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Der Zerschmetternde Fall der Königin Nefertiti von Damien F. Mackey |
Wenn Maryalice Yakutchik am Anfang eines Artikels für den Entdeckungs/ DiscoveryChannel.com [001] schreibt das: "Im großen und ganzen wissen wir nichts über Nefertitis Herkunft bevor sie Mitregentin an der Seite ihres Ehemannes, Pharaoh Akhnaton, wurde, der von 1352 bis 1336 v.Chr. regierte", dann gewinnt man nicht gerade großes Vertrauen, das sie imstande sein wird die Frage beantworten zu können: "Wer war Nefertiti?". In gleicher Weise wird das Vertrauen kaum erhöht, wenn der Autor berichtet (mit Bezug auf die Ägyptologin wie Joyce Tyldesleys Bemühungen in ihrem Buch mit dem Titel `Nefertiti') das "Nefertiti war eine schwer zu dokumentierendes Thema für Tyldesly", da, sagt sie, nur "`wenige Fetzen von Beweismaterial' konnten benutzt werden, um eine Anzahl von Interpretationen über diese Sonnenkönigin zu unterstützen". Und Yakutchiks weitere Kommentare, das "Nefertitis Herkunft - wie auch ihr Untergang - unter mysterischen Umständen verhüllt bleiben" wird auch wiederholt in einem anderen `Akhet Ägyptologischen' Artikel mit dem Titel `Nefertiti', wo ähnliche, kaum hilfreiche - da man sich über sie ja so unsicher ist - Bemerkungen gemacht werden: "Wenig ist über die Herkunft Nefretitis bekannt, es scheint aber das sie von einer königlichen Blutlinie herstammte". [005] So wundert man sich immer wieder warum es so oft der Fall ist, das man Ägyptologen, und auch andere Altgeschichtler, immer wieder die Phrase wiederholen hört: "… man weiß darüber sehr wenig …"? Ein großer Teil des Problemes ist natürlich darauf zurückzuführen das Akhnaton, und seine schöne Frau Nefertiti, einem falschen Jahrhundert zugewiesen wurden, dem 14. statt dem 9. Jahrhundert v.Chr. Nicht bis Immanuel Velikovsky in `Ages in Chaos' anfing diesen Fehler zu berichtigen, konnte man Fortschritte zu diesem Thema erwarten. Es ist ein großer Schade, das die bekannten Ägyptologen unfähig waren, ihm etwas mehr Aufmerksamkeit gegönnt zu haben, wenigstens in seiner grundlegenden Behauptung, das eine radikale, chronologische Revision auf Grund der neuen Erkenntnisee über die Sothisch- begründete Geschichte Ägyptens notwendig ist. Es ist auch sehr schade, das ihre Wachsamkeit nicht erhöht wurde durch die Tatsache, das ihre Bemühungen, eine geschichtlich synchronisierte, zusammenhängende Darstellung fertigstellen zu können, immer wieder den Ausruf verursacht, "... es ist so wenig darüber bekannt …". Im Vergleich dazu, kann eine sinnreiche Revision viel zu einem besseren Verständnis der geschichtlichen Sachlagen beitragen. In diesem Artikel hoffe ich dies wieder aufzuzeigen. Diesmal mit Bezug auf die Königin Nefertiti so das sie jetzt eine Person werden kann, über deren Herkunft wir ziemlich viel wissen und wir diese jetzt vollständig offenbaren können: Aber mit einem Hintergrund im 9. und nicht im 14. Jahrhundert. Die Geschichte Akhnatons und Nefretitis im 9. Jahrhundert v. Chr. Während ich vor nicht allzulanger Zeit einen Artikel, `Die Vielen Gesichter des Horemhab' [VGH] (noch nicht übersetzt), fertigstellte, fiel mir plötzlich eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem Ende der Nefertiti und der biblischen Königin Isebel auf. In konventionaler Geschichte soll Nefertiti natürlich ca. 500 Jahre vor der Zeit Jezebels gelebt haben. Und was für vergleichbare Ähnlichkeiten sollte man tatsächlich zwischen der delikaten, schönen Nefretiti und der üblen Isebel zu finden hoffen, ausgenommen, das beide den gemeinsamen Titel "Königin" trugen? Nun, dies ist wo die Revision - wenn richtig angefangen - eine reiche Ernte, wie schon erwähnt, einbringen kann, die niemals in dem nun fehlgeschlagenen konventionellen Geschichtsablauf gefunden werden kann. Nach dem was ich in meinem Artikel VGH schrieb, war einer der Wechselfiguren des Horemheb der biblische König Jehu (841-814 v.Chr.), der das Haus Ahabs zerstörte und damit auch Ahabs frühere Königin Isebel. Ich bemerkte das Horemheb auch, wie seine andere Persona Jehu, eine berühmte Königin `erschlagen' hatte, obwohl soll diesmal die Bedeutung `erschlagen' nur symbolisch zu verstehen sein. Diese Königin war Nefertiti. Meine erstweiligen Gedanken und Schlußfolgerungen bestanden darin, das Horemheb, treu zu seiner Gestalt als Jehu, zweimal eine königliche Frau mit größter Verachtung behandelt hatte - einmal war es Isebel, und ein anderes mal war es Nefertiti - eine Frau, die in jedem der Fälle dafür bekannt war, ihre Mitmenschen für einen heidnischen Kult zu begeistern.[010] Aber zuerst hatte ich nicht erkannt, daß das Ende der Isebel das gleiche Ereignis des Endes der Nefertiti war: Und das deshalb Nefertiti Isebel war. Zuerst möchte ich den Teil wiedergeben, den ich früher geschrieben hatte, und der mich nun plötzlich veranlassen würde schnell anzuhalten und die gesammte Geschichte wieder zu durchdenken: mit Bezug auf, wer war Nefertiti, und zu schlußfolgern, das sie Isebel war. Seitdem habe ich mir vorgenommen diesen Teil aus meinem VGH Artikel herauszuheben und ihn als den Zentralpunkt für diesen neuen Artikel zu machen. In dem folgenden Teil finden sie das bemerkenswerte Thema erklärt, angefangen mit Horemheb und Nefertiti, und dann geht es weiter mit Jehu und Isebel:
Wie Jehu, im Fall des Baal, so ließ auch Horemheb keinen Stein umgekehrt - im wahrsten Sinn des Wortes - wenn es dazu kam, die letzten Überbleibsel der heretischen Religion zu zerstören. Er kehrte einige der Steinblöcke von Nefretitis Säulen von Hwt-Benben um, damit sie dann nur Teilszenen ihres originalen Aussehens darstellten. Er zerstörte auch ihre bildlichen Darstellungen [015]. Sie, die in Amarna ein Ansehen wie eine Göttin hatte [020], wurde nun mit größter Verachtung behandelt wie es auch R. Winfield Smith erklärt [030]:
Wir mögen uns an dieser Stelle an die Verachtung erinnern, die dieser Syrische Kommandant früher, in Zeiten ähnlicher Umstände, aufzeigte; und wie er die andere bemerkenswerte Königin Isebel wegen ihrer religiösen und politischen Überzeugungen behandelte.
Horemheb, in seiner Reinigungscampaign gegen den Atonismus, folgte dem gleichen grundlegenden Prinzip wie Jehu es auch tat, als er die Anhänger der Baalkultur überall in Israel verfolgte. [Ende dieses Teiles der Vergleichung]. Mir wurde aber bald bewusst, das dies die gleiche Königin sein könnte, die vor dem gleichen General vernichtet wurde, und ich fing an weiterhin nach Parallelen zwischen Nefertiti und Isebel zu suchen. Das Ergebnis - obwohl kurz - war sehr ermutigend. Was Ägyptologen immer als sehr unverständlich mit Bezug auf Nefertiti ansahen, nämlich ihren Anfang und ihr Ende (die Buchenden ihres Lebens), diese konnten jetzt, wie ich glaubte, tatsächlich verstanden werden. So erlauben sie mir bitte in wenigen Zügen das öffentliche Leben dieser Nefertiti, wie ich es verstehe, durch ihre Wechselperson der Isebel zu beschreiben. Teil A: Ihr Öffentlicher Dienst Die Herkunft der Königin Wie es scheint, haben wir volle Freiheit die Herkunft der Nefertiti zu untersuchen da wir ja gerade lasen, das Ägyptologen dazu keine Antwort finden konnten. J. Dunn ("Queen Nefertiti") presentiert eine typische, hypothetische Version mit Bezug auf die Herkunft der Nefertiti: "Es kann sein das Nefertiti nicht von einer königlichen Blutlinie herkam. Sie war wahrscheinlich die Tochter des militärischen Offiziers und späteren Pharaos Eye, der seinerseits ein Bruder der Königin Tiy gewesen sein mag. Eye nannte sich manchmal "der Vater des Gottes", was anzudeuten scheint, das er Akhnatons Schwiegervater war, obwohl es dazu aber keine spezifische Quellen gibt. Nefretitis Schwester Mutnojme jedoch, findet man oft im Grab des Eye, im Tal der Könige am westlichen Nilufer in der Nähe von Theben (Luxor), abgemalt. Obwohl wir aber wissen das Mutnojme sicherlich die Schwester von Nefertiti war, bedeuten ihre prominenten Abbildungen im Grab des Eye nicht unbedingt, das sie mit ihm eine Verbindung hatte. Andere schlugen vor, das Nefertiti eine Tochter von Tiy gewesen sein könnte, oder das sie Akhnatons Kusine war. Sie mag aber auch als "Erbin" der Generation des Ahmose-Nefertari zugehören, obwohl sie niemals als des Götzens Amuns Frau beschrieben wird. Sie selber jedoch, behauptet niemals, das sie eine Tochter des Königs war, und so wissen wir, das sie nicht einer direkten erblichen Linie angehörte. Hier finden wir also reichliche Vermutungen erwähnt. Man kann ja auch keine vorgeschlagene Verbindung mit Eye überzeugend darstellen. Wenn jedoch Nefertiti Isebel war, wie ich es vorschlage, dann kann die typische Ansicht, das sie keiner königlichen Blutlinie zugehört, nicht mehr aufrecht erhalten werden, denn wir lesen (1.König 16:31): "... er nahm sogar Isebel, die Tochter Ethbaals, des Königs der Sidonier, zum Weibe ...". [Einige schlagen vor, das Ethbaal ein Priesterkönig in Tyrin war, der über die Sidonier herrschte, wir denken aber das Ethbaal ein weiterer Name des vielnamigen Ben-Hadad/ Abdi Ashirta/ Tushratta/ Ashurnasirpal/ Ethbaal war, da wir ja sahen, das Ben Hadad das gleiche Küstengebiet eroberte das Tiglathpileser III. 150 Jahre später einnehmen würde. (Vgl. 1.König 15:20 mit 2.König 15:29)] Auf jeden Fall finden wir in diesem biblischen Text, glaube ich, die gesuchte Information für die Herkunft der Königin Nefertiti, die von der Blutlinie der Phönizischen (jetzt auch Mesopotamischen) Könige herkam. Da Isebel aber Ahabs Frau war, müssen wir erst die Königin mit Bezug auf Ahab, König von Israel, besprechen. Wenn wir das El Amarna Zeitalter Akhnatons in den richtigen geschichtlichen Hintergrund setzen, sollten wir imstande sein, die Zeitgenossen Ahabs im 9. Jahrhundert v.Chr., identifizieren zu können. Ich schlage vor, das wir dann auch unter den Briefen jene finden werden, die von Ahab und Isebel verfasst wurden. Ich habe ja vorher schon Ahab mit EAs Lab'ayu identifiziert, der sicherlich die nördlicheren Gebiete Israels (um Shechem herum) regierte. Ich habe auch Isebel mit EAs Baalat-Neše identifiziert; der einzigen Frau, die genug Einfluß und Macht in den EA Briefen hatte, an Könige zu schreiben. Dies ist was ich zu einer anderen Angelegenheit über Baalat-Neše, und ihren Verbindungen mit Lab'ayu (Ahab), schrieb:
In revidierter Geschichte würde Baalat Neše,die "Löwenfrau" ziemlich sicher Isebel, die Gattin Ahabs sein. Isebel fühlte sich auch genötigt offizielle Briefe zu schreiben, und dies auch "im Namen Ahabs [und sie] versiegelte sie mit seinem Siegel" (1.König 21:8). Es wäre wohl gut angebracht für die "Löwenfrau" (Baalat Neše) mit dem "Löwenmann" (Lab'ayu) verheiratet zu sein. Ihre Interesse an Aijalon, in der Nähe von Jerusalem, würde nicht unerwartet sein, da Lab'ayu selber auch sein Besorgnis für die Stadt ausgedrückt hatte. Baalat (Baalath, die Göttin von Byblos) ist nur die weibliche Form von 'Baal'. Aus diesem Grund ist der Name Baalat Neše gut mit dem Namen Isebel vergleichbar, wo der theophorische Teil: Neše-Baal(at) / "Nesebaalat" nur hinten angesetzt wird. Wenn diese Frau Isebel wirklich so fabelhaft schön war (wie wir es ja über Nefertiti wissen), dann sollten wir uns nicht wundern, das einige der bekanntesten Könige ihrer Zeit sie gerne von Ahab wegnehmen würden. Ahab selber aber war auch ein mächtiger König. Und wie das Lied geht: "Wenn du ein schönes Fräulein liebst, pass auf ... Ein jeder mag sie haben. Sie alle sagen, sie ist das schönste Mädlein in der Welt. …". Sicherlich hatte Ahab selber genug Frauen unter seinem Dach. Wir wissen von den EA Briefen 32 das er (als Lab'ayu) sich so weit wie nach Arzawa (Zilizien) bemühte, um dort eine Frau zu finden. Und der König Ben-hadad [I] hatte einst, nachdem er Samaria belagerte, Ahab befohlen: 'Bring mir dein Silber und Gold, deine Weiber und deine Kinder' (1.Köng 20:5). Aber nach einiger Zeit war die Belagerung Benhadads ohne Erfolg. Wir können wohl annehmen, das unter all den "Weibern" Ahabs, er Isebel bevorzugte. Und es könnte gut möglich sein, das er sich über sie (als Lab'ayu) äusserte, als er Akhnaton seine Treue versicherte, in dem er schrieb:
"Weiterhin, wie der König um mein Weib bat, wie kann ich sie zurückhalten? Was sollte ich tun, wenn der König von mir erbittet hätte: `Stoße ein Bronzmesser in dein Herz,' wie sollte ich diese Bitte des Königs nicht tun?"[050] Die Möglichkeit ist ziemlich groß, das Akhnaton (und sein Reichtümer liebender Vater Amenhotep III) schon seit einiger Zeit Königin Isebel begehrt hatten, die, als Baalat-Neše schon einige Male Briefe an Akhnaton geschrieben hatte, um dessen Hilfe zu bekommen. Und tatsächlich versuchte man schon ihren Ehemann (Lab'ayu) in Ketten an Pharaoh auszuliefern. Es war ihnen schon einmal gelungen, Lab'ayu zu fangen. Es gelang ihm aber, mit Stichgeld seine Freiheit wieder zu gewinnen (EA#245). Kurz danach würde der König eines gewaltsamen Todes sterben. Der betrügerische Ahab, typischer Weise, wies immer wieder auf seine Treue zu der Ägyptischen Krone hin, aber mit keinem Vorhaben dem Wahr zu bleiben. Genau so wie er letzten Endes Benhadads Verlangen einfach zurückwies: "Und er antwortete den Boten Benhadads: `Saget meinem Herrn, dem König: "Alles, was du deinem Knecht zuerst entboten hast, will ich tun, aber das kann ich nicht tun."'" 1.König 20:9 Vielleicht meinte der König von Israel auch in seinen hintersten Gedanken, als er in seinem dienerisch klingenden EA Brief davon sprach ein Messer in sein Herz zu stoßen, das er dies lieber tun würde als Pharaoh seine liebe Frau zu übergeben. Obwohl Ahab der König über das Land Israel war, wird einem beim Lesen der Abschnitte im Buch des 1.König ziemlich klar, das Isebel Ahab beherrschte. Er wandte sich immer wieder an sie, wenn er eine Niederlage erlitt, und sie konnte immer einen Auswegsplan vorschlagen, der oft Totschlag und Verrat verlangte. Und es war sie, die in Israel eine Version des Baalkultes anfing, wahrscheinlich den des Tyrien Typs, des Baal Melquart (obwohl einige Baal Shamem vorschlugen), und den der Astarte.
"Gar niemand hat so wie Ahab sich dazu hergegeben, zu tun, was dem Herrn misfällt, da sein Weib Isebel ihn verleitete." (1.König 21:25). ("Specialty Tyre - A City at the Crossroads of History"): "Während dieser Zeit bemühte sich der Prophet Elia ganz alleine, das nicht alle in Israel diesem Götzendienst des Baal anhingen. Später aber, nachdem Ahab in einer Schlacht den Tod erlitt (oder vielleicht sogar früher, während Ahab sich auf dem Kriegszug befand), gab es nichts was Pharaoh Akhnaton davon abhalten könnte das zu tun, was er schon lange tun wollte, nämlich Isebel für sich selbst zu erlangen. Auf diese Weise, noch am Anfang der Regierungszeit des Akhnaton, diese Königin, die ja auch schon eine Mutter war [des Ahaziah, der Sohn Ahab's und Jehoram (EAs Mut-Baal)] - wo der Letztere nun in dem Palast seines Vaters regierte - und der Athalia, dem Weib des Jehoram von Juda (EAs Abdi-Hiba), sie tat, was die Ägypter wohl schon lange erwartet hatten, sie begab sich nach Ägypten, um dort den komischsten Pharaoh in der ganzen Welt zu heiraten. Wir sollten uns deshalb auch nicht wundern, das sie dort mit heller Begeisterung empfangen wurde und einen Ägyptischen Namen erhielt:
"Die schöne (oder vollkommene) Frau ist angekommen." (2) Isebel (als Nefertiti) heiratete Akhnaton Isebels Ägyptischer Name lautet übersetzt "Die schöne (oder vollkommene) Frau ist angekommen" und dies "veranlasste einige Gelehrte anzunehmen, das Nefertiti aus einem fremden Land nach Ägypten reiste" wie Yakutchik es auch bemerkte. Auch Joyce Tyldesley unterhielt sich mit dieser Idee [060]:
Da ich glaube das Tyldesley den Nagel, in den vier Hauptgesichtpunkten ihrer Annahmen, richtig auf den Kopf getroffen hatte, in dem sie sich bewusst war, das Nefertiti eine Ausländerin war, die nach Ägypten kam, um unbeirrt den König zu heiraten, und die fremde Götter und un-Ägyptische Ideen mit sich brachte, die Akhnatons Glaubensabfall erklären, fuhr Tyldesley selber darin fort, eine entgegengesetzte Ansicht anzunehmen [070]:
"… Nefertiti, weit davon entfern eine Ausländerin zu sein, muss Mitglied einer reichen, elitischen Ägyptischen Familie gewesen sein". Nefertiti, jedoch, kam aus dem Ausland. Sie war eine Phönizische, nicht Ägyptische, Prinzessin, die den König Israels geheiratet hatte, und die fremde, un-Israelische, religiöse Ideen im Land einführte. Sie ging später, nach dem Tod ihres Mannes (oder spät in seiner Regierungszeit), nach Ägypten, um dort den sehr unkonventionellen Pharaoh Akhnaton zu heiraten, und ihn dazu zu verleiten, wie sie es auch mit Ahab tat, sich von den traditionellen Dingen zu distanzieren. Wir sollten auch erwähnen, das Isebel in ganz bemerkbarer Weise vollständig für die gleiche Zeitspanne, als Nefertiti in Ägypten, aus der biblischen Geschichte verschwindet, d.h. von der späteren Zeit Ahabs bis zum Ende der Regierung des Jehoram von Israel. (Es kann auch sein, das Akhnaton sie noch vor dem Tode Ahabs stahl). Der Einfluss der Königin über Ahab war so tiefgreifend das er, wie auch Salomo vor seiner Zeit, einen Tempel und einen Gedächtnisaltar der Aschera/Astarte (1.König 16:32-33) für seine ausländische Frau errichten ließ. Sie wird nun auch Akhnaton in gleicherweise dazu bringen, wahrscheinlich sogar in grösseren Ausmassen, da Pharaoh Zeit hatte sich auf ihre Ankunft vorzubereiten und deshalb studieren konnte, wie er die Königin mit Bezug auf Religion seine Gunst erweisen konnte. Und so finden wir, das einige Ägyptologen, wie wir es lesen werden, vorschlugen, das Nefertiti es war, anstelle des Akhnaton, die den Atonkult anfing. [085] Diesem Vorschlag muss ich auf Grund meiner Isebel Parallelen zustimmen. Wir mögen uns auch diese Frage stellen, `Bestand da eine Verbindung zwischen Nefertitis Tätigkeiten in Ägypten als ein fruchtbares Weib und der Fruchtbarkeitsgöttin Aschera/Astarte (Aphrodite)?' Wir erinnern uns auch an Jehus Bemerkung zu Joram über "Deiner Mutter Isebel Abgötterei und Zauberei wird immer größer" (2.König 9:22), als ob diese Angelegenheiten sich noch so kurz vor ihrem Tode ausbreiteten.
Man schrieb schon viel über das Leben der Nefertiti mit Akhnaton in el-Amarna (Akhetaten), wo sie ihm 6 Töchter, aber keine Söhne geboren haben soll. Diese Zeit ihres Aufenthalts dort ist wegen der vielen bildlichen Darstellungen in Akhetaten sehr gut bekannt. Es scheint das die beiden mit sich sehr verliebt waren und sich nicht zierten, dies öffentlich zu zeigen. Und tatsächlich konnten die beiden sich ziemlich unbekümmert und entblößt zur Schau stellen. Das Paar erschien gerne für das Publikum im `Fenster der Erscheinung' (oder auf dem Palastbalkon), wo sie sich dabei zeigen, wie sie die Strahlen des Aton geniessen. Es ist ganz deutlich zu sehen, das Akhnaton seine haupsächlichste königliche Gemahlin Nefertiti sehr liebte, genauso wie Ahab sie auch vor ihm liebte. Akhnaton und Nefertiti benahmen sich untrennbar in den frühen Wandbildern, viele zeigen die Familie in einer liebevollen, fast utopischen Komposition. Manchmal wird der König gezeigt, wie er mit ihr in seiner Kutsche herumfährt, sie öffentlich küsst und, mit ihr auf seinen Knien sitzt. Eine Inschrift für sie lautet so: "… die Erbin, Groß im Palast, hübsches Angesicht, geschmückt mit den Doppelblumen, Herrin der Freude, Prächtig ausgestattet, zu deren Stimmesklang der König sich erfreut, die grosse Gemahlin des Königs, seine Geliebte, die Frau der Zwei Länder, Neferneferuaten-Nefertiti, mag sie immerfort und immer leben." Nefertiti jedoch, obwohl sie Akhnatons beliebteste Frau war, war sie nicht seine und auch Ahabs einzige Frau; obwohl sie ohne Zweifel auch Ahabs beliebteste Frau war.
"Nefertiti wird so übereinstimmend als Akhnatons Begleiterin dargestellt, und befindet sich so offensichtlich im Zentrum der königlichen Familie, das man leicht vergessen kann, das Akhnaton der Tradition des Neuen Reiches folgte, in dem er mehrere zweiträngige Weiber hatte".[090]Es war wahrscheinlich eine andere der königlichen Weiber, `Kiya', mit der Akhnaton seine Nachfolger Smenkhare und Tutankhamun hatte. So teilte auch Nefertiti Zeit mit ihrem Gatten mit zwei weiteren Frauen, Merytaten und Ankhesenpaaten, nach Ansichten einiger Forscher, und wahrscheinlich auch mit ihrer Tochter Meritaten. J. Dunn [100] glaubte, das die Königin Nefertiti "wohl besser bekannt war als ihr Ehemann, der heretische König Akhnaton (Amenhotep IV)":
Es wird gesagt, das schon seit antiken Zeiten ihre Schöhnheit weit bekannt war, und ihre Statue, die man in der Werkstatt eines Bildhauers fand, ist nicht nur eines der am leichtesten erkennbaren Steinbilder, aber auch das Thema einiger Meinungsverschiedenheiten. Sie war jedoch mehr als nur ein schönes Gesicht, denn sie erreichte eine bis dahin unübertroffene Berühmtheit während der Amarna Zeit der 18. Dynastie. Tyldesley beschrieb dies noch mehr in mathematischen Ausdrücken, in dem sie auf die große Anzahl von beschriebenen Steinblöcken oder talatat in Theben hinwies, die für so lange die Umweltsverhältnisse dort überlebten [110]:
Die Registrierungsnummern der talatat Blöcke erklärt eine Sachlage ganz deutlich: Nefertiti erfreute sich viel größerer Anerkennung in Thebanischen Staatsfeiern als man sich bis zu dieser Zeit vorstellen konnte. Ein kurzer Überblick der Bilder auf den bisher gefundenen Steinblöcken ist von großer Interesse. Bis zum Jahr 1976 fand man 329 bestätigte Namens oder Portraitfunde des Amenhotep IV. [Akhnaton] und 564 Funde mit dem Namen oder Bild der Nefertiti. Wenn man diese Zahlen noch weiter untersucht findet man noch weitere Überraschungen: Zum Beispiel erscheint Nefertitis Name 67 Mal auf Opfertischchen, Nefertiti und Amenhotep kann man 13 Mal zusammen finden, und es gab nur 3 Tischlein die nur den Namen Amenhoteps trugen. Diese ungleiche Verteilung ist wenigstens teilweise darauf hinzuführen, das die gefundenen Steinblöcke ... eine ungleiche Anzahl von Abbildungen aus Hwt-Benben enthielten, ein Gebäude, das besonders mit Nefertiti zu tun hatte. Trotzdem aber wird die Berühmtheit der Nefertiti in einer, bis zu dieser Zeit, vom König dominierten Umgebung ganz klar damit. Nach Angaben von Tyldesley erfüllte Nefertiti auch eine wichtige religiöse Rolle im Atonkult und Mythologie (ibid), in dem sie sogar weiter als bisher reichende Traditionen Ägyptischer Frauen mit Bezug auf Tempeldiensten ausführte, diese waren bisher Dienst als "Priesterinnen, Musikantinen und Tänzer [während] viele Königinnen Positionen ihrer Anerkennungen im Hathorkult innehatten". Deshalb lesen wir:
Einige Königinnen erfreuten sich einer näheren Verbindung mit den Göttern. Man erkannte, das die Königin empfängliche Götter anreizen konnte, und die königliche Großmutter Mutemwia hatte sogar ein Kind mit Amon. Jahrhunderte von Traditionen, jedoch, verlangten, das nur der König, und nur der König, als Oberhaupt der Priester aller Kulte, den Göttern Opfer darbringen sollte. Innerhalb des Tempels von Hwt-Benben war es Nefertiti und nicht Amenhotep, die die königliche Rolle eines Priesters ausführte. "Nefertiti" jedoch, wie Tyldesley sie beschrieb [120], "transformierte sich in eine Halb-Göttische Frau". Sie hatte das Ansehen einer virtuellen Göttin. Während Tyldesley der Meinung ist das diese un-traditionellen Rollenverwechslungen auf die Bemühungen Akhnatons selber zurück zu führen sind [130]: "… Akhenatens Weib war nicht nur eine sehr fähige Frau, sie war auch - wenn die Quellenberichte von Amarna glaubenwürdig sind - die Leidenschaft des Königs und der Mittelpunkt seiner Welt. Wir finden es deshalb nicht überraschend, das Akhnaton, sich dem Mangel einer weiblichen Seite zum Atenkult bewusst, Nefertiti höher stellte, um diesem Mangel abzuhelfen. ... Dieser Bestandteil der königlichen Würde der Nefertiti sollte von nun an mehr und mehr in den Vordergrund gestellt werden. Nefertiti wurde Akhnatons religiöser Zwilling, die weibliche Seite seiner männlichen Rolle." Ich würde stattdessen die Meinung vertreten, das es Nefertiti selber war, die zum größten Teil diese Änderungen bewerkstelligte, in dem sie dieses weibliche Element in die Ägyptische Mythologie einführte, als "ein lebendes, weibliches Fruchtbarkeitssymbol" [140]. Sie diente als Astarte (oder Baalat) und Akhnaton als Baal. Dann, ganz plötzlich, verschwindet die nun berühmte Nefertiti von der Akhetatonszene. Und niemand weiß genau wie das zustande kam. Unsere Parallele mit Isebel erlaubt es uns aber, all die notwendigen Schritte dieser Entwicklung weiter zu verfolgen. Die Rückkehr der Königin nach Israel Velikovsky, um sich dabei zu helfen, einen Grund für das plötzliche Verschwinden Nefertiti's aus dem öffentlichen Leben von Akhetaton zu finden [145], nach dem sie dort für ungefähr ein Jahrzehnt so berühmt war, wendet sich an die Oedipus Legende [150], mit der er so gut die El Amarna Zeit erklären konnte. Nach der Legende, sandte Oedipus seine junge Frau Eurigenia und ihre vier Töchter fort. Es könnte wohl ein gewisses Maß von Wahrheit in dieser Legende vorhanden sein. Was wir aber ziemlich sicher wissen, ist, das Nefertiti nicht in Ägypten ermordet wurde, und sie starb dort auch nicht; aber sie, wie auch Eurigenia in der Legende, verließ lebend das Land. Vielleicht, als die frühere, große `Schöhnheit', Schöhnheit für immer und immer nun älter geworden, und da sie ohne die notwendigen männliche Nachkommen verblieb, nahm eine jüngere Frau, Meritaten, ihre Stelle ein. Weiber waren doch ziemlich nachlässig behandelbare Klassenmitglieder in jener Zeit - auch Nefertiti - trotz ihres früheren Einflusses und Ansehens. Wie Tyldesley es auch beobachtete: "Ihre politische Rolle mag sehr wohl von ihrem religiösen Ansehen herstammen" [160]. Und ihr religiöses Ansehen hatte mit ihrer Fruchtbarkeit zu tun. Sie verlor ihre Brauchbarkeit und hatte keine weitere Funktion zu erfüllen. Es kann wohl kaum eine Frage bestehen, das Nefertiti ihr Ende voraus sehen konnte. Trotzdem aber enthält ihre Geschichte einen pathetisch und tragisch wirkenden Charakter. "Es ist traurig Nefertitis letzte Abbildung zu sehen und wie müde und traurig sie geworden war" [170]. Und dieses tragische Element würde noch viel heißer werden, als zurück gehaltener Ärger gegen die Baalregierung, die sie verkörperte, in der Person von Jehu explodierte. Nefertiti, wie immer, würde ihre Verbannung aus Ägypten mit gewöhnlicher Erhabenheit, wie die Tochter eines Königs, über sich ergehen lassen. Tyldesley bemerkte wie Nefertiti immer ihre Gemütsruhe erhielt, auch als sie schon älter wurde, zum Beispiel schrieb sie [180]: "Wie immer sie sich auch fühlte, bewegte sich Nefertiti immer mit adliger Anmut". Ihre elegante Personalität aufrecht zu erhalten war dieser Königin immer von großer Wichtigkeit, und dies war sogar der Fall, wie wir gleich sehen werden, als sie mit mit dem Tod bedroht wurde.[190] In dem sie eine ihrer Töchter als die Frau Akhnatons zurückließ, und wie eine zweite Tochter (Athaliah) als virtuelle Klone ihrer Mutter in Jerusalem herrschte, kam die älternde Königin, vielleicht begleitet von ihrem königlichen Sohn Joram[192], wieder in Israel an. Aber dies dauerte nicht lange. Nachdem sie Zeuge so vieler Ermordungen von Menschen in Israel (und vielleicht auch in Ägypten) war, würde die Königin ihren eigenen Tod vor dem tollen Jehu (den ich als Horemheb ansehe) treffen, 2.König 9:30-37: "Aber Jehu kam nach Jesreel. Sobald Isebel das hörte, schminkte sie ihre Augen, schmückte ihr Haup und schaute zum Fenster hinaus; und als Jehu ins Tor trat, rief sie:sodass man nicht sagen kann:`Geht es Simri gut, dem Mörder seines Herrn?' dies ist Isebel." Dies ist ein bemerkenswerter Bericht. Und nach Angaben im The Jerome Biblical Commentary ("2.König", 1968, 10:56): "Der Bericht der Auflehnung Jehus ist schon seit langer Zeit als ein Meisterwerk geschichtlicher Darstellung bekannt." Wir bemerken die Akhnaton-ähnlichen, oder Nefertiti-ähnlichen, Elemente in dem oben zitierten biblischen Bericht. Die Königin schminkt noch schnell ihre Augen mit schwarzer Kohlfarbe [195] wie Ägyptische Bilder es oft zeigen[200], dann schmückt sie ihr Haupt und nimmt ihren Platz bei dem Fenster ein - wohl eine Israelische Version des Amarna Fensters der Erscheinungen - der wohl ein Teil des Palastbalkons war. Dieser Bericht mag nur ihren tragischen Tod herausstellen - wie die Gedanken der Königin sich noch schnell an die vergangenen Zeiten ihrer würdigen Erhebung zurückgingen, als sie und Akhnaton sich am Fenster der Erscheinungen den bewundernden Zuschauern zeigten - aber in dieser gegenwärtigen Situation blickte sie nicht auf bewundernde Zuschauer hinab, sah aber nur das grimmige Gesicht Jehus; und der Balkon, auf dem sie stand, würde nun die Bühne ihres schweren Todesfalles sein. Nefertiti hatte auch keine Illusionen über den Grund, warum Jehu zu ihr kam. Sie schmückte sich nicht um Jehu anzuleiten, aber vielmehr, um ihrem Tod wie eine Königin entgegenzusehen. Dies ist vollständig erklärlich und im Sinn des Charakters der stolzen Isebel. Und tatsächlich hatte sie Jehu beschimpft als sie ihn "Simri" nannte; der Simri, der ein früherer militärischer Offizier war der, wie Jehu, den König Israels erschlug und die Gewalt im Land an sich riss (1.König 16:9-12). "Aber Simri, der als Oberster über die Hälfte der Streitwagen in seinen (Elas) Diensten stand, zettelte eine Verschwörung wider ihn an. Während er zu Thirza, zechte und sich betrank, drang Simri ein und schlug ihn tot - im 27. Jahre Asas, des Königs von Juda - und wurde König an seiner Statt. Sobald er nun König geworden war und auf dem Throne sass, erschlug er das ganze Haus Baesas und liess nichts von ihm übrig, was männlich war, weder Blutsverwandte noch Freunde. So vertilgte Simri das ganze Haus Baesas nach dem Worte, das der Herr durch den Propheten Jehu wider Baesa geredet (hatte) ..." Der Bericht über den Tod der Königin, wie er oben in nur wenigen Versen erzählt wird, enthält besondere Tatsachen über den Tod Nefertitis über den wohl viele Ägyptologen "töten" würden um die Gelegenheit, dies zuerst zu beschreiben, nämlich: Was geschah zu der so sehr bekannten Frau Akhnatons? Akhnaton hatte befohlen: "Wenn die Grosse Königin Nefertiti, wie sie doch lebt, in irgeneiner Stadt im Norden, Süden, Westen oder Osten sterben sollte, soll sie nach Akhetaten gebracht und dort beerdigt werden"[210]. Aber dies sollte nicht so geschehen. Die Königin starb nicht in irgendeiner der Städtchen Akhnatons. Sie verließ die Gegend bevor sie starb.
Jehu, der später als Horemheb die Gelegenheit hatte die Atonistischen Abbildungen in Ägypten zu zerstören, schuf eine Erinnerung an den Tod der Nefertiti/Isebel, zu dem er selber in Israel Zeuge gewesen war, in dem er ihre talatat Steinblöcke umgekehrt und verstümmelt einbauen ließ, und die Strahlen des Aton über die Fingerspitzen zerkratzte. Eine Chronologie des Öffentlichen Lebens der Nefertiti Die Identifizierung der Nefertiti mit Isebel macht es uns nun wirklich möglich die Chronologie der Amarna Zeit (EA Zeit) besser bestimmen zu können. Die Phönizische Königin würde zu einem Zeitpunkt in der Mitte des 9. Jahrhunderts v.Chr. Ahabs Weib geworden sein. G. Gammon [220] war der Meinung das "die El-Amarna Briefe berichten für eine ungefähre Periode von etwas über 18 Jahren, von zwei bis drei Jahren bevor der Ägyptische Königshof nach Akhetaten umzog, und bis die Stadt wieder im 3. oder 4. Jahr der Zeit Tutankhamens verlassen wurde" und gaben Akhnaton so ein Datum von 848-832 v.Chr. und gab ihm "eine Mitregierungszeitspanne von 11 Jahren" mit seinem Vater Amenhotep III.[230]. Das war ein ziemlich gutes Unternehmen für Gammon, aber es scheint ein wenig zu spät zu sein in dem es damit keine Überbrückung mit der Zeit Akhnatons und Ahabs erlaubt, dem letzteren, den er nun die Szene um ca. 853 v.Chr. verlassen läßt (einige 5 Jahre vor dem Anfang der Regierung Akhnatons). Gammon datierte den Anfang der Regierung der beiden Söhne Ahabs zu 853 v.Chr. für Ahasja und 852 v.Chr. für Joram. (Geschichtsschreiber dieses biblischen Hintergrundes berichten manchmal eine komplizierte Sachlage von Mit-regierenden und Für-regierenden Situationen zwischen Ahab und seine Söhnen). Nach Angaben von `AkhetEgyptology': "Von überlebenden Dokumenten scheint es das [Nefertiti] entweder um das 12. Jahr Akhnatons aus seinem Wohlgefallen fiel (entschuldigt bitte das Wortspiel) oder aber starb." Wir wissen jetzt das die Königin als Ergebnis ihres Todesumstands nicht beerdigt werden konnte, und das sie sicherlich "woanders" starb und nicht in Ägypten. Wenn wir nun von 841 v.Chr. ungefähr 12 Jahre zurück rechnen, dem ungefähren Jahr, nach dem Jehu seine Regierung anfing, und dem Jahr, in dem die Königin ihren gewaltsamen Tod starb, dies bringt uns in das Jahr des Todes Ahabs, nämlich 853 v.Chr. Das ist eine sehr ermutigende chronologische Verbindung (jedoch auch noch offen für nähere Datierungen wenn notwendig). Wir erfahren nichts über die Königin für diese ganze Zeitspanne des biblischen Berichts. Um dies nun etwas vereinfact darzustellen:
Eine ungefähre Übersicht der revidierten Chronologie Zur Zeit ihres gewaltsamen Todes war die Phönizische Königin eine sich im mittleren Alter befindende Großmutter. Es würde deshalb ihr obiges Bild sein, anstatt das in Berlin, das ihr Aussehen am besten darstellt als sie Jehu sah und wie er "zum Fenster hinauf blickte". B: Der Charakter der Nefertiti/Isebel Microsoft® Encarta® Encyclopedia schreibt: Isebel führte den Götzendienst des Baal in Israel ein und begann damit eine gegenseitige Feindschaft mit den Propheten Judas. Sie wird als der grimmigste Gegner des Propheten Elia dargestellt und verursachte die Ermordung Naboths, um dessen Weinberg anzueignen (vgl. 1.König 21). Isebel überlebte ihren Ehemann für 14 Jahre bevor sie durch die Hand Jehus starb und er den Thron Israels und Judahs übernahm (2.König 9). Der Name Isebels war immer ein Name des Anstoßes für die Juden, da sie eine tyrannische Regierung und die Anbetung ausländischer Götter einführte. Im Neuen Testament (vgl. Offenbarung 2:20), wird der Name Isebel dem bösen Weib gegeben, die ihren verführerischen Einfluß ausübt. [240] Isebel mag auch ein Schimpfwort für eine böse Frau sein. Jehu sprach von der "... Hurerei deiner Mutter Isebel und ihren vielen Zaubereien ..." (2.König 9:22) Hier folgen einige Quotierungen im Sinne von Gerald Herm [245]: Wie schlecht war Isebel? Der prophet Hosea schrieb das folgende: "Mein Volk befragt seinen Baum, und sein Stab soll ihm Kunde geben; denn der Geist der Unzucht hat sie verführt, und sie sind ihrem Gott untreu geworden. Auf den Höhen der Berge opfern sie, und auf den Hügeln räuchern sie unter Eiche, Pappel und Terebinthe - ihr Schatten ist ja so lieblich. Darum, ob auch eure Töchter Unzucht treiben und eure jungen Frauen die Ehe brechen ... Wenn du, o Israel, Unzucht treibst, so soll sich doch Juda nicht verschulden! Noch hundert Jahre nach dem Tod Isebels verurteilt der Prophet Amos König Jeroboam und seine Würdenträger:
Archäologie hat bewiesen das die EA Zeit, ein Zeitalter des Elfenbeins war. Für über 1000 Jahre hat Isebel das Ansehen einer sehr bösen Frau gehabt. Diese antike Königin wurde als Mörderin, Dirne und Feind Gottes verrufen. Ihr Name wird von Verkäufern weiblicher Unterkleidung benutzt und Soldaten schrieben ihn an ihre Raketen und Bomben im 2. Weltkrieg. Genau wie schlecht aber war sie nun? [250] So schön bekleidet und kein Platz es aufzuzeigen von Lynn Lusby Pratt CBN.com - Hier Liegt Isebel, die schlechteste Königin. Zu allererst war sie eine heidnische Prinzessin. Als Ahab König über Israel wurde (und er selber war ja auch kein heiliger!), heiratete er sie und machte sie Königin über das Volk Gottes. Ein schlechter Zug. Sie führte bald alle falschen Religionen mit ihren bösen Zeremonien ein. Das Verständnis des wahren Gottes geriet in fast ganze Vergessenheit wenn der Prophet Elia nicht tätig geworden wäre. Isebel versorgte fast 1000 Propheten falscher Götter; sie tötete Menschen, um zu erhalten was sie haben wollte (1.König 21:17,13,14). Als Elia Gottes Feuer vom Himmel herunterberief (1.König 18) - und damit bewies, das die Götter Isebels Betrug waren - fürchtete sich ein jeder ... ausgenommen der Isebel. Und sie schwur bei ihren falschen Göttern, das sie Elia umbringen würde (1.König 19:2). Gott ließ dies aber nicht zu ... Nefertitis Ähnlichkeit zu Isebel Yakutchiks Vorschlag, das es Nefertiti war, statt Akhnaton, die die neue Aton Religion in Ägypten einführte, ist ganz in Harmonie mit dem Charakter der Isebel, der Gründerin des Baalkultus in Israel, und in dem Sinn war sie es, die über ihren Gatten herrschte [255]: "Es ist klar das [Nefertiti] einen ungewöhnlich hohen Rang während der turbulenten Regierung ihres Mannes innehatte. Des Ehepaares abtrünniges Benehmen ... sie beteten den Sonnengott vor allen anderen Göttern an ... gefährdete die Zukunft der Ägyptischen Priester und versicherte, das das Königspaar keinen Mangel an einflussreichen Feinden haben würde. Einige Ägyptologen denken das es Nefertiti war, die diese neue Religion anfing und so eine Kluft zwischen dem Königshaus und der Priesterschaft verursachte." Das klingt wieder ganz so wie der Bericht in 1.König!. Die Königin fängt einen heidnischen Kult an, sie verursacht damit Unfriede unter den Bewohnern und Priestern. Es besteht kaum Zweifel, das sie genauso angefeurt und unbeirrt ihre Gegner, die Anhänger der alten Amunreligion in Ägypten verfolgte, wie sie es auch mit Elia in Israel tat. (Akhnaton war ein Nachkomme der Familie des Thutmose, deren Anfang ich schon als der Davidischen Familienlinie, also den Jahwisten zugehörig, beschrieb.) Yakutchik fährt dann fort, beschreibt aber die Veränderungen, die die neue Religion mit sich brachte, als das Tun Akhnatons und nicht der Nefertiti: "Als Akhenaten die Menge der alten Götter abschuf und damit den Zorn der Priester und des Volkes hervorrief, benötigte er, nach Angaben der Englischen Archäologin Joyce Tyldesley und deren Biographie der `Nefertiti', sicherlich eine sehr starke weibliche Figur, um die wesentliche Strenge der Sonnengottheit zu mildern,." Und diese religiöse Aktion, mit der Nefertiti in so betonter Weise zu tun hatte, dient dazu die Fragen Yakutchiks zu beantworten: "Wie kann eine der mächtigsten, von so betäubernder Schöhnheit, und umstrittene Königin des Antiken Ägyptens, so einfach von der Bühne der Geschichte verschwinden? Tatsächlich wissen wir aber jetzt ganz genau darüber Bescheid. Man kann leicht verstehen, warum jemand wie Isebel/Nefertiti, während ihres Lebens so viele Feinde haben könnte. Unglücklicherweise für sie, war einer dieser Feinde der General Horemheb, oder Hui, der in Israel als Jehu bekannt war. Und dieser Mann, unbeweglich, ein Verächter der Königin, konnte nicht leicht beiseite geschoben werden - er hatte eine Eigenschaft wie eine Stahlfalle. Yakutchik (op. cit.) sagt über die sehr bekannte Statue der Nefertiti im Museum von Berlin: " Die Frau des Pharaoh Akhenaten, Nefertiti, vielleicht eine Herrscherin auf Grund ihrer Herkunft, war nach dem Tod ihres Gatten wenig mehr als eine geschichtliche Figur - bis in 1912, eine besonders schöne Sandsteinfigur ihrer nun so berühmten Darstellung innerhalb von Amarna entdeckt wurde. Sie war mehr als 3200 Jahre alt, datiert zu 1345 v.Chr.[sic]". Wie sollte man sich diesem Abbild, der Büste der Königin Nefertiti, gegenüber verhalten? Zu dieser Frage gibt es wahrscheinlich so viele Antworten wie es Besucher gibt. Tyldesley [260] gibt einige Beispiele, Positiv und Negativ, und endet mit diesem interessanten Kommentar von Camille Paglia: "Wie wir diese Büste der Nefertiti heute vor uns haben ist sie artistisch und ritualerweise vollständig, gepriesen, streng und befremdend ... Dies ist das letzte der tröstend wirkenden Kunstwerke. Seine Popularität stammt von einem Misverständnis und einer Unterdrückung ihrer eigentümlichen Merkmale. Das richtige Verhalten der Büste der Nefertiti gegenüber ist Furcht." Und Tyldesley fügte dieser Ansicht hinzu [270]: "Nefertiti selber würde dem sicherlich zugestimmt haben". Meine Ansicht des weiblichen Charakters, das jenes so kunstvolle Sandsteinbild inspirierte, und in dem Licht betrachtet, nach dem wir jetzt wissen können, wer diese Frau Nefertiti eigentlich war - nämlich Isebel - klingt das ganz gut mit Bezug auf Camille Paglias Eindruck dieser Person und im Gegensatz jener, die so ganz unter ihren bezaubernden Einfluß geraten. Dieses Kunstwerk macht einen besonders kalt wirkenden Eindruck, eine vorbeischauende Abgesondertheit die Furcht erwecken kann. Sicherlich würde sie diesen Eindruck auf jene gemacht haben, die mit ihr während ihrer Lebenszeit im 9. Jahrhundert zu tun hatten; Feinde wie Elia zum Beispiel, der fortlaufen musste, obwohl er ein `Prophet des Feuers' war, um sein Leben von dieser Feuer-ausatmenden Frau zu retten. Die Reaktion war dann: Sei voller Furcht. Sei voller Furcht! Weihnachten 2004 - Übersetzt bei CIAS Februar 2005
[001] Yakutchik, Maryalice, Discoverychannel, Internet comments.
Verzicht: Die Ansichten hier presentiert sind nur die ihres Verfassers und mögen im grossen und ganzen nichts mit CIAS zu tun haben.
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