Dokumente für Unsere Zeit
Hauptseite Bibel Themen Submenu

Die Geduld der Heiligen

Die 3 Engelsbotschaften
Das Zeugnis Jesu
Anbetung
Einleitung
Die Bedrängte Witwe
Die Zeit der Furcht Jakobs
Die Geschichte Hiobs
Die Drei Männer im Feuerofen
Der Glaube der Kanaaniterin
Bald Am Ziel
Bibliographie & Notizen
Alter & Neuer Bund
Die Stunde des Gerichtes
Ein Tag & Ein Baum

Einführung

Zur Einleitung dieses Themas lesen wir in der Bibel die Worte die damit zu tun haben als das Tier seine Wunde erhielt. Wir wollen Ihre Aufmerksamkeit besonders auf die Bekanntmachung lenken, als das Tier sein Wunde erhält.

"So jemand in das Gefängnis führt, der wird in das Gefängnis gehen; so jemand mit dem Schwert tötet, der muß mit dem Schwert getötet werden. Hier ist die Geduld der Heiligen." Offenbarung 13:10.

Andere Übersetzungen haben hier,

". . . Dann braucht das Volk Gottes Standhaftigkeit und Treue!" Gute Nachricht Bibel.

Oder auch,

"Hier ist die Standhaftigkeit und der Glaube der Heiligen vonnöten." Zürcher Bibel.

Aus diesen Versen erkennen wir also, das Geduld viel Kraft erfordert - besonders inmitten chaotischer Ereignisse, so ganz anders als Ungeduld, das auf Grund von Schwäche aufkommt. So ist Gott immer geduldig, zu allen Zeiten und angesichts aller Ereignisse. Gott gibt in seinem Wort also einen besonderen Aufruf für Sein Volk das sie ihren Glauben benutzen und ihre Geduld, aber warum? Warum ist Geduld für die Heiligen Gottes so notwending?

Der Grund wird in den wenigen folgenden Versen dargestellt. Die Heiligen Gottes werden durch eine Krisenzeit gehen, wegen dem, was das Tier, sein Ebenbild und sein Malzeichen hervorbringt.

Wir finden diesen Ausdruck an zwei kritischen Stellen in der Offenbarung. Wir lasen soeben die erste Stelle. Der Satz kommt dort vor nachdem das Seetier im Jahr 1798 seine fast tötliche Wunde erhielt und bevor oder fast zur gleichen Zeit als das zweite Tier aus der Erde hervorkommt. Mit anderen Worten, Gott sagt uns, das zweite Tier wird euch einige Sorgen bereiten, da es dem ersten Tier ein Bild oder Ebenbild herstellen wird. Es wird allen befehlen dies Bild des Tieres anzubeten, und alle die sich weigern, sollen umgebracht werden.[100]

Es wird eine Krisenzeit kommen, in der ihr `die Geduld der Heiligen' benötigen werdet.

Die zweite kritische Stelle in der wir die Phrase finden ist in Offenbarung 14, Vers 12. Dort lesen wir die Schlußfolgerung der dritten Engelsbotschaft - der Botschaft mit der Johannes, inspiriert von Gott, alle Nachfolger Gottes vor dem Tier warnt, seinem Ebenbild und seinem Malzeichen - die drei gegen Gott wirkenden Konkurirenden Dinge - die über die ganze Welt kommen werden.

Finden wir diesen zweiten Vers im gleichen Zusammenhang wie auch Offb. 13:10?

Ja!


"So jemand in das Gefängnis führt, der wird in das Gefängnis gehen; so jemand mit dem Schwert tötet, der muß mit dem Schwert getötet werden. Hier ist (die) Geduld und Glaube der Heiligen." Offenbarung 13:10. "So jemand das Tier anbetet und seine Bild . . . der wird trinken . . . gequält werden mit Feuer und Schwefel . . . Hier ist die Geduld der Heiligen; hier sind die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesum." Offb. 14:9,10,12.

Im 13. Kapitel, gleich nach dem Tier, haben wir die Krise mit dem Ebenbild und dem Malzeichen; und in der 3. Engelsbotschaft, in Kapitel 14, finden wir die Warnung über das Tier, dem Ebenbild, und dem Malzeichen. So enthalten beide Kapitel parallele Themen, die mit den fast gleichen Worten schließen.

Gottes Volk geht also einer Krisenzeit entgegen, die von ihnen "die Geduld der Heiligen" verlangen wird.

Die Geduld der Heiligen zu haben wird also bald von kritischer Wichtigkeit sein, und wir wollen studieren, was die Bibel darüber lehrt, denn die meisten Menschen haben darüber keine Kenntnisse, da es nicht in den Kirchen gepredigt wird.

Was mag der Grund sein?

Was ist die Geduld der Heiligen?

Im Neuen Testament finden wir zwei Worte für das Wort `Geduld.' Ein Wort ist `makrothumeo' (geduldig) und das andere ist, `hupomeno', (erdulden)(Jakobus 5:11; Offb. 3:10; Römer 5:3; Hebr. 12:1; Lk. 21:19). Das zweite Griechische Wort finden wir in Offb. 13 und 14; aber auch in Matth. 24:13:

"Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig." Mt. 24:13.

Zu beharren, zu erdulden, durch schwierige Trübsal und Versuchungen zu gehen, wird wohl ziemlich bald notwending sein. Gott läßt uns wissen, das die Krise in der Welt, die uns wohl kürzlich bevor steht, und die eine Krise ist, wie es sie nie zuvor gegeben hat, wird die `Geduld' des Volkes Gottes prüfen, und darum benötigen sie die Geduld der Heiligen Gottes.

Wir fangen unsere Studie mit dem Gleichnis Jesu an, das wir in Lukas 18 vorfinden. Es ist `das Gleichnis der bedrängten Witwe.' Dies mag das beste Beispiel sein welcher Art die Geduld sein muß, die wir kurz vor dem Ende benötigen werden.

Die Bedrängte Witwe

"Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden soll." Lk. 18:1.

Jesus führt dann fort zu erklären was er damit meint.

"Und er sprach: `Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen. . . . "Lukas 18:2.

Das will wohl sagen, das der Richter in dieser Stadt keinen besonderen Glauben hatte - und dann, bemerkt aber Vers 3:

". . . Es war aber eine Witwe in dieser Stadt, die kam zu ihm (sie kam immer wieder) und sprach: Rette mich von meinem Widersacher!" Vers 3.

Die meisten Ausleger sagen, das, was der Widersacher tat war, als der Mann dieser Frau starb, schuldete er einem Verleiher viel Geld; und der Geld Verleiher kam, und nahm alles was die Witwe hatte und ließ sie heimatlos auf der Straße sitzen. So bedachte sich die Witwe und entschied sich, das ihre einzige Hoffnung der Richter in der Stadt sei, und sie nur durch ihn Gerechtigkeit gegen ihren Widersacher finden würde, da dieser alles was sie besaß von ihr genommen hatte. Sie hatte nun keine Kinder, kein Haus, kein Geld, nichts . . . Ihre einzige Hoffnunf war der Richter.

Liest nun Vers 4:

"Und er (der Richter) wollte sie lange nicht ... Darnach aber dachte er bei sich selbst . . .?"

Das will sagen, der Richter dachte, das diese Witwe ihn sehr ermüdete, da sie immer und immer wieder zu ihm kam.

Das bedeutet aber auch, das die Witwe hier eine Wartezeit, eine Verzögerung ihrer Angelegenheit erfuhr. Der Richter war wohl so langsam den Notruf der Witwe zu beantworten. Aber sie kam, immer und immer wieder zu ihm und bat ihn um Hilfe; sie hatte diese geduldige, jedoch auch aktive, Hoffnung, das ihr Fall behandelt werden wird. Und wir mögen uns an einige orientale Geschichten erinnern, wo solche Geduld eine Rolle spielt. . . . Und so, trotzdem, ließ er sie warten und warten. Er verzögerte ihren Fall anzuhören. Dann aber - endlich - lesen wir:

". . . Ob ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue,
dieweil aber mir diese Witwe so viel Mühe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und betäube mich."
Lukas 18:1-8.

Vieleicht hatte sie eine grelle Stimme, und er fürchtete sich, sie anhören zu müssen.

So fragen wir, `In welchen Zeitraum der Weltgeschichte passt dieses Gleichnis, diese Geschichte, insbesondere?'

Wenn man sie so liest, scheint sie in alle Zeitalter hinein zu gehören. ... wir sollen immerzu wachen und beten ... insbesondere aber scheint sie besonders gut in die Zeit zu passen, in der wir heute leben und die nahe vor uns steht, die Zeit kurz vor der Wiederkunft Jesu Christi.

Nun, Sie mögen fragen, `Wie können wir das sagen?'

Wir haben zwei Gründe dafür:

  1. Wenn wir uns anschauen was kurz vor diesem Gleichnis kam - als Jesus über Noah sprach, und über Lot - als Symbole für wie die Welt sein wird and was geschehen wird, kurz vor dem Tage, wenn Er wieder kommt, und wenn wir das Ende unseres Gleichnisses anschauen (V.8), bemerken wir wie es
  2. mit einer Frage endet: `. . . meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?'

Das Gleichnis steht also zwischen diesen Bemerkungen Jesu (Noah und Lot), über das Ende der Welt, und die Frage kommt auf, `Wird Jesus dann Glauben finden auf Erden?'

Ellen White schrieb darüber:

"Christus sprach über die Zeitspanne kurz vor seiner zweiten Wiederkunft, und die Gefahren durch die Seine Nachfolger gehen müssen. Mit besonderer Hinweisung auf diese Zeit erzählte er dieses Gleichnis, "daß man allezeit beten und nicht laß werden solle." {COL 164.1}

Mit anderen Worten, dieses Gleichnis hat besondere Bedeutung für jene die ganz kurz vor dem Zweiten Kommen Jesu leben werden.

Wir bemerkten aber auch, das dies Gleichnis Symbole benutzt. Was die Bedeutung dieser ist, wollen wir jetzt studieren.

Wir finden hier die folgenden Symbole:

1. Wir haben einen Richter.
2. Wir haben eine Witwe.
3. Wir haben einen Widersacher.
4. Wir haben eine Verzögerung.

So lasst uns herausfinden wie die Bibel diese Symbole erklärt.

Lasst uns zuerst über den Widersacher herausfinden, dem `antidikos' - derjenige der gegen Justiz, gegen rechtes Leben ist. Wir lesen darüber den folgenden Bibeltext,

"Seid nüchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge." 1.Petrus 5:8.

Wer ist also der Widersacher in unserem Gleichnis?

Ja, es ist der Satan, der Teufel.

Wen stellt der Richter aber dar?

Jesus selber erklärt für uns wer der Richter ist. Wir lesen,

"Da sprach der Herr: Höret hier, was der ungerechte Richter sagt! Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen?" Lukas 18:6,7a.

Wer ist also der Richter in diesem Gleichnis?

Es ist Gott der seine Auserwählten Gerechtigkeit bringen wird. So muß Gott der Richter sein.

Jemand mag aber einwenden, `Nicht so schnell. Es sagt das der Richter Gott nicht fürchtet und scheut sich vor keinem Menschen - so, wie kann der Richter dann Gott darstellen?

Wir lernen von diesem Beispiel wie Jesus einen Vergleich durch Kontrast herstellt. Das will sagen, wenn dieser Richter nach langem zögern die Bitte der Witwe erfüllt, um sie los zu werden, wieviel mehr würde Gott unser Flehen und Bitten erhören - auch wenn er uns lange warten lässt, aber nicht, um uns los zu werden, aber weil er uns liebt und wir nicht das Ende voraus sehen können, so wie Gott es sieht.

So lasst uns dies mit Sicherheit verstehen, das Gott so viel für uns vollbringen wird, nicht um uns los zu werden, aber weil er uns liebt.

Dies Gleichnis macht einen Vergleich aufgrund solch eines Unterschieds - zwischen menschlichen Richtern und Gott.

Was ist aber die Antwort zu der Frage, wen die Witwe darstellt?

Wir wissen schon, das in Bibel Gleichnissen und Prophetien, eine Frau die Kirche versinnbildet. So ist eine saubere Frau eine reine Kirche, und eine ehebrecherische Frau eine gefallene Kirche.

So fragen wir, `Was mag ein verwitwete Frau darstellen?' Sie muss schon eine Kirche darstellen, da sie eine Frau ist. Aber . . . in was für einem Zustand befindet sich diese Kirche? Es ist eine Kirche die kein Eigentum mehr hat? Sie scheint vollkommen verlassen zu sein. Sie verlor alles. Und wer nahm alles von ihr weg? Der Widersacher.

So muss dies eine Kirche darstellen, die sich zu dieser Zeit ihrer Geschichte in einem solchen Zustand befindet, wo alle ihre treuen Mitglieder allen irdischen Schutz und alle Unterstützung verlieren werden.

Wie können wir das mit Sicherheit behaupten? Oder raten wir nur?

Nun, Jesus sagt selber was diese Frau darstellt. Seht euch Vers 7 wieder an.

"Sollte aber Gott nicht retten seine Auserwählten?..." Lk. 18:7

Wen stellt diese verwitwete Frau dar? - - Sie stellt Gottes `Auserwählte' dar.

So fragen wir unsere nächste Frage, `Zu welcher Zeit der Weltgeschichte leben diese Auserwählten auf der Erde?'

Lasst uns Matthäus 24 dazu lesen:

"Denn es wird eine große Trübsal sein, wie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und wie auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzt, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt." Mt. 24:21,22.

So steht es fest, das diese `Auserwählten' ganz am Ende der Welt leben werden.

Werden diese eine Zeit der Trübsal durchleben müssen? - Ja oder Nein?

Sie werden eine Zeit der Größten Trübsal durchleben müssen, wie es sie in der Geschichte der Welt noch niemals vorher gab. Ist es dies was wir hier lesen? - Ja oder Nein?

Ja! Wird Gottes Volk alles verlieren? Wird das Tier und das Ebenbild des Tieres, ihr Malzeichen aufzuzwingen versuchen, und alles vom Volk Gottes wegnehmen?

Absolut Ja!

Nun - das klingt schlecht, und wir wundern uns, ist es tatsächlich so etwas was auf uns zukommt?

Die Bibel sagt,

"So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus! oder: da! so sollt ihr's nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun; - Wird das 2. Tier in der Offenbarung große Wunder tun? (Offb. 13:13) - der gleiche Ausdruck hier ... und tut große Zeichen, daß verführt werden in den Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten."Mt. 24:23,24.

Zu welcher Zeit leben also diese Auserwählten?

Sie leben inmitten der großen Trübsal am Ende der Zeit! (Nicht allzu lange von jetzt!)

Das ist es also was das Gleichnis von der Witwe uns wissen lässt.

Was wird dann die einzige Hoffnung der Kinder Gottes sein? - - Ihre einzige Hoffnung wird dann der Richter sein!

Und wer ist der Richter?

Gott ist der Richter!

Gut. - - Nun müssen wir aber die sich schon anschleichende Frage stellen - Wird Gottes Volk sofort von ihrer Drangsal befreit werden? - - Wenn sie zu Gott aufschreien?

Nein!! - -

Nun, lasst uns bemerken, so lange sie (wir) noch schreien können leben wir noch; es wird aber eine Zeit sein, in der man viel beten wird, immer und immer beten wird.

Findet aber eine Verzögerung zur Erhörung ihrer Gebete statt?

Ja, es wird eine Warte Zeit geben! - Was wird Gottes Volk dann tun, wo immer sie auch alleine oder zusammen sein mögen? Werden sie sagen: `Oh, es ist damit nichts. Ich gebe auf? Es dauert viel zu lange! Ich komm zu Gott und komm immer wieder, aber nichts geschieht. Niemand hört etwas. Ich geb auf. - Ist es das was sie sagen werden?

Nein! - - Die Witwe sagt, `Ich gehe vor den Richter bis zum Tag an dem ich sterbe!' - Sie gibt nicht auf!

Und das ist es was Gottes Volk (wir) während der Zeit der Trübsal, wie sie es vorher niemals gab, tun wird. - Sie kommen immerzu vor Gott, Tag und Nacht, während dieser Krise, nach dem sie alles verloren - sie haben niemenden mehr der ihnen helfen will - so kommen und kommen sie vor Gott in ihrem Flehen und Beten, und sie werden sagen, `Lieber Gott, hilf uns, befreie uns aus den Händen unseres Widersachers!'

Last uns lesen wie Lukas diese Zeit beschreibt. Dort finden wir die gleichen Worte für `Geduld' die wie vorher schon lasen:

"Aber vor diesem werden sie die Hände an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten in ihre Schulen und Gefängnisse und vod Könige und Fürsten ziehen um meines Namens willen.
Das wird euch alles widerfahren zu einem Zeugnis.
(ihr werdet also Zeugnisberichte geben können)
So nehmet nun zu Herzen, daß ihr nicht sorget, wie ihr euch verantworten sollt. Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher nicht sollen widersprechen können noch widerstehen alle eure Widersacher.
Ihr werdet aber überantwortet werden von den Eltern, Brüdern, Gefreunden und Freunden
(verliert alle irdische Hilfe) , und sie werden euer etliche töten. Und ihr werdet gehaßt sein von jedermann um meines Namens willen.
Und ein Haar von eurem Haupt soll nicht umkommen. Fasset eure Seelen mit Geduld."
Lukas 21:12-19.

So fragen wir, was wird Gottes Volk benötigen während dieser Zeit der Trübsal, wenn die ganze Welt gegen sie aufgeputscht sein wird? Sie werden `huponome' benötigen, `die Geduld der Heiligen;' - da das Tier, sein Ebenbild und sein Malzeichen aufkommen werden, und Gottes Volk mit diesen geradewegs zu tun haben - es wird aber eine Verzögerung stattfinden.

So tun wir gut wenn wir uns an Jesaja 54 erinnern, worin für uns diese beharrliche Zeit beschrieben wird, wenn Gottes Zorn am Ende der Zeit ausgegossen wird [400]:

"Denn der Herr hat dich zu sich gerufen wie ein verlassenes und von Herzen betrübtes Weib, das verstoßen ist, spricht dein Gott. Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich dein erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser." Jesaja 54:6-8.

Nachdem wir diese and derartige Worte lesen, wird der Geist Gottes uns wieder an sie erinnern in der Zeit der Not. Das Weib ist die wahre Kirche Gottes, Sein treues Volk. Es scheint das sie für kurze Zeit verloren sind. Jesus aber fühlt sich so einsam. Sie erleiden Gefühle der Verlassenheit - und sie erinnern sich daran nicht Gefühlen Raum zu geben, aber nur dem Wort Gottes zu vertrauen (deshalb liest oft darin jeden Tag). Jesus ging es auch so, als er alleine war (Matth. 27:46; Psalm 22:1,2), so also auch Gottes Volk auf Erden, Gott steht ihnen dann aber sehr Nahe und alsbald wird er sie von ihrem Widersacher befreien. Das ist der Grund, warum wir die Geduld der Heiligen entwickeln müssen, und dann verspricht Gott seinem treuen Volk, `Ich will mich dein erbarmen.'

Der Zorn Gottes richtet sich nicht gegen die Witwe. Gott gießt Seinen Zorn aus, und für kurze Zeit scheint die Witwe ohne Hilfe da zu stehen. Aber nicht für lange. - - Und dann lesen wir,

"Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr dein Erbarmer." Jesaja 54:10; Offb. 6:14.

Dieser Text hilft uns auch zu verstehen, das dann Hilfe nah sein wird, Das unsere Gefühle uns zu schwächen scheinen, aber im geistlichen Verständnis, oder in unserer Erinnerung, wissen wir das Erlösung von unseren Widersachern nahe ist. Gott wird nicht den Schwächsten die schwierigsten Erfahrungen geben, aber wohl nur jenen, die sie tragen können.

Die Zeit der Furcht Jakobs

Wir erinnern uns daran das Jakob seinen Vater belog. Das führte dazu das er nach Laban ausreiste, der eine nachsichtige, Satan artige Figur darstellt. - Er war eigentlich ein schlechterer Lügner als Jakob. - Und so lebt Jakob wegen seiner Sünde in Labans Haus.

Nach 20 Jahren aber, entscheidet sich Jakob nach Kanaan zurück zu ziehen. Auf dem Weg erhält er eine Mitteilung, das Esau ihm entgegen zieht; das er ihm Rache tun will, und 400 bewaffnete Männer mit sich hat, und Jakob und seine Familie umzubringen gedenkt.

Erinnert uns dies daran, wie es Gottes Volk in der Endzeit zugehen soll?

Es hat einige Ähnlichkeiten.

Wir lasen auch das in der Endzeit, die irdischen Mächte Gottes Volk umzubringen denken; alle die nicht das Tier und sein Ebenbild anbeten wollen.

Nach Daniel 11, `der König gegen Mitternacht' ist gleich dem kleinen Horn, gleich dem Tier, und gleich dem `Menschen der Sünde' (2Thess. 2:3), auch gleich der Hure - denn es steht geschrieben, das der König gegen Mitternacht viele zerstört, aber das dann Fürst Michael, der für die Kinder Gottes steht, sich aufmachen wird . . . Und wir lesen,

". . . Denn es wird eine solche trübselige Zeit sein, wie sie nicht gewesen ist, seitdem Leute gewesen sind. . . . Zur selben Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen." Daniel 12:1.

... diese Namen müssen wohl im vorherigen Gericht in das Buch geschrieben worden sein.

. . . Und so erfuhr Jakob das sein Bruder Esau ihm entgegen zog, und so geht er eine Strecke zur Seite und er gießt sein Herz aus vor dem Herrn.

Und wir erkennen daraus, nachdem Jakob seine Sünden begangen hatte, erfuhr er keine Sicherheit in seinem Leben das sie vergeben waren - 20 Jahre lang, nach dem sie stattfanden. Hat jemand jemals solche Erfahrungen durchlebt? Seid nicht entmutigt!

Jakob sucht aber wieder nach Sicherheit der Segen Gottes in seinem Leben. Er wusste das nur offene Sünder Furcht vor Gott haben (Hes. 30:13, 16; Hebr. 3:13). - Und so betet er, sagt die Bibel, und so sieht er plötzlich jemanden in der Nacht, und er denkt das es Esau ist; und sie fangen an zu kämpfen, die ganze Nacht lang. . .

. . . und als es Morgen wird, entdeckt Jakob aufeinmal, das er nicht mit einem Menschen rang ... aber mit dem Engel des Bündnis - Jesus Christus selber - der auch der Engel des Herrn genannt wird, oder Michael der Erzengel im Alten & Neuen Testament, (Dan. 10:21; 12:1; Jude 1:9; 1Thess. 4:16). So segnete der Herr Jakob, 1.Mose 32.

Das soll für unser Thema sagen, das wir solch einen Glauben haben müssen, der nicht aufgibt, bis zum Morgen der Erlösung, denn unser Erbe ist ein überaus großes Erbe, und nur aktuelle Freunde Gottes werden es erlangen. Trotz aller Feinde, die gegen Gottes Volk mit heißen Waffen kommen mögen, überall in der Welt, da es ein weltweites Gesetz ist - das 3. Sonntagsgesetz , Gottes Volk beruft sich aber auf Jesus, das er für sie starb, und sie bitten Jesus, wir möchten unserer Vergebung sicher sein, das unseren Sünden vom Heiligtum mit dem Blut Jesu vertilgt sind. Wir sehnen uns nach dem Segen Gottes, und wollen nicht aufhören darum zu bitten.

Das ist die Geduld der Heiligen. Das ist die anstrengende, beharrliche, ausdauernde Geduld, die Gottes Heilige dann wegen ihres Glaubens an das Wort Gottes haben, inmitten der größten oder schwierigsten Krise, die die Welt jemals sah.

Die Geschichte Hiobs

Die Krise des Volkes Gottes erinnert uns auch an die Geschichte Hiobs. - Wir finden in seinem Buch auch das gleiche Wort für Geduld, über das wir schon sprachen, wie es die Geduld Hiobs beschreibt.

Wir lesen,

"Siehe wir preisen selig, die erduldet haben. Die Geduld Hiobs habt ihr gehört, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer."

Oder wie die Zürcher Bibel es sagt,

"Siehe, wir preisen die selig, welche ausgeharrt haben. Von dem geduldigen Ausharren Hiobs habt ihr gehört, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen, das der Herr reich ist an innigem Erbarmen und voll Mitleid." Jakobus 5:11.

Was ist die Bedeutung von `geduldig, ausharren'? - Es will sagen, es ist jemand der an einem langen Wettlauf, ohne Schwäche oder zu fallen, teilnahm.

So fragen wir,

Verlor Hiob alles was er hatte? Seine Besitztümer, Diener, Kinder, Gesundheit, Freunde, und seine Frau . . .?

Ja! - Sie wurde ein Instrument Satans, denn sie sprach, `Ja, sage Gott ab und stirb!' Hiob 2:9.

Hiob verlor alles genauso wie die Frau im Gleichnis Jesu. So wurden auch seine Freunde seine Verkläger.

Wer nahm alles von Hiob weg? Sein Widersacher tat es, wie der Widersacher im Gleichnis Jesu - der Satan - der nahm alles von Hiob weg.

Wie reagierte Hiob dazu? - Er schrie zu Gott um Gerechtigkeit. Innerhalb von 36 Kapiteln schreit er auf zu Gott, um Recht zu finden. - Er sagt, `Was ist los mit mir. Herr, sprich zu mir. Er hört aber nichts, nur fortwährendes Schweigen.

Versucht Gott ihm auszuweichen? Verzögert Er Seine Antwort?

Ja, es findet eine Verzögerung statt. Gibt Hiob aber auf?

Nein! Er bittet wie die Witwe, beharrlich, von Gott gehört zu werden.

Er sagt, `Ob er mich auch erwürgen wird . . . will ich meine Wege vor ihm verantworten.' Hiob 13:15.

So fechtet Hiob bewusster Weise um geduldigen Glauben.

Hiob sagt, "Ich weiß das mein Erlöser lebt!" (Hiob 19:25) Er fährt fort, `Auch wenn ich nicht versteh, warum ich dies alles vertragen muss, bewahre ich meinen Glauben.' So finden wir über Hiob auch das gleiche Wort für `Geduld' wie es auch in der Offenbarung (13:10 & 14:12; Jak. 5:11) steht.

Es vergeht aber einige Zeit.

Gibt Gott aber letzten Endes Hiob eine Antwort?

Gibt Gott ihm wieder was er verlor - nach der Krise - die durch seinen Widersacher verursacht wurde? - - Ja!

Im Buch Hiob, was geschah mit dem Widersacher? Wenn wir Kapitel 41 sorgfältig lesen, erkennen wir das `Leviathan', als Symbol, die Rolle Satans beschreibt. Was geschah mit Leviathan?

Wir lesen,

"Zu der Zeit wird der Herr heimsuchen mit seinem harten, großen und starken Schwert beide, den Leviathan, der eine flüchtige Schlange, und den Leviathan, der eine gewundene Schlange ist, und wird den Drachen im Meer erwürgen." Jesaja 27:1; Offb. 20:14.

Gott wird also den `Leviathan', den Satan zerstören.

Hiob erfuhr aber auch eine Verzögerung.

Gab Hiob auf? Nein! Hiob war ein rechter Mann des Glaubens.

Die Drei Männer im Feuerofen

Die Erfahrung der drei Männer im Feuerofen ist auch ein Symbol für Ereignisse in der Endzeit. Warum?

  • Erstens, Nebukadnezar lebte sieben Jahre lang wie ein Tier.
  • Er richtet ein Ebenbild auf und versteckt darin ist die Nummer 666.[500]
  • Nebukadnezar sagt, das jeder der nicht kniet und das Ebenbild anbetet, umgebracht werden soll, Dan. 3:6.

    Wir bemerken also Parallelen mit Offenbarung 13. Der einzige Unterschied ist, das wir in Daniel ein lokales Ereignis haben, am Ende der Zeit wird es aber ein weltweites Ereignis sein - und wir bemerken wie heutige Geschichte solche Prophetien bestätigen. Diese Biblischen Geschichten unterrichten uns über die weltweite Krise im voraus.

    Frage: Verloren die drei jungen Männer alles?

    Man fesselte sie und bereitete alles vor sie umzubringen.

    Könnte Gott sie gerettet haben, bevor sie in den Feuerofen geworfen wurden?

    Verzögerte Gott ihre Bitten um Hilfe?

    Ja! Er wartete. Er prüfte ihren Glauben unter ernsten Umständen.

    Erfuhr ihr Glaube eine schwere Prüfung?

    Ja! Es kam so, das was mit ihnen geschah, ihren Glauben prüfte, ihren Glauben verstärkte, und ihren Glauben fest gründete so das er nicht mehr umgestoßen werden konnte.

    Es fand aber eine Wartezeit statt!

    Und so ist es keine Überraschung das der Ofen sieben mal heißer geschürt wurde und Gottes Volk, die am Ende leben werden, die sieben Plagen durchstehen, die ihr Feuerofen sein werden, die Prüfung des Glaubens der Heiligen Gottes.

    Dann sieht Nebukadnezar aber ein vierte Person im Ofen frei im Feuer gehen (Dan. 3:25), und er ist gleich, "als wäre er ein Sohn der Götter."

    Und wir mögen wundernd fragen, wie konnte der heidnische König wissen, wie der Sohn Gottes aussieht?

    Was ist die Antwort?

    Er konnte es wissen, da Daniel mit ihm vorher sprach, und ihm beschrieb, wie der Sohn Gottes aussieht, da er Ihn in seinem Prophetischen Traum gesehen hatte, Daniel 2:19, 22.

    So sprach Nebukadnezar in einem späteren Text, `Gott ... sandte seinen Engel, um seine Knechte, die Ihm vertrauen, zu erretten.' Dan. 3:28.

    Wer ist dieser `Sohn Gottes'?

    Der `Sohn Gottes' ist der Engel, Prinz, oder der `Fürst des Bundes', Dan. 11:12; der Botschafter Engel des Herrn, Maleachi 3:1.

    Er ist die gleiche himmlische Person über die wir in 1.Thessalonicher 4:16 lesen: "Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und mit der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst."

    Wen stellt der Erzengel dar?

    Paulus schrieb wie wir lasen, `Der Herr ist es dessen Stimme die des `Erzengels' ist.

    Zurück zu Daniels drei Freunden. Wurde ihre Glaube nach einer Verzögerung belohnt?

    Ja! Die Bibel berichtet, als sie aus dem Ofen herauskamen, sah man das die Flammen sie nicht verletzten, Dan. 3:26,27.

    Wird Gottes Volk, am Ende der Zeit eine ähnlicher Erfahrung durchleben müssen - mit Bezug auf das Tier, dem Ebenbild, dem Malzeichen, und über die Nummer seines Namens?

    Ja, ganz und gar so.

    Und der Ofen wurde sieben mal heißer gemacht, und am Ende haben wir die sieben Plagen, deren Zeit Gottes Volk geduldig durchleben muss.

    Warum lässte Gott am Ende diese schwere Prüfung ihres Glaubens zu?

    Ist es nicht so, das Babylon lehrt das Gottes Volk vorher entrückt wird, und sie die Zeit der Trübsal auf Erden nicht erfahren müssen?

    Ja, Babylon sagt, `Hört gut zu, Gottes Volk wird nicht in der Zeit der Trübsal auf der Erde sein. Die Kirche Gottes ist dann schon im Himmel, wohin sie vorher entrückt wurden.'

    Warum würde der Teufel solch eine Lehre gutheißen?

    Er ließ dies aufkommen, da er es nicht will, das die Menschen auf diese Zeit der Trübsal vorbereitet sein werden.

    Das ist so, da wir den Glauben, den wir für diese Zeit äußerster Schwieirgkeiten haben müssen, nocht nicht besitzen.

    So, wann sollten wir solch einen starken, Gott vertrauenden Glauben entwickeln? - - Wir sollen es gleich jetzt tun!

    Aber wie?

    So! Wenn jemand unter euch zur Kirche oder zur Gemeinde geht, und jemand sagt, `Oh, ich werden hier, in diese Kirche, nie wieder hinkommen.'

    Jene die so denken, warum sollte man von ihnen annehmen ,das sie die Zeit der Trübsal durchstehen werden können, und Gott treu bleiben?

    Solche Erfahrungen sollten uns lehren, das wir stramme Haut haben müssen, aber ein weiches Herz.

    So seit nicht so leicht beleidigt und ganz aufgebracht wegen solcher unwidrigen Dinge.

    Wir sollten lernen Christen zu sein, die fest im Glauben gegründet sind. Aber nicht, wie wir uns mit Vers und Text gegenüber anderen Leuten benehmen mögen, aber in unserem persönlichen Glauben. Internet `Papier' ist schon geduldig. Leute können es in Ruhe lesen.

    Wir benötigen Geduld und anhaltenden Glauben, Eph. 6:13, damit wir nicht unter Anfechtungen wankeln.

    Der Glaube der Kanaaniterin

    Wir mögen uns daran erinnern, das die Kanaaniterin einen geduldigen Glauben offenbarte, als sie zu Jesus kam, Matth. 15:22-28. Die Bibel berichtet, das Jesus einfach weiterging, ohne sie zu beachten. Endlich, sollten wir annehmen, das die Frau dachte, `Oh, er nimmt keine Interesse an mich, ich geb auf?

    Ging es so zu?

    Nein, überhaupt nicht. Sie folgt ihm so nah, das sogar die Jünger ungeduldig mit ihr werden.

    Die Frau überhörte was die Jünger miteinander sprachen. Gibt sie deswegen aber auf? Nein! Nichts entmutigt sie!

    Endlich sagt Jesus, `Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel, und du bist eine Kanaaniterin!'

    Die meisten von uns würden darauf wohl fortgegangen sein.

    Nicht aber diese Frau. Sie fährt fort Jesus nahe zu bleiben. Sie sagt, `Oh Herr Hilf mir!'

    Jesus vergleicht sie dann mit einem Hund.

    Sie bewahrt aber ihren Glauben. Sie wusste das Jesus eigentlich nicht so war. Sie muss zu der Erkenntnis gekommen sein, das er ihren Glauben prüfte. - Sie wusste, obwohl er verzögerte ihr zu helfen, das sie ihm vertrauen konnte! Sie wusste vieleicht auch, das Jesus schon als Kind eine Geduld entwickelte, die durch nichts erschüttert werden konnte.

    Alles was sie wollte, waren die Brotkrümel vom Tisch des Herrn. Das läßt uns wissen, das sie die Art und Weise wie Jesus sprach, Seine Geschichte, sehr gut kannte.

    Endlich ruft Jesus aus: "O Weib, dein Glaube ist groß! dir geschehe, wie du willst. . ." Mt. 15:28.

    Solchen geduldigen, unverminderten, Gebet und Bibelstudium gefüllten Glauben, sollen wir auch entwickeln, damit wir es durch die kommende Zeit der Trübsal schaffen können. Wir müssen unser Zeugnis geben, Gottes Heilige in ihrer Kirche besuchen, an den Gottesdiensten teilnehmen - dies ist die Zeit für uns, solchen unwankbaren Glauben zu entwickeln - wenn dann schwere Zeiten kommen, ist es zu spät unseren Charakter Jesus ähnlicher zu machen.

    Seid Ihr nun dankbar, das Jesus uns die drei Engelsbotschaften gab? Das Er uns warnt, damit wir uns für die Endzeit vorbereiten können?

    Lasst uns aber noch Lukas Kapitel 18 ansehen - darin befindet sich der beste Teil.

    Bald am Ziel

    Wir lesen,

    "Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen?" Lukas 18:7.

    Der letzte Teil dieses Verses wurde verschiedener Weise übersetzt. Die Zürcher Bibel hat, `... sollte bei ihnen Langmut (gegen ihre Gegner) üben?'

    Die `Gute Nachricht Bibel' hat einfach, `Wird er zögern?'

    Enthält die Bibel hier den gedanken einer Verzögerung?

    Ja, so lesen wir es, und sie werden zu Gott schreien Tag und Nacht, so wie Jesus.

    "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich heule, aber meine Hilfe ist ferne. Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht." Psalm 22:1,2.

    Dies sind die genauen Worte die Jesus am Kreuz ausrief Matth. 27:46. - Jedoch Sein Vater antwortete nicht.

    Gab Jesus daraufhin auf? Nein! Sein Glaube wuchs. Wir können auch solchen Wort gegründeten Glauben haben und wir sollten ihn jetzt entwickeln, während wir noch etwas Zeit haben, noch Sein Wort studieren können, ... in der Sabbatschule und im Gottesdienst geduldig lernen.

    Als Jesus eine Verzögerung durchlebte, als Sein Vater ihm nicht antwortete, gab ihm das den Entschluß aufzugeben? - Nein!

    Jesus erhielt nicht gleich wonach er sich sehnte - er gab aber nicht auf.

    Wie Jakob und Hiob so vertraute auch Jesus seinem himmlischen Vater.

    Im Hebräerbrief finden wir darüber etwas. Dort steht geschrieben,

    "Während seines Lebens auf der Erde betete und flehte Jesus mit lautem Schreien und unter Tränen zu dem, der ihn vom Tod retten konnte, und er bekam Antwort, weil er Gott ehrte." Hebr. 5:7, GNB.

    Wie erwies Sein Vater das er Ihn hörte?

    Er erwies es dadurch, das er am Auferstehungsmorgen einen mächtigen Engel vom Himmel sandte und dieser Engel sprach, "Was suchet ihr die Lebendigen bei den Toten?" Lk. 24:5. Das ist ungefähr so, wie zu sagen, `Steh auf, Sohn, dein Vater ruft dich.'

    Warum wurden Jesus solche Erfahrungen in seinem 3 1/2 Jahre langen Wandel und in Gethsemane zuteil?

    Wir lesen,

    "Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt." Hebr. 5:8.

    Jesus blieb durch alle Schwierigkeiten gehorsam. Sein Gehorsam wuchs täglich.

    Das ist es wonach wir uns sehnen sollten, wir, die wir das Vorrecht haben am Ende der Zeit angekommen zu sein, und in diesen letzten Tagen leben. Wir erkennen das unsere Anfechtungen im Ofen des Lebens kommen, nicht um uns zu vernichten, aber um uns von allem Schlack und Dross zu reinigen. Deshalb lesen wir:

    "Siehe, ich will dich läutern, aber nicht wie Silber; sondern ich will dich auserwählt machen im Ofen des Elends." Isa. 48:10.

    So steht es auch geschrieben,

    "Er aber kennt meinen Weg wohl. Er versuche mich, so werde ich erfunden werden wie das Gold." Hiob 23:10.

    Gott erlaubt es das Anfechtungen über uns kommen damit wir alle Erdlichkeit verlieren. Es sind diese Erdgebundenen Charakter-Eigenschaften, nicht Weltlichkeit, die dann verschwinden werden. Gottes Volk, wird dann nicht mehr für schon längere Zeit Teil der Weltlichkeit sein; sie haben aber noch einige Dinge, die sie mit der Erde verbinden. Gott will es, das wir himmlisch gesinnt denken lernen während wir noch auf Erden leben - denn sonst würde der Schock, auf einmal auf dem Planeten `Himmel' (um es verstehen zu können) zu stehen, sehr groß sein. [800]

    Oh, einige mögen sagen, `Du denkst du bist schon so hoch im Himmel, du kannst uns hier nicht mehr helfen.'

    So kannst du dann antworten, `Ihr seid noch so Erdverbunden, ihr seit nichts im himmlischem Gut.'

    Gott wird allen Schlack von uns entfernen damit nur reines Gold übrig bleibt. Das ist es was zur Zeit der Trübsal mit dem Volk Gottes vor sich geht.

    "Satan verleitet viele zu glauben, daß Gott ihre Untreue in geringeren Sachen des Lebens übersehe; aber der Herr zeigt in seiner Handlungsweise mit Jakob, daß er in keiner Weise das Böse gutheißen oder dulden will. Alle, die sich bemühen, ihre Sünden zu entschuldigen oder zu verbergen und sie unbekannt und unvergeben in den Büchern des Himmels stehen lassen, werden von Satan überwunden werden. Je größer ihr Anspruch auf Frömmigkeit und je ehrbarer die Stellung, die sie innehaben, desto ärger ist ihr Benehmen in den Augen Gottes und desto sicherer der Sieg ihres großen Gegners. Wer die Vorbereitung für den Tag Gottes aufschiebt, kann sie nicht in der trübseligen oder zu irgendeiner späteren Zeit erlangen. Sein Fall ist hoffnungslos." {GK Kap. 39, par. 18}

    Gott will es das Sein Volk der Endzeit beständig und immerzu Seine Seite erwählt, nur Ihm dient.

    "Würden den Menschen die Augen geöffnet, so würden sie Scharen von starken Engeln erblicken, die um jene lagern, die das Wort der Geduld Christi bewahrt haben. Mit zärtlichem Mitleid haben die Engel ihren Jammer gesehen und ihre Gebete gehört. Sie warten auf das Wort ihres Gebieters, um sie aus der Gefahr herauszureißen. Sie müssen jedoch noch ein wenig länger warten. Die Kinder Gottes müssen den Kelch trinken und mit der Taufe getauft werden. Gerade der für sie so quälende Verzug ist die beste Antwort auf ihre Bitten. Indem sie danach trachten, vertrauensvoll auf den Herrn zu warten, daß er wirke, kommen sie dahin, Glauben, Hoffnung und Geduld zu üben, die in ihrem religiösen Leben zu wenig geübt worden sind. Dennoch wird um der Auserwählten willen die trübselige Zeit verkürzt werden. "Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen? ... Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze." (Luk. 18, 7. 8.) Das Ende wird schneller kommen, als die Menschen es erwarten. Der Weizen wird gesammelt und in Garben gebunden für die Scheune Gottes; das Unkraut aber wird für das Feuer der Verwüstung in Bündel gebunden werden." {GK Kap. 39, par. 48}

    Verstehen Sie jetzt was die Sache mit `der Geduld der Heiligen' bedeutet, und wie sie Teil der dreifachen Engelsbotschaften ist?

    Während Gottes Volk diese Geduld entwickelt, steht es auch geschrieben, das sie die Gebote Gottes halten werden. Alle zehn Gebote, denn sie lieben Gott.

    Mag Gott mit Euch sein. Haltet fest den Glauben an Jesus und schaut nur auf auf Gott dessen göttliche Wahrheiten Eure Herzen umgestalten werden.


    Bibliographie & Notizen

    [100] Was ist die Bedeutung von einem Bild oder Ebenbild in der Offenbarung? Wenn ein `Tier' ein Abbild, Bild oder Ebenbild von einem anderen Tier aufrichtet bedeutet es das es seinen Charakter verändert. In diesem Fall ändert es seinen Charakter von einem friedlichen Tier zu einem unfriedlichen Tier, denn es steht geschrieben, "... ihm ward gegeben, zu streiten mit den Heiligen" Offb. 12:17; 13:7; Dan. 7:21. "Ihm" ist das Seetier das 1260 Jahre lang seine Macht ausübte bis Napoleon seiner Häupter eines in 1798 gefangen nahm, es aber einige Zeit später wieder seine Macht zurückerhält. Dieses Seetier, erhält unterstützende Hilfe von dem Lamm ähnlichen Landtier, das den Charakter des Seetiers animmt. Da diese Tiere Länder und regierende Oberhäupter darstellen, sehen wir im Vergleich realer Geschichte, das die Kirche mit Hauptquartier in Rom, das Protestantische Amerika, zu dessen Glauben überredet, und der Inhalt will sagen, das am Ende der Zeit Amerika eine verfolgende Macht sein wird, das wider die Heiligen streitet, eigentlich einseitigen Krieg gegen sie führt, denn diese Heiligen streiten nur mit geistlichen Dingen, dem Wortlaut (den Geboten) des Wortes Gottes. Das "Bild" ist also die einzige Lamm Macht, die den Willen Roms (des Bösen) ausführt und gegen Gottes Willen streitet, und sie endlich umzubringen versucht, Offb. 13:15. Das Zweite Kommen Jesus setzt diesem Treiben ein Ende und bringt diese Mächte um, mit der Helligkeit Seiner Erscheinung (1Thess. 2:8), und 1000 Jahre später vor Gericht, wo sie ihr Urteil hören und empfangen werden.

    [400] Was ist der Zorn Gottes?
    Ist der Zorn Gottes so wie der Zorn des Teufels?(Joh. 3:36; Kol. 3:4-6; Offb. 14:10,19; 12:12) Oder ist der Zorn Gottes so wie der Zorn der Menschen? Ist Gott nicht ein Gott der Liebe? So, was für ein Zorn kann von Liebe kommen? Ist Gott Liebe und auch etwas anderes als Liebe? Was ist die Antwort dazu? - Die Antwort ist, das alles, das von Gott kommt, kommt, da er unser "abba" liebevoller himmlischer Vater ist und er uns liebt. Die Liebe Gottes besteht aber aus zwei Prinzipien, Gerechtigkeit und Gnade. Der Satan versucht immer wieder diese zwei von einander zu trennen; da, wenn Gott nur Gerechtigkeit ist, sie Ihn hassen würden, da sie dann denken, das Er wie ein Teufel wirkt der letztere der immerzu auf uns mit seinem Finger zeigt und behauptet, das wir Sünder sind und deshalb nicht gerettet werden können; das wir niemals dort sein sollten, wo er vor seinem Fall einst lebte. Wenn Gott aber nur Gnade ist, würden die Menschen denken, das Er wie ein Weihnachtsmann ist, was zu fortwährender Auflehnung gegen Gott und vermessenes sündigen führen würde, und die Menschen dann verloren wären. Deshalb versucht der Teufel die Gerechtigkeit und Gnade Gottes immer zu trennen.
    Wann zeigte Gott seine Liebe jemals? Am Kreuz auf dem Jesus starb wo sich "... Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen," Psalm 85:11, schon vor so langer Zeit. - Wie können wir die Gerechtigkeit Gottes am Kreuz erkennen?
    Da der Zorn Gottes dort auf Ihn selbst fiel, auf den Sohn Gottes - und der Vater dort auch litt mit Seinem Sohn, 1.Petr. 2:24.
    Es verhält sich dann also so, das der Zorn Gottes auf Ihn selbst fällt, da dies die leichtere Lösung zweier großer Übel war.
    Was waren die zwei Übel?
    Eines der Übel war der Zorn Gottes, wie der auf Jesus fiel.
    Was war dann das andere, weniger schwere Übel?
    Gab es einen Ausweg? Würden Sie denken, wenn Gott die ganze Welt vernichtet hätte, wäre das ein größeres Übel, als Seinen Sohn auf einem Kreuz einen fürchterlichen Tod sterben zu lassen?
    Was ist die Antwort? Die Antwort ist, "Ja!" Warum?
    Denn, "... also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Joh. 3:16.
    Gott wählte Seinen Tod als ein kleineres Übel als die ganze Welt zu vernichten - das ist Liebe - Liebe und Gnade zusammen in Jesus, dem Schöpfer des Himmels und der Erde.
    So sehen wir ein, das der Zorn Gottes nichts mit dem Zorn des Teufels zu tun hat. Nichts. Wir können die beiden nicht miteinander vermischen. Der Zorn Gottes ist nicht rot-heißer, wütender Zorn wie wir ihn hier auf der Sündenschweren Erde kennen. Der Zorn des Teufels versucht sogar immerzu seine eigenen Nachfolger zu zerstören, da er nur sich selber liebt. Der Teufel und seine gefallenen Engel lieben sich auch nicht, da Liebe nur von Gott kommen kann.
    Der Zorn Gottes offenbart sich darin, wie lange er immer und immer wieder versucht uns Menschen auf Seine Seite zu bringen. Er möchte gerne alle Menschen erlösen, wird aber nicht den Frieden im Himmel in Gefahr bringen, und unbußfertige Menschen hinein lassen, Nah. 1:9. Er zahlte eine hohen Preis für die Erlösung Seiner Heiligen, sie trotz vieler Schwierigkeiten, zu erlösen.
    So, in diesem Sinn sind "der Zorn Gottes" und "der Zorn des Lammes" das gleiche - die reale Einsicht, das einige Frauen und Männer die freie Gabe der Erlösung ablehnen und nicht mit ihrem kurzen Leben in Sünde eintauschen wollen. Sie wollen Gottes Botschaften, Sein Testament für uns Sünder, nicht durch denken. Sie wollen keine Zeit mit Ihm in Seinem Wort verbringen - und so stimmen sie Gott traurig - eine Reaktion die in der Bibel der Zorn Gottes und des Lammes genannt wird. Das `Lamm,' "Immanuel" (Matth. 1:23) das Jahrelang durch Menschen schlecht behandelt, geschlagen und zornig bezweifelt wurde, bis Gott endlich diese unverbesserlichen Leute alleine lässt, da die Haushalter das so wollten, Luke 16:14-31.
    Gott übernimmt den "Zorn" selber statt ihn dem Teufel aufzuerlegen, da die Menschen Ihn sonst in der Furcht des Zornes Gottes anbeten würden.

    [500] Das Standbild war 60 Ellen hoch und 6 Ellen breit. Das würde es zwei dimensional machen also muss es wohl auch 6 Ellen tief gewesen sein, eine zufriedenstellende Ähnlichkeit mit der Nummer 666.

    [800] Was ist der Unterschied zwischen (a) Weltlichkeit und (b) Erdlichkeit oder Erdgebundenheit? (a) Weltlichkeit hat wohl mit einigen der folgenden Merkmalen zu tun: "Misvertrauen, mürrisch murmeln, unruhig sein, ungeheiligt sein, verachtsam, Drang böses zu tun, unreines Leben, unreine Gedanken, Stolz, Modisch, Unzufriedenheit, selbst-Lob." {AA 247}
    Was ist Weltlichkeit? Weltlichkeit versucht den Platz Gottes im Leben der Menschen einzunehmen. Verlangender Geiz bezaubert die meisten Menschen, zerstört ihre noblen Eigenschaften, und verdirbt ihren menschlichen Charakter, bis sie verdorben sind. Deshalb warnt Gott unser Vertrauen nicht auf Schätze in der Welt zu setzen.


  • Bible Topics Main Menu Submenu
    .