EA Periode, ein Ägyptischer Governor im Syrischen Palestinien, identifiziert [90] - kann nicht mehr Ben-Hadad, wie gewöhnlich gedacht, gewesen sein. Nach meiner Chronologie war Ben-Hadad nicht nur der Vater von Shalmaneser III., der letztere, der die Verbündeten angriff, aber er war auch schon eine schwächere Macht geworden, zu der Zeit, als er Frieden mit Ahab von Israel machte, der sehr eindeutig als Mitglied des Bundes an der Schlacht von Qarkar teilnahm. So fand sich Ben-Hadad zu der Zeit kaum in der Position eine große Koalition gegen die Assyrer führen zu können. Vielmehr war der Führer dieser Koalition ein offizieller Ägyptischer Beamte, nämlich Biridia.

Der lästige Aziru (Assuruballit) erhielt endlich den Befehl zum königlichen Hof nach Ägypten zu kommen, um einen Bericht über seine Taten persönlich zu geben. Er schiebt dies aber auf so lange wie er kann, da, wie er behauptet, der König von Hatti sein eigenes Land bedroht (EA#164:18ff.), einschließlich der Stadt Tunip (e.g. EA#165: 38ff.). Aus einem späteren Brief, EA#169, erfahren wir das Aziru eventuel zu Pharao reiste. Über seine weiteren Taten jedoch lernen wir nichts mehr in den EA Briefen aber nur aus der Bibel (als Hazael) und den Chroniken der Hetiter; des Vertrags von der Hauptstadt der Hetiter, Bogazköy.

Man sagt von Aziru das er dem Suppiluliumas feindlich gesinnt war, aber das er nach einiger Zeit "zum Dienst ... gebracht wurde". Dies mag sich kurz nach seiner Rückkehr von Ägypten zugetragen haben, und wurde wohl durch Suppiluliumas' erfolgreiche Belagerung von Karchemish veranlasst.

Mehrere bedeutsame Bemerkungen in den Hetitischen Dokumenten werden dem Kurtiwaza/Aziru zugeschrieben. Zuerst: Es wird berichtet, das er dem Burnaburiash (der Kassiter König von Babylon) entkam, der letztere, der ja auch ein EA Briefeschreiber war. Aber Burnaburiash, so scheint es, hatte versucht Kurtiwazas Leben zu nehmen. Zweitens: Danach stellt sich Kurtiwaza dem Suppiluliumas vor. Kurtiwaza soll gesagt haben: "... in den Tagen meines Vaters [Tushratta], dem Assyrer, standen seine Diener gegen ihn auf und zahlten nicht ihren Tribut". Diese "Tage" müssen wohl mit der verschwindenden Macht Tushrattas gleichzusetzen sein, besonders wenn sein Bruder Artatama sich gegen ihn gewandt hatte. Auf jeden Fall jedoch benutzte Suppiluliumas begierlich diese Gelegenheit von Kurtiwaza's/Aziru's Gegenwart, und er besiegelte seine Unterstützung mit einem Heiratsvertrag. Kurtiwazas Besteigung des Thrones seines Vaters wurde durch die Gegenwart einer Armee der Hetiter verstärkt.

Sweeney sagte das folgende über den `Triumph' Kurtiwazas [91]:

Es wird uns berichtet das Tushratte von einem seiner eigenen Söhne ermordet wurde, ein Mann mit dem Namen Kurtiwaza (auch als Mattiwaza gelesen), der halb nackt zum Hof Suppiluliumas entfloh. Der König der Hetiter befahl dann eine Armeegruppe Kurtiwaza zu unterstützen, der gleich damit begann sich die Länder der Mitannier im Namen seines Hetitischen Herren zu unterwerfen. Wir wissen das dieser Feldzug erfolgreich war und das Kurtiwaza tatsächlich in Washukanni einmarschierte … ; auf diese Weise wurde er trotz seines Verrates mit dem Königsstuhl über das Reich der Mitannier belohnt. Um diesen Bund zu siegeln erhielt Kurtiwaza die Tochter Suppiluliumas.

Die wohlhabenste Satrapie die Kurtiwaza gewann war Assyrien, und tatsächlich muß er einen Assyrischen Thronnamen gehabt haben, obwohl wir diesen nicht wissen sollen. Der Gegenwärtige Schreiber denkt jedoch das Kurtiwazas Assyrische Titel (wirklich mehrere Titel) sehr gut bekannt sind, und das er sich selber Ashuruballit nannte ….

El Amarnas Babylonier

An dieser Stelle mag die Revision in eine ziemlich enge Situation durch die Anzahl der folgenden Babylonischen Könige geraten sein:

(i) den gewöhnlichen Babylonischen (Dynastie VIII) Königen des mittleren 9. Jahrhunderts;
(ii) den El Amarnischen Kassiterkönigen die nun 500 Jahre später datiert ins mittlere 9. Jahrhundert gesetzt werden;
(iii) den letzten Königen der Hammurabischen Dynastie die auch in unsere revidierte EA Zeit hineinreichen sollten; und weiterhin finden wir uns kompliziert bei
(iv) irgendeine Einmischung in - und Besetzung - Babylons.

Solch eine Enge geschichtlicher Art ist kein Problem für das konventionale System, das weder (i) die Kassiter, noch
(ii) Hammurabis Nachkommen in diese Zeit legt aber viele Jahrhunderte vorher.

Um solch eine unwillkommene Bevölkerung (i-iv) zu vermeiden, versuche ich im wesentlichen zu beweisen das

(a) die Kassiter der EA Zeit keine getrennte Babylonische Dynastie darstellen aber das alle, stattdessen, als eine weitere Gruppe der Syrischen-Mitannischen Macht innerhalb Babylons zu verstehen sind;
(b) das die Nachkommen Hammurabis nur ein anderer Zweig der Mitannier, mit immer weniger Einfluß über Babylon, waren;
(c) das die VIII. Babylonische Dynastie zum größtenteil sowieso eine unbedeutende Dynastie war und nur für kurze Zeitspannen zur Herrschaft kam.

Punkt (a) wird auch die Sachlage irgendeiner Assyrischen Einmischung behandeln, da die Assyrischen Könige dieser Zeit - wie ich zu zeigen versuchte - Syrisch-Mitannischer Herkunft waren.

Diese Neuanordnung, weit davon entfernt uns in eine geschichtliche Enge in Bablyon zu treiben, wird stattdessen mehr Raum öffnen als man vermutet haben könnte. Hier sind meine Argumente dafür.

Die Kassiter

Meine Ansicht das die Kassiter einfach die halb-nomadischen Chaldäisch-Aramäische Könige waren - besonders Ben-Hadad/Abdi-Ashirta - der sich so weit südöstlich bis Babylon wagte kann gut mit Rib-Addis Beschwerde in Übereinstimmung gebracht werden, das Abdi-Ashirta anfing, sich wie ein König von "Kasse" zu benehmen. [EA#104] Mein zusammengesetzter (composite) Syrisch-Mitannischer König Ben-Hadad/Abdi-Ashirta/Tushratta erhält noch einen weiteren Arm in dem er nun auch der Kassiter Zeitgenosse Pharao Amenhoteps III. wird, nämlich Kadashman-Enlil (starb. ca.1375 v.Chr. nach konventionalen Daten). Wir erinnern uns an Tushrattas Liebe für Ägyptisches Gold, und seine Einwilligung seine Töchter Amenhotep III. und Akhnaton heiraten zu lassen. Ähnlicherweise lesen wir über "den Kassiter Kadashman-Enlil I. [der] seine Schwester und Tochter zum schon großen Harem des [Amenhotep III.] hinzufügen ließ und dafür große Mengen von Gold erhielt" [92].

Diese Anordnung macht es mir auch möglich meine Revision mit der Velikovsky in Übereinstimmung bringen zu können, besonders mit dessen Ansicht, das der bekannte EA Kassiterkönig Burnaburiash (ca. 1375 -1347 v.Chr., konventionale Datierung) Shalmaneser III., in seiner Rolle als Herrscher von Babylon, selber war.[93] Denn Burnaburiash war der Sohn Kadashman-Enlils (var. Kurigalzu) [94], das heißt, er war Ben-Hadad, und ich habe ja schon Shalmaneser III. als Sohn Ben-Hadads identifiziert. Burnaburiash war noch ein weiterer "Großkönig" zur Zeit Pharao Akhnatons. Er, wie auch Tushratta, spricht Pharao als, ich "dein Bruder" an.

Wir erinnern uns daran das Kurtiwaza, nachdem er seinen Vater Tushratta erschlagen hatte, bei Burnaburiash Zuflucht fand. Dies würde guten Sinn machen, da wir Kurtiwaza mit Hazael/Aziru gleichsetzen, der auch auf Grund unserer Revision ein Bruder Burnaburiash/Shalmanesers III. war. Aber nicht nur gewährte Burnaburiash seinem Bruder keine politische Zuflucht, er versuchte ihn sogar zu töten. Später jedoch würde Aziru, als Assuruballit, seine Tochter Maballitat-sherua Burnaburiash zur Heirat geben. Suppiluliumas machte auch einen Heiratsvertrag mit Burnaburiash, und sie tauschten sich untereinander ihre Töchter aus.

Die EA Kassiter scheinen einfach die Assyrischen Könige Syrisch-Mitannischer Herkunft gewesen zu sein (deshalb die Verbindung zu den Chaldäern), die periodisch über Babylon herrschten. Dies würde auch teilweise den verlegenen Mangel Archäologischer Funde von den Kassitern (Chaldäern) in Babylon selber erklären.

Die Babylonische VIII. Dynastie

In einem kürzlich erschienenen Werk [95] wird die gesammte 350 jährige Periode Babylonischer Geschichte zwischen 978-627 v.Chr. als "unsichere Dynastien" bezeichnet. Um zu zeigen, wie unbekannt diese Periode, über die wir jetzt sprechen, eigentlich ist - von der Zeit Hammurabis bis zur El Amarna Zeit - presentiere ich die folgende Tabelle [96]:

Figur 19: Die Babylonischen Herrscher des 10.-9. Jahrhunderts v.Chr. - EA Encyclopedia / Comparison
Nabu-mukin-apli (978-943)
Ninurta-kudurri-usur I (943) Mar-biti-ahhe-iddina (942-?)
Shamash-mudammiq (?-?)
Nabu-shuma-ukin (?-?)
Nabu-apla-iddina (?-?)
Marduk-zakir-shumi I (?-?)
Marduk-balassu-iqbi (?-ca. 813)

Ich denke das die Fragezeichen den Punkt gut betonen. Es gibt hier genügend chronologischen Raum unter all diesen "unsicheren" Königen, die man sonst die VIII. Babylonische Dynastie genannt hatte, eine Platz für unsere Syrisch-Mitannischen (Kassiter) Könige in den Angelegenheiten Babylons zu finden.

Die Hammurabis

Figur 19 erlaubt auch Hammurabi genügend Zeit im späteren 10. Jahrhundert - zur Zeit Salomos - in Babylon geherrscht haben zu können. Und so auch für Hammurabis Nachfolger, Samsuiluna, von dem man denkt das er 37 Jahre lang (ca.1749-12 v.Chr., Konventionale Daten) regierte. Mit Bezug auf diesen letzteren Herrscher sollten wir bemerken das Mittel-Babylon nach einiger Zeit seinem Griff entschlüpfte[97]: "Ungefähr um Samsuilunas 30. Jahr, Nippur und andere Mittel Babylonische Städte [einschließ von Ur] standen nicht mehr unter der Kontrolle von Babylon". Archäologen können dies aber nicht erklären [97]: "Es ist schwer festzustellen was hier eigentlich geschah".

Wahrscheinlich liegt die Erklärung dieser Sachlage im Hintergrund der Hammurabischen Dynastie, die Amoritisch war, und nicht Babylonisch. "…Hammurabi von Babylon, der kam, um über ein großes Stadtgebiet zu regieren, bezeichnete sich dennoch selber als "König der Amoriter" [98]. Die Könige dieser Dynastie waren - wie Zimri-Lim der Großvater von Ben-Hadad, der nahe Beziehungen mit Iarim Lim von Yamkhad [98] hatte - originaler Herkunft vom westlichen Syrien; deshalb ihre westsemitischen Namen. "Unter [Hammurabis] viertem Nachfolger, Ammisaduqa, erkennt eine Liste der Vorfahren in betonter Weise das sie Amoriter waren" [99]. Und tatsächlich:"Eine Liste der Vorfahren Shamsi-Adads, die in Assur gefunden wurde, enthält die gleichen Amoritschen Namen, wie jene, die bei Ammisaduqa angegeben werden" [99].

Hier besteht eine Verdacht erregende Ähnlichkeit mit den Namen von Hammurabis Vorfahren, Sumuabum, und einem Vorfahren Hammurabis von Yamkhad (ca. 1760 v.Chr.) - ein Zeitgenosse Hammurabi des Großen - Sumu'epuh.

Wie auch Iarim-Lim (Hiram), regulierten wohl auch die mächtigen Nachfolger Hammurabis die Politischen Angelegenheiten Babylons von großer Entfernung. Wir sahen in `D' das Iarim-Lim, obwohl er sich in Aleppo befand, mächtig genug war, Ereignisse im fernen Elam zu kontrollieren. Dies ist was ich denke die Hammurabische Dynastie parallel mit ihrer Mitannischen `Bruder-Dynastie' (Ben-Hadads), die ihre Herkunft von Zimri-Lim hatte, im großen und ganzen tat. Dies wiederum würde den augenscheinlichen Mangel Hammurabischer Archäologie in Babylon erklären [100]: "Aufgrund von intensiven späteren Konstruktionsprogrammen und dem kürzlicheren Aufstieg des Grundwassers ist die Geschichte der Stadt Babylon aus dieser Zeit fast völlig unbekannt und nur eine Handvoll von Tontafeln überlebten die Zeit."

Zum Ende der Hammurabischen Dynastie

Der Nachfolger von Samsuiluna war Abi-eshu (ca.1711-1684 v.Chr., Konventionales Datum), der, obwohl er einen Angriff der Kassiter zurückschlug, "nicht imstande war den Kassiter Herrscher Kashtiliash I. davon abzuhalten König über Hana zu werden" [101]. In unserer revidierten Chronologie würde dieser Abi-eshuh ein Zeitgenosse Tukulti-Ninurtas gewesen sein, der Kashtiliash überwand und Babylon eroberte[102]. Wir müßen auch die Möglichkeit offen lassen, das Abi-eshu Tukulti-Ninurta selber war; vielleicht stammte Tukulti-Ninurta aus einer Mitannischen Familienlinie unterschiedlich von - aber doch nah verwandt zu - Tushrattas.

Kashtiliash würde dann wohl ein Kassitischer Vorfahre von Ben-Hadad/Kadasman-Enlil gewesen sein.

Spätere Hammurabis, mit Namen wie Ammidatana und Samsuditana, würden wahrscheinlich ihren Platz im zweiten `Strom' der Mitannier, dem des Artatama und Šutarna finden, die nun über das Land der Hurri (Urartu?) herrschten. Von frühen Namen der Hammurabischen Dynastie (Sumu'epuh und Hammurabi) die in Yamkhad gefunden wurden, und späteren Namen von Herrschern über Hurri, können wir schlußfolgern, das die Hammurabischen Amoriter von Yamkhad bis an die Grenzen der Assyrer herrschten. Und, wenn Gelegenheiten es erlaubten, sie auch Assyrien und Babylon kontrollierten.

Ich denke das es kein Zufall war, wenn der Hetitische König Mursilis I. (ca. 1620-1590 v.Chr., Konventionales Datum) - den wir mit Mursilis II. identifizieren werden - das großartige Königreich von Yamkhad später zu seinem Ende brachte in dem er die Stadt Aleppo zerstört [103], und von dort ging er dann nach Babylon, wo damals Samsuditana herrschte, um es einzunehmen und zu plündern und brachte auf diese Weise die Hammurabische Dynastie zu ihrem Ende.

Der Syrer

(i) Ben-Hadad ist unbedingt notwendig in unserem Bestreben die El Amarna Zeit im 9. Jahrhundert v.Chr. fest zu verankern. Er ist der
(ii) Abdi-Ashirta von Amurru (Velikovsky);
(iii) Tushratta/Dushratta (Namensverbindung zu Abdi-Ashirta);
(iv) Ashurnasirpal, da Tushratta ja über Nineveh regierte;
(v) Kadashman-Enlil, da Ashurnasirpal ja die Kassiter eroberte.

Stratigraphy

Hier werde ich einfach der Stratigraphie von David Rohl für Jericho folgen, die beides unterstützt, was wir schon in `C' vorbrachten, und sie verstärkt auch das Thema von `D', aber sie ist auch wichtig für das erklärende Licht, das sie auf einen Zeitgenossen Ahabs scheint, der offensichtlich in diesem Teil `E' von Wichtigkeit ist [104]:

Während der 23 jährigen Regierungszeit Ahabs wurde der Ruinenhügel Jerichos wieder für längere Zeit durch die Arbeit des Israelitischen Anführers Hiel von Bethel wohnhaft. Wie es schon seit Jahrhunderten im Levant die Gewohnheit war, opferte Hiel zuerst seinen ältesten Sohn und dann seinen jüngsten Sohn, Abiram und Segub, um ihre Körper unter dem Fundament für des Herrschers neuem Haus und dem Stadttor begraben zu können. So wurde Josuas Fluch, den er über 500 Jahre früher über den rauchenden Ruinen Jerichos aussprach, Wirklichkeit. [1.König 16:34]

"Verflucht vor dem Herrn ist der Mann, der sich aufmacht und diese Stadt (Jericho) wieder baut: wenn er ihren Grund legt, koste es ihn seinen erstgeborenen, und wenn er ihre Tore setzt, seinen jüngsten Sohn." Joshua 6:26

Hiels neues Jericho ist im archäologischen Bericht Jerichos durch Eisenzeit Tongeräte markiert worden, die späteren Phasen gehen bis ins Byzantinische Zeitalter vorwärts. Da nun die Stratigraphische Zeitlinie Palestiniens mit biblischer Geschichte wieder in Übereinstimmung gebracht werden soll ... bleibt die Reihenfolge der Archäologischen Überbleibsel im Tel es-Sultan die gleiche und stimmt sehr gut mit dem biblischen Bericht überein.

Zuerst wurde die gut durch Mauern beschützte Stadt des Mittleren Bronzzeitalters II-B durch Feuer zerstört und danach für Jahrzehnte vermieden, die Wände fielen durch die Einwirkung eines Erdbebens - dies, natürlich als Ergebnis der Zerstörung Jericho's zur Zeit Josuas als er das `… verheißende Land einnahm.' Eine kurze Wiederbelebung der Stadt fand unter Eglon statt, dem Herrscher über Moab, (das Beweismaterial dazu befindet sich im `Mittelgebäude' und den LB I Tongeräten). Dann, nach mehreren Jahrhunderten fand noch eine kurze Wiederbelebung der Stadt durch Davids Botschafters kurz nach 1000 v.Chr. statt (die Funde dazu befinden sich im Mittelgebäude und unter den LB II-Tonfunden). Dies wurde auch bald aufgegeben und die Stadt wurde für weitere 190 Jahre den Elementen überlassen, bis Hiels Ansiedlung um 869 v.Chr. stattfand.

Das Jericho konventionaler Geschichte - eine Ortschaft, die immer wieder dem biblischen Geschichtsablauf zu widersprechen schien - bewegt sich auf einmal aus dem Bereich von Fabel und erfüllt den biblischen Bericht so genau, wie ein gerade neu hergestellter Schlüssel ein Schloß.

Meine Vorgeschlagene Reihenfolge der EAs und der Mesopotamischen Könige
The Proposed, Expanding Chronology of El Amarna's Mesopotamians

Notizen und Bemerkungen

[66] REIDEL, W., Untersuchungen zu den Tell-el Amarna-Briefen, (Tübingen, 1920) RUZ.
[67] VELIKOVSKY, I., Oedipus and Akhnaton, (Abacus, 1960). VOA, Pt.1, identifies Tiy with Oedipus' mother, Jocasta. "My wife who is my mother", said Oedipus of Jocasta.
[68] CLAPHAM, P., "Hittites and Phrygians", C&AH, Vol. IV, pt.2 (LA, July, 1987). CHP, 85.
[69] MERCER, S., The Tell El-Amarna Tablets, (Macmillan, Toronto, 1939). MTE, Excursus III: "Mitanni in the Tell El-Amarna Tablets".
[69b] Benhadad in Hebrew: -, `son', `worshipper of Hadad' or `Adados', the greatest deity of the Syrians. Benhadad in cuneiform, . [PSBA, Feb. 6, 1883, p. 71, `Black Obelisk']
[70] Baal is also referred to as 'Hd' [Hadad?] in the Ugaritic mythology.
[71] HARRAK, A., Assyria and Hanigalbat, (Georg Olms Verlag, 1987). HAH, 1.
[72] CHP, 89. Für ein Bild der Götzin `Ishtar' sieh Morris Jastrow, `The Civilization of Babylonia & Assyria', Philad., London, 1915, Plate XXIX, Fig. 3, p. 218., Fig. 1. the god Nabu; 2. Ishtar as the goddess of war.

[73] Ibid., 17, referring to "the presumption of Tushratta".
[74] Op. cit., 95-96.
[75] Ibid., 96. According to this information then Ben-Hadad's other names were: Tushratta, Abdi Ashirta, Abdi-Asrati and Ashurnasirpal II.
[76] CAH, 7-8, 14-16; CAH I, Index to Kurtiwaza; ROUX, G., Ancient Iraq, (Penguin Books, 1964). RAI, 239. Sieh auch Hartmut Schmökel, `Ur, Assur und Babylon', Stuttgart, 1958, S. 110f.
[77] ROUX, G., Ancient Iraq, (Penguin Books, 1964). RAI, 264.
[78] SWEENEY, E., Ramessides, Medes and Persians, (2nd ed., 2001). E-mailed. SRM, 37.
[78b] For more website information on these Chronicles visit: "http://www.seminary.georgefox.edu/courses/bst550/reports/DStahlnecker/Chronicles.html#1".
[79] JAMES, P., Centuries of Darkness, London (Jonathan Cape, 1991). JCD, 340ff.
[80] RAI, 288.
[81] Ibid., 289.; Sieh EA#76, 62.
[82] See CHP, 90.
[83] Ibid., 118, n. 122; with reference to CAH, 469, and more fully, CAH, Vol.1:1, Index to "Eriba Adad II".
[83b] Tab-Rimmon, sieh 1.König 15:18. Die Bibel sagt, das Omri der Vater Ahabs war und das Benhadad I. der Sohn Tab-Rimmons war, und das der letztere der Sohn des Syrischen Königs Hesjon war. Da wir eine Reihe von Gründen fanden anzunehmen das Benhadad I. und Assurbanipal die gleiche Person war, erkennen wir das Ahab und Benhadad Brüder waren, wie es ja auch in der Bibel steht wo wir lesen: "Und Benhadad, der König von Syrien, versammelte alle seine Macht . . . und belagerte Samaria und stritt dawider, und sandte Boten zu Ahab . . . und ließ ihm sagen: So spricht Benhadad, Dein Silber und Gold ist mein . . . Und die Boten kamen wieder und sprachen: So spricht Benhadad . . . ich will morgen um diese Zeit meine Knechte zu dir senden, daß sie dein Haus . . . durchsuchen . . . und sie (Israel) zogen aus . . . und schlugen . . . die Syrer. . . . Benhadad sprach zu ihm (Ahab): . . . lass mich leben . . . (Ahab) aber sprach . . . er ist mein Bruder." 1. König 20:1-6, 16, 20, 32.
Ahab und Benhadad mögen den gleichen Vater aber ungleiche Mütter gehabt haben. So scheint die Sachlage auch zu sagen das der wohl ältere Dokumentierte schriftliche Geschichte stimmt mit der heutigen astronomisch und Keramik basierten Geschichte nicht überein.Bruder Benhadad seine Tochter Isebel Ahab zur Frau gab. Das bedeutet das sie nicht nur Brüder waren aber auch `Schwagerbrüder.' - Diskussion der Familienlinie: Während man schon richtig lehrte das Ahab, der König Israels von der Linie Omris, des Königs von Samarien herkam; und das Benhadad ein Syrischer König von Damaskus, von der Linie Hesjons (1.Kön. 15:18), der Vater Tab-Rimmons, herkam; erlaubt diese Kenntnis zu verstehen das der Name Hesjon/Hesion auch in einer unbiblischen, Syrischen Quelle zu finden ist, wo Hesjon/Hesion "Hadyan" genannt wird. Aus diesem Zusammenhang erkennen wir das Benhadad und Ahab schon ihr eigenes Königreich und das sie unterschiedlichen Ursprung hatten. Das beide einem unterschiedlichen Königshaus zugehörten, und über getrennte Länder herrschten. Das ergibt, wenn Benhadad sagt das Samarien von seinem Vater Tab-Rimmon besetzt war, meinte er damit das der Herrscher über Samarien Omri war (da es keine Dokumente gibt das die Syrer um diese Zeit, bevor Ahab König wurde, gegen Samarien gekämpft hatten). Was geschah also? Omri/Tab-Rimmon sandte seinen Sohn Benhadad/Ashurnasirpal als Baasha (908-884) König war (nachdem Nadab, 909-908, starb) der Land von ihm wegnahm. Dieses Land gab Benhadad an seinen Bruder Ahab zurück (1.Kön. 20:34).
[84] JAMES, P., "Some Notes on the 'Assuruballit Problem'," SIS Review(UK, 1979). JNA, 19, Table 1. Ashur-rim-nishesu should then be the same as the Ashur-bel-nishesu, father of Eriba-Adad.
[84b] "Wie wir aus den Bauinschriften wissen, erbaute sich Tukulti Ninurta I. mit Kar Tukulti Ninurta nicht nur eine Residenz, sondern auch ein religiöses Zentrum - eine Kultstadt: `In diesen Tagen errichtete ich in meiner Stadt Kar Tukulti Ninurta, der Kultstadt, die ich baute, einen reinen Tempel, ein ehrfurchtgebietendes Heiligtum als Wohnsitz für Assur, meinen Herrn; E.Kur.Me.SAR.RA nannte ich seinen Namen. Darin vollendete ich einen großen Tempelturm als Kultsockel für Assur, meinen Herrn, und legte meine Urkunden nieder.' Mitten in ihr vollendete ich einen Tempel für Assur, Adad, Samas, Ninurta, Nusku, Nergal, die Siebengottheit und Istar, die großen Götter, meine Herren." Tilmann Eickhoff, `Kar Tukulti-Ninurta', Berlin, 1985, p. 27.; Für jeden Tag der Woche eine Gottheit, dies scheint die verblasste Erinnerung an eine Schöpfungswoche anzudeuten. Nur schade, das sie den wahren Schöpfergott nicht mehr kannten, wenn die Väter vergassen, ihren Kindern diese Lehren zu wiederholen. So blieb es ihnen nur übrig selbst gebastelte Götter aus Stein und Holz anzubeten, sündhafte Götter, die mehr dem Bösen glichen als Gott.
[85] RAI, 297.
[86] CAMPBELL, E., The Chronology of the Amarna Letters, (The John Hopkins Press, Baltimore, 1964). CCA, 81-82.
[87] CHP, 90.
[88] SRM, 36-37.
[89] Ibid., 38.
[90] VAC, 298, 300, 302, 310, 319.
[91] SRM, 37.
[92] RAI, 257.
[93] VAC, 307-309, 313, 317.
[94] Cf. CCA, 36ff. & ALBRIGHT, W., "A Revision of Early Assyrian and Middle Babylonian Chronology", RA XVIII (1921). ARE, 91.
[95] Van De Mierhoop, M., `A History of the Ancient Near East ca. 3000-323 BC', (Blackwell Publishing, Oxford, 2004) VHA, S. 291-292.
[96] Ibid., 291.
[97] Ibid., 108.
[98] Ibid., 94.
[99] Ibid., 84.
[100] Ibid., 106.
[101] RAI, 244.
[102] RAI, 264.
[103] RAI, 245.
[104] ROHL. D., The Lost Testament, (Century, Random House UK Ltd., 2002).RLT, 401.



[500] Saushtatar (conv. 1500, 1430 BC; Succeeded by Artatama I) [Stephen Macintyre, `Synchronistic History' (undocumented); Sieh auch: Weidner, Politische Dokumente, p. 39; E.A. Speiser, JAOS 49 (1929), p. 269-270; Harrack, Assyria and Hanigalbat, p. 42-43; Quoted in D. Redford, Egypt, Canaan and Israel in Ancient Times, Princeton, 1992, p. 162.]

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