Originale Geschichtliche Dokumente

DAS HAUS DAVIDS
von
Damien Mackey
David, Abishag - English
Das Alte Königreich
Einleitung
Blinde führen Blinde
Tell El Amarna
Wer waren die zeitgemäßen Könige?
Die Krönungszeremonie
Ausbreitung der Religion
Parallele Konstruktionen
War David Thutmose I.?
Thutmose I. als David
König Saul
Zurück zu Thutmose
Erste Schlußfolgerung
David & Salomo als Späte Bronzekönige
Garnisonen in Ägypten
Zeitgemässe Namen
Inschriften
Der Gewaltsfaktor
Vergleich Ägyptischer & Israelitischer Gesetze
Thutmoses I. Beerdigung & Nachkommen
Thutmose II. und Hatshepsut
Abishag
Zweite Schlußfolgerung
Notizen und Randbemerkungen
Thutmosis the First
Encyclo Laws
Royal Jubilees

Einleitung

In einer kürzlichen Serie des Fernsehprogrammes "Kompass" vom ABC TV (Australien), versuchte der Presentierer, ein Engländer, der tatsächlich Zeit in Israel verbracht hatte und deshalb an dem Land interessiert war, zu zeigen ob die mehr bekannten biblischen Figuren und Geschichten archäologisch geprüfte werden könnten. Vielleicht gab der Titel des Programmes, "Es ist nicht notwendiger Weise so (It Ain't Necessarily So)", schon eine vorahnbare Andeutung, das die Suche dieses Mannes nicht sehr erfolgreich sein würde. In Aktualität wurde dieses Progamm das Beispiel eines geschichtlichen Großunglücks. Die erfahrenen Archäologen, auf deren Quellen der Presentierer sich vollständig berufen musste, waren Männer wie William Dever und Israel Finkelstein, denen es nie gelang unumstößliches Beweismaterial für das Ägytische Israel und dem Auszug, der Eroberung Kanaans unter Josua oder der Zeit Salomos zu finden. Die publizierten Anschauungen dieser Männer führte ihn zu der Entscheidung, daß diese Biblischen Geschichten und Personalitäten keine Grundlage in Realität hatten. Es war eine traurige, - und höchst erregende Stunde - diese Archäologen in ihren `Aktionen' zu beobachten. Von ihrem falschen Sothis Stern begründeten Datierungssystem geleitet wiesen sie jedesmal auf eine leere Ausgrabungsstelle oder einem in dünne Luft verschwindenen Ereignis hin, wenn sie von Josua, David oder Salomo sprachen, während sie zu gleicher Zeit auf dem geschichtlichen Grund dieser Personen und Zivilisationen standen.

Wenn Blinde von Blinden gefüht werden!

Einige der beteiligten Archäologen wiesen einige Male auf einige Daten hin, von denen sie dachten, daß sie zu einer gegebenen, biblischen Person oder Nation wie die Philister hinwiesen. Andere, obwohl `sie nichts gefunden hatten', bestanden darauf, das die `Abwesenheit von Beweismaterial kein Beweis für Abwesenheit ist'. Mit Bezug auf dieses Argument berief er sich auf das Byzantinische Zeitalter in Jerusalem, von dem wir wissen, das es dort einen langen, fundamentalem Geschichtseinfluß hatte, aber man keinen einzigen Fund oder Keramikscherben von jener Zeit gefunden hatte. Aber die meisten der befragten Beteiliger hatten die Haltung der Minimalisten, der Art von Dever-Finkelstein.

Es gab aber vielleicht zwei Momente wenn etwas Licht auf diese Thema schien. Als zum Beispiel der Entdecker der Tell Dan Tafel, die ja "Das Haus Davids" erwähnt diese Inschrift der Kamera zeigte und über die früheren Versuche, dies anders zu erklären, lachte. Der Presentierer des Programmes selber kam auch zu der Überzeugung, daß der massive Altar auf dem Berg Ebal bei Samarien derjenige war, den Josua dort erbauen ließ (Josua 8:30). Tatsächlich war er aus "unbehauenen Steinen" (Vers 31) erbaut worden und die Archäologischen Kleinfunde, die man ringsherum fand, schienen zu bekräftigen, daß dieser Altar tatsächliche ein Israelitischer Opferaltar gewesen war.

Dem Biblischen David selber wurde auf Grund der Tell Dan Tafelinschrift ungerner Weise eine wirkliche Existenz zugestanden, aber nur als ein sehr unbedeutender König eines kleinen Teiles in Israel. Salomo jedoch fand seine wirkliche Existenz verneint. Die verspottete Sachlage ist ja, wie mit David so gibt es auch eine sehr alte, extra-biblische Quelle die Salomos "Haus" erwähnt, aber da sie in Ägypten gefunden wurde (El-Amarna) - ein Land dessen Geschichte nicht richtig mit der Israels in Verbindung gebracht wurde, konnte es doch nicht, für was es wirklich Stand, identifiziert werden. Ich beziehe mich hier auf die "Bit Šulmãni" Inschrift in den Archiven des Pharao Akhnaton (EA Brief 74 & 290), wo die Übersetzung "Haus von Šulmãn" (was besonder in seinem Zusammenhag und am augenscheinlichsten das "Haus Salomos") schon etwas Bekanntes bedeuted.

Tell El-Amarna

Diese EA Briefe waren tatsächlich bei dem zeitgenössischen, jüdischen König von Jerusalem an Akhnaton geschrieben worden. Ein König, den wir hier sehr treffend als JEHORAM von Juda identifizieren, der in der Mitte des 9. Jahrhunderts v. Chr. dort regierte. Er schrieb (EA#290): "... die Haupstadt des Landes um Jerusalem - der Name ist Bit Šulmãni" - die Stadt des Königs, fiel (von uns) ab (Bedeutung von `has gone forth').

Da jedoch Akhnaton ungefähr 500 Jahre früher datiert wird, konnte man ja garnicht daran denken, daß Salomo, der berühmte König Jerusalems, in diesen zwei Briefen gemeint war.

Einer der Archäologen, der dann im Interview befragt wurde, nachdem er die Biblische Beschreibung des großen Königreiches Davids mit der fast totalen Abwesenheit von Archäologischem Beweismaterial verglich, rief aus, wenn David wirklich so ein großartiger König war, dann sollte man über ihn schriftliche Funde von ausserhalb der Grenzen Israels gefunden haben, wie zum Beispiel unter "den Ägyptern und Assyrern."

Diese Bemerkung klingt gut genug und meine Antwort dazu ist, das es solches Beweismaterial für David in großer Menge gibt, wenn jene nur wüssten, wo man es finden kann.

Diese großartige Zeit Davids und Salomos wird niemals dort gefunden werden wo Finkelstein nach ihr sucht, in der sehr verarmten Zeitspanne des Eisenalters aber stattdessen in der `Späten Bronzzeit'. Wir haben ja schon in dieser Revision gesehen das die `Späte Bronzzeit' der Israelischen Zivilisation Salomos wie eine Flut Ägypten und Äthiopien überschwemmte. Genau so wie von alters her, wenn die Schönheit des alten Edens (die Gegend von Jerusalem; Sieh Hesekiel 28:12-17) wie ein Fluß "ausgestoßen" wurde und nach Ägypten als der Pishon floß (jener Teil des Nils das die Goldreiche Gegend von Koptos, Edfu und Ombo einschliesst) und auch bis Kush (Äthiopien) als der Gihon (der Nubische Nil, Sieh Landkarte), und diese Gegend bewässert wie auch der Tigris und Euphratfluß (1.Mose 2:10-14) den Osten bewässerte. So floß auch das Israel Davids und Salomos über die Grenzen ihres Landes und wurde eine Quelle der Weisheit für die Zivilisation jener Zeit. "Also ward der König Salomo größer an Reichtum und Weisheit denn alle Könige auf Erden. Und alle Welt begehrte, Salomo zu sehen, daß sie die Weisheit hörten, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte." (1.König 10:23-24).

Wer waren dann diese Weisheit suchenden "königlichen" Zeitgenossen Salomos?

Sie waren wirklich sehr bekannte, geschichtlich gut bekannte Herrscher. Meine geschichtliche Verbesserung bringt Salomo mit den folgenden berühmten Königen zusammen:

1
2
3
HAMMURABI von Babylon;
IARIM-LIM (d.h., Hiram) von Syro-Phoenizien;
HATSHEPSUT (die Biblische Königin Sheba ) aus Ägypten/Äthiopien.

Salomo selber ist der große Solon der Griechischen Volksgeschichte (den die Griechen aus ihren eigenen Gründe von jüdischer Geschichte borgten; Solons Gesetze [0002] gehen wohl auch größtenteils auf die der Juden zurück.)

Die ruhmreiche Herrschaft Hammurabis, eine sehr Einflußreiche Zeit Mesopotamiens, spiegelt sich auch im Einfluß Salomos in seiner Eigenschaft als Stifter im Sozial-Ekonomischen, als Gesetztgeber, in Religion und als Architekt [0005] wieder, und parallel dazu in der Regierungszeit Hatshepsuts in Ägypten. Wie auch Marduk zu dieser Zeit die größte Gottheit in Babylon wurde; so verehrte Hatshepsut auch ihren Gott Amon auf ähnlicher Weise.

Salomo hatte aber auch feindlich gesinnte Zeitgenossen. Unter ihnen war HADAD der Edomiter und REZIN, ein Syrer (1.König 11:14, 23). Rezin habe ich ja schon als Zimri-Lim von Mari identifiziert. Nun denke ich, das ein möglicher Kandidat für Hadad, Ishkhi-Adad von Qatna ist. Der auch mit ihm alliierte Samsi-Adad I, der biblische Hadadezer, war Davids Erzfeind der weiterhin, für einige Zeit nach dem Tode des Ishkhi-Adad, seinen Einfluß ausübte. Das "Ende der Herrschaft des Ishki-Adads" konnte aber noch nicht aufgeklärt werden.[0010]:

Die zwei Staaten Aleppo und Qatna scheinen fast zur gleichen Zeit entstanden zu sein. Wir wissen aber mehr über die Geschichte des zweiten zur Zeit der Herrschaft Shamsi-Adads, da er ja der Verbündete von Ishkhi-Adad war, der den Thron zu der Zeit inne hielt. Die Situation zwischen diesen beiden Königen wurde durch eine Heirat gefestigt, Iasmakh-Adad, der Vizekönig von Mari der Ishki-Adads Tochter heiratete. Die unterstützende Verbindung erstreckte sich auf politische und wirtschaftliche Angelegenheiten. Es fanden öfter mal Truppenauswechslungen zwischen Mari und Qatna statt, und es scheint das eine Abteilung von Mari in einer Syrischen Stadt stationiert war. Die Gegenwart dieser fremden Truppen in Qatna scheint aber nicht eine Unterdrückung der Stadt anzudeuten denn Ishki-Adad bestand selber darauf, das sie zu ihm gesandt würden und er lud seinen Schwiegersohn ein, an einem Feldzug teilzunehmen, der ihnen Beute einbringen sollte. Es war Shamsi-Adad der die ersten Schritte machte die Heirat zu arrangieren, in dem er besonders darauf hinwies, das `Qatna' einen guten Namen hatte. Er verhandelte auch auf gleichrangiger Machtebene mit Ishki-Adad, den er Bruder nannte.

Das Hadad tatsächlich einen `Namen' erhielt, oder einen `Namen' erhalten hätte, ist leicht einzusehen, wenn wir an sein ereignisreiches Leben denken. Hadad war "ein Mitglied des Edomitischen Königshauses"; ein Land, von dem er "als junger Knabe" zusammen mit seinem knechtlichen Gefolge fliehen musste, als Davids General Joab systematisch, innerhalb einer sechsmonatigen Zeitspanne, "alles was männlich war in Edom niedermachte". [1.König 11:14-16] Es gelang dem kleinen Prinz nach Paran, zum Haus Pharaos nach Ägypten zu entfliehen (Verse 18-20), wo der König:

"... gab ihm ein Haus und bestimmte seinen Unterhalt, auch Land gab er ihm. Und Hadad erwarb sich hohe Gunst beim Pharao, sodass er ihm die Schwester seiner Gemahlin, die Schwester der Hauptkönigin Thachpenes, zur Frau gab. Und die Schwester der Thachpenes gebar ihm einen Sohn, Genubath, und Thachpenes zog ihn auf im Hause des Pharao, so dass Genubath mitten unter den Söhnen des Pharao im Hause des Pharao weilte."

Immanuel Velikovsky mag sehr wohl, wie er darauf bestand, die Königin Thachpenes und Genubath in den Ägyptischen Urkunden, in ungefähren Zeitspannen nach seiner Chronologie, gefunden haben. So schrieb Velikovsky [0020]:

"Der Pharao, der den jungen Hadad empfing, muss Ahmose gewesen sein. Unter seinen königlichen Weibern muß eine den Namen Thachpenes gehabt haben. So öffnen wir die Urkunden der Ägyptischen Königinnen, um festzustellen ob Ahmose eine Königin dieses Namens hatte. Ihr Name ist tatsächlich erhalten geblieben und wir lesen ihn als Tanethap, Tenthape, oder, möglicherweise Tahpenes."

Hadad ging noch zur Lebenszeit Salomos, aber nach dem Tod Joabs, nach Edom zurück. Seit der Zeit vergingen ungefähr 40 Jahre. Genubat, sein Sohn, war jetzt der Vassal-König über Edom und wohnte entweder in Edom oder in Ägypten.

Von diesem Land wurde auch Tribut and die Ägyptische Krone bezahlt; es gab keinen Grund eine Armee nach Edom zu senden, um es zu unterwerfen. Und deshalb, nachdem Thutmose III. von einer seiner Inspektionstouren durch das Palästinische Land zurückkehrte, fand er den Tribut den die Botschafter des Landes "Genubath" zu ihm gebracht hatten.

"Als sein Majestät in Ägypten ankam, brachten die Botschafter des Landes Genubath ihren Tribut." [0025]

Er bestandt aus Myrrh, "Negerdienern", Bullen, Kälbern, und auch Gefäße voller Elfenbein, Ebenholz und Pantherfällen.

Wer waren diese Leute vom Land mit dem komischen Namen Genubath? Man versuchte das kaum zu erraten. Die Leute von `Genubath', jedoch, waren die Untertan Genubaths, ihrem König und Zeitgenosse des Rehoboam.

Und Dank der Wiederherstellung der Zeit der 18. Dynastie zu ihrer richtigen Zeit durch Velikovsky, wissen wir auch jetzt das Saul und Ahmose sich kannten da sie zur gleichen Zeit lebten, und das Israel tatsächlich einen Bund mit den Ägyptern hatte, einen Vertrag gegen ihre gemeinsamen Feinde, den verhassten Amu /Amalekitern.

Mit dieser Information als Hintergrund, hatte ich vorher schon vorgeschlagen, das Davids erfolgreiche Niederlage der Syrischen Verbündeten unter Hadadezer (2.Samuel 8:3-6) mit Hilfe der Ägypter verwirklicht wurde. Dieser letzte Faktor war es der später, während der El Amarna Zeit (nach dieser Theorie), oft wiederholt wurde, und viele EA Briefe bitten Pharaoh um seine Hilfe.

Aber es schien das die Verbindung viel tiefer ging als nur eine militärische Union zwischen Israel und Palästinien. Ägypten wurde tatsächlich überschwemmt von der neuen Israelischen Zivilisation. Wie konnte dies in einer Nation geschehen, die bisher als konservativ, isoliert und unempfänglich gegenüber aller Veränderungen war?

Die Krönungszeremonien

Die von Israel hineinströmenden Einflüße, nach den vielen Jahren der faulen Amalekiter, affektierte sogar den Kern des Landes: die Krönungszeremonie. Die Zeremonie, in ihren drei Phasen, die David für die Krönung seines Sohnes Salomo benutzte, wurde auch das Program das Thutmose I. benutzen, um seine Tochter Hathshepsut zu krönen.

Ich benutzte den Text von J. Baikie für die Information von Ägypten unten, auf der rechten Seite [0040]:

David Thutmose I
Die Einberufung der Versammlung Die Einberufung der Versammlung
Es wird uns berichtet das "... David versammelte alle Fürsten Israels in Jerusalem, die Oberhäupter der Stämme, die Oberhäupter der Abteilungen, die dem König dienten, die Anführer der Tausendschaften ... der Hundertschaften ... die obersten Beamten ... den Kämmerern, Kriegshelden ..." 1.Chronik 28:1 In gleicher Weise tat es Thutmose I. für die junge Hatshepsut [0040]: Er "... verursachte das alle Würdenträger des Königs teilnahmen, die Adligen, die begleitende Dienerschaften, die Hofbeamten, und die Oberhäupter des Volkes".
Das Auftreten des Neuen Herrschers Das Auftreten des Neuen Herrschers
Danach führte David seinen Sohn Salomo als sein Nachfolger vor die Versammlung und sprach: "Von allen meinen Söhnen ... der Herr hat ... meinen Sohn Salomo erwählt, auf dem Throne der Königsherrschaft des Herrn über Israel zu sitzen. Und er hat zu mir gesagt: `Dein Sohn Salomo ... habe ich mir zum Sohn erwählt, und ich will ihm Vater sein.'" (1.Chronik 28:5,6) So presentierte auch Pharaoh seine Tochter zu der erhabenen Schar der Versammelten [0040]: "Und sagte seine Majestät zu ihnen: `Dies ist meine Tochter ... Hathshepsut ... Ich habe sie als meine Nachfolgerin ernannt, sie wird es wirklich sein die auf meinem wunderbaren [Thron] sitzen wird. Sie soll alle Leute im Palast kommandieren, sie ist es die euch führen wird ...'."
Die Annahme der Königlichen Entscheidung Die Annahme der Königlichen Entscheidung
Die Versammlung Israels stimmte mit vollem Herzen der Entscheidung Davids zu: "Und die ganze Gemeinde pries den Herrn ... und sie verneigten sich und warfen sich nieder vor ... dem König ... Und sie aßen und tranken an jenem Tage vor dem Herrn mit grosser Freude, und sie bestätigten Salomo ... als König und salbten ihn ..." (1.Chronik 29:20,22). In ähnlicher Weise auch die Ägyptischen Beamten [0050]: " Sie küssten die Erde vor seinen Füßen, wenn der königliche Befehl kam ... Sie gingen hinaus, ihre Münder voller Freude, und sie proklamierten alles was geschehen war".

Sollte man nicht annehmen können das die Ägypter nach so vielen Jahrhunderten ihre eigenen Hofetiquetten benutzt haben könnten, wo sie doch so viele Zeremonien und kultische Anlässe hatten? Wie bedeutsam muss daher Israel zur Zeit Davids gewesen sein, das sogar ihre Zeremonien in Ägypten Einfluß hatten.

Religiöse Parallelen

Vieleicht ist es sogar auch erwähnenswerter, das die Religion der Israeliten, Ägypten beeinflusste. Wie Hatshepsut Karnak, als Ägyptens Jerusalem veränderte, ist darauf begründet, daß sie Davidische Psalme am Fuß einer ihrer Obelisks einmeisseln liess. Konventionale Geschichtler bemerkten dies, interpretierten es dann aber falsch [0060]:

Und dann, in Worten die geradewegs aus dem Buch der Psalmen gekommen sein könnten, obwohl sie jedoch in eine Zeit gehören sollen, Jahrhunderte bevor der erste Psalm geschrieben wurde, fährt sie fort:

Ich tat es aufgrund [Gottes] Befehl, er war es der mich führte. "Unterweise mich den Weg deiner Befehle ... Lehre mich, Herr, deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn ... Er führet mich ..." Ps. 119:27; 27:11; 23:2.
Ich erfand keine Baupläne ohne seinem Tun, er war es der mich anleitete. "Der (Davids Sohn) soll meinem Namen ein Haus bauen ..." 2. Sam. 7:13
Ich schlief nicht wegen seines Tempels, ich wich nicht von dem ab was er mir befahl. "Da nun der König in seinem Haus saß und der Herr ihm Ruhe gegeben hatte ... du sollst mir ein Haus bauen ..." 2. Sam. 7:1,5.
Mein Herz war klug vor dem Vater; Ich begab mich in die Angelegenheiten seines Herzens. "Du prüfest mein Herz und siehst nach ihm des Nachts und läuterst mich ... Wer ist weise und behält dies? So werden sie merken wie viel Wohltaten der Herr erweist." Ps. 17:3; 107:43.
Ich wandte nicht meinen Rücken zu der Stadt meines Allanwesenden-Herren, ich wandte ihm aber mein Gesicht zu. "Wohl dem ... der auf seinen Wegen geht ... Darum such ich auch, Herr, dein Antlitz." Psalm 128:1; 27:8.
Ich weiß, das Karnak Gottes Wohnstätte auf Erden ist ....
[0070]
"So habe ich nun ein Haus gebaut dir zur Wohnung, einen Sitz, das du ewiglich da wohnest. ... Der Herr ... wird zu Jerusalem wohnen ewiglich." 1.Konig 8:13; 1.Chronik 23:25.

Baikie schreibt weiter [0080]:

"Das schlaflose Verlangen der Königin für den Tempel ihres Gottes, und ihre Zuversicht das Karnak die überaus heilige Wohnstätte der Götter ist, finden ihren Ausdruck in den fast gleichen Worten wie sie auch schon in den Schriften des Psalmisten standen wenn er über die Wohnung Gottes in Israel schrieb und seine Versicherung das Zion der heilige Wohnort Jehovah's ist: "Ich will meine Augen nicht schlafen lassen noch meine Augenlider schlummern; bis ich eine Stätte finde für den Herrn, zur Wohnung dem Mächtigen Jakobs. ... Denn der Herr hat Zion erwählt und hat Lust, daselbst zu wohnen. Dies ist meine Ruhe ewiglich, hier will ich wohnen; denn es gefällt mir wohl." Psalm 132:3-4,13-14; 2.Samuel 7:5-6

Wie auch schon in vorherigen Artikeln erwähnt, benutzte Hatshepsut nicht nur Davids eigene Schreibquellen, aber auch Material der Thora (z.B. Genesis, das 1.Buch Mose) - und auch Salomos Weisheitsverse, und seine poetischen Schriften und Liebesgedichte.

Ihre Bauwerksparallelen

Hatshepsut baute auch ihren interessanten Tempel Deir el-Bahari nach Salomonischen Angaben, da ja Salomo, als Senenmut, ihr führender Architekt war. Der Phönizische Einfluß den dieser schöne Tempel darstellt (cf. Mariette) würde ohne Zweifel das Werk von Hirams Phönizier sein, den verbündeten Salomos, unter denen sich die besten Werkmeister für die Errichtung des Tempels in Jerusalem befanden (1. König 5:7-18).

Die Bundeslade
Hatshepsut hatte sogar einen Hohenpriester unter jenen die ihre religiösen Funktionen ausführten.

Man sagt das die hohen Ämter eines Priesters, Sekretärs und Schreibers oder Verurkunders/ (Herald) die David in Israel füllte (2. Samuel 8:16-17; vgl. 1. König 4:2-3), und von denen man dachte, das die beiden letzten Arbeitstellen eine Nachahmung der Ägypter war [0090], müssen jetzt als Ämter angesehen werden, die von den Ägyptern in Nachahmung der Davidischen Verwaltungsmethoden übernommen wurden.

So kommt es denn auch das wir in der Zeit Hatshepsuts größere Aufmerksamkeit für den höchsten Götzen Amon vorfinden, und auch für seine tragbare Lade die von Priestern mit Stäben auf ihren Schultern getragen wurde. So schrieb Joyce Tyldesley [0110]:

`Die Rote Kapelle war ein großes Heiligtum aus rotem Qarzitstein, das Hatshepsut bauen ließ, um die Lade Amons zu hausen. Diese Lade war ein Gold überzogenes, verkleinertes Holzboot und bekannt als Userhat-Amen (Mächtiger Bug des Amon). Sie befand sich in einer geschlossenen Lade, um es von den Blicken des Publikums zu schützen.[0115] Wenn Amon, an den heiligen Tagen die auch öffentliche Feiertage waren, sein privates Heiligtum verließ, um durch die Straßen von Thebes getragen zu werden, `segelte' er in Prunk beschützt in der Kajüte seiner Bootlade, die mit Tragstäben versehen, von den Priestern auf ihren Schultern getragen wurde. Wenn Amon nicht herumgetragen wurde, ruhte er im Schrein seines Heiligtums.'

Die als heilig angesehene Schiffslade spielte bis dahin immer nur eine unbedeutende Rolle, aber zur Zeit des frühen Neuen Königreiches erhielt es eine wachsende theologische Bedeutung und die meisten Tempel verherrlichten von nun an ihre Bootlade.

Dies erinnert uns besonders an die nun schon alte Bundeslade vor der David in Ehrfurcht freudig tanzte (2. Samuel 6:14). David hatte wiederum verordnet das die Ehrfurcht erregende Lade "nur von den Leviten" getragen werden durfte (1. Chroniker 15:2). Diese `Boot' Ähnlichkeit der Ägyptischen `Lade' mag sogar darauf zurück zu führen sein, wie Moses als Kleinkind (`Horus' in der Ägyptischen Version) von seiner Mutter in ein aus Schilf geflochtenes Boot (teba) hineingelegt wurde und auf dem stillen Fluß, von Schilf geschützt, herum trieb (2.Mose 2:3).

Beide, die Israelitische und die Ägyptische Lade, hatten eine orakuläre Funktion. Beide wurden von der Armee in Zeiten des Krieges vor den Truppen zur Schlacht hergetragen (1. Samuel 14:18). Thutmose III. (der biblische "Sisak") nach dem Tod Hatshepsuts, ließ auch die Lade des Amon vor seiner Armee auf dem erschreckenden Pass von Aruna hertragen als er sich auf dem Weg nach Kadesh, der heiligen Stadt Jerusalem befand um den Tempel Salomos von seinen Schätzen zu berauben. [0117]

Dies geschah im 5. Jahr Rehoboams, der Sohn und Nachfolger von Salomo (1. König 14:25).

Der Einfluß Davids in Ägypten war so stark zu dieser Zeit, das wir die Zusammenhänge noch tiefer und Schlußfolgerungen noch weiter darstellen müssen. David mag nicht nur Thutmose I. in seiner Regierungsform beeinflußt haben.

David mag tatsächlich Thutmose I. sein!

Das Resultat dieser Sachlage bedeutet das die Ägypter noch immer ihre konservative, abgesonderte Haltung bewahrten, wie sie es seit Jahrhunderten pflegten. Der Einfluß Israels in ihrem Land verbreitete sich aber auch gleichzeitig aus. Das Ergebnis war ein Zusammenstoß zweier, vollständig verschiedener Kulturen. Vielleicht könnte man das mit der Ankunft der kriegerischen Spanier in Mexico vergleichen und wie sie sich zu den Pyramiden bauenden Atztekern verhielten. Die ersteren liessen sich durch nichts abbringen dem Land ihre Religion aufzuzwingen, während die einheimische Bevölkerung ihre Rituale beibehielten, und, das ihnen unerklärliche Spanische Verhalten in ihren religiösen Traditionen und Gebräuchen einverleibten.

Natürlich verlangt diese Sachlage einige sofortige Erklärungen:


1.
2.
3.
4.
5.

Wenn David wirklich Thutmose I. war, wessen Tochter war dann Hatshepsut?
Was ist die Verbindung zwischen Salomos Krönung und die der Hatshepsut?
Hat David wirklich genug Ähnlichkeiten zu Thutmose I. mit Bezug auf seine Herkunft, Regierungsform und sein Alter?
Eroberte und versklavte David Ägypten?
Wie steht es dann um die typischen Ägyptischen Anliegen und heidnische Kultur der Zeit des Thutmose I. und auch anderer Pharaohnen?

Dies sind einige der Fragen zu denen wir nun nach Antworten suchen.

David als ein biblischer "Pharaoh

Wer war der `Pharao' in 1. König 9:16 der Gezer als ein Heiratsgeschenk für die Hochzeit seiner Tochter an Salomo eingenommen hatte? Velikovsky entschied sich für Thutmose I., ohne einen Versuch eine Verbindung zwischen diesen Pharao und David herzustellen. Metzler identifizierte auch diesen biblischen "Pharao" mit Thutmose I., aber mit einem weit interessanteren Blickpunkt nach dem David Thutmose I. selber war [0120]. Leider schien Metzler die früheren Feldzüge Davids (1. Samuel 27:8,9), als Saul noch lebte, mit dem biblischen Bericht der Eroberung Gezers, die sich ganz klar nach dem Tod Sauls zutrug, verwechselt zu haben:

[Metzler] " Da der König David-Thutmose I. auch der Vater der Königin Hatshepsut war, bezieht sich König Salomo auf sie in seinem `Hohenlied' als Achoti Kallah

"Meine Schwester, liebe Braut"

Dies erklärt auch wie es möglich war, das die Stadt Geser, die David erobert hatte, Salomo als Hochzeitsgeschenk, `Pharaos Tochter' gegeben werden konnte. Als die Stadt Geser von David zerstört wurde, war Achinoam schon seine Frau, aber er war noch nicht König über Judah und Israel da Saul noch lebte [sic] (1.Samuel 27:3-11). Deshalb ist es ganz korrekt zu sagen, das die Stadt von `Pharao' erobert wurde (1.König 9:16), da sie ja die Tochter Pharaos war, die ihn, durch ihre Verheiratung, Pharao gemacht hatte."

"Als David Geser eroberte tötete er alle Einwohner und ließ "weder Mann noch Weib leben"' (1.Samuel 27:8 und 9). Und so war es auch, das von dem Pharao, dessen Tochter Salomo geheiratet hatte, berichtet wird, das er `Geser gewonnen hatte und mit Feuer verbrannte und die Kanaaniter erwürgte, die in der Stadt wohnten" (1.König 9:16). Da es nur durch Salomo wieder erbaut und bewohnbar gemacht wurde (1.König 9:15), muß König David-Thutmose I. der Pharao gewesen sein, der es ihm als Heiratsgeschenk übergab.

Es gibt hier keine Gelegenheit für eine Eroberung durch Ausländer am Ende der Regierungszeit von König David da "... der Herr ihm Ruhe gegeben hatte von allen seinen Feinden umher."' (2.Samuel 7:1). Und so würde es ja auch keinen Sinn machen eine Stadt zu erobern nur um sie dann an jemand anders abzugeben, wie Malamat auch darauf hinwies. [130]

I. Thutmose I als David (Mehr auf Englisch)

Nun wollen wir feststellen ob David wirklich mit Thutmose I. verglichen werden kann. Wir wissen, das David im Grund genommen - in seiner Entwicklung - militärisch aufwuchs. Und es ist genau diese Karriere die wir auch im Leben des Thutmose I. vorfinden. Er war, als er den Thron bestieg, "ein General mittleren Alters" [0140], "mit einer erfolgreichen Karriere hinter sich" [0150]. Und tatsächlich hat er, zusammen mit Thutmose III., das Ansehen ein höchst effektiver Militär-Pharao Ägyptens gewesen zu sein.

Die Söhne Thutmose I. wuchsen auch militärischer Erziehung auf, und es ist bemerkenswert, das Senenmut - den ich auch schon als Davids Sohn Salomo identifiziert habe - seine Karriere in der Armee angefangen haben soll [0160]. Dies ist was man von einem Sohn Davids erwarten würde.

Einer der Söhne Thutmose I. war so auch tatsächlich der besonders ausgezeichnete militärische Mann [0170]:

Amenmose, der jüngere aber möglicherweise länger lebende Sohn, erhielt den Titel `Großer Kommandant der Armee', die Rolle, die der Kronprinz traditioneller Weise einhalten würde. Physikalische Errungenschaften wurden nun zu einem wichtigen Punkt im Neuen Königreich und von Amenmose wurde ganz richtig erwartet diesen lebhaften Lebenstil der Elite der Männer zu erfüllen. Eine zerbrochene Stela erwähnt das, im 4. Jahr seines Vaters, Amenmose schon wilde Tiere in der Gisa Wüste, um den großen Sphinx herum, jagte. Dies wurde ein beliebter Spielgrund für königliche Söhne.

Aber die Herkunft Thutmose I. ist nicht genau bekannt und wurde nur erraten [0180]:

... der neue Thronerbe mag sehr wohl von einem Seitenzweig der königlichen Familie herstammen. Thutmose selber, jedoch, beruft sich nie auf seine königliche Blutlinie. Sein Vater wird nie erwähnt und verbleibt verhüllt in Mysterie, obwohl es sicher zu sein scheint, das er edler oder königlicher Geburt war.

Wir wissen das JESSE der Bethlehemiter (I Samuel 16:1) der Vater Davids war. Thutmose I., hat er die typische Nase der Judäer?Aber sonst bleibt Jesse, genau wie auch der Vater Thutmoses, "ein mysterisch, unbekannter Mann"; seine "edle Herkunft" ergibt sich aus der Tatsache, das er ein Mitglied des königlichen Stammes Juda war.

Köng Saul

Während J. Tyldesley Thutmose I. "den neuen Thronerben nennt", dachten andere mehr an ihn - wie auch im Fall des Eye und andere nicht weiter beschriebene Beamte mit Einfluß - als jemand, der zu mächtig geworden war für die Herrscher Ägyptens und nicht länger unbeachtet gelassen werden konnte.

Dies scheint genau die Sachlage gewesen zu sein, die sich zwischen Saul und David entwickelte, und es würde für Saul zu argwöhnischen und eifersüchtigen Situationen führen. Als Saul und David von dem erfolgreichen Krieg gegen die Philister zurückkehrte, erfahren wir (1. Samuel 18:6-9):

"…kamen die Weiber aus allen Städten Israels mit Gesang und Reigen ... Und die Weiber sangen gegeneinander und spielten und sprachen:
`Saul hat tausen geschlagen, aber David zehntausend'."

Saul ärgerte sich sehr darüber, denn die Reime mißfielen ihm. Er sprach: 'Sie haben David zehntausend gegeben und mir tausend: das Königreich will noch sein werden.' Und Saul sah David sauer an von dem Tage und hinfort."

Ob Saul dies gefiel oder nicht - und es missfiel ihm sicherlich - die Tatsache war, das David sein Mitregent geworden war, nicht nur aber das, der verehrte Samuel lehnte Saul als König ab und hatte David, den Sohn Jesses, als König gesalbt. (vgl. 1. Samuel 15:28 und 6:13).

Diese Situation, wo zwei starke Könige so unbequem zusammen verbunden sind, spiegelt sich auch in den Umständen in Ägypten wieder zwischen Amenhotep I. und Thutmose I. und veranlasst mich zu wundern, ob Amenhotep I. nicht König Saul selber war, der eine Mitregentschaft mit Thutmose I., also David, hatte. Tyldesly berichtet wenigstens für eine Möglichkeit der Mitregierung [0190]:

Es soll einen etwas schwachen archäologischen Beweis geben der es möglich machen könnte, das Amenhotep I. einen Mitregenten als seinen eventuellen Nachfolger ausgewählt hatte. An einer Wand in Amenhoteps Kapelle in Karnak sieht man Thutmose I. in königlicher Kleidung dabei einige würdige Pflichten zu vollziehen, und auch seinen Namen im königlichen Namensring. Man schlug vor, das, wenn diese Szenen noch während der Lebenszeit Amehoteps ausgeführt wurde, müssen zwei Könige zu gleicher Zeit den Thron innegehabt haben.

Wie kam es aber zustande, das es Saulus gelang Einfluß in Ägypten zu gewinnen?

Den Anfang dieser Erklärung finden wir in der revidierten Geschichte Velikovsky's wo er beschreibt - nach seinem Gesichtspunkt - wie die 18. Dynastie die Hyksos (Amu ) Herrscher, die nach seinen Erkenntnissen ja die Amalekiter [0200] waren, mit der Unterstützung des Israelischen Königs, diese Fremdherrscher Ägyptens überkam. Nachdem dieses, beiden Ländern feindliche Volk, vernichtet wurde, bestanden zwischen Ägypten und Israel für einige Zeit freundliche Verbindungen.

Nach dem biblischen Bericht, "Da schlug Saul die Amalekiter von Havila an bis nach Sur, das vor Ägypten liegt".(1.Sam. 15:7) Professor A. Yahuda identifiezierte Havilah (1.Mose 2:11), durchflossen vom Pishon (Nil), mit den schon vorher erwähnten Gebieten, wo es gutes Gold gab - Koptos, Edfu, und Ombos [0210]. Sauls Feldzug brachte ihn deshalb tief ins innere Ägyptens.

Es gelang Saul, neben den mächtigen Amalekitern, auch "alle seine Feinde ringsherum - ...Moab … die Ammoniter … Edom … die Könige von Zobah [eine Syrische Koalition] ... und die Philister" (1. Samuel 14:47; 2. Sam. 8:3; 10:6; Zoba: ein Teil Syrians östlich von Coelesyrien.) zu vernichten. Sicherlich hatten die Philister und Syrer, wenn auch nicht die anderen Völker, hunderte von furchterregende Streitwagen.

Militaristisch muß Saul schon das Ansehen eines mächtigen Herrschers gehabt haben.

Wir sollten uns auch daran erinnern, wie die 18. Dynastie unter Ahmose, nur erst dann sein Volk von einer langen Periode der Unterdrückung und Beschämung durch die Hyksos befreien konnte. Wir sollten uns deshalb nicht verwundern das Saul seinen Einfluß in dem Ägypten der Zeit Ahmose verbreiten konnte. Dies würde zur Zeit des Todes Ahmoses nur zugenommen haben.

Es besteht sogar eine gute Möglichkeit das Ahmose der biblische Ahimaaz war dessen Tochter Ahinoam die Gemahlin Sauls wurde (1.Samuel 14:50).

Leider können wir nicht viel mehr über Amenhotep I. berichten, da die Geschichtsbücher über ihn auch wenig enthalten. Wenn seine Mumie tatsächlich in 1871 in Deir el Bahari gefunden wurde, kann er natürlich nicht Saul gewesen sein, der in Jabesh in Israel beerdigt wurde. (1.Samuel 31:12-13).

Es ist aber doch möglich, das Amenhotep I. seinen grössten Einfluß tatsächlich in Israel, als König Saul, ausübte.

Mehr über Thutmoses

Wir schlagen also vor, das der Grund, warum Thutmose I. "wie er als König gekleidet, würdige Pflichten vollzieht, und auch seinen Namen im königlichen Namensring", zusammen mit Amenhotep I., dieser ist, das er schon ein König war. Er wurde also nie durch Amenhotep I. oder von Ägyptischen Beamten als König ernannt.

Er nahm, oder erhielt den Namen "Sohn des Ra Thutmose" [0220] von den Ägyptern, was, für Israeliten übersetzt, etwa so lautet wie, "Sohn Gottes", "Sohn der Weisheit" (1.Chronik 22:6-12). David und Salomo werden beide in der Bibel "Sohn Gottes" genannt. David war auch ein großer Verehrer der Weisheit. Er unterrichtete auch seinen Sohn, um Weisheit zu beten (V. 12). David gehört also ein ordentlicher Teil des Ansehens Salomos, für dessen Sprichwörtliche Weisheit.

Man denkt das Thutmose I. seinen Anspruch zum Thron "damit bestärkte in dem er Ahmes [Ahmose], die Schwester Amenophis [Amenhoteps] des Ersten heiratete" [0230]. Aber auch diese mutmaßliche Verbindung mit Amenhotep I. ist nach der Ansicht von Tildesly nicht sicherer Herkunft [0240]:

"Die Dame Ahmose, ein gerne benutzter Name im Neuen Königreich Ägyptens, heiratete Thutmoses I. Es gibt einige Meinungsverschiedenheiten über die Herkunft dieser Dame. Einige Ägyptologen klassifizierten sie als eine Tochter des Amenhotep I. und andere als die Tochter des Ahmose und Ahmose Nefertare, und deshalb war sie eine volle Schwester des Amenhotep I. Wer immer auch ihre Eltern waren, bis noch vor kurzem wenigstens stimmten alle Experten darin überein, das die Ahmose eine Prinzessin königlicher Blutlinie war, und das Thutmose sie heiratete, um seine eigene Position als König noch sicherer zu stellen. …"

Tyldesley fährt dann aber fort zu schreiben das man sich nicht sicher sein kann, das Ahmose selber königlicher Blutlinie war [0250]:

"Königin Ahmose, jedoch, die den Titel `Schwester des Königs' (senet nesu) trug findet man niemals mit dem wichtigeren Titel 'Königstochter' (sat nesu) verzeichnet. Die Ägypter scheuten kaum zurück ihre Ränke und Machtansprüche herauszuheben. Deshalb mag diese Zurückhaltung ein Anzeichen dafür sein, das Ahmose nicht die Tochter eines Königs gewesen war, und weiterhin, das sie deshalb auch nicht, entweder, dieTochter oder die Schwester Amenhoteps I. war. Stattdessen mag sie die Schwester oder Halb-Schwester des Thutmose I. gewesen sein."

Oder, wie wir vorschlagen, mag "sie tatsächlich" eine der Israelitischen Frauen Davids "gewesen sein", wie zum Beispiel die Jezreeliterin Ahinoam, deren Name den ersten Teil Ahi, `Bruder von', wie in Ahmose enthält.

Wir fragen uns auch, `War sie vorher Ahinoam, die Gemahlin Sauls, und deshalb schon eine Königin in Israel bevor David sie heiratete? Wenn das so ist gibt es keinen Grund anzunehmen, das David Israel verließ, um eine ausländische Königin zu heiraten.

Erste Schlußfolgerung

Thutmose I. ist sicherlich mit David vergleichbar in Karriere, ungefährem Alter und ohne Ägyptischen Hintergrund, aber doch ein König.

Auch passt seine Chronologie äusserst gut mit Hinsicht darauf, das Senenmut Salomo war.

Da weder Thutmose I. noch seine Gemahlin Ahmose unumstößlicher Weise Ägyptischer, oder von sicher festzustellender Herkunft waren, haben wir die Freiheit unseren Ideen zu folgen, das Thutmose I. tatsächlich David war.[0255]

David ud Salomo waren Späte Bronzzeitalter Könige

Peter James und David Rohl, Englische Revisionäre, schlugen auch vor, das eine Elfenbeinschnitzung von Megiddo, einer dieser Befestigungen Salomos in Israel, "einen Monarchen in einer Gerichtssitzung zeigt", was helfen mag diese Person als Salomo, und die weibliche Person in Ägyptischer Kleidung, als seine Gemahlin anzusehen.

Wir erinnern uns daran, das Megiddo eine der großen Befestigungen Salomos im nördlichen Israel war, wo Salomo hatte, schrieb James [2010], "einen grossen Palastkomplex" gebaut hatte (1 Kings 9:15). Und es war hier im ausgegrabenen Megiddo wo die "materiale Kultur Palestiniens am Ende der Späten Bronzzeit [Salomos Zeit nach unserer Meinung] am besten gesehen werden kann". Das Elfenbeinschild, sagt James:

"... ist von besonderer Interesse. [Der König] sitzt auf einem mit Sphinxen dekorierten Thron. Megiddo Elfenbeinschild - Königsfest Wenn es gemeint war einen besonderen anstatt nur einen idealisierten Herrscher zu zeigen, würde es zu viel sein anzunehmen, das wir hier eine Darstellung des Ägyptianisierten König Salomo vor uns haben?"

David Rohl (der augenscheinlich so eine schwere Meinungsverschiedenheit mit James hatte, das er ihn nicht mehr in seinen Büchern quotiert) hinterließ seine eigene Beschreibung dieses interessanten Fundes [2020] und kommt darin zu einer ähnlichen Schlußfolgerung wie James:

"Zur rechten kommt der König in seiner Kutsche an, als er Shasu Gefangene vor sich her treibt; in der Mitte befindet sich ein weitere Darstellung des auf seinem Thron sitzenden Herrschers mit seiner Königin und einem vor ihm stehenden Lautenspieler; zur linken, hinter dem König, stehen zwei hilfreiche Diener. Nun wollen wir die Ägyptischen Element in dieser Darstellung beschreiben. 1. Über den Kutschenpferden sehen wir eine beflügelte Sonnenscheibe; 2. die Königin bietet ihrem Mann eine Lotusblume an; 3. der König sitzt auf einem Thron dessen Seiten beflügelte Sphinxen darstellen (oder auch Löwen mit Menschenköpfen). Wir sehen auch drei Tauben um den König herum, eine gut bekannte Darstellung des Friedens. a) Salomo heiratete eine Ägyptische Prinzessin; b) er ließ sich eine großen Thron aus Elfenbein herstellen, der auf beiden Seiten von Löwen beschützt war [1.König 10:18-20]; c) sein traditioneller Name bedeutet `Friede'."

Salomos Hebräischer Name Shelomoh - soll von dem Wort `shalom' ('Friede') herkommen - und mag tatsächlich `friedlich' bedeuten. Dr. Metzler jedoch versucht, auf seine eigene Weise, zu zeigen, das der Name `Salomo' teilweise Ägyptischer Herkunft ist und von der Form she-El Amon herstammt (was wie eine Doppelform klingt).

Es gelang mir bisher noch nicht irgendeine Verbindung mit den Namen Salomo und Senenmut zu finden (onwohl ich beide als die gleiche Person identifizierte). Der Name Senenmut, in Ägyptisch Hieroglyphischer Bilderschrift, sn-n-mwt, bedeutet:

Tel el Far'ah, südlich von Gaza, Elfenbeinschild - Königsfest "Bruder seiner Mutter".

"Bruder seiner Mutter" ist nicht ein besonders hilfreicher Begriff, und ich kann ihn nicht mit dem Namen Salomo in Übereinstimmung bringen. (Es könnte aber sein, das er mit einem der anderen Namen des vielnamigen Salomos etwas zu tun hat. Wie z.B., Jedidja, 2 Samuel 12:25). Wir bemerkten auch schon das Senenmut gerne Ägyptische Hieroglyphen manipulierte. So schuf er verkürzte Thronnamen für Hatshepsut wie z.B. Makera (was "Wahr ist das Herz von Ra" bedeutet). Vielleicht hatte er, als der schlaue und geschulte Salomo, auch Ägyptische Namen mit Hebräischen in Metzlers Stil angenommen. Wenn das so ist, mag der Name Senenmut noch weit kryptischer Art sein, als bisher angenommen.


Das Megiddo Elfenbeinbild schon weiter oben erwähnt, mag tatsächlich eine Darstellung Salomos mit seiner Ägyptischen Königin (Hatshepsut in unserer Meinung) sein. Wenn das aber nicht so sein sollte, haben wir aber hier trotzdem eine zeitgemäße Darstellung Salomos in einer Zeichnung und in (Hocker)-Statuetten.

Ägypten Garnisoniert

Das Israel zur Zeit Sauls und Davids das fruchtbare Land der Ägypter beeinflusste, und auch darüber hinaus, Äthiopien, das Land der Nubier, sehen wir nun wohl. Schon in den Tagen Amenhotep I., dem Vorgänger Thutmose I., wurden Feldzüge in diese Gegend unternommen. Der Vizekönig oder Governör Amenhoteps im südlichen Land war Turi.

Gleich nach seiner Nachfolgeschaft sandte Thutmose I. - nach Angaben von P. Montet - diese Bekanntmachung zu dem Nubischen Vizekönig `Thuroy' (der wohl Amenhotep I. `Turi' war) [0260]. Man könnte sich schon vorstellen wie Thuroys Schreiber sogleich anfingen den neuen Pharao in ihrer traditionellen Weise, die natürlich keine Ähnlichkeit mit Davids Yahwistischen Protokollen und Schreibmethoden hatte, willkommen zu heissen.

Einige Jahre später würde die Armee Thutmose I. im Land der Nubier sein, wo sie eine Reihe von Garnisonen errichteten. Tyldesly berichtet über diese Feldzüge [0270]:

"Der vorherige General Thutmose I. bewährte sich sehr bald als würdiger Nachfolger zu der neu angefangenen Tradition mächtiger Ägyptischer Kriegskönige, wie er belebt und sehr erfolgreich die traditionellen Feinde im Süden und Norden von der Ägyptischen Übermacht beeindruckte. In seinem zweiten Regierungsjahr zogen seine Truppen zum südlichen Nubien, wo er, wie Ahmose, Sohn des Ibana, es uns berichtet, erfolgreich Auflehnungen im ganzen Land niederschlug und die Eindringlinge aus der Wüste zurücktrieb, wie er über den dritten Nilkatarakt hinaus marschierte und Thutmose I. dort eine Stela aufrichtete, um seine großen Erfolge zu reklamieren, und wie er endlich die Insel Argo erreichte ...."

Er hinterließ eine Kette Ägyptischer Festungen über das Land der Nubier und im Sudan.

"... Diesem folgte ein sogar größerer Sieg. Nachdem er ein neues militärisches Hauptquartier in der alten Haupstadt des Nordens, Memphis, gründete, wandte Thutmose sich in die Richtung zum östlichen Naharin, er überquerte den Euphrat und befand sich nun im Land eines neuen Feindes der Ägypter, dem König der Mitannier. Der immer gegenwärtige Schreiber Ahmose berichtet es so:

"[Seine Majestät] begab sich nach Retenu, um seinen Zorn durchs ganze Land auszulassen. Seine Majestät kam in Naharin an. Seine Majestät - mag Leben, Reichtum und Gesundheit ihm gehören - erfuhr bald, das sein Feind Truppen zusammen brachte. Dann machte seine Majestät einen großen Haufen toter Körper unter ihnen. Unzählbar waren die lebendig Gefangenen seiner Majestät von diesen Siegen. Sieh, ich war an der Spitze der Armee und seine Majestät sah meinen Mut. Ich gewann einen Streitwagen, seine Pferde, und den der im Wagen stand, als Gefangene zur Gabe seiner Majestät. Ich wurde wiederum mit Gold belohnt."
Nach einer großen Schlacht, in der viele Feinde getötet oder gefangen genommen wurden, legte Thutmose die Grundlage für was sich später als das Asiatische Reich der Ägypter entwickeln würde. Und wieder wurde ein Gedenkstein benötigt, um ihn am Ufer des Euphrats aufzurichten."

Diese zuletzt erwähnten Feldzüge "zum Osten", nach Retenu und Mitannien, passen sehr gut mit Davids Siege über seine mächtigsten Feinde, den Philistern und den Syrern, wenn wir annehmen, das das Untere-Retenu die Shepelah Küstengegend war, wo auch einige der Philister wohnten, und wenn wir recht haben das Mitannien mit Syrien (bis zu den Grenzen von Assyrien) zu vergleichen ist. Nach der Meinung von Montet [0280]: "Tuthmoses I. war sehr damit zufrieden das während seiner Regierungszeit, Ägyptische Botschafter die ganze Länge und Breite von Syrien durchreisen konnten, ohne belästigt zu werden."

Wir können nun schlußfolgern, das David als Thutmose I. (Hier) für alle praktischen Zwecke Ägypten so weit bis nach Nubien und bis zum Sudan erobert hatte.

Von all diesen Zusammenhängen lesen wir aber nichts in der Bibel. Darin werden keine Garnisonen in Memphis oder Nubien unter denen erwähnt, die David oder seine Generale in eroberten Gebieten errichtet hatten - wie zum Beispiel in Syrien und auch im ganzen Land von Edom.

"... aber David erschlug ... Syrer ... und er setzte Vögte über die Syrer von Damaskus ... und ... er ... schlug die Edomiter ... und er setzte Vögte über Edom ..." 2.Samuel 8:5,6,13. (Zürcher Übersetzung)
Wir bemerken aber, das die Bibel sowieso ziemlich schweigsam über Ägypten ist. Moses berichtet garnichts über sein Leben in Ägypten. Und die Herrschaft der Ägypter der El- Amarna Zeit im 9. Jahrhundert v.Chr. über das Land der Palestiner wird nirgendwo in direkter Weise erwähnt. Aber scharfsinniges Studium hat nun schon seit einiger Zeit die feinen Stücke dieser Geschichte zusammengesetzt. Und es ist auch fast unglaublich, wie Salomos Einfluß (als Senenmut) in Ägypten, in der Bibel nur in wenigen Versen erwähnt wird (1. König 9:24; 10:13,27,28; 11:1) Diese Sachlage scheint den Hebräischen Schreibern von wenig Interesse gewesen zu sein.

Da die Bibel keine Hinweise enthält das David jemals (für keine Zeitspanne) Israel verließ, um in Ägypten eine Herrschaft auszuüben, nehmen wir an, das dies mit Hilfe von Garnisonen geschah, die von seinen stellvertretenden Offizieren kommandiert wurden und unter denen sich viele von ausgezeichneter militärischer Geschicklichkeit befanden (2. Samuel 23:8-39).

Thutmose III. würde dies später alles wieder ändern, so das sein Land Ägypten nun zu seiner Zeit über das Syrisch-Palestinische Land mit Hilfe von Garnisonen und seinen auserwählten Governören herrschen würde.

Namen

Oft zu findende, zeitgemässe Namen Ägyptischer Personalitäten, wie Ineni [0290] zum Beispiel, könnten sich tatsächlich als Israeliten entpuppen, z.B. Hanania. David hatte auch eine Anzahl Söhne von seinen verschiedenen Weibern denen er ausländische, offizielle Verantwortungsposten gegeben haben könnte (1.Chronik 3:1-9). Man kann aber auch annehmen, das die frühen, Israelitischen Könige, angenommen, das sie tatsächlich Garnisonen in Ägypten/ Äthiopien hatten, es leichter fanden, die schwerfällige, einheimische Bürokratie der Ägypter beizubehalten.

Inschriften

Tatsächlich scheint es sehr unwahrscheinlich zu sein, das es David möglich war, einen starken, persönlichen Einfluß im so weit entfernten Nubien zu haben. Dies könnte auch erklären wie die Inschriften Thutmoses' I., wenn er David war, die so gewöhnlich aufzufindenden, heidnischen Formeln ohne Anzeichen von Änderungen aufweisen. Der Grund dafür mag so erklärt werden [0300]:

"… Inschriften, Attribute, zeremonische Äußerungen, Ushabtis und götzendienerische Dinge wurden eigentlich ganz automatisch hergestellt, ohne des Königs speziellen Anordnungen, sogar wenn der Inhalt dieser sagt, daß er es verordnete.

Wenn solch eine Sachlage möglich ist, das Thutmose I. David war, könnte das neues Licht auf die Bedeutung Ägyptischer Inschriften werfen in dem Sinn, das sie Schablonenartig, automatisch bei beruflichen Handwerkern nach traditionellen Methoden hergestellt wurden, und auch ganz automatisch so, ohne des Herrschers speziellen Instruktionen.

Solch eine Sachlage kann auch unser Verständnis, wie zu der Zeit `wichtige' Personen geehrt und behandelt wurden, erweitern, auch wenn sie nicht einheimischer Herkunft waren ... obwohl wir dies nicht ausdrücklich in Berichten finden, kann es doch logischerweise angenommen werden.
Es mag auch eine gewisse Toleranz unter den Israeliten offenbaren, mit Bezug auf die Eigentümlichkeiten der Ägypter, wenn es darum ging, gute Verbindungen mit ihnen zu unterhalten und vielleicht dies in der Hoffnung, ihnen ein Glaubenszeugnis darzustellen."

Später werden wir sehen wie Hatshepsut die Inschriften Thutmose I. 'veränderte'.

Mit Hilfe von Bevollmächtigten, durch seine ständig wachsende militärische und religiöse Bürokratie, muß Davids Israelitischer Einfluß nach dem Tod Amenhoteps I. besonders bemerkbar geworden sein, und aus diesem Grund erreichte er das Ansehen eines Pharaohs für eine Zeitspanne von ungefähr zehn bis fünfzehn Jahren. Diese Zeit könnte aber auch zum Teil in die späteren Jahre der Herrschaft Davids in Israel fallen, die für ihn eine sorgenvolle Zeitspanne waren, denn sein Sohn Absalom stellte sich gegen ihn (2.Samuel 13: 25-30).

Trotz seiner zweifellosen Macht und Erfolge, behandeln Geschichtsbücher zu diesem Thema, die Regierung Thutmose I. (wie auch die Amenhotep I.), in nur wenigen Seiten. Es ist Tatsache, daß wir nicht viel über ihn wissen, und das, was wir wissen, ist von der Zeit nach seinem Tod, durch die Inschriften von Hatshepsut und Thutmose III., die ihn so sehr bewunderten. Wir wissen, das Bauten, Kapellen und Obelisken zur Zeit Thutmose I. zuerst im `Tal der Könige' errichtet wurden.

Wir wissen etwas über seine militärischen Feldzüge. Thutmose beendete seinen Kriegszug in Mitannien mit einer Elephantenjagd. Dies passt gut mit den schon vorher geäußerten Ereignissen, das es zu der Zeit Elephanten in Syrien gab, die wohl von den schon lange bestehenden und weit reichenden Schifffahrtsverbindungen und/oder Handelskarawanen der Phönizier eingeführt wurden. [0310]

Es mag sein, das David niemals seine, seit seiner Jugend hergebrachte Liebe für Jagd verloren hatte, denn er sprach davon einmal zu König Saulus nachdem Goliath ihn verspottet hatte (1.Samuel 17:34-36):

"Dein Knecht hütete die Schafe seines Vaters, und es kam ein Löwe und ein Bär und trug ein Schaf weg von der Herde; und ich lief ihm nach und schlug ihn und errettete es aus seinem Maul. Und da er sich über mich machte, ergriff ich ihn bei seinem Bart und schlug ihn und tötete ihn. Also hat dein Knecht geschlagen beide, den Löwen und den Bären. So soll nun dieser Philister, der Unbeschnittene, sein gleich wie deren einer; denn er hat geschändet das Heer des lebendigen Gottes."

Der Grausamskeit Faktor

Nachdem die Armee der Ägypter vom Nubischen Feldzug zurückkehrte, wollten sie es bekanntmachen, das niemand mit ihnen anbinden sollte [0320]: "Der neue König segelte zur Heimat mit dem Körper eines Nubischen Bogenschützen an den Bug seines königlichen Schiffes, dem Falken, gebunden, eine einschüchternde Warnung an jene, die sich gegen ihn auflehnen möchten." Die augenscheinliche Grausamkeit mit Bezug auf sein Foltern und Töten von Feinden war nicht - müssen wir sagen - unbekannt in der Regierungszeit Davids, ob David persönliche Verantwaortung hatte oder nur durch seine Stellvertreter. David und seine Beauftragten konnten grausam sein, oder nach unseren Maßstäben, auch verstümmeln. Erfüllte David nicht das Verlangen Sauls für 100 Vorhäute der Philister, der Preis, um die Hand seiner Tochter Michal zu gewinnen (1.Samuel 18:25, 27)?

Ähnlicherweise war Ahmose, Sohn des Ibana, zur Belagerung von Avaris dabei, wie Tyldesly es erklärt [0330]:

"… trug von dort seine Beute von zwei Frauen und einer Hand. …".
Wenn Ahmose davon schreibt eine Hand zu erbeuten, meint er damit die Gewohnheit eine Hand abzuschneiden, oder in einigen Fällen die Vorhaut (Penis) eines toten Feindes mitzubringen, damit man die wahren Ausmasse des Sieges beurteilen konnte.

Es gibt genügend blutdürstige Ereignisse, die mit David und seiner Armee zu tun haben. Da ist z.B. der Bericht in 2.Samuel wie David die überwältigten Moabiter streng behandelte (2.Sam. 8:2 Zürcher):

"[David] schlug auch die Moabiter und mass sie mit der Meßschnur ab: er ließ sie auf den Boden legen und mass zwei Schnurlängen ab, um sie zu töten, und eine Schnurlänge, um sie am Leben zu lassen. So wurden die Moabiter Davids Untertanen, die ihm Tribut entrichten mussten."[0340]

Dies ist doch überraschend, wenn man daran denkt, das der König der Moabiter in früherer Zeit es erlaubte, die Eltern Davids in Moab unterzubringen (1.Samuel 22:3-4).

So setzte auch Davids kommandierender General Joab kein je vorher geschehenes Beispiel, als er die Männer der Edomiter tötete (1.König 11:15). David hatte sich in früheren Zeiten entschieden, alle männlichen Diener des eigensinnigen Nabals zu töten. Aber Abigail, Nabals Weib, trat für ihn ein und rettete die gefährliche Situation (1.Samuel 25:22-25).

Tiere fanden auch keinen Schutz. Während des Krieges gegen den Syrer Hadadezer: "[David] lähmte alle Pferde, nur hundert von den Pferden ließ er übrig." (2 Samuel 8:4).

Sagte Gott auch nicht seinem "geliebten" (die Bedeutung des Namens `David') Diener: "Du sollst meinem Namen kein Haus bauen; denn du bist ein Kriegsmann und hast Blut vergossen." (1.Chronik 28:3)?

Es scheint, das einige der Offiziere Davids auch für ihn zu unmenschlich und unbarmherzig waren. Nachdem Joab Saul's edlen General Abner ermordet hatte, klagte David: "Ich bin heute zu schwach und gering für die Königsherrschaft, und diese Männer, die Söhne der Zeruja, sind mir durch Gewalttat überlegen." (2.Samuel 3:39).


Ein Vergleich der Ägyptischen mit den Israelitischen Gesetzen:
Die Kontakte Israels mit Ägypten von der Zeit Sauls bis Salomo.

Absicht: Aufzuzeigen wie Ägyptische Kultur einige der Angelegenheiten und Ereignisse im Leben Sauls und Davids beeinflusste:

1. Saul errang den Sieg über die Amalekiter am Fluß Ägyptens (1.Sam. 15:5).
2. Die Hebräischen Propheten [Samuel, Ahia von Silo (1.König 11:29) und Semaja (1.König 12:22)] erfüllten die Funktion von Staatsanwälten, Experten, die gesetzmäßige Folgerungen voraussehen konnten, oder Richter, die wussten, was die Gerichte tun würden und gaben so ihren Rat aufgrund ihrer beruflichen Erfahrung (2.Mose 18:13-26; 1.Sam. 7:15-17; Sieh E. Metzler at `http://moziani.tripod.com/dynasty/ammm_2_1.htm')
3. Die höchsten Richter wurden in Hebräisch `Elohim' genannt die `richteten/shaphat' die Leute. `Elohim' in diesem Sinn benutzt bedeutet nicht `Gott'. Die King James Version übersetzt `Elohim' in 2.Mose 22:8 mit `Dayanim' (Englisch: Richter). In der Luther und Zürcher Übersetzung lesen wir `Gott' oder `Götter'. So beschreibt auch das `Weib von Endor' (1.Sam. 28:11ff) den `Elohim' Richter als einen alten Mann mit einem Mantel (Samuel).
[2.Mose 22:8; "... so soll der Besitzer des Hauses vor `Gott' gebracht werden, `elohim' bedeutet hier Gott im gewöhnlichen Gebrauch, oder auch in spezifischer Weise `höchster Gott'; manchmal kann es auch im Sinn von `Verwalter', und sogar im Superlativ als Engel, Richter, mächtig, groß, oder übertreffend benutzt werden.]
4. Zur Zeit der 18. Dynastie war es in Ägypten aufgrund geschichtlicher Beweise erlaubt das Heiraten zwischen Bruder und Schwester im Zusammenhang für die Aufrechterhaltung der königlichen Linie durch die Mutter stattfinden konnten.
5. Das Königreich der Ägypter wurde durch die älteste Tochter Pharaohs vererbt. Aus diesem Grund musste sie ihren eigenen Bruder heiraten, um die Dynastie aufrechtzuerhalten.
6. Unter den Hebräern war die Heirat zwischen Bruder und Schwester gesetzlich verboten und eine Sünde. (1.Mose 12:13, 19; 20:2; 3.M. 20:17; 5.M. 27:22)
7. Das Land der Ägypter war von verhältnismäßig armen Wüstenbewohnern umgeben. Nur in östlich/nordöstlicher Richtung gab es Völker von bedeutender ekonomischer Interesse für ihr Land. [Klick hier für das Thema über Punt.]
8. Es war für Israel, als Nachbarn der Ägypter, von größter Wichtigkeit die Amalekiter/ Hyksos Besetzer ihres Landes zu überwinden, wenn sie wieder die Herren ihrer eigenen Zukunft sein wollten.
9. Nach Angaben aus Geschichtsbüchern war Ahhotep (II) die Tochter von Ahmose I. und seiner Frau Ahmose-Nefertari. Amenophis I. war ihr älterer Bruder und Ehemann.
10. Amenhotep I. starb ohne einen Erben, aber man fand die Mumie eines Babies mit schriftlichen Beigaben am Körper, die es als ein Kind Amenhotep I. identifizierte. [Sieh: http://www.touregypt.net/who/Ahhotep2.htm]
11. Der Name der Frau von König Saul war Ahinoam [0500], Tochter der Ahimaaz [0510] (1.Sam. 14:50). Eine der Stellen wo sie lebten war die Festung von Beth-Shan. Ihr befestigter Palast war bei Gibea (Tel el Ful), nur wenig nördlich von Jerusalem.
12. Der Name Ahinoam (übers.: angenehmer Bruder) konnte nach Ägyptischen Konventionen auch als `Ahhotep', wo hotep `angenehm' heißt, gelesen werden [Sieh #8]. Sie hatte einen Sohn mit dem Namen `Amnon', Davids ältester Sohn (2.Sam. 3:2). Als Amnon versuchte seine Schwester Tamar zu heiraten, tat er dies nach der Sitte der Ägypter. Man kann `Amnon' auch als `Amon-On' lesen, was auf den Ägyptischen gott Amon aus der Stadt `On' hinweist (1.Mose 41:45, 50; 46:20).



Frage: Wenn Ahimaaz Pharao Ahmosis war, warum wird er niemals Ahimaaz/Ahmose, Vater von Ahinoam, ein Pharao, in der Bibel genannt? Vielleicht können die zwei folgenden Gründe helfen dies zu verstehen:
1. Ein schwächerer Grund mag dieser sein, 2.Chronik 35:20 enthält über Necho die folgende Information "Necho, der König von Ägypten...". In Vers 22 lesen wir einfach, "... indem er nicht auf Nechos Worte hörte ...".
Natürlich wissen wir noch von Vers 20 das der König Necho hier gemeint ist, aber den Titel nicht zu wiederholen finden wir in diesem Vers.
2. Heute denken wir an Ahmose als Pharao, aber nach unserer Geschichtsbeschreibung, wurde er König innerhalb der zwei letzten Jahre König Sauls. Wir nehmen an, das es eine ungewisse Zeitspanne dauerte bevor Ahmose als der neue Pharao über sein Volk bekannt wurde, und wohl noch länger unter den Israeliten.



13. Samuel verordnete einen Bann keine Beute von den Amalekitern zu nehmen, 1.Sam. 15:3. [0520]
14. Saul brach sein Versprechen an David, ihn seinen Schwiegersohn zu machen, was zu seiner späteren Verwerfung führte, denn David wahr schon ausgewählt worden, der nächste König über Israel zu sein. (1.Sam. 16:13)
15. Obwohl Saul von Ahinoam 3 Söhne und 2 Töchter hatte (1.Sam. 14:49), der Unterschied zwischen Ägyptischen und Israelitischen Gesetzen hinderten ihn daran die Zukunft seiner eigenen Dynastie zu sichern.
16. Nach dem Gesetz der mütterlichen Erbfolge, derjenige, der seine erstgeborene Tochter Merab heiraten würde, konnte nach Ägyptischer Tradition, der Nachfolger Sauls werden.
a) Wenn Saul es haben wollte, das einer seiner Söhne sein Nachfolger wurde, müßte dieser Sohn (Jonathan) seine Schwester, oder vielleicht sogar seine Mutter in einer blutschändlichen Heirat zu sich nehmen, was nach Israelitischen Gesetzen nicht erlaubt war.
b) Saul versprach David zuerst die Hand seiner ältesten Tochter (1.Sam. 18:17).
c) Als Saul einsah, das die Propheten David als den nächsten König ernannt hatten, gab er Merab zu einem mit dem Namen Adriel von Mohla (1.Sam. 18:19).
d) Das Ergebnis war, das David nicht Merab heiratete, aber ihre jüngere Schwester Michal (1.Sam. 18:17-27).
e) Dieses Brechen eines Versprechens wurde ein Grund für die Verwerfung Sauls als König, da David schon als der zukünftige Schwiegersohn ernannt, und als der nächste König gesalbt worden war (1.Sam. 16:13) um den Thron Sauls zu besteigen nach dem jener starb (1.Sam. 26:10).
f) Als David Michal heiratete hatte er keinen Anspruch auf den Thron nach Ägyptischem Verständnis ihrer Gesetze, was aber nicht die Meinung der glaubenstreuen Israelitischen Propheten beeinflussen würde.
g) Saul fuhr darin fort zu versuchen David zu töten (1.Sam. 20:31), da er es haben wollte, das sein Sohn Jonathan König werden würde. Wir können wohl annehmen das Jonathan, der Sohn seiner Ägyptischen Mutter, ihre Heimatsprache verstand oder auch sprechen konnte und das er die Sachlage dieser konfliktischen Gesetze besser beurteilte als sein Vater, und das er nach Israelitischen Gesetzen nicht König (1.Sam. 23:17; Exodus 34:16; Deuteronomy 17:14-17), aber nur Davids bester Freund sein konnte, 1.Sam. 18:3; 20:16-42).
h) Davids Weib Michal liebte ihn und ihren Bruder, und half David durch ein Fenster aus der Palastfestung Sauls zu den Philistern zu entkommen, 1.Sam. 19:12.
i) Obwohl David Saul getötet haben könnte, brachte er stattdessen dessen Frau Ahinoam von Jesreel (in dem auch Beth-Shan liegt, wo der Jordan und das Tal Jesreel zusammen stoßen) heraus, wo sich die Israeliten damals befanden (1.Sam. 29:1; 25:43).[0530]
Annahme: Die Achinoam, die David heiratete war Achinoam, die Frau Sauls.
j) Dies war ein vergeltender Zustandt: Als Saul Davids versprochene Frau an jemand anders gab, konnte David dies damit vergelten, das er Sauls Frau nahm.
k) Nachdem Saul starb, verlangte David seine Frau Michal wieder von ihrem Bruder Is-Boseth (2.Sam. 3:14-16) und behielt Achinoam.
l) Saul ärgerte sich über Jonathan, denn er sah ein, daß David seine Frau Achinoam heiraten würde. Er verstand, das die geschlechtliche Sitte der mütterlichen Vererbung, wie sie in Ägypten Gebrauch war, dies möglich machen würde, und das es David nicht unmöglich war dies zu tun denn später zögerte er nicht den Mann einer verheirateten Frau umbringen zu lassen, um sie zu heiraten (2.Sam. 11:2-27).
m) Diese ernsten, gesetzlichen Probleme einer internationalen Heirat zwischen einem Israeliten und einer Ägyptischen Prinzessin wurden von den Hebräischen Propheten vorausgesehen.
n) Saul hatte auch 2 Söhne von einer Konkubine Rizpah, die Tochter Ajas, die, denken wir, die Tochter des Amalekiter/Hyksos Königs Agag/Apophis war (`Aja' ist dann eine schlechte Hebräische Aussprache des Namens Agog). Ihre Namen waren Armoni und Mephiboseth (2.Sam. 21:6-8-10, Ägyptisch klingende Namen). In späterer Zeit wurden alle Söhne von Rizpah und Michal (Sauls Tochter) erhängt.
o) Nach Israelitischem Recht, da David die Witwe Sauls geheiratet hatte, konnte er König sein. Dies finden wir im Fall des Adonias demonstriert, der von Salomo für Verrat hingerichtet wurde, als er versuchte Abisag von Sunem, die Witwe Davids, zu heiraten (1.Köng 2:22-25). Auf ähnliche Weise fühlte sich Is-boseth (der für zwei Jahre König war, 2.Sam. 2:10) aufgefordert, als Abner mit Rizpah, der Konkubine seines Vaters, ein Stelldichein hatte (2.Sam. 3:7-10). Sie mag auch eine Tochter Agags (falsch buchstabiert als Aja) gewesen sein, dem letzten König der Amalekiter den Saul im Krieg überwinden half und der von Samuel hingerichtet wurde (1.Sam. 15:32, 33).
p) Dieser unvereinbare Zustandt zwischen Ägyptischen und Israelitischen Gesetzen machte sich besonders im Leben von Saul und David, aufgrund ihrer Taten und denen ihrer Kinder, bemerkbar.
q) Aus welchem Grund prophezeite Samuel, das Saul das Königreich verlieren würde? (1.Sam. 15:28; 28:17) Aus dem gleichen Grund, den der Prophet Achia von Silo vorraussah, als er vorhersagte, das Salomos Königreich von ihm genommen und Jeroboam über zehn Stämme herrschen würde. Samuel und Ahia sprachen beide über Gesetze die mit Erbschaft zu tun hatten, Richter 21:17 (Luther) Saul und Salomo heirateten Weiber aus einer Kultur, wo die Erbschaft durch die weibliche Linie weitergeführt wurde. Sie folgten darin dem Beispiel Abrahams, der auch geschlechtliche Verbindungen mit einer Ägyptischen Frau, Hagar, hatte (1.Mose 16:1). Diese Taten geschahen jedoch als eine Folge ihrer Glaubensschwachheit in den Forderungen Jehovas, ihrem Gott. Spätere Ereignisse bewiesen, wie ernst die Konsequenzen ihres Ungehorsams gegenüber diesen Gesetzen waren, als sie (wie Abraham) ihren eigenen Gefühlen nachgaben. Das Benehmen der Menschen untereinander und ihr Glaube oder Unglaube gegenüber ihrem Gott, dem großen `Ich bins', waren und sind auch heute noch untrennbar von Gottes Anspruch auf die gesamte Menschheit. Wie David es auch später zugab, nur "... Toren sprechen in ihrem Herzen, Es ist kein Gott." (Psalm 14:1)


Thutmose I. Beerdigung und seine Nachfolger

Wenn Archäologen tatsächlich Recht haben sollten, das der Körper Thutmoses in Ägypten gefunden wurde, wäre daß das Ende dieser Rekonstruktion, da David in Jerusalem beerdigt wurde (1.Köng 2:10). Es ist deshalb erleichternd für uns zu verstehen, das der leere Sarg Thutmose I. von Pinedjem I. geborgt wurde (ca. 450 Jahre nach der Zeit Davids), und das diese Information Thutmoses Beerdigung in Verwirrung gebracht haben mag [0600]: "Es scheint offensichtlich zu sein, das Thutmoses Körper aus dem Sarg entfernt wurde bevor Peinuzem beerdigt wurde. Dies muss beträchtlichen Zweifel über die Mumie bringen, die man bisher als die des Thutmose I. ansah …".

Der gesamte konventionale Bericht über das Leben und Sterben Thutmose I. fängt gleich an so auszusehen, das er nur eine Serie von unsicheren Theorien ist.

Mit Bezug auf die Nachkommen Thutmose I. kann man sich auch nicht so sicher sein. So schrieb Tyldesly [0610]:

"So besteht auch Unklarheit über die Anzahl von Kindern die Thutmose I. und seine Frau, Königin Ahmose, tatsächlich hatten. Wir wissen von zwei Töchtern, Prinzessin Hatshepsut und ihre Schwester Prinzessin Akhbetneferu ... die in ihrer Kindheit starb.
Wir haben auch guten geschichtlichen Beweis das Thutmose I. zwei Söhne hatte, den Prinzen Wadjmose und Amenmose, und vielleicht auch einen dritten Sohn, Prinz Ramose."

Man denkt aufgrund keiner festen Beweise das die Söhne Thutmose I., die Prinzen Wadjmose und Amenmose, vor ihrem Vater starben. Das ist sicherlich ein Merkmal des großen Königs David von dem wir wissen, das einige seiner Leiden mit dem frühzeitigen Tod einiger seiner sehr geliebten, aber ungehorsamen Söhne zu tun hatte. So dachte Tyldesly, das es sogar möglich war, aufgrund chronologischer Schwierigkeiten, das keiner dieser Söhne Königin Ahmose als Mutter hatten [0620]:

"Der offensichtliche Altersunterschied scheint anzudeuten, das Amenmose und Wadjmose, und vielleicht auch der einstige Ramose, nicht die Kinder der Ahmose waren, aber die eines früheren Weibes, vieleicht der mysterischen Frau Mutnofret, die zusammen mit Wadjmose in der Beerdigungskapelle ihres Vaters erscheint."

Ich vermute das diese letztere Interpretation die richtige ist.

Dazu kommt noch das ich vorschlagen werde, das Mutnofret die gleiche Person war, die man auch unter dem Namen Hatnofer kannte (dies waren auswechselbare Namen), die Mutter Senenmuts (Salomos), d.h., Beersheba. Man denkt das Mutnofret nur eine Konkubine Pharaos war - eine zweiträngige Frau Ahmoses - von der sein Nachfolger Thutmose II. herstammte. Die Tatsache mag sein, das sie nach ihrem eigenen Recht eine wichtige Königin war, nämlich Bathsheba. Diese Bathsheba gab David vier Söhne: "Simea, Sobab, Nathan und Salomo, vier von Bath-Sua, Tochter Ammiels" (1.Chronik 3:5).

Es kann sein das Amenmose, als Sohn der Mutnofret, Kommandant der Armee, nicht vor seinem Vater starb. Sein Name Amenmose war gleicherweise einfach einer seiner weiteren Namen (wie andere austauschbare Namen) nämlich Thutmose II., der Nachfolger Pharao des Thutmose I. und dessen Frau als Hatshepsut, seine Halbschwester, berühmt wurde.

II. Thutmose II. und Hatshepsut

In einem vorigen Artikel beschrieb ich wie Salomo, als Senenmut, so einen großen Einfluß in Hatshepsuts Ägypten, nach dem Tod ihres Gatten, Thutmose II., gehabt haben konnte. Ich folgte darin Velikovskis Ansicht, das Hatshepsut selber die Königin von Saba war, die Salomo am Höhepunkt seiner Macht und Weisheit in Jerusalem besuchte. Ich versuchte zu erklären, wie dieser Besuch im Zusammenhang der Heirat Salomos zu einer Ägyptischen Prinzessin/ Königin gesehen werden muß. Diese Prinzessin/ Königin identifizierte ich als Neferure, Tochter Thutmose II. und Hatshepsut[0630]; die zwei die auch Salomos Schwiegereltern waren. Ich erlaubte die Annahme, das im Altertum königliche Heiratsplaner für Neferure, noch als Kind, schon ihre Ehe vorrausgeplant hatten. Seitdem lernte ich, das auch Thutmose III. eine Kinderbraut, Meritre-Hatsheput [II], geheiratet hatte, die die Mutter des Amenhotep II. wurde.

Wohin uns diese Revision führt ist die Einsicht, das Hatshepsuts Gatte und Tochter, die wenigstens nach dem Gesetz tatsächlich auch seine Verwandten waren - alle Nachkommen von David (Thutmose I.) waren. Sie mögen wenig oder auch kein Ägyptisches Blut in ihnen gehabt haben. Thutmose II. war demnach Davids Sohn, möglicherweise durch Bathsheba. Hatshepsut, die behauptete die Tochter Thutmose I. zu sein, mag also Davids Tochter durch eine andere Frau, vielleicht Ahinoam, gewesen sein, was sie die Halbschwester ihres Mannes macht. Neferure würde deshalb Davids Enkeltochter gewesen sein, während Thutmose III., als Sohn Thutmose II., Davids Enkelsohn war.

Dies sind alles verwickelte Situationen, aber auch typisch im Sinn der starken Tendenzen unter den Israeliten nicht nur die Mitglieder ihres eigenen Stammes zu heiraten, aber auch innerhalb ihrer eigenen Familie (z.B. Tobias Naphtalianer (Tobias 1:1, 9; 6:11); Judiths Simeoniten (Judith 8:1-2); und jetzt Davids Judäer).

In der Annahme, das Hatshepsut keine Scherze machte, als sie behauptete, die Tochter Thutmose I. zu sein - und sicherlich würden die Ägypter das gewußt haben - wo finden wir dann diese Situation, wo sie als Tochter Davids in der Bibel erwähnt wird? Wir wissen das die Bibel uns nicht viel über die Töchter Davids berichtet, aber nur über seine Söhne. Eine Ausnahme ist der unglückliche Sachbestandt mit der schönen Tamar, die Schwester Absaloms, die von Amnon, dem ältesten Sohn Davids vergewaltigt wurde. Amnon erlitt später die Strafe für diese Missetat durch die Hand Absaloms, seinem Halbbruder (2.Samuel 13:1-33).

Wir hören nichts über eine Tochter Davids, mit der es so in ihrer Jugend.standt, wie es mit Hatshepsut in den letzten Jahren Davids gewesen sein muß. Aber ein interessantes Mädchen wird um diese Zeit erwähnt, Abishag. Aber sie wird nirgendwo Davids Tochter genannt, obwohl sie rechtmäßig den Anspruch erheben konnte, das sie adoptiert war.

Sieh andere Diskussionen, wie die Ägypter das Wort "Vater" verstanden.

Abisag

Hier ist der erste Teil der Geschichte über Abishag (1.König 1:1-4):

König David war schon alt geworden, und, obwohl sie ihn mit Kleidern deckten, konnte er nicht warm bleiben. So riet ihm einer seiner Diener,

"Laßt sie meinem Herrn, dem König, eine Dirne, eine Jungfrau, suchen, die vor dem König stehe und sein pflege und schlafe in seinen Armen und wärme meinen Herrn, den König.
Und so suchten sie nach einem schönen Mädchen im ganzen Gebiet Israels und fanden Abisag von Sunem und brachten sie dem König. Und sie war eine sehr schöne Jungfrau und pflegte des Königs und diente ihm. Aber der König erkannte sie nicht."
Warum war es notwendig das ein schönes Mädchen für diese Aufgabe gefunden werden sollte? Nach der Enyclopedia Judaïca[0650], geschah dies "mit der Hoffnung, das die erfrischende Schönheit in dem alten Mann Wärme verursachen würde." Die E.J. macht auch die folgende wichtige Bemerkung das [0660]:"Einige sehen in Abisag, die als "sehr hübsch" (1.König 1:4) beschrieben wird, das sie die Sulammithin im Buch `Hoheslied' (= Shunammite) ist." Mussten die Knechte des betagten David jedes einzelne mögliche Mädchen in Israel befragen or begrenzten sie ihre Suche nur auf Prinzessinen? Abisag aus Sunem mag die Tochter `Ahinoams, der Jesreelieterin, gewesen sein', denn Sunem und Jesreel liegen einander gegenüber.

Wo immer Abisag herkam, es scheint, das sie einen großen Einfluß im Palast Jerusalems hatte, besonders, wenn sie Salomos beliebte `Sunamiterin' war. So verstehen wir vielleicht auch besser, als Salomos älterer Bruder Adonia kurz vor dem Tod Davids versuchte den Thron zu erhalten, warum der alte König and Bathseba dieser Absicht zuvorkam. Nach dem Tod Davids, jedoch, versuchte Adonia einen anderen Plan. Diesmal bat er Bathseba Salomo zu bitten ihn Abisag als Frau zu geben. Auf diese Weise brachte er sie in die Verschwörung, die mit der Thronfolge zu tun hatte. Und tatsächlich versprach David Bathseba in der Gegenwart von Abisag, das ihr Sohn Salomo ihm nachfolgen würde (1.König 1:15-31). So war Salomo sehr wütend über diese letzte Nachfrage seines älteren Bruders, da er mit Recht annahm, das solch eine Heirat Adonia Recht zu dem Thron geben würde. Aus diesem Grund ließ Salomo ihn hinrichten (1.Köng 2:17, 22-25).

Die junge Abisag hatte daher einen sehr großen Einfluß und wurde zu einer wichtigen Person im Palast von Jerusalem, da sie ja eine sehr vertrauliche Verbindung mit David hatte, und auch seinem Nachfolger Salomo und Bathseba sehr nahe stand. Darüber hinaus wollten auch die Prinzen sie gerne haben, und so wundern wir uns, warum Salomo sie nicht geheiratet hatte.

Dies mag helfen unsere Annahme besser zu verstehen, das er als Senenmut, in diesem Zusammenhang, schon eine Nahe Verbindung, "seit seiner Jugend", mit Hatshepsut hatte.

Vielleicht war auch ein Grund, warum Salomo sie nicht als Frau nahm, dieser, das David, als Thutmose I., sie schon bestimmt hatte die Frau eines älteren Sohnes von Bathseba, Thutmose II., zu werden. Wenn dies so ist, könnte dies die Zeremonie erklären, von der Hatshepsut behauptet, das sie mit Thutmose I. daran teilnahm. Hatshepsut erklärt sogar noch mehr, das sie eine Mitregentin Thutmose I. gewesen war!

Das junge Mädchen, als Abisag, würde aus dem Harem von Thutmose I. zu dem von Thutmose II. übergeben worden sein [0670]: "Nach dem Tod ihres Vaters kam die junge Hatshepsut, vielleicht nur zwölf Jahre alt, aus ihrer Verborgenheit im Palast der Weiber heraus, um ihren Halbbruder zu heiraten und das königliche Weib in Ägypten zu werden."

Wir wissen aber nicht viel über die Regierungszeit Thutmose II. Es kann aber sein, das er darin besser war als man ihm gerne anrechnen würde. Hatshepsut berichtet nichts darüber was uns helfen könnte, da sie - nach seinem Tod - ihre Aufmerksamkeit mehr auf ihren Vater Thutmose I. richtet. Zu dieser Zeit kommt auch Senenmut wieder mehr in ihren Gesichtskreis. So weit es sie betrifft, teilte sie mit Thutmose I. eine Mitregierungszeit. Geschichtslehrer, jedoch, schenken ihr manchmal darin keinen Glauben [0680]:

"…Hatshepsut selber übersah diese Zeit als Begleiterin und Mitregentin [Thutmose II.] in dem sie ihre eigene Geschichte wieder schrieb und ihre Mitregierung mit Thutmose I. erfand, die, zusammen mit der Betonung, die sich nun auf die göttliche Geburt von Königen berief, ihr absolutes Recht zur Herrschaft beweisen würde."

Ihre betonte Hinweise auf ihre `göttliche Geburt' mag Hatshepsuts Methode gewesen sein anzudeuten, das sie, wie auch David, ein Kind Gottes war, und das Gott sie (durch ihren Vater) erwählt hatte zu herrschen [0690]: " Ihre gebürtige Verbindung mit Amon war für Hatshepsut immer, während ihrer gesamten Regierungszeit, von sehr großer Wichtigkeit, und sie benutzte jede Gelegenheit, ihren himmlischen Vater immer wieder anzuerkennen ...".

Die typische Interpretation ihrer `göttlichen Herkunft', wie sie in Deir el-Bahari dargestellt wurde, kann leicht als unzulänglich, wenn auch nicht als nur symbolisch, angesehen werden. Der Ägyptische Gebrauch, konkrete Bilder, wie z.B. die graphischen Darstellungen zeigen in denen Amon-Re mit der Mutter Hatshepsuts Verkehr hatte, mag tatsächlich nur die einzige Methode gewesen sein, wie Ägyptische Künstler, die mehr abstrakten Vorstellung des Israelitischen Verständnisses der göttlichen Erwählung, ausdrücken konnten.

Nachdem Hatshepsut den Anfang der Geschichte ihrer Herkunft im Himmel lokalisiert hatte, berichtet sie, wie Amon-Re, in der Verkleidung des Thutmose I., zu ihrer Mutter kam. Dies mag wiederum einfach die Art und Weise darstellen, wie die Ägypter es darstellen, wenn Gott so eine Verbindung haben wollte (wie auch z.B. in der Geschichte von Simson [Richter 13] oder Samuel [1.S.1]).

In diesem Zusammenhang ist es auch von Interesse, das der Name Abisag (die Bedeutung wird manchmal bestritten) "Der göttliche Vater" heissen soll [0700].

Das Kind, auf dem Töpferrad geformt, war selber göttlicher (oder himmlischer) Erscheinung [0710]: "Ich werde für dich deine Tochter formen ... Ich werde ihre Erscheinung über die der Götter herstellen, wegen ihres hohen Ranges als König über Ober und Unter Ägypten." Solch eine Beschreibung himmlischer Schönheit war sicherlich im Fall der Abisag angebracht. Und es mag deshalb auch auf Hatshepsut zu beziehen sein, die sich ihrer Schönheit rühmte [0720]:

"Ihre Majestät wuchs über alles; sie anzuschauen war schöner als alles andere; ihre Form war wie die eines Gottes; sie tat alles wie ein Gott; Ihre Majestät war eine Jungfrau, schön aufwachsend; so aber in ihrer Zeit. Sie verursachte ihre göttliche Gestalt zur Blüte zu bringen, durch die Gaben jenes der sie schuf."

Hatshepsut verehrte sehr den Gründer der Thutmosischen Könige [0730]:

"Während ihrer ganzen Regierungszeit, versuchte Hatshepsut ihren irdischen Vater Thutmose I., wenn immer möglich, zu verehren, während sie zu gleicher Zeit ihren Toten Bruder-Ehemann, Thutmose II., übersah.
…Tuthmoses I. war der Grund der Herrschaft der Hatshepsut, nicht ihre Motivation, da, nach Ägyptischer Tradition, der Sohn dem Vater auf dem Thron folgen sollte. Aber nach den Umständen im Leben der Hatshepsut, musste sie immer wieder ihre Verbindung mit ihrem Vater, mehr als alle anderen Könige, betonen.

Um sich deshalb als Erbe ihres Vaters vorzustellen - und damit ihren Anspruch auf den Thron zu erklären - sah sich Hatshepsut gezwungen ihre Vergangenheit zu berichtigen, so das ihr Ehemann-Bruder, auch ein Kind von Thutmose I., aus den Szenen ausgelassen wurde und sie die einzige Horus ihres Vaters Osiris wurde. Um dies zu bewerkstelligen, ließ sie das Grab ihres Vaters im Tal der Könige anders entwerfen, und sie war auch eifrig dabei, wie er, Obelisken zu errichten. Sie baute ihm eine neue Begrabungskapelle bei Deir el-Bahari und erlaubte ihm in vielen ihrer Inschriften eine Vorrangsstelle."

Thutmose III. teilte diesen Wunsch, seinen toten Vater Thutmose I. zu ehren, mit ihr [0740]:

"Hatshepsut war auch nicht der einzige Monarch der 18. Dynastie die Thutmose I. verehrte; Thutmose III. sah es auch als wichtig an, seine Verbundenheit mit seinem Großvater aufzuzeigen, obwohl er ihn fast sicherlich niemals persönlich kannte und während er das tat, die Existenz seines eigenen, weniger bedeutsamen Vaters, übersah. Als Zeichen seiner Ehrfurcht bezeichnete Thutmose III. sich manchmal, und zu unserer leichten Verwechslung, als der Sohn anstatt als der Enkel des Thutmose I. Glücklicherweise berichtet uns die Autobiographie des Ineni, das Thutmose II., von seinem `von ihm gezeugten Sohn', auf dem Thron abgelöst wurde; was allen Zweifel über die wirklichen Eltern des Thutmose III. beseitigen sollte. Die Bedeutung der Wörter für `Vater' und `Sohn' sollten unter diesen Umständen nicht wörtlich zu verstehen sein. Das Wort `Vater' wurde in Ägypten oft als ehrerbietige Ansprache verschiedener älterer Männer benutzt, und konnte deshalb Pflegevater, Stiefvater, Gönner oder auch Vorfahre bedeuten. Das Thutmose I. von seinen Nachkommen das Ansehen eines Helden hatte, sollte uns nicht überraschen. Er prüfte sich nicht nur als ein sehr erfolgreicher Herrscher, er war auch der Gründer der damals regierenden königlichen Familie. Sein Vorfahre, Amenhotep I., obwohl er offiziel zu der gleichen Dynastie gehört haben soll, hatte aber in Wirklichkeit keine Blutsverbindung mit Hatshepsut oder auch Thutmose III."

Zweite Schlußfolgerung

Nach der Information, die wir hier also zusammengebracht haben, waren die mächtigen Thutmosischen Herrscher in Wirklichkeit Davidisch Dynastischer Herkunft!

Illustration der Familienverbindungen zwischen `dem Haus Davids' und `den Pharaonen der 18. Dynastie'