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Das Israelitische Heiligtum & die Zeit des Endes

Warum heilt Gott nicht verlorenen Körperteile?
Otto Gmehling
Anbetung
Kein Kaufen
Das Verzehrende Feuer
Stunde des Gerichts
Autorität der Sonntagsgesetze
Bewährungszeit
Einleitung
Oft Übersehene Ereignisse
Zuerst ein Überblick über dieses Thema
Der Zorn Gottes und des Lammes
Eine nähere Betrachtung des Heiligtums
Alles über die Thröne Gottes
Das Heiligtum und die nun Jesus nachfolgenden Heiligen
Das Gericht Gottes
Strassenmissionar
Das Urteil
Die Reformer und was wir heute verstehen
Ein Überblick wie Israel wandelte
Die Modernere Kirche
Das Tägliche
Die Familienandacht als das Tägliche
Voraus Planung der Vergebung
Die Wahre Kirche Gottes
Noch einige Erklärungen für schwer verständliche Bibeltexte
Eltern und Sünde
Das Ziel des Dienstes Jesu im Allerheiligsten
Bildliche Darstellung des Dienstes im Heiligtum
Der Jährliche Dienst
Datum des Jährlichen Versöhnungstages
Der Heilige Geist und die Beendigung der Mission
Einleitung
Der Früh und Spätregen
Gott gibt "doppelt" wieder
Vollkommenheit in Jesus
Die Beendigung des Werkes Gottes
Ein Einwand und dessen Begutachtung
Bibliographie und Notizen
Bibelstudie- Das Heiligtum am Versöhnungstag
Luzifer, jetzt Gabriel
Anmerkungen und Notizen
Das Zeugnis Jesu
Lexicon
Gottes Schöpfung
Verdünntes Evangelium
Gebetswissenschaft


** Einleitung **

Hier finden Sie eine Abhandlung über das Israelitische Heiligtum und seine Bedeutung bis in unsere Zeit. Am Ende finden Sie auch einige der wichtigsten Prophezeiungen Jesu über die wir alle Bescheid wissen sollten.

Es ist meine Absicht hier einige Einzelheiten mitzuteilen, die man nur wenig beschrieben vorfindet. Ich möchte darum den Leser um Geduld bitten, als das Thema entwickelt wird.

Nur wenige christliche Kirchen oder Gemeindschaften befassen sich mit der Heiligtumslehre. Deshalb wollen wir versuchen die bedeutenden Gesichtspunkte dieser Lehre gründlich zu beschreiben. In dieser Abhandlung ist es vorausgestellt, dass die Schreiber der Bibel von Gott inspiriert waren und daher die Bibel alleine in Dingen des Glaubens unsere Autorität ist. Wir sind uns dessen sicher, da wir glauben, daß Gott stark genug ist darüber gewacht zu haben, das sein Wort, die Bibel, sogar noch heute in Wahrheit von Ihm zeugen kann. Wir nehmen auch an, das der Leser schon mit dem Inhalt der Bibel vertraut ist und das er versteht, dass der Gott, den wir in der Bibel beschrieben vorfinden, nicht ein eigenmächtiger, willkürlicher Gott ist, der uns nicht gerne hat und der unwillig ist Menschen aus der Kraft der Sünde (Tod) zu befreien. Nein, im Gegenteil, wir glauben an einen Gott der schon lange sehnsuchtsvoll nach jedem reuigen Sünder Ausschau hält, bevor dieser sich noch für Gott entschieden hat, um ihn vom ewigen (zweiten) Tod zu retten, denn es ist Bibelwahrheit das jene die einmal geboren werden zweimal sterben müssen, aber das jene die zweimal geboren werden, nur einen, den ersten Tod sterben, von dem es eine Auferweckung gibt. [Was heißt das? Wir wollen das gerne für jene erklären die den Christlichen Glauben nicht kennen. Wir verstehen, das viele Menschen von sich nicht als Sünder denken, da sie so weit von Gott entfernt leben und niemand ihnen jemals sowas mitteilte. Am Anfang wurden wir Menschen aber von Gott mit der Gabe geschaffen, das wir ewig Leben würden. Sünde machte dem ein Ende. So sprechen wir hier über den Plan Gottes, der Seine große Liebe für uns veranschaulicht, da Er uns vom ewigen Tod retten möchte, wir ihn aber frei als unseren Erlöser und Gott wählen müssen. Zuerst wurden wir von unserer Mutter geboren. Die zweite Geburt nimmt Bezug auf eine geistliche Wiedergeburt, durch die Wassertaufe versinnbildet, die also eine Sinnesänderung veranschaulichen soll. Getaufte Menschen sollen Nachfolger Jesu Christi sein. Der erste Tod ist der, den wir alle sterben nach dem wir alt werden oder vorher ein Unglück haben. Die Bibel lehrt zwei Auferstehungen vom Todesschlaf. Die erste Auferstehung findet statt, wenn Jesus vom Himmel wiederkommt - wir sind nicht alleine im Weltall - und die zweite findet nach den tausend Jahren, nach dem Gericht Gottes, statt; Dinge die wir in der Bibel erwähnt vorfinden. In diesem Gericht werden all jene, die Gott ablehnten, ihr Urteil erfahren und der zweite Tod ist ihr Ende. Bitte lest aber dieses Thema zu Ende den es zeigt auf, wie wir diesem zweiten Tod durch das Evangelium Jesu Christi entkommen können. Dies sind keine Luftschlösser, wir sprechen über Tatsachen - über feste Bibelwahrheiten.]

** Zuerst ein Überblick über dieses Thema **

Obwohl Opfer schon seit der frühesten Zeit von Adam (Kain und Abel) an dargebracht wurden, war es nicht bis Moses von Gott den Auftrag erhielt Ihm eine Hütte zu bauen, das eine besondere Stelle für diesen Dienst erwählt wurde.

In den heiligen Schriften lesen wir über drei verschiedene Tempel:

1. Der himmlische Tempel (oder Heiligtum), den Gott Moses als Muster für das erste irdische Heiligtum zeigte, 2.Mose 25:9.
2. Den irdischen Tempel, die Stiftshütte (oder Heiligtum), "den Tempel des Herrn", der zur Zeit Moses gebaut wurde, 2.Mose 25:8; und "den Tempel des Herrn" 2.Könige 24:13; Esra 4:1, der später Salomos Tempel genannt wurde, und dann der Herodische Tempel.[80]
3. Der dritte Tempel ist der Tempel unseres Körpers, der der Wohnsitz des Heiligen Geistes sein kann.

Wie wir wissen waren besondere Anweisungen gegeben worden mit Bezug auf die Materialien die beim Bau des irdischen Heiligtums verwendet werden konnten.[100] Denn für Gottes Haus war es nur erlaubt das beste Baumaterial zu benutzen. Heute aber wollen wir uns mit dem Dienst Jesu in der Stiftshütte befassen.

Das Heiligtum bestand aus dem äußeren und dem inneren Hof (2.Mose 27:9ff); dem Tempelgebäude selber, der zwei Abteilungen enthielt. Die vordere Abteilung kennen wir unter dem Namen `das Heilige', und die hintere oder die zweite Abteilung, kennen wir als `das Allerheiligste.' 2. Mose 26:33.[120]

Im inneren Hof, kurz vor dem Eingang zum Tempel stand der Brandopfer Altar, 2.Mose 27:1, und das Waschbecken, 2.Mose 30:18-21. In der ersten Abteilung diente täglich einer der Priester als Fürsprecher für die reuigen Sünder [122], die zu ihm kamen. Bei all diesen Opfern, besonderen Geschenken und Waschungen, half er, stellvertretend für den Sünder, zur Vergebung dessen Sünden. Diese irdischen Dienste waren `ein Schatten' des zukünftigen himmlischen Dienstes und offenbarten auf diese Weise den `Erlösungsplan', Hebr.8:1-5; 9:14; 1.Petrus 1:18,19. Die zweite Abteilung innerhalb des Vorhanges war das Allerheiligste. Hier versah der Hohe Priester nur einmal im Jahr (3.M. 16:34), am zehnten Tag des siebten Monats des Jüdischen Jahres (22. Oktober), einen besonderen Dienst, Apg. 17:31. Dies war die Zeit wenn der Sünder von seiner Schuld, dem Gesetz gegenüber, erlöst wurde (3.Mose 27:27-30). Dieser Tag war bekannt als der Versöhnungstag oder auch Sühnentag. Ein Tag der Reinigung des Heiligtums. Ein Sinnbild des Gerichtes, 3.Mose 16:33; 23:29; Dan 7:10;8:14; Apg. 17:31. An diesem Tag wurden die während des ganzen Jahres `angehäuften Sünden' vom Allerheiligsten vertilgt [140] und war damit ein Sinnbild des wirklichen Versöhnungstages, 3.Mose 16:2-34; 2. Korinther 5:19; 1. Johannes 2:1-2; 4:10. Der Gnadenthron wurde von den Cherubim überschattet. Dieser war deshalb ein Thron des Gerichts vor dem Sünder beides, Gerechtigkeit und Gnade, finden konnten, Ps. 85:11,12..

Alle diese Dienste - Priester, Opfer und Waschungen [200] - waren ein Sinnbild oder Vorbild auf das, was Jesus in seinem Amt als Hoherpriester im himmlischen Heiligtum tun würde. Jenes Heiligtum, das der Herr aufgerichtet hatte und kein Mensch. (Hebr. 8:2) Das Heilige bestand für das Bekenntnis der Sünde, aber das Allerheiligste für die Vertilgung der Sünde.

Während der Zeit des Dienstes im irdischen Heiligtum geschah nichts im himmlischen Heiligtum. Es konnte hier ja auch kein Dienst vor sich gehen bis zu der Zeit, als Christus wieder im Himmel war und dort sein Hohes Priesterliches Amt anfing (Hebr. 8). Als dieser Dienst Christi im Himmel anfing, endete der Dienst im irdischen Heiligtum. Im irdischen Dienst sahen die aufrichtig Glaubenden vorraus auf den Dienst im himmlischen, wo Gott ihnen die Gerechtigkeit Christi anrechnete, und ihre Namen im Buche des Lebens verzeichnet wurden. Niemals wurden Sünden der Heiden im Buch des Lebens (Phil. 4:3; Offb. 3:5; 22:19) eingetragen, das konnte nur der Fall sein, wenn sie sich bekehrten. Ihre Taten würden im Gericht Gottes entschieden werden, wenn unser Hoherpriester seinen Dienst hinter dem Vorhang im Allerheiligsten für die Sündenvergebung beginnt (Dan.7:10). Dies geschah aufgrund der Eintragungen im Gedenkbuch (Buch der Erinnerung), Mal. 3:16 und den Eintragungen der Sünden des Volkes, Pred. 12:14. Die Bibel lehrt, das die Engel auch diese Bücher sehen, d.h. lesen können, Dan. 7:9,10, sie sind ja die Buchführer.[240] Daraus verstehen wir, das diese "Bücher" nicht nur das unbegrenzte Erinnerungsvermögen Gottes darstellen.

Der Zweck des himmlischen Heiligtums ist für das Bekennen und die Vertilgung der Sünden und konnte deshalb nicht vor dem Sündenfall existiert haben, da dann solch ein `Gebäude' keinen Zweck erfüllt hätte. Auf keine Weise können wir einen Grund finden, warum ein Heiligtum von aller Ewigkeit her vor dem Sündenfall bestanden haben sollte. Nur das Ereignis der Sünde machte solch ein `Gebäude' notwendig - Sünde die sich stetig in der Welt vertieft. Obwohl der Heiligtumsdienst nach dem Sündenfall eingeführt wurde, existierte der Erlöungsplan doch schon immer. (Eph.1:4) Deshalb bestand der Plan vor dem Fall und war in Christus begründet. Nur in ihm finden wir erlösende Liebe und Macht das Problem der Sünde für alle Zeit zu vernichten.

Einige Bibelausleger denken, daß der Kreuzestod Jesu in dem Sinne allumfassend war, daß kein weiterer Dienst Christi im Heiligtum zur Sündenvergebung nach seiner Auferstehung notwending war. Es ist wahr, daß der Tod Jesu am Kreuz nie mehr wiederholt werden muss. Sein Opfer war ein vollkommenes Opfer. Das Schlachten eines Lammes im irdischen Heiligtum erklärte diese zentrale Tatsache zufriedenstellend, da ja der Priester nur ein vollkommenes Opfertier schlachten konnte. Der weitere Dienst des Priesters, wie er das in einer Schale aufgefangene Blut anwandte, deutete, wie wir wissen, symbolisch auf den Tod Jesu hin. 3.Mose 1:3.

Die Biblische Bedeutung des Zornes Gottes und des Lammes

Ist der Zorn Gottes etwa so wie der Zorn des Satan? (Joh. 3:36; Kol. 3:4-6; Offb. 14:10,19; Offb. 12:12) Oder ist der `Zorn Gottes' so wie der Zorn der Menschen? Ist Gott nicht ein Gott der Liebe? Wenn so, welche Art von Zorn kann von Liebe kommen? Ist Gott Liebe und auch dazu etwas anderes oder ist Er nur Liebe?

Die Antwort ist schon ganz richtig, das alles, was von unserem liebevollem himmlischen Vater kommt, kommt, da Er Liebe personifiziert ist. Sein Liebe besteht aber aus zwei Eigenschaften, Gerechtigkeit und Gnade. Es ist der Teufel der immerzu versucht diese zwei auseinander zu reißen. Warum? Da, wenn Gott nur Gerechtigkeit wäre sie Ihn hassen würden, da das bedeutet, das sie denken, das Gott so ist wie der Teufel, der uns stetig vor Gott verklagt (Offb. 12:10) und behauptet, das Menschen nicht verdienen im Himmel aufgenommen zu werden, die Wohnstätte die er verlassen musste, da sie Sünder sind; wenn Gott aber nur Gnade ist, würde er so wie ein Weihnachtsmann sein, was sagen will das Gott uns erlöst, auch wenn wir noch sündigen. Was solche Menschen dazu bringen würde, sich offen gegen Ihn aufzulehnen und so öffentlich vor Ihm zu sündigen (das sehen wir heute etwas) und sie dann verloren gehen. Aus diesen Gründen versucht der Satan immerzu Gottes Gerechtigkeit und Gnade voneinander zu trennen - da er die tiefe Bedeutung dieser beiden in Gott vereinten Konzepte kennt. [300]

Gott verband Seine Gerechtigkeit und Gnade miteinander.

Wann und Wo?

Am Kreuz von Golgatha. Auf dem Kreuz "begegneten einander Güte und Treue (also Gerechtigkeit und Liebe)", Ps. 85:11. . . an jenem Tag, vor langer Zeit als Jesus auf dem Kreuz starb.

Wie können wir die Güte Gottes am Kreuz sehen?

Wir sehen sie darin, wie der Zorn Gottes auf Ihn selber und auf Seinen Sohn fiel - und der Vater war auch anwesend und litt mit Seinem Sohn, 1.Peter 2:24.

So fiel der Zorn Gottes auf Ihn selbst, und das war das kleinere der zwei Übel.

Was waren die zwei Übel?

Eins der Übel war das der Zorn Gottes auf Jesus kam.

War das ein leichteres Übel als ein anderes?

Was waren die Möglichkeiten? Sollten wir denken, wenn diese ganze Welt plötzlich verschwinden würde, würde das ein größeres Übel sein als für Sein Sohn auf einem Kreuz zu sterben?

Was ist die Antwort? Die Antwort is, `Ja!' Warum?

Weil es wahr ist, das ...

"Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle die an ihn glauben, nicht verloren gehen werden, sondern das ewige Leben haben." Joh. 3:16.

Gott rechnete Seinen Tod als ein kleineres Übel als die ganze Welt zu zerstören - das ist wahre Liebe - Gottes Güte und Liebe wie wir sie in Jesus finden, dem Schöpfer des Himmels und der Erde.

So verstehen wir, das der Zorn Gottes nichts dem Zorn Satans zu tun hat. Solch eine Verwechslung kann niemals sein. Der `Zorn Gottes' ist nicht durch hitzigen Ärger verursacht, wie wir ihn auf dieser Welt beobachten können. Der Zorn Satans versucht immerzu sogar auch seine eigenen Nachfolger ohne Gnade zu zerstören. Tatsächlich mag er sie schlechter behandeln als seine Feinde, denn er liebt nur sich selbst. Der Teufel und seine Engel lieben sich auch nicht gegenseitig da Liebe nur von Gott kommt.

Der Zorn Gottes offenbart sich darin, für wie lange Er versucht hat den Menschen Seine Güte, Treue und Liebe zu zeigen, dennoch wandten diese sich von Ihm ab. Gott möchte alle Menschen retten, er wird aber nicht den Frieden im Himmel gefährden in dem er unbußfertige Menschen hinein lässt. Das wird nie geschehen. Gott wird nicht Sünde jemals wieder aufkommen lassen.

In diesem Sinn sind sich der "Zorn Gottes" und der "Zorn des Lammes" (Offb. 6:16) gleich, - sie sind die traurige Erkenntnis, das einige Männer und Frauen die freie Gabe der Erlösung ablehnen werden und nicht mit wenigen Jahren des Sündenlebens eintauschen wollen, da sie ihre Sünden so viel mehr lieben. Sie wollen nicht über Gott nachdenken. Sie wollen nicht Sein Testament für gefallene Menschen lesen - und so bringen sie Trauer auf Gott, die Reaktion die wir als den `Zorn Gottes' und `des Lammes' kennen, das Lamm `Immanuel' (Mt. 1:23), das Jahre lang schlecht behandelt wurde. Man schlug es, verleumdete es und stoß es von sich bis Gott endlich fortgeht und sie alleine läßt, da diese Knechte es so wollen, Matth. 20:8-16.

Gott übernimmt diesen "Zorn" lieber selbst als ihn auf andere abzuschieben, da Menschen ihn sonst in Furcht anbeten würden.

Es mag etwa so sein wie wir gerade oben beschrieben.

So können wir es jetzt etwas besser einsehen das `der Zorn Gottes' mit der siebten Plage zu tun hat in der Gott sagen wird, "es ist geschehen", Offb. 16:17, wie auch Jesus vom Kreuz ausrief, "es ist vollbracht", (Joh. 19:30).

Die Liebe Gottes offenbarte sich in Seiner Güte und Treue, in Seiner Gerechtigkeit und Gnade auf dem Kreuz, Ps. 85:11,12.


** Die oft Übersehenen Ereignisse am Tag der Kreuzigung und Auferstehung Jesu. **

"Und es war um die 6. Stunde, und es ward eine Finsternis über das ganze Land bis and die 9. Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels zerriß mitten entzwei."
"Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von obenan bis untenaus.
Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf, und standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen,
und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen."

Lukas 23: 44,45; Matthäus 27:51-53



Als Jesus den Kreuzestod starb war dies der wichtigste Augenblick der gesamten Geschichte der Menschheit. Der Tod Jesu brachte eine Reaktion mit sich, wo die Sonne ihren Schein verlor, die Erde erbebte, die Felsen zerrissen. Die Kraft Gottes wurde hier in mäßigem Ausmass offenbar und alle altestamentlichen Sinnbilder, die mit diesem Ereignis zu tun haben, wurden erfüllt.

Der Herodische Tempel war ein Symbol letzter Bautechnologie. Während die Stiftshütte Vorhänge hatte, hatte der Tempel in Jerusalem zur Zeit Jesu Türen und Vorhänge. Die hohen Türen waren meistens wohl offen und so kommt es das der Priester, vom Schlachtopfer Altar im inneren Hof, in den Heiligen Raum hineinsehen konnte. Obwohl die Tür zum Allerheiligsten auch offen war, versperrte der schwere, geschmückte Vorhang, der zwischen dem Heiligen und Allerheiligsten Raum hing, freien Blick ins leere Allerheiligste.

Als jener Römische Soldat die Seite Jesu mit seiner Lanze stach und Blut und Wasser heraus floß, war dies ein Moment in dem das Gesetz Moses, die Gesetze die mit den Opfern im Heiligtum und den Priesterlichen Diensten zu tun hatten, erfüllt wurde und zu seinem Ende kam. Schematische Ansicht: 1) Allerheiligste, 2) Heilige, 3) Korridor, 4) Brandopferaltar, 5) Steinstufen, 6) der innere Hof, 7) Stufen vom äußeren Hof zum inneren, 8) das eherne, spiegelblanke Waschbecken (2.M. 38:8), 9) Stufen zum hohen BrandopferaltarAls der Vorhang zum Allerheiligsten zerriß (Mt. 27:51; Hebr. 9:8-12; Kol. 2:15), konnte man vom Brandopferaltar, wo jedes geschlachtete Lamm auf Jesu Tod hinwies, ins Allerheiligste sehen. Jesus starb um die 9. Stunde (Mt. 27:46), das ist gegen 3 Uhr nachmittags. Eine jüdische Quelle sagt, das zu dieser Zeit der Priester dabei war auf dem Brandopferaltar ein Lamm zum Opfer fertig zu machen. Die Zerreissung des Vorhangs war wohl eine laute Angelegenheit, und der Priester erschrack so sehr, das sein erwähltes Opfertier fliehen konnte. Ein bedeutenderes Lamm, das `Lamm' Gottes, hatte die Sünde weggenommen.

"Und mitten in der Woche wird das Opfer und Speisopfer aufhören." Daniel 9,27

Von nun an mussten keine Tieropfer mehr dargebracht werden, keine Sünd, Webopfer (2.M. 29,24; Dan. 9:27) und Trankopfer, keine Kerzen, Schaubrote und kein Weihrauch mussten im Heiligtum unterhalten werden. Dies alles war von nun an nicht mehr nötig. Die Gläubigen sollen aber immer noch nicht anderen, falschen Göttern, oder Figuren von handgefertigten Göttern, dienen. Nur der Schöpfergott ist der Anbetung würdig. Es ist nur Satan, der Anbetung mit Gewalt verlangt.Temple Model Menschen müssen immer noch Vater und Mutter ehren, den siebten Sabbattag der Woche heilig halten, nicht stehlen und alle der Zehn Gebote halten ihr Motiv ist aber Liebe zu Gott, nicht Zwang. Die Gläubigen brauchen aber nicht mehr die jährlichen Feste die Gott ihnen durch Moses gab, einhalten. Jene Feste und zeremonialen Sabbate, die wie Geburtstage auf alle Wochentage fallen konnten, waren jetzt auch abgeschafft. Stattdessen gab Gott neue Sinnbilder der erlösenden Tat Jesu. Sinnbilder wie die Taufe, das Abendmahl und die Fußwaschung und natürlich ist der siebte Wochentag (Samstag) noch der heilige Sabbat unseres Gottes da er nichts mit Zeremonien zu tun hat.

Gott befahl Moses zwei Vorhänge herstellen zu lassen, 2.M. 26,31,36. Beide waren sich gleich, ausgenommen, das der Vorhang vom äußeren Hof ins Heilige keine Cherubim aufgestickt hatte.

Als Jesus auf dem Kreuz starb, war dies das wichtigste Ereignis für alle Zeiten. In diesem Augenblick zerrissen zwei `Vorhänge':

a) einer dieser war der Purpur und Scharlach Vorhang mit den Cherubim der vor dem Eingang zum Allerheiligsten Raum hing, 2.Mose 26:31-35.

b) der "Vorhang", oder die bis dahin unverstandene Bedeutung des Todes Jesu, wo sein Fleisch, sein Tod (Hebr. 10:20), den Weg ins Heiligtum öffnete in dem Jesus, nach seiner Auferstehung, seinen himmlischen, priesterlichen Dienst für seine Schar der Gläubigen versehen würde.[400]

Der Dienst Jesu war der wirkliche und der irdische Dienst ein Schatten. Wir studieren den Schattendienst, um den himmlischen verstehen zu können.


** Eine nähere Betrachtung des Heiligtums **

Da die Gegenwahrt Gottes im irdischen Heiligtum sich zwischen den Cherubim offenbarte, die den Gnadenstuhl überschatteten, nehmen viele an, das Gottes ewiger Thron sich im Allerheiligsten des himmlischen Heiligtums befindet. Aber diese Annahme wiederspricht beiden Diensten, dem typischen und atypischem Dienst [500], wie wir ja schon erklärt haben, daß das Heiligtum nicht immer existierte, Gott also nicht immer seinen Thron darin gehabt haben konnte. Wir verstehen weiterhin, daß das Allerheiligste geschlossen war, während Christus seinem Dienst im Heiligen nachging. Diese Schlussfolgerung werden wir etwas später noch eingehend untersuchen.

Paulus schrieb:

"...Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestät im Himmel." Hebr. 8:1

Wenn Gottes Thron im Allerheiligsten gewesen wäre als Christus zum Himmel zurückkehrte, dann müsste er wirklich zuerst in das Allerheiligste gegangen sein wie einige es glauben, und nicht erst in das Heilige, wie andere Christliche Gemeindschaften es glauben. Die erste Position wiederspricht aber der Bibel und der Bedeutung des Dienstes, wie wir sehen werden. Im Allerheiligsten begegnete Gott den Gläubigen in der Person des Priesters von Angesicht zu Angesicht, symbolisch sprechend. Hier wurden ihre Sünden ganz vertilgt. Auf diese Weise veranschaulichte Gott, das er nicht seine Gläubigen persönlich treffen konnte, bis nach dem Werk im Allerheiligsten, wenn ihre Sünden vertilgt waren. Dies nun nicht nur symbolisch sprechend, aber nun wirklich, am erfüllten Tag der Versöhnung.

Wenn alles was Christus am Kreuz vollbrachte sich auf den atypischen Versöhnungstag bezieht, dann könnte man sagen, daß Christus am Tag seiner Auferstehung und Himmelfahrt seinen Hohenpriesterlichen Dienst im Allerheiligsten begann, auf diese Weise den atypischen Dienst im Heiligen vermied und die Bedeutung von 1844 als Anfang des Untersuchungsgerichts überflüssig ist. Wir werden aber sehen, das dies nicht der Fall war.

Ungefähr im Jahre 96 n.Chr. erlaubte Gott dem Schreiber der Offenbarung einen Blick in beide Abteilungen des himmlischen Heiligtums. Eine Stimme vom Himmel sagte zu ihm,

"...Steig her, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll." Offenb.4:1 [1200]

"Dann sah er wie ein Thron aufgestellt wurde und vor dem Thron war das gläserne Meer wie ein Kristall." Offenb.4:1-6; Eine Stimme sagte ihm, dass die Dinge, die er sah `...nach diesem ..', das heißt in der Zukunft, von der Zeit des Gerichtes her gerechnet, geschehen würden. Gott Vater gab dem Sohn das Gericht auszuführen, Joh. 5:26,27. Jesus wird aber nicht in Offb. Kap. 4 mit seinem Vater zusammen gezeigt. Das findet im 5. Kapitel statt.

Deshalb ist es klar, das dort zu dieser Zeit - zweiundsechzig Jahre nach - der Himmelfahrt Jesu - noch kein Thron stand da der Text sagt, `der Thron wurde aufgestellt.' [1204] Obwohl Christus nach seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes auf einem Thron saß, war es nicht der Thron im Allerheiligsten aber der im vorderen Heiligtum.

Unverständnis über diese Sachlage ist der eigentliche Grund für die mannigfaltigen theologischen Anschauungen über die Heiligtumslehre.

Zu behaupten, das Jesus nach seiner Himmelfahrt sofort einen Dienst im Allerheiligsten versah, scheint nicht in Betracht zu nehmen, das jene Abteilung nur einmal im Jahr, also selten, vom Priester besucht wurde.

In Hebrär 9,23.24 lesen wir:

"So mußten nun der himmlischen Dinge Vorbilder mit solchen gereinigt werden, aber sie selbst, die himmlischen, müssen bessere Opfer haben, denn jene waren. Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, so mit Händen gemacht ist (welches ist ein Ebenbild des Wahrhaftigen), sondern in den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns."

Aber wo war denn der Thron? Hat Gott nur einen Thron und befand sich dieser an einer anderen Stelle zu dieser Zeit? Oder hat Gott mehr als einen Thron? Diese Frage wollen wir noch etwas näher untersuchen.

** Alles über die Thröne Gottes **

In Offenbarung 4:2-6 lesen wir über den ersten Thron:

"..Und siehe, ein Stuhl war gesetzt im Himmel, und auf dem Stuhl saß einer; und der da saß, war gleich anzusehen wie der Stein Jasper und Sarder, und ein Regenbogen war um den Stuhl, gleich anzusehen wie ein Smaragd. Und um den Stuhl waren vierundzwanzig Stühle, und auf den Stühlen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen. Und von dem Stuhl gingen aus Blitze und Donner und Stimmen und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Stuhl, welches sind die sieben Geister Gottes. Und vor dem Stuhl war ein gläsernes Meer gleich dem Kristall, und mitten am Stuhl und um den Stuhl vier Tiere, voll Augen vorn und hinten."

Dieser Thron ist der Empfangsthron nach dem Jesus nach seiner Auferstehung in den Himmel zurückkehrt. Dieser gleiche Thron wird später zum Gerichtsthron, nach dem er vom vorderen Heiligen Raum zum Allerheiligsten transportiert wird, da in diesem Raum die Bundeslade mit dem Gesetz Gottes steht. Der Gerichtsthron stand noch nicht im Allerheiligsten als Johannes das Buch der Offenbarung schrieb, er war dann der Empfangsthron im vorderen Raum, um ein verständliches Wort zu benutzen. (Leider brachte ich dies vorher nicht klar genug vor.)

In Offenbarung 22:1 lesen wir von einem zweiten Thron:

"Und er zeigte mir einen lautern Strom des lebendigen Wassers, klar wie ein Kristall der ging aus von dem Stuhl Gottes und des Lammes. Mitten auf ihrer Gasse auf beiden Seiten des Stromes stand Holz des Lebens das trug zwölfmal Früchte und brachte seine Früchte alle Monate; und die Blätter des Holzes dienten zu der Gesundheit der Heiden."

Wir stellen fest, das von diesem ersten Thron, dem Thron im Heiligtum, das gläserne Meer fließt, weil von dem letzteren Thron, `dem Stuhle Gottes und des Lammes' - der `Strom des lebendigen Wassers' fließt.

Diese Verse beschreiben also zwei Thröne (Stühle Gottes) einen, von dem der `Strom des lebendigen Wassers' fließt, und wo Christus `zur rechten Gottes sitzt.' Dieser, von beiden besetzte Thron, wird deshalb `der Stuhl` (Thron) Gottes und des Lammes' genannt. Es ist der `große weiße Stuhl' am Fluß des Lebens, im Paradies - Gottes Wohnstätte von Ewigkeit her, der ewige und andauernde Thron, der Regierungsthron Gottes. Und dies ist der Thron den Stephanus am Tag seiner Steinigung sah.[1400]

Wie wir es schon woanders beschrieben, berichtet Offenbarung Kapitel 4-10 über Ereignisse die sich im Heiligen Raum zutragen. Wir erkennen nun wie Gott diese Lehren vom Heiligtum als sehr wichtig betrachtet, da er seinem Diener Johannes, in der Mitte seiner Offenbarung (Kap. 10 &11), die Episode des Büchleins, das im Bauch grimmig im Mund aber süß war, zeigt, bevor er ihn das Öffnen des Allerheiligsten beschreiben läßt. Nicht bis Offenbarung 11:19 wird eine Szene vom Allerheiligsten Raum beschrieben.

Diese zuerst quotierte Szene (Offb. 4) beschreibt das himmlische Heiligtum, da die sieben Feuer Fackeln den siebenarmigen Leuchter im Israelitischen Heiligtum darstellen, und das `Feuer vom Altar' (Offenb.8:5) den Räucheraltar. Nicht bis Kapitel 11:15-19 lesen wir also über das Allerheiligste, "Und der Tempel Gottes ward aufgetan im Himmel, und die Lade seines Bundes ward in seinem Tempel gesehen", Offb. 11:19, diese Lade war das Vorbild der Lade Moses, die er für das Israelitische Heiligtum baute.

Das `Auftun' des Tempels bedeutet unbedingt das tiefere Erkenntnis einer Botschaft Gottes sichtbar gemacht wird. Botschaften jener Art wie wir sie zu diesem Thema beschreiben. Erkenntnisse die Gott betont, da sie wohl in Vergessenheit geraten waren oder seine Schar der Gläubigen sie nicht mehr richtig verstanden da sie weder kalt noch warm waren oder sind, Offb. 3,15.

Das Werk Jesu im heiligen Raum des himmlischen Tempels bestand darin, sein auf Erden vergossenes Blut und die Gebete der Heiligen vor Gott darzubringen, da die Sünde ja ein ernstes Ding ist, und nicht einfach übersehen und vergessen werden kann bis Jesus sie vertilgt. Die Bedeutung des Israelitischen Tempeldienstes, wie er zuerst in der Stiftshütte ausgeübt wurde, ist für die christliche Lehre über Gott von großer Wichtigkeit. Deshalb möchten wir gerne einige Merkmale herausbringen, die diese Sachlagen erklären. Der Schlüssel zu einem besseren Verständnis mit Bezug auf das ewige Evangelium ist die Bedeutung des Versöhnungstages (Hebr. `Yom Kippur'), und wie er in den prophetischen Büchern, den Evangelien und im Leben Jesu veranschaulicht wird.

Wir glauben, das der Tod Jesu am Kreuz ein vollkommenes Opfer war. Ein Schattendienst dafür in der Stiftshütte waren die vielen Brandopfer die dort auf dem Brandopfer Altar, der vor dem Eingang zur Siftshütte stand, vollzogen wurden. Dort opferte der um Vergebung suchende Sünder sein Opfertier, während es die Aufgabe des Priesters, Sinnbild für Jesus, war einen kleinen Teil des Blutes ins Heilige zu tragen und auf den Inzenzaltar und vor dem Vorhang zum Allerheiligsten zu sprengen.[1600] Wie der Rauch vom Inzenzaltar dann aufstieg zu einem süßen Geruch vor dem Herrn (2.Kor. 2:15; Eph. 5:2), versinnbildet das eigentlich unsere stammelnden Gebete und wie Jesus/ der Heilige Geist, sie sozusagen für uns übersetzt damit Gott Vater sie anhören. kann. Das ist ein Hauptpunkt seines priesterlichen Amtes im Himmel und kein irdischer (sündiger) Priester kann diese Funktion erfüllen. - Jesus' Tod am Kreuz hat also nur mit dem Opfer selber und noch nichts mit dem Sinnbild des Versöhnungstages zu tun. Warum? Aus den folgenden Gründen:


1) Wer könnte diesen Dienst verrichtet haben als die Versöhnung auf Golgatha geschah? Der Versöhnungsdienst war die Aufgabe des Hohen Priesters, wer stand aber vor dem Kreuz als das Lamm, Jesus, für uns starb? Dort standen nur einige böse Leute des jüdischen Volkes, die Römischen Soldaten, und einige Nachfolger Jesu.
2) Das Schlachten des Opfers war nicht das Sinnbild der Versöhnung, da es der Sünder war, der das Opfer schlachtete, 3.Mose 4:1-4,13-15. Danach nahm der Priester das Blut und bewirkte die Versöhnung, 3.Mose 4:5-12,16-21.
3) Jesus Christus war der auserwählte Hohe Priester (und auch das Lamm), der die Versöhnung vollziehen würde. Er konnte dies aber nicht tun als er am Kreuz hing. Diese Aufgabe konnte also nicht bis nach seiner Auferstehung vom Tod stattfinden. Wir haben aber keinen Bericht in der Bibel das Jesus, nach seiner Auferstehung, irgendetwas tat was mit dem Dienst zum Versöhnungstag zu tun hatte.
4) Die Versöhnung war etwas, was im Heiligtum stattfand, Golgatha war aber nicht solch ein Ort.
5) Nach Angaben von Hebräer 8,4 konnte Jesus keine Versöhnung bewerkstelligen, während er sich noch auf der Erde befand, da wir lesen: "Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht ein Priester ...". Wir verstehen also, das die Levitischen Priester den Dienst im irdischen Heiligtum versahen, der Sohn Gottes jedoch im Himmel.
6) Aus diesem Grund fing der Versöhnungsdienst nicht an bis nach der Himmelfahrt Jesu, als er mit seinem hier vergossenen Blut zu einer von Gott festgelegten Zeit den Dienst im himmlischen Heiligtum anfing.


Weitere Erklärungen mögen hier angebracht sein.

Manche Christen denken, das die endliche Versöhnung am Kreuz geschah, als Jesus dort starb. Der Schattendienst, wie wir ihn in den Büchern der Thora vorfinden, zeigt aber, das dies nicht so ist. Während es wahr ist, daß das Blut Jesu den reuigen Sünder von der Verdammung des Gesetzes befreit, löschte das nicht die Sünde selber ganz aus. Wie damals, so auch heute, steht die Sünde immer noch bis zum Tag der endgültigen Versöhnung im Buch Gottes verzeichnet, (Dan. 7:10 & Offb. 20:12; 22:12; Apg. 17:31). Im typischen Dienst nahm also das Blut des Sündopfers die Sünde des reuigen Menschen weg, sie verblieb aber im Heiligtum, bis zur Zeit des jährlichen Versöhnungstages.

An diesem, für den Gläubigen großen Tag, werden die Sünden der Vergebungssuchenden Menschen aus den `himmlischen Büchern Gottes ausradiert'; sie sind dann ganz vergessen und kommen nicht wieder als Anklage gegen den Sünder vor. Dies geschah sinnbildlich im Israelitischen Wüstenheiligtum, wo man die im Heiligtum `angesammelten' Sünden symbolisch auf den Kopf der Ziege `Asasel' (Symbol für Satan) legte und das Tier dann in die tiefe Wüste geführt wurde, um nie mehr wieder gesehen zu werden.

Dies bedeutet also, daß der Tod Jesu auf dem Kreuz ein vollkommenes und vollständiges Opfer war, das aber die Versöhnung nicht vollzogen werden konnte bis der Hohe Priester, nun stellvertretend mit den angesammelten Sünden beladen, aus dem Allerheiligsten, durch das Heilige, und von dort in den äußeren Hof trat. Wenn dann die sich während des ganzen Jahres angesammelten Sünden auf den Kopf des Ziegenbockes (der dies nicht überlebte) übertragen wurden, war die Versöhnung vollständig, 3.Mose 16:20-24.

Der praktische Teil dieser Zeremonien ist dieser, das der Sünder sein Leben betrachtete, um alle seine Sünden zu entblößen, sie bekannte und um Vergebung bat - und das dieser Tag für ihn ein Gerichtstag war, aus dem er vergeben herauskam. Der Versöhnungstag hatte also mit einer Charakterdarstellung zu tun. Christen glauben, wenn Jesus wieder kommt, um seine heilige Schar von der Welt der Sünde hinfortzunehmen, das dann die größere, endgültige Versöhnung erfüllt wird.

Wir sollten also jetzt verstehen, das die Versöhnung durch Jesus nicht ein geschicktes Mittel Gottes ist, unsere Sünden zu vergeben; es ist aber vielmehr ein göttliches Mittel um Übertretungen und `geistliche Gesundheit', Freiheit von Sünde (wenn auch nicht unbedingt für immer solange wir hier leben) wieder neu herzustellen. Die Versöhnung ist die vom Himmel auserwählte Methode mit der gläubige Menschen die Gerechtigkeit Jesu Christi haben können - aber nicht nur äußerlich sondern auch innerlich. Viele oder manche unter uns denken aber, oh, ich habe so viele schlechte Dinge getan, wie kann Gott mir das alles vergeben? Wir sollten nicht so denken. Es ist nicht die Anzahl oder die Schwere der Sünden die uns von Gott trennen, aber die Sachlage, das manche Christus nicht als Heiland annehmen wollen. Menschen mögen Christus einmal angenommen haben und dann wieder in die Welt gegangen sein, und sie denken an Gott als ob Er sich über sie ärgert. Nein. Ich tat das auch. Aber immer wieder mal, zwischen durch, dachte ich schon, oh, warum tust du das. Geh doch zu Christus zurück. Ich tat es aber nicht gleich. Nur später entschied ich mich der leisen Stimme zu folgen und Ihm von nun an treu zu folgen. Das ist der Lebenslauf vieler Menschen. Im Rückblick kann man sich viele Sorgen sparen, wenn man Gott immer treu bleibt. Heute hat keiner mehr Zeit solche Verzögerungen Jesus Christus als Heiland anzunehmen, da wir sehr nahe am Ende der Zeit sind.

Was ist aber die wirklich großartige Bedeutung die diese Betrachtung der Zeremonien des Heiligtums veranschaulicht?


** Das Heiligtum und die nun Jesus nachfolgenden Heiligen **

Viele jener die das Heiligtum studierten, scheinen eine besondere Sachlage übersehen zu haben. Diese ist, das, wenn die Gläubigen wieder mit Sünden beladen waren, wurde auch das Heiligtum wieder unrein.[1700]

Diese Tatsache war so im kleineren Israelitischen Heiligtum, und verhällt sich auch so im gesammten Überblick der Heilsgeschichte vom ersten Tag bis zum letzten Tag der Geschichte der Menschheit auf Erden. Deshalb lesen wir:

"Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen um sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden." Daniel 8:14

Wir haben es hier mit dem Heiligtum im Himmel zu tun, da es zur Zeit, als Daniel dies schrieb, kein Heiligtum in Jerusalem gab. [! Sieh Malers Eindruck von Solomons Jerusalem.] Dieser Bibelvers sieht in die Zukunft voraus und verheißt einen erfolgreichen Abschluß des Sündenproblems für alle Welten.

Die Frage ist:

Hat die Weihe oder Reinigung des Heiligtums irgendetwas mit den Gott gläubigen Menschen zu tun?

Einige scheinen zu denken, das dies nur ein gesetzmäßiger Vorgang im Himmel ist, der keine weitere Bedeutung für uns hat. Deshalb hört man kaum jemals eine Predigt über diesen Bibelvers. Wir wollen also ganz klar die Identifizierung zwischen dem Heiligtum und den dort betenden Mitgliedern herausstellen. Diese Verbindung ist eng und folgenschwer.

"Und es ward mir ein Rohr gegeben, einem Stecken gleich, und er sprach: Stehe auf und miß den Tempel Gottes und den Altar und die darin anbeten." Offb. 11:1 [1800]

"Und es tat seinen Mund auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und seine Hütte und die im Himmel wohnen." Offb. 13:6 [2000]

Diese Texte sagen also, das die Gott Gläubigen Gott im himmlischen Heiligtum anbeten und das sie dort im Himmel wohnen.

Wie soll man das verstehen?

Nun so, ihre Körper befinden sich auf der Erde, in ihren Gedanken, in ihrem Geist, mit ihren Gefühlen, Sympatien, und Gebeten befinden sie sich aber im Himmel. Gefühle sind aber ein schwierigeres Thema. Gefühle, wenn sie von einem Gott ergebenen, denkendem Herzen herauskommen sind anders als jene, die von außen her durch erhitzende Ansprachen, Musik oder solche Dinge angefeuert werden. Das ist die Methode Satans. Satan benutzt nie das gutwillige Herz, er kommt immer mit äußerlichen Methoden indem er die Sinne des Menschen (sehen Offb. 13:13-14, hören Mt. 13:15, riechen Mt. 26:6-9, berühren Jhn 20:25, schmecken 1Kor. 10:31) benutzt.

So können jene, die sich mit dem Studium dieser Sachlage befassen, dies ganz gut so verstehen wie wir es auch hier schon beschrieben. Im Glauben folgen sie Jesus ins Allerheiligste.

Die Interpretation ist also diese,

Im gleichen Sinn wie gläubige Christen verborgen in Jesus leben können (Johannes 15:1-4), wohnen sie auch im Tempel Gottes. Genauso wie die Bibel lehrt, das Jesus und sein ihm treues Volk eins sind, so sind auch das Heiligtum und das Volk Gottes eins. Dies war besonders auch im Israelitischen Heiligtum gelehrt worden. Wenn die Gläubigen wieder Sünden begehen verunreinigen sie auch das Heiligtum. Studiert dazu bitte 3.Mose 20:1-3; Hesekiel 5:11 und 4.Mose 19:13,20.


Dies bringt auch die Frage auf, `Wenn ich so oft sündige, wird Gott mit mir nicht ungeduldig sein und mir nicht mehr vergeben wollen? Dieses wichtige Thema wird hier, besonders mit dem Bild der Talsperre behandelt.


Wenn das Heiligtum aber gereinigt wurde, wurden auch die Gläubigen wieder rein, 3.Mose 16, 30.33.

Diese untrennbare Verbindung zwischen dem Heiligtum und dem Volk Gottes ist auch das klare Thema im Buch des Propheten Daniel. Daniel beschreibt in seinem Buch, wie er das Heiligtum sah und wie das Volk Gottes darin niedergetreten wurde. Das Heiligtum und das Volk Gottes erlitten die gleiche Demütigung von der Hand ihres Gegners, dem Antichristen, Dan. 8:10-12.

Die Frage wird dann gestellt, wie lange soll das andauern? "Wie lange soll doch währen solch Gesicht vom Täglichen [Opfer] und von der Sünde ..." Vers 13. Die Antwort ist, `Am Ende der 2300 Tage,

"... dann soll das Heiligtum wieder geweiht [also gereinigt] werden." Vers 14.'

Wir sehen also, das der Gedanke der von ihren Sünden vergebenen Gläubigen mit der Wiederherstellung des gereinigten Heiligtums zu tun hat. Deshalb ist auch die Umkehrung dieses Gedankens ganz klar, daß das Heiligtum nicht gereinigt werden kann bis die darin Anbetenden von Sünden rein werden, oder wissen wie sie sich immer wieder Bemühen können, um von unfreiwilligen Sünden, geläutert und gewaschen, rein zu werden, Maleachi 3:1-3.

Daniel 8:14 hat also mit der Reinigung des Heiligtums des Neuen Bundes zu tun über den wir in Hebräer 8:1-2 lesen:

"Das ist nun die Hauptsache, davon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zur Rechten auf dem Stuhl der Majestät im Himmel und ist ein Pfleger des Heiligen und der wahrhaftigen Hütte, welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch."

Wir versten also, das das Israelitische/ Jüdische Heiligtum ein Typ oder Symbol der christlichen Kirche ist. Die Gemeinde Gottes auf Erden, also jene die Gott glauben und ihm treu sind, diese sind also die wahre `Stiftshütte' Gottes deren Seelsorger der Erlöser selber ist. Gott errichtete dieses Heiligtum hoch im Himmel. Es stellt den Leib Jesu dar, und er sammelt darin aus allen Himmelsrichtungen seine Schar der Gläubigen zusammen. Ein Heiligtum besteht aus denen die Jesus als ihren persönlichen Erlöser angenommen haben, der auch ihr Seelsorger ist.


Da im irdischen Heiligtum nur der Hohepriester erlaubt war das Allerheiligste, innerhalb des Vorhanges, zu betreten, und da Johannes vierundzwanzig Älteste vor dem Stuhl sah, sagen einige, das der Thron in Offb. 8:2,5 nicht im Allerheiligsten sein könnte. Da wir jetzt mit himmlischen Dingen zu tun haben, müssen wir die irdischen Regeln wohl etwas vernachlässigen und einsehen das Gott Dinge etwas anders tun mag. Diese 24 Ältesten representieren wohl irdische Mitglieder, da sie `stephanon' Kronen tragen, da sie Satan und Sünde überkamen, 1.Kor. 9:24,25.


** Das Gericht Gottes **

Wir lesen in Daniel 7:9,10:

`Solches sah ich, bis daß Stühle gesetzt wurden, und der Alte setzte sich. Des Kleid war schneeweiß, und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle, sein Stuhl war eitel Feuerflammen, und dessen Räder brannten mit Feuer. Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal tausend dienten ihm, und zehntausendmal zehntausend standen vor ihm. Das Gericht ward gehalten, und die Bücher wurden aufgetan."

In dieser Szene sah der Prophet was am Gerichtstag oder Versöhnungstag, wenn das gesamte Heiligtum gesäubert wird, vor sich geht, denn er schrieb:

`...und die Bücher wurden aufgetan." Daniel 7:10

In diesem Zusammenhang sollten wir auch bedenken, daß die einzige von Schwierigkeiten befreite Erklärung der 2300 Abende und Morgen von Daniel 8:14, diejenige ist, die darin 2300 Jahre versteht. Hesekiel 4:6; 4. Mose 14:34

Bedenkt auch, das Jesus das `ein Tag für ein Jahr' Prinzip bestätigte, denn wir lesen, "... siehe, ich treibe Teufel aus und mache gesund heute und morgen, und am dritten Tage werde ich ein Ende nehmen" (als Jesus auf dem Kreuz starb). "doch muß ich heute und morgen und am Tage noch wandeln; denn es tut's nicht, daß ein Prophet umkomme außer Jerusalem." Luke 13:32,33. - Jesus sprach diese Wort drei Jahre vor seiner Kreuzigung. Er nennt sie `Tage' wenn er `Jahre' meinte. Auf diese Weise bestätigt er hier die Anwendung für das Prinzip das `ein Tag' in Prophetie `ein Jahr' bedeutet.

Der Anfang der 490 Jahr/Tage ist auch der Anfang der 2300 Jahr/Tage, eine Zeitspanne die von Gott für die Geschichte dieser Welt verordnet wurde, insbesondere für die Bekehrung der Juden. Das ist die Bedeutung der Worte wo es geschrieben steht, "70 Wochen sind bestimmt (abgeschnitten) über dein Volk (die Juden) und über deine heilige Stadt (Jerusalem) , so wird dem Übertreten (der Gebote Gottes) gewehrt und die Sünde abgetan (als Jesus auf dem Kreuz starb) und die Missetat versöhnt und die ewige Gerechtigkeit gebracht [2003] und die Gesichte und Weissagung versiegelt (bis Jesus kam und bis in die Zeit des Endes der 2300 Jahre) und ein Hochheiliges gesalbt werden." Dan. 9:24.

Die 70 Wochen sind also von einer längeren Zeitspanne abgeschnitten. Diese Zeitspanne können nur die 2300 Jahre sein. Die verbleibende Zeit Spanne der 1810 Jahre (2300 - 490) war die Zeit in der das Evangelium in aller Welt unter allen Völkern verkündigt wurde. Gott gibt allen Gelegenheit sich zu entscheiden wem sie vertrauen wollen. Der königliche Befehl Jerusalem wieder aufzubauen als die Juden noch in Persien waren, würde der Anfang dieser Zeitspanne sein. Dieser Befehl ist der dritte Befehl den wir in Esra 7 [2005]; finden und der bei Artaxerxes III. im Jahre 457 v.Chr. gegeben wurde.

457 + 2300 = 1844 [Bedenke, dass das Jahr 1 v. Chr. von dem Jahr 1 n. Chr. gefolgt wurde.]

457 v.Chr. bis zum Jahre 1844 n.Chr. reichen. In diesem letzteren Jahr began das Gericht im himmlischen Allerheiligsten, als Christus vom Heiligen ins Allerheiligste ging und das von Daniel beschriebene Untersuchungsgericht anfing. Die interessante und wichtige Sache mit diesem Untersuchungsgericht ist diese, wir können uns darauf vorbereiten während es stattfindet. Es ist das einzige Gericht in dem der Richter den Verklagten hilft mit fliegenden Fahnen zu bestehen, und es beweist das Satan der listige Verführer ist. Es war Satans Methode Menschen dazu zu bringen, zu denken, und zu sagen, `Wenn du sie nicht überkommen kannst, gehöre ihnen zu.' Diese Taktik finden wir heute in Kirchen und Gemeinden. Wie er Kain dazu brachte für sich selber eine kleine Veränderung in seinem Opferdienst zu gestatten, so versucht man auch heute solche kleinen Veränderungen einzuführen. Die frühe Kirche fiel so von Gott ab. Da wir jetzt in der Zeit des Gerichts im Himmel leben, wird das beeinflussen wie wir täglich leben. Satan sagt, du kannst ein Sabbathaltender Christ sein, und auch so gut wie möglich leben mit nur kleinen Sünden, die es nicht so schwer machen, oder so etwas ähnliches. . . aber nichts über Rettung. Gott hat aber den besseren Plan. Er sagt, dies Untersuchungsgericht hilft dir richtig zu leben, damit du aus der Welt der Sünde gerettet werden kannst.


Strassenmissionar

Jemand fragte einen Strassenmissionar einmal, `Was muss ich tun, um gerettet zu werden?' Es war eine wichtige Frage, die eine Gott eingegebene Antwort verlangt. Der Missionar sprach, "(1) Wir sind Sünder und verdienen zu sterben." Der Frager verstand das. "(2) Gott liebt uns aber und will es nicht das wir (den 2. Tod) sterben." "(3) So sandte Er Seinen Sohn, Jesus, und Er kam und wurde ein Mann wie wir und Er starb an unserer Stelle." "(4) So, wenn wir Ihm unser Leben übergeben, und Ihn als den Herrn und Erlöser annehmen, haben wir das ewige Leben. Bist du willig das zu tun?" - Die Antwort des Fragers kam dann zurück. Er sagte, "Ja." - Es ist sehr wichtig die letzte Frage zu stellen, den Suchenden die Entscheidung "ja" oder "nein" zu sagen, zu überlassen. Wenn man sie nicht fragt, mögen sie nie eine Entscheidung treffen und verloren gehen. Wenn sie "ja" sagen, gibt das Gott die Erlaubnis das mit Seiner Allmacht zu tun, was Er sonst nicht für sie tun könnte, wenn sie nicht "ja" geantwortet hätten. - Der Missionar öffnete dann seine Bibel und las Offenbarung, Kapitel 3, Vers 20, "Siehe ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir." Dann sagte er, "Ich bete jetzt, und du wiederholst die Worte des Gebets." Er betete, "Lieber himmlischer Vater, Ich komme jetzt zu Dir im Namen Jesu, meinem Heiland. Ich bitte das Sein Blut mich rein wäscht von aller Sünde. Ich möchte Jesus als meinen Herrn und Erlöser annehmen. Gib mir Deine Kraft gehorsam leben zu können, und von nun an für Dich zu leben, und nicht mehr nur für mich selbst. Danke schön, im Namen Jesu, Amen." - Dann sagte der Missionar, "Gott sei gelobt. Jesus ist nun Dein Heiland. Lese nun jeden Tag in der Bibel und bete und Gott wird dir Wachstum in Seiner Gnade geben; auch Friede, Freude, und die Willenskraft, wahr und Gehorsam zu leben. Wenn du nicht das Wort Gottes studierst, wird dein Glaube vertrocknen und du wirst wieder ein Sklave des Bösen schlimmer als zuvor. Bete (atme), studiere (iß und trink), verbreite deinen Glauben (übe) und du wirst stärker und gesunder werden, und mit Jesus näher leben. Nicht mehr zu atmen (beten) jedoch, kann Tod am schnellsten bringen.


Was lernen wir von dieser Sachlage? Wir müssen darauf bedacht sein das wir nicht die Gottesdienstmethoden unserer Nachbarn annehmen, jene die Gott nicht als Schöpfer an Seinem Tag anbeten oder ihn mit Versprechen zu Reichtum, mit Pauken und mit leichten Reimen verehren wollen die viel `ich, mir und mich' enthalten aber wenige Gotteswahrheiten. Es ist Satans Plan (1) die Botschaft der drei Engel (Offb. 14) zu verwischen und uns von ihnen abzuhalten, da sie den Schlüssel enthalten, (2) wie Sünde in der Welt überkommen werden kann, (3) das der siebte Tag, Sabbat, noch Gottes heiliger Tag ist, (4) das die Toten wirklich Tot in ihrem Grab ruhen, und (5) das Jesus für uns in Seinem Heiligtum wirkt. Wir sollen niemals denken das wir die Botschaft des zweiten Engels ignorieren können. Deshalb sollten wir auch nie denken von diesen Kirchen Methoden lernen zu wollen wie wir grössere Gemeinden haben können, während wir Menschen aus ihnen herausrufen. Wahre Erweckung der Gemeinde Gottes kommt nur durch reine Wahrheit, nicht durch Falschheiten.

"So sehr aber auch Glaube und Frömmigkeit schwinden, so gibt es doch noch wahre Nachfolger Christi in diesen Kirchen. Ehe Gott zum letztenmal die Welt mit seinen Gerichten heimsucht, wird unter seinem Volk eine Erweckung zur ursprünglichen Gottseligkeit stattfinden, wie sie seit dem apostolischen Zeitalter nicht gesehen wurde. Der Geist und die Kraft Gottes werden über seine Kinder ausgegossen werden. Zu der Zeit werden sich viele von den Kirchen trennen, in denen die Liebe zur Welt an Stelle der Liebe zu Gott und seinem Wort getreten ist. Viele, sowohl Prediger als auch Laien, werden mit Freuden jene großen Wahrheiten annehmen, die Gott zu dieser Zeit hat verkündigen lassen, um ein Volk auf das zweite Kommen des Herrn vorzubereiten. Der Seelenfeind möchte dieses Werk gern verhindern und wird, ehe die Zeit dieser Bewegung anbricht, versuchen, es zu verfälschen. In jenen Kirchen, die er unter seine betrügerische Macht bringen kann, wird er den Anschein erwecken, als ob der besondere Segen Gottes auf sie ausgegossen werde, weil sich hier, wie man meint, ein tiefes religiöses Erwachen bekundet. Scharen werden jubeln, daß Gott auf wunderbare Weise für sie wirke, während doch das Werk das Wirken eines anderen Geistes ist. Unter einem religiösen Gewand wird Satan versuchen, seinen Einfluß über die ganze christliche Welt auszubreiten." [GK, 464]

Wir können diese falschen Erweckungen an den folgenden Merkmalen erkennen:

"Bei vielen Erweckungen, die sich während der letzten 50 Jahre zugetragen haben, waren mehr oder weniger die gleichen Einflüsse am Wirken, die sich in den ausgedehnteren Bewegungen der Zukunft zeigen werden. Es herrscht schon jetzt eine Gefühlserregung, eine Vermischung des Wahren mit dem Falschen, die trefflich dazu angetan ist, irrezuführen. Doch braucht sich niemand täuschen zu lassen. Im Licht des Wortes Gottes wird es nicht schwer sein, das Wesen dieser Bewegungen festzustellen. Wo man das Zeugnis der Bibel vernachlässigt, indem man sich von jenen deutlichen, die Seele prüfenden Wahrheiten abwendet, die Selbstverleugnung und Entsagung von der Welt erfordern, da dürfen wir versichert sein, daß Gottes Segen nicht ausgeteilt wird. Nach der Regel, die Christus selbst gegeben hat: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!" (Matth. 7, 16), wird es offenbar, daß diese Bewegungen nicht das Werk des Geistes Gottes sind." [Ibid.]

Wir sehen also ein, wenn wir die schwereren Ermahnungen in der Bibel ablehnen, lehnen wir die ganze Bibel als Grundlage unseres Glaubens ab. Satan siegt, wenn wir die Bibel teilweise ablehnen. Größer werdende Kirchen sind nicht unbedingt das Wirken Gottes, Satan kann das auch vollbringen. Wahre Christen sind mehr bedacht Gott treu zu sein (Noah, Jeremia), als über ihren Erfolg viele neue Mitglieder zu ernten. Sie wählen lieber Namen für ihre Gemeinden die sie mit dem weltweiten Werk verbinden, als lokalen Beliebtheiten zu folgen.

Zum Thema zurückkommend, warum soll das Jahr 1844 so genau sein? Der beste Grund dafür ist wohl das Gott nichts nur in ungefähren Maßen tut. Wie er auch einen besonderen, berechenbaren, jährlichen Tag für den Tag der Versöhnung einführte, so gab Er auch einen genauen Tag für dessen prophetische Erfüllung in 1844, und das wohl am 22. Oktober dieses Jahres.

Wir sehen schon ein, daß die Gesichte von Dan. 7:9,10; und Offenb.4:6 die gleichen Ereignisse beschreiben.[2009] Ein Vergleich der Texte verweht allen Zweifel den jemand haben könnte. Daniel spricht von `Stühlen' (Mehrzahl) und dann unterscheidet er zwischen dem Stuhl Gottes, des `Alten,' von dem der `feurigen Strahl' ausgeht und dem des Lammes. Wir verstehen das Daniels Gesicht prophetischer Art ist, während Johannes eine Offenbarung hatte.

Daniel sah `..dass Stühle gesetzt wurden..' deren Zahl er nicht angibt, Johannes gibt deren Zahl als vierundzwanzig an, Offenb. 4:2,4. Daniel schreibt `dass ein feuriger Strahl' von ihm ausging, Johannes beschrieb dies als das `gläserne Meer' das mit `Feuer gemengt' ist, Offb.4:6;15:2.

Daniel gab die Zahl der Wesen vor dem Stuhl Gottes als tausendmal tausend und zehntausendmal zehntausend an, während Johannes ihre Zahl als sehr groß angibt (Dan.7:10; Offenb.7:9), und auch andeutet wer sie waren.

"Und ich sah und hörte eine Stimme vieler Engel um den Stuhl und um die Tiere und um die Ältesten her, und ihre Zahl war vieltausendmal tausend."

Daniel schrieb:

"Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan." Dan. 7:10

Johannes erweiterte dies, als er schrieb, das Gott eins der Bücher in seiner rechten Hand hielt und das es mit sieben Siegeln versiegelt war, Offenb. 5:1. Auf diese Weise gab Johannes uns einen erweiterten Einblick mit Bezug auf dieses gleiche Ereignis.

Wir sollten hier wiederum erwähnen, das die offene Tür von Offenb.11:19, dem Vorhang zwischen dem Heiligen und Allerheiligsten Raum gleichzustellen ist. Da es keine andere Tür gibt, von der gesagt wird, dass sie geschlossen blieb.

Aber die Redewendung `nach diesem,' in Offenb. 4:1, soll nur in dem Sinn zu verstehen sein, daß dies Gesicht nach dem Jahre 96 n.Chr. anfängt, der Zeit in der Jesus im vorderen heiligen Raum dient - und später zum Jahr 1844 vorausdeutet, wie dies ja auch die Prophetie der 1260 Jahre/Tage, 42 Monat und 3½ Zeiten tun, wenn diese auf das Jahr 1798 hinweisen. Obwohl der Hohepriester nur einmal im Jahr das irdische Allerheiligste betrat, bezeugt der Apostel Paulus das Christus nur `einmal' ins Allerheiligste hineinging, Hebr.9:12;10:10. Und von dieser Zeit schrieb der Apostel, daß Christus `in den Himmel selbst... vor dem Angesicht Gottes' für uns im Allerheiligsten erschien, Hebr. 9:24. Christus konnte nicht in die erste Abteilung des Heiligtums vor seiner Auferstehung gegangen sein, da er nur danach unser Hoherpriester wurde. Und er konnte gleicherweise auch nicht ins Allerheiligste hineingegangen sein bevor das Gericht (Untersuchungsgericht) anfing, da Paulus ja bestätigte, das Christus nur `einmal' dort hineinging.

Wir stellen deshalb fest, dass Dan.7:9,10, Offenb. 4 & 5 das gleiche Ereignis beschreiben - den Anfang des Untersuchungsgerichtes im Jahre 1844.

Das Urteil

Wo finden wir aber das Urteil? Was wird das Urteil des Untersuchungsgerichts sein?

Wir finden das Urteil hier,

"Und ich sah das Horn streiten wider die Heiligen, und es behielt den Sieg wider sie, bis der Alte kam und Gericht hielt für die Heiligen des Höchsten, und die Zeit kam, daß die Heiligen das Reich einnahmen." Daniel 7:21,22.

Das ist es. Hier ist das positive Urteil. Gottes Erlösungsplan wurde verwirklicht und die Heiligen des Höchsten werden Zugang zum Reich Gottes erhalten.

"Der Lebenswandel wahrer Gläubiger offenbart Jesus in ihnen. Die Nachfolger Jesu sind Christus in Denkweise und Temperament ähnlich. Wie Jesus, ist solch einer sanftmütig und demütig. Sein Glaube wird durch Liebe aktiviert und reinigt sein Leben. Sein ganzes Leben ist ein Zeugnis der Macht der Gnade Christi. Die reinen Lehren des Evangeliums erniedrigen nie ihre Empfänger, sie machen sie nie unanständig, grob oder unfreundlich. Das Evangelium verbessert, veredelt und erhebt in dem es die heilige, fördernde Beurteilungsgabe im ganzen Leben beeinflusst." {Zeugnisse Bd. 7, S 67.2}

Wie drückt es die Bibel aus?

Wir lesen,

"Darin ist die Liebe völlig bei uns, daß wir eine Frömmigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe." 1.Joh. 4:17,18.

So sehen wir das unser Zitat die Worte des Johannes wiederspiegelt.

Wenn wir `in Christus' sind, wenn wir immer wieder in Seinem Wort lesen. Wenn wir Kontakt mit Gott stündlich und täglich treu einhalten; dann hat alles was wir tun, wegen dieser Verbindung, nichts mit "Werke" zu tun, es ist dann unser Dankopfer für die großen Wahrheiten die wir erfuhren, lieben lernten und ausleben. Das Leben eines Christen ist ein freudiges Leben denn er kennt die Macht Gottes die ihn erretten wird aus dieser Welt der Sünde.

**Der Unterschied Gegenwärtiger Wahrheit für die Reformer und was wir heute verstehen**

Die Reformer lehrten das unsere Sünden auf Jesus gelegt werden, und das Jesus unser Hoher Priester ist und Gläubige nicht zu einem menschlichen Priester gehen müssen, um ihm ihre Sünden zu bekennen da sie ja direkt im Glauben zu Jesus kommen konnten. Vergebung suchende Sünder brauchen also keine Beichte ablegen, da sie ja selber zu Jesus beten können und Er ihnen vergibt, da Menschen keine Sünde vergeben können (`es gibt nur einen Vermittler - Jesus'). Die Reformer quotierten die Bibel, wo es heißt,

"Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus." 1.Timotheus 2:5; Hebr. 9:15.

"Unus enim Deus, unus et mediator Dei et hominum homo Christus Jesus." 1.Tim. 2:5 Novum Testamentum

Sie lehrten, wenn das geschieht, wird unsere Schuld von uns auf Jesus gelegt. Jesus trägt unsere Schuld durch sein Blut wie er im Heiligen wirkt (3.Mose 16:15; Röm. 3:25; 5:9; Eph. 1:7; Kol. 1:14).[2012] So weit verstanden die Reformer was Jesus für sie tat.

Im täglichen Opferdienst, 4.Mose 4:16, wurden die goldenen Hörner an den vier oberen Ecken des Schlachtopferaltars mit dem Blut berührt und dann wurde es im ersten, heiligen Raum, auf den Vorhang und auf den Inzenz Altar gesprengt, 3.Mose 4:5-7. Um es in einfachen Worten zu beschreiben, wurde das Heiligtum, wegen ihrer Sünden, auf diese Weise innerhalb eines Jahres schmutziger und schmutziger. Eventuel musste das dann gereinigt werden.

Wir erfahren auch, das es im himmlischen Heiligtum so etwas wie Bücher gibt (Mal. 3:16; 1.Tim. 5:24) die genaue Anmerkungen über jeden Menschen enthalten. Bis zu der Zeit wenn unsere Sünden ausgelöscht werden (Ps. 69:28; 109:13,14; Jes. 44:22; Apg. 3:19) - enthalten diese Bücher unseren genauen Lebenslauf. Damit das Heiligtum gereinigt werden kann, was muß dazu also geschehen?

Wir stellten fest, das im täglichen Dienst das Heiligtum schmutziger und schmutziger wurde. Um es zu säubern muß also das genaue Gegenteil geschehen - das Heiligtum muß gesäubert werden. Der jährliche Dienst ist also die reine Wiederherstellung dessen was im täglichen verunreinigt wurde.

Was lehrt die Bibel über den Dienst im Allerheiligsten? Wenn wir 3. Mose 16 über die Reinigung der Stiftshütte lesen, erfahren wir,

"Darnach soll er (der Hohe Priester) den Bock, des Volks Sündopfer, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun . . . und damit auch sprengen auf dem Gnadenstuhl und vor dem Gnadenstuhl; und soll versöhnen das Heiligtum von der Unreinigkeit der Kinder Israel ..." 3.Mose 16:15,16.

Das einmal im Jahr im Allerheiligsten gesprengte Blut versinnbildet die Reinigung des ganzen Heiligtums. Dies geschah nur selten, nur einmal im Jahr. Diese Lehren der Dienste im Heiligtum, die ein Schatten waren von dem, was im himmlischen Heiligtum geschehen würde, ist etwas, was die Reformer nicht verstanden. Diese Lehren waren nicht im Jahr 1520 gegenwärtige Wahrheit (1.Petr. 1:12), sie wurden das nur im 19. Jahrhundert.

** Ein Überblick wie Israel vor dem Herr Gott wandelte **

Israel verbrachte 40 Jahre in der Wüste bevor sie in ihr versprochenes Land einziehen konnten. Sie taten dies in der Nähe von Jericho, wo sie den Jordan überquerten. Das geschah folgendermaßen (Josua 1).

"(1:1) Nach dem Tode Moses ... sprach der Herr zu Josua ... mache dich auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen ... gegeben haben. ... (7) sei getrost und unverzagt, daß du haltest und tuest allerdinge nach dem Gesetz ... weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf daß du weise handeln mögest in allem, was du tun sollst. ... (8) Und laß das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf daß du haltest und tuest allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht. Alsdann wird es dir gelingen in allem, was du tust, und wirst weise handeln können. ...
(16) Josua antwortete: Alles, was du uns geboten hast, das wollen wir tun ... (3:1) Und Josua machte sich früh auf ... und kamen an den Jordan ... (5) Und Josua sprach zum Volk: Heiliget euch (bekennt alle Sünden, vertraut allen Worten Gottes, haltet Seine Gebote, betet); denn morgen wird der Herr ein Wunder unter euch tun. ... Priester, Traget die Lade des Bundes und gehet vor dem Volk her. ... (13) wenn die Fußsohlen der Priester, die des Herrn Lade, des Herrschers über alle Welt, tragen ... so wird sich das Wasser das von oben fließt abreißen, daß es auf einem Haufen stehen bleibt. ... (4:3) und ... hebt ... 12 Steine von dem Ort, da die Priester stillgestanden sind, und bringt sie mit euch hinüber ... (21-24) Wenn eure Kinder hernach fragen, was sollen diese Steine? so sollt ihrs ihnen kundtun und sagen: Israel ging trocken durch den Jordan ... gleichwie in dem Schilfmeer ... auf daß alle Völker auf Erden die Hand des Herrn erkennen, wie mächtig sie ist, daß ihr den Herrn, euren Gott, fürchtet (in Ehren hält) alle Zeit."

Die Bedeutung ist diese. Die zwölf Steine versinnbilden die Kirche oder Versammlung des Volkes Gottes. Das Sündenvolle Leben, das Israel aus Ägypten mit sich gebracht hatte, durfte nicht nach Kanaan eingeführt werden; das Volk mußte im Jordan von ihren Sünden rein gewaschen, und sie (die Sünden) mußten auch darin vergraben werden. Nur das neue, wieder aufgestandene Leben (durch Taufe versinnbildet), das Gott bereit hält, kann in den Himmel kommen. Der Jordan versinnbildet die wahre Bedeutung der Taufe.

Gott gab dem Volk Israel auch Gesetze wie sie sich anderen Völkern gegenüber verhalten mußten. Aus der Zeit Moses wusste Israel, das Gott mit ihnen so etwas wie eine Heirat antrat. Gott liebte sein Volk und sie konnten Ihn lieben in dem sie Ihm Treu blieben. Deshalb hat Gott so viele (ca. 3573) Versprechen in der Bibel die wir in Anspruch nehmen können, denn dazu gibt es sie. Wenn Sie, liebe Leser, Gott Treu blieben kann er sie von allen Gefahren beschützen, wenn nicht, müssen Sie ihren Weg selber finden. Wenn sie mit anderen Völkern Beziehungen aufnehmen und deren Religion betrachten oder sogar deren Götter annehmen, ist das wie eine Scheidung vom Herrn. Der Herr Gott, Ihr Beschützer, muss sie dann ihren eigenen Taten überlassen und sie werden deshalb viel erleiden müssen, da der Teufel Gottes Volk immer ausrotten möchte.

So kommen wir in die Zeit Jesajas und Jeremias und wir lesen darüber so, wie Gott sie auffordert sich wieder zu Ihm zu bekehren (Jes. 1). Israel hörte aber nicht auf Gott. Sie waren ganz verstockt.

"Ihres Wesens machen sie kein Hehl und rühmen ihre Sünde wie die zu Sodom und verbergen sie nicht. Weh ihrer Seele! denn damit bringen sie sich selbst in alles Unglück." Jes. 3:9.

Gott vergleicht sie mit einem unfurchtbaren Weinberg und Jesaja sah den Herrn, wie in Seinem himmlischen Heiligtum, und er erkannte seine Sündhaftigkeit, denn vor der Herrlichkeit des Herrn kann Sünde nicht bestehen, sie ist ein verzehrendes Feuer.[2020]

Dies sollte eine Lehre für uns sein. Wenn Christen fühlen, das sie in dieser Welt viel Schwierigkeiten haben, was sollten sie dann tun?

Bevor sie sich überall beschweren, sollten sie ihr eigenes Leben zuerst betrachten und alle Sünden aufdecken und vor dem Herrn bekennen und Buße tun. Das ist es was der Prophet Elia tat als er sieben mal um Regen betete. Zwischen jedem Gebet suchte er Vergebung seiner eigenen Sünden ... vielleicht machte sein Erfolg ihn Stolz, oder er hatte noch zur Sünde führenden Gedanken, usw., 1.Kön. 18:42-45. So sollten wir alle unser Benehmen und unsere Taten ganz und gar dem Herrn zuwenden und aufhören alle diese Sünden zu begehen. Denn es ist schon wahr: das Geheimnis eines zufriedenen Lebens ist dies, das wir alles was im Leben geschieht als von Gott kommend annehmen. Das Leben der Nachfolger Gottes wird durch Probleme, Anfechtungen und Versuchungen immer wieder geprüft, um sie in ihrer Treue und in ihrem Glauben stärker zu machen (liest bitte Matth. 26:41 & Lk. 22:46b).

Viele, leicht zu entdeckende Sünden, Plagen alle Kirchen. Sie halten Gottes Gebote nicht. Ihre Väter und deren Väter und noch viel weiter zurück haben ein verfälschtes Evangelium überliefert, und heute und in den kommenden Jahren muß die Gegenwärtige Generation die Folgen solcher Sünden tragen. Wenn sie nur glauben und verstehen könnten, das nur Gott sie aus diesen schwierigen Situationen hinausführen kann. Situationen wie die Erziehung ihrer Kinder in öffentlichen Schulen, wo Ungläubige oder untolerante Andersgläubige ihnen große Schwierigkeiten machen.

Wovon reden wir?

Liebe Leute, hört bitte gut zu.

Alle Christlichen Kirchen haben ganz und gar den wahren, Gott angenehmen Glauben von sich gewiesen. Ihr Christen habt euch von Gott geschieden! Ja! Auch wenn ihr denken mögt das eure schönen Worte, Gebäude, Bücher, Reden und all das, euch so erscheint als ob Gott noch unter Euch wirkt. ... Nein! Ihr seid Gott untreu - - schon seit Jahrhunderten - - ganz und gar untreu.

Ihr haltet Gottes Gebote nicht!!!, Hes. 5:6.

Gebt alle eure Ausreden auf, das ihr nicht Gottes heiligen Sabbattag halten müßt. Das ist gerade die größte, fürchterlichste Sünde, die die ganze Welt in Unglück bringt. Ihr habt dem Schöpfergott abgesagt, ihn von euch gewiesen und jetzt häufen sich überall wieder die Konsequenzen solcher Jahrunderte alter Sünde auf.

Lest doch Seine Gebote. Wie lauten sie?

Seid doch bitte verständlicher das darin der siebte Tag der Woche von Gott als heilig befohlen wird, nicht der götzendienerische mithraistische Sonntag. Warum könnt ihr das nicht verstehen? Was ist mit all diesem christlichen Volk los? Könnt ihr nicht lesen?[2040] Denkt ihr das ihr schlauer seid als Gott? Ihr seid alle von Gott abgefallen und ihr dient dem Bösen. - - Ja! Ihr seid nicht Gottes Volk - - überhaupt nicht. Die Sonntagsprediger sind Lügner. Sie lehren Satans Lehren.

Diese Welt geht langsam aber sicher unter, wegen der Sünden im Lande. Nein. Nicht die Sünden anderer Leute. Eure Sünden. Israel, die grossen und kleinen, christlichen und unchristlichen Kirchen, Gemeinden und Versammlungen in Europa, Afrika, Amerika, Asien, Australien, alle, alle, alle. ...

Was solltet ihr tun?

Tut Buße und bekehrt euch wieder ganz und gar zum Herrn. Sendet alle eure falschen Prediger und Lehrer weg. Kommt aus Babylon heraus. Nach dem sie so lange falsch gelehrt haben, kann Gott sie nicht mehr gebrauchen. Erlaubt nur Gott getreue Menschen euch zu lehren, und beobachtet genau was vor sich geht, bis ihr genügend Gott treue Leute habt. Wir sollen niemals auf Menschen schauen und ihnen vertrauen wenn es zum Glauben an Gott kommt (Jer. 39:17,18; Mt. 18:6), nur auf Jesus und Sein Wort. Eure Glaubenslehren müssen alle genau untersucht werden. Ihr müsst alle willig sein Falschheiten sofort aufzugeben. Ihr findet alle Antworten in den einfachen Worten der Bibel. Erlaubt keine spitzfindigen Ausleger. Vergleicht Schrift mit Schrift. Gottes Wort ist zu allererst eine Einheit. Sorgt euch nicht so sehr über all die früheren Ideen der falschen Lehrer. Sucht Gott in einfältigem Glauben und Gebet und er wird euch alles offenbaren. Bekehrt euch sogleich und haltet Gottes Sabbattag heilig. Dann (oder auch vorher) studiert wie Jesus uns durch seinen Kreuzestod erlöst hat. Er, der die Welt und den Sabbat schuf. Jesus war von Freitag bis Sonntag Tod im Grab. Wenn wir sterben sind wir auch Tod im Grab bis zum Tag der Auferstehung wenn Jesus wieder kommt, 1.Thess. 4:16. Nur Satan möchte das ihr glaubt, daß die Toten nicht wirklich Tod sind, 1.Mose 3:4.

"Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben."
Ist das so schwer zu verstehen? Was sagt Gott?

"Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben." Joh. 11:14.

So bekehrt euch zu diesen Worten. Alle anderen Texte lehren das gleiche, wenn ihr es nur mal richtig untersucht. Nur Gott ist unsterblich (1.Tim. 6:16). Nicht wir in Sünde gefallene Menschen. Ewiges Leben kommt nicht bis nach der Auferstehung.

Nur die Schlange, Satan, lehrt es anders.

Zurück zu Israel. - - Israel wandte sich auch ganz und gar von Gott ab. Wenn Menschen einfache Gebote nicht mehr halten, dienen sie dem Bösen. Dann verdunkelt sich ihr Verständnis und sie sehen alles in einem anderen, falschen Licht. Sie sehen es mit der Brille Satans. Das ist was Sünde in uns tut. Das einfache, klare, himmlische Licht, das ihre Sünden aufzeigt, erscheint ihnen zu hell und aufdringlich, sie leben nun lieber in Dunkelheit. Sie befinden sich auf dem abwärts führenden Pfad ins Verderben. Die meisten Menschen in der Welt befinden sich auf diesem Pfad. Ob alt oder jung, reich oder arm, hübsch oder häßlich ... fast alle.

Nur die Gottes Liebe über alles suchen, und alles tun Ihm zu gefallen, können im Weg Gottes aufwärts wandeln.

Wenn wir jetzt über Israel sprechen, meinen wir alle Menschen die Gott nicht Treu blieben.

Gott, der "keinen Gefallen am Tode des Gottlosen hat. sondern daß sich der Gottlose bekehre von seinem Wesen und Lebe ... " (Hes. 33:11), dieser Gott sagt über Israel das Israel Ihn nicht mehr suchte und fragte, was sie tun sollten (Hesekiel 20:3-8; Jer. 29:19; Jes. 30:9; Gal. 4:21) und stattdessen den Rat anderer Völker und Könige suchten und sich bloß stellten, und ihrer Verlobung zum Herrn damit Untreu wurden und Ihr Gott sie darum verließ, denn sie folgten anderen Liebhabern und dienten deren Götzen statt dem wahren Gott Israels.

Das wurde so schlimm, das, wenn Gottes Propheten und Prediger ihnen ihre Irrlehren vorhielten, sie zornig wurden und die Botschafter Gottes töteten. Verfolgungen von Christen durch andere Christen sind dieser Natur. Die Verfolger sind niemals auf Gottes Seite. Warum? Das sechste Gebot sagt, du sollst nicht töten. Nicht nur das, Johannes der Täufer sagte, "Tut niemand Gewalt noch Unrecht . . ." (Luk. 3:14) an.

Ist das so schwer einzusehen?

Die Sünden Israels wurden aber so schwer, das Gott sie den Umständen und dem Haß der Ausländer überließ. Vorher kamen aber Gottes mächtige Engel und versiegelten die in Israel, die der Sünden wegen jammerten und seufzten, damit sie von dem kommenden Übel bewahrt blieben. Wir lesen,

"Gehe durch die Stadt Jerusalem und zeichne mit einem Zeichen an die Stirn die Leute, so da seufzen und jammern über alle Greuel, so darin geschehen. Zu jenen aber sprach er, daß ich's hörte: Gehet diesem nach durch die Stadt und schlaget drein; eure Augen sollen nicht schonen noch übersehen. Erwürget Alte, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Weiber, alles tot; aber die das Zeichen an sich haben, derer sollt ihr keinen anrühren. Fanget aber an an meinem Heiligtum!" Hes. 9:4-6.

Es waren die Babylonier Nebukadnezars die diese Untaten ausrichteten. Sie kamen, um die Schätze des Tempels zu rauben und erschlugen alle die sich in dessen Nähe befanden, 2.Chron. 36:17.

"Es ist die Missetat des Hauses Israel und Juda allzusehr groß; es ist eitel Blutschuld im Lande und Unrecht in der Stadt. Denn sie sprechen: Der Herr hat das Land verlassen (Sie sagen es gibt keinen Gott), und der Herr sieht uns nicht." Hes. 9:9.
Darnach lesen wir etwas wichtiges. Das Ziel dessen was wir vorbringen wollten zum Thema - Das Heiligtum.

"Und ich sah, und siehe, an dem Himmel über dem Haupt der Cherubim war es gestaltet wie ein Saphir, und über ihnen war es gleich anzusehen wie ein Thron.
Und er sprach zu dem Mann in der Leinwand: Gehe hinein zwischen die Räder unter den Cherubim und fasse die Hände voll glühender Kohlen, so zwischen den Cherubim sind, und streue sie über die Stadt. Und er ging hinein, daß ich's sah, da er hineinging.
Die Cherubim aber standen zur Rechten am Hause, und die Wolke erfüllte den inneren Vorhof."
Hes. 10:1-3
Und jetzt folgt der wichtige Augenblick ...

"Und die Herrlichkeit des Herrn erhob sich von dem Cherubim zur Schwelle am Hause; und das Haus ward erfüllt mit der Wolke und der Vorhof voll Glanzes von der Herrlichkeit des Herrn. Und man hörte die Flügel der Cherubim rauschen bis in den äußeren Vorhof wie eine Stimme des allmächtigen Gottes, wenn er redet (10:4,5). . . . Und die Cherubim schwebten empor (10:15). . . . Da schwangen die Cherubim ihre Flügel, und die Räder gingen neben ihnen, und die Herrlichkeit des Gottes Israel war oben über ihnen. Und die Herrlichkeit des Herrn erhob sich aus der Stadt und stellte sich auf den Berg, der gegen Morgen vor der Stadt liegt." Hesekiel 11:22,23.

Die kurzen Versausschnitte, die wir soeben lasen, berichten wie die Herrlichkeit des Herrn, wie sie zwischen den Cherubimengeln im Allerheiligsten des Tempels schon zugegen sein sollte, sich wegen der Sünden Israels erhob, sich auf den Ölberg setzte und dann Jerusalem für immer verließ. Der direkte Kontakt mit dem Herrn war unterbrochen. Israel war viel ärmer geworden. Ihr Glaube war jetzt nur vom Wort Gottes erhaltbar und dieses verdrehten ihre Priester und Lehrer bis zur Zeit Jesu.

** Die Modernere Kirche **

In unserer Zeit haben wir Gottesdienste in Kirchen. Die Bibel lehrt aber das die Gemeinde Gottes auf Erden und die Gemeinde Gottes im Himmel die gleiche Gemeinde ist. Wir lernen, während wir körperlich auf Erden wohnen, das wir uns geistlich im Himmel befinden, 1.Kor. 5:3; Hebr. 12. Obwohl wir hier in Städten wohnen, reicht unser Glaube zum Himmel hinauf, geradewegs ins himmlische Heiligtum wo Jesus jetzt noch im Allerheiligsten wirkt. Dort befinden sich die Bücher Gottes. Wenn du Jesus als deinen Erlöser angenommen hast, befindet sich dein Name im Buch des Lebens. Unter deinem Namen befinden sich alle deine Taten, gute und böse, 2.M. 32:31,32; 1.Tim. 5:24. Da Sünde das Heiligtum verunreinigt studieren wir jetzt wie es gesäubert wird. Im irdischen Heiligtum sprinkelte der Priester das Blut jedes Jahr. Der Apostel Paulus erklärt dann in Hebräer Kapitel 10, das am Ende der Zeit das Blut Jesu nur ein einziges mal gesprinkelt wird, um das himmlische Heiligtum von all den bereuten Sünden zu reinigen.

"In diesem Willen sind wir geheiligt durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für allemal. Und jeder Priester zwar steht täglich da und verrichtet den Gottesdienst und bringt immer wieder dieselben Opfer dar, die doch die Sünden niemals völlig hinwegnehmen können; dieser aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, für immer zur Rechten Gottes gesetzt und wartet fortan, bis seine Feinde zum Schemel seiner Füsse gemacht werden." Hebr. 10:10-14 Zürcher Bibel.

"Dieser aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, für immer zur Rechten Gottes gesetzt . . . Wo aber Vergebung für diese ist, da gibt es keine Opfergabe mehr für Sünde." Hebr. 10:12,18.

Wenn wir also um Vergebung bitten, wird uns vergeben mit Hinsicht darauf das wir unser Leben im festen Glauben an Gott beenden. Wenn wir heute beten und morgen wieder sündigen verfehlt der Erlösungsplan was er für uns tun soll. Genauso geschieht es auch im irdischen Gericht. Jemand der einen Mitmenschen verletzt, wird nicht verurteilt, bis es sicher ist ob der Leidende die Verletzung überlebt oder nicht. Unsere Werke folgen uns also nach. Die Auswirkungen aller Sünden müssen in Betracht kommen. Welchen Einfluß haben unsere Worte und Taten auf andere? - - Während wir im Vertrauen auf Gott sicherlich Vergebung finden, werden wir nicht ganz und gar frei gesprochen bis die himmlischen Bewohner sehen ob unser Glaube echt ist. Sie wollen keine halb bekehrten Täuscher im Himmel. Deshalb, liebe Leser, wenn ihr glaubt, trachtet nach ernstem Glauben. Halber Glaube kommt nicht zum Ziel.

Wir lasen also in den obigen Bibeltexten das Jesus nur ein einziges Mal das himmlische Heiligtum mit seinem Blut reinigt. Darnach gibt es keinen Erlösungsplan mehr. Es ist vorüber und in wenigen Tagen kommt er in den Wolken des Himmels, um die Erlösten, und die im Glauben verstorbenen und nun auferweckten Toten, mit sich in den Himmel aufzunehmen. Das ist der große Tag des Herrn auf den wir alle warten und der sicherlich geschehen wird. Wenn Jesus in den Wolken des Himmels wiederkommt, weiß er wer die sind, die Erlösung aus der Welt der Sünde erhalten werden da jetzt, seit 1844, das himmlische Untersuchungsgericht stattfindet, das diese Beurteilung aufgrund der himmlischen Buchführung macht.

Wenn wir also lasen, das "dieser aber hat sich . . . für immer zur Rechten Gottes gesetzt und wartet fortan, bis seine Feinde zum Schemel seiner Füsse gemacht werden." bedeutet das, das Jesus sein Amt als Hoher Priester im Allerheiligsten beendet hat, und er jetzt dort mit seinem Vater sitzt bis er kurze Zeit später mit allen himmlischen Heerscharen erscheint, um das Problem der Sünde ein für alle mal zu beenden. Für diese kurze Zeitspanne sind die Heiligen Gottes ohne einen Vermittler. Sie haben ihren Sinn vollständig Gott übergeben, sie sind versiegelt und Sünde kann sie nicht mehr überlisten. Satans Argument, das dies nicht geschehen kann, ist vor den Augen des ganzen Himmels als falsch geprüft und Jesus kann als König erscheinen und sein Volk heimbringen, Daniel 12:1,2.

Was wir soeben erläuterten waren Einsichten, die Luther und die anderen Reformer nicht verstanden. Dies wurde nicht gegenwärtige Wahrheit bis zum Jahr 1844. Liebe Leser, niemand weiß wie lange Jesus noch seinen Mittlerdienst im Allerheiligsten vollbringen wird. Es scheint aber vielen, das es nicht mehr Jahrhunderte oder Jahrzehnte andauern kann. Was denken sie? Jesus kommt bald wieder. Wir müssen unser Leben rein leben, liebe Leser. Wir müssen uns ganz klar, ein für allemal für Jesus entscheiden und unser Kreuz auf uns nehmen.

** Das Tägliche **

Bei dem Versuch, die Bedeutung des Jahres 1844 als falsch zu prüfen, enden andere damit ab, daß Heiligtum von Daniel 8,11 in ein heidnisches Heiligtum zu verwandeln. Daniel schrieb:

"Und aus einem wuchs ein kleines Horn, das ward sehr groß .. und nahm von ihm [dem Fürsten des Heeres] weg das Tägliche [Opfer] und verwüstete die Wohnung seines Heiligtums.
Es ward ihm aber solche Macht gegeben wider das Tägliche [Opfer] um der Sünden willen, daß es die Wahrheit zu Boden schlüge, und was es tut, ihm gelingen mußte."
Dan.8:9,11-12

Der obige Text sollte dann so gelesen werden.

"Und aus einem wuchs ein kleines Horn, das ward sehr groß .. und nahm von ihm weg das Tägliche und verwüstete die Wohnung seines Heiligtums.
Es ward ihm aber solche Macht gegeben wider das Tägliche um der Sünden willen, daß es die Wahrheit zu Boden schlüge, und was es tut, ihm gelingen mußte."
Dan.8:9,11-12

Von Kommentaren und vom Grundtext her wissen wir, daß das Wort `Opfer' im Grundtext nicht zu finden ist.[2100] Obwohl das Wort `Opfer' sinngemäß genau zu passen scheint, müßen wir uns doch zurückhalten diese Wendung ohne weiteres anzunehmen.

In Daniel 11:31; lesen wir:

"Und es werden seine Heere daselbst stehen; die werden das Heiligtum in der Feste entweihen und das Tägliche [Opfer] abtun und einen Greuel der Verwüstung aufrichten."

Oder besser,

"Und es werden seine Heere daselbst stehen; die werden das Heiligtum in der Feste entweihen und das Tägliche abtun und einen Greuel der Verwüstung aufrichten."

Dieser Vers macht es klar, daß beide, das `Tägliche' und das `Heiligtum', Bestandteile der Gotteswahrheiten sind. Beachtet die Wahl der Worte, das Heiligtum in der Feste wird entweiht und das `Tägliche' abgeschafft. Vielleicht bedeutet das Wort "Feste" etwas wie eine Festung, wo das Heiligtum im Himmel selbst steht. Das scheint mit den sogleich folgenden Worten Jesu übereinzustimmen. Nachdem dies getan ist, dann wird der Greuel der Verwüstung aufgerichtet. Das heißt einfach, daß das `Heiligtum' und das `Tägliche' verwüstet, abgeschaffen, und für den Greuel eingetauscht werden. Notwendigerweise musste der Greuel dann die verwüstende, heidnische, religiöse Macht sein, die auch das `Heiligtum', das `Tägliche', und die `Wahrheit' (Dan.8:12,13) zertrat.

Jahrhunderte später sprach Jesus über diesen selben Sachverhalt.

"Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung (davon gesagt ist durch den Propheten Daniel), daß er steht an der heiligen Stätte (wer das liest der merke darauf!)." Matt. 24:15

Jesus nennt `das Heiligtum', dessen `Tägliches' und dessen `Wahrheit' verwüstet werden würde, die `heilige Stätte'. Die Betonung liegt auf dem Artikel `das', also nicht `ein' Heiligtum. Jesus würde kein heidnisches Heiligtum jemals so bezeichnet haben. Und niemals könnte solch ein heidnischer Ort verwüstet werden, da er ja niemals rein war. So können wir als Christen jetzt besser die bedeutenden Wahrheiten des `Täglichen' und des `Heiligtums' verstehen - welche, nach den Worten des Propheten in späteren Zeiten `zertreten' werden würden.

Wie schon erwähnt, war das Wort `Opfer' mit Bezug auf das `Tägliche' eine spätere Hinzufügung. Das Wort `Tägliche' steht nun ganz alleine und sollte nicht als Eigenschaftswort betrachtet werden, sondern als Hauptwort.

Als Daniel sorgfältig die sich ihm offenbarende Szene betrachtete, rief er aus:

"Ich hörte aber einen Heiligen reden; und ein Heiliger sprach zu dem, der da redete: Wie lange soll doch währen solch Gesicht vom Täglichen [Opfer] und von der Sünde, um welcher Willen diese Verwüstung geschieht, daß beide, das Heiligtum und das Heer, zertreten werden?" Daniel 8:13

Und er antwortete mir:

"Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen um sind, dann soll das Heiligtum wieder geweiht werden." Dan.8:14 [2150]

Dies war die Antwort zu der Frage, `Wie lange?', einer der Heiligen in Vers 13.

Es ist nur notwendig eine Antwort über die zwei wichtigen Wahrheiten die mit dem Jahr 1844 verbunden sind zu finden, um zu verstehen, was die Bedeutung des `Täglichen' und des `Heiligtum's' ist. Es ist leicht einzusehen, daß das `Tägliche', [`tamyd'] im Hebräischen das oft als `immer', `für immer', `ewiglich', `ohne Unterbrechung' bedeutet und darum etwas mit Zeit zu tun hat. Da wir auch wissen, daß Gott Israel immer ermahnen mußte den Sabbattag in Ehren zu halten, können wir richtig annehmen, das der Sabbat vielleicht damit gemeint ist. Die Sabbatlehre ist eine bis in die Ewigkeit hineinreichende göttliche Institution (Ps. 119:44,115).

Nur vor kurzer Zeit, sprachen wir wieder über das `tägliche' und erwägten die Möglichkeit das es auf `tägliche' Andacht bezug nehmen könnte. Tägliche Andacht ist auch in zu vielen Familien täglich wie mit Füßen zertreten. Man steht morgens auf und sofort schalten viele diese neuen elektronischen Geräte an und Andachtszeit ist unmöglich. Je mehr wir darüber nachdachten erschien uns diese Interpretation auch als eine sehr passende für dieses `tägliche', die tägliche Andachtszeit. Wie wir vorher dachten das der Sabbat damit gemeint war, müssen wir einsehen, das Andachtszeit genauso gut jede Schriftstelle, wo es vorkommt, erklält. [2180]

Wir möchten Ihnen jetzt also diese zwei Interpretation zur Erwägung presentieren.

Der Sabbat als das `Tägliche': Als der Sabbat (das Tägliche) abgeschafft wurde und damit die Verwüstung aufgerichtet war, nahmen diese `Greuel' dann den Platz des Sabbats und der Heiligtumswahrheit ein, hier nun als "Greuel der Verwüstung" beschrieben. Die Sonntagslehre und der verfälschte Priesterdienst sind die einzigen Institutionen die man als `verabscheuende' Lehren bezeichnen könnte, da Sonntag, der erste Tag der Woche [2184], von wohl fast allen heidnischen Völkern als Tag der Sonne beobachtet wurde, und dieser Tag nun die Stelle des siebten Tages - dem Sabbat - einnahm. Der Priesterdienst ist `verabscheuend', da die Kirche lehrt, daß während jeden ihrer Gottesdienste die Monstranz der wirkliche Körper Jesu ist und der Wein sein wirkliches Blut. Menschen haben nicht die Macht Brot und Wein so zu verwandeln. Diese Art von Bibel Interpretation verdreht die wahre Bedeutung der Worte Jesu [2200]. Als Jesus zum Abendmahl diese Worte sprach war sein Blut noch in ihm. Seine Jünger dachten niemals auf Katholischer Weise an das Brot und den Wein was eigentlich Traubensaft war.

Auf diese Weise geriet das Verständnis über den Sabbat und das Heiligtum in Vergessenheit, der `Greuel der Verwüstung.' Verwüstung hat mit Wüste zu tun. Sie ist ein Ort, wo alles zum Leben notwendige nicht vorhanden ist. Diese beiden Wahrheiten waren nun für Jahrhunderte wie auf den Boden geworfen und zertreten worden (Dan,7:10).

Wie wurde nun das Priestertum verfälscht? Durch unbiblische Lehren. Die Kindertaufe [2220], oder mit Wasser besprinkeln, nahm den Platz der biblischen Taufe ein; die Unsterblichkeitslehre der Seele, Sonntagsheiligung, die Lehre das der Priester oder Pabst der Stellvertreter des Sohnes Gottes ist, das Anbeten von Heiligen, die Beichte, die vielen heidnischen Symbole die man in der Kirche findet, man betet die Mutter Jesu an, das Brot und der Wein sind der wirklich Leib und Blut Jesu und nicht symbolisch usw., sind alle unbiblische Lehren.

Die Familienandacht als das `Tägliche': Während Familienandacht nicht eine direkte Lehre darstellen mag, ist sie ein wichtiger Teil des Christlichen Lebens. Ohne Andacht kann sich niemand als Christ beschreiben. Sie stellt das Atmen unserer Gedanken, unserer Seele, dar. Wenn wir nicht Bedingungen um uns herum schaffen, in der wir Andacht halten können, ist es leicht einzusehen, das diese Institution in unserem Leben zertrampelt wird.

Familienandacht und den Sabbattag zu halten sind eng miteinander verbunden. Niemand sollte denken, das es genug ist den Sabbat ohne Familienandacht zu halten. Das man Andachtszeit nicht so genau pflegen muß. Das Beispiel Jesu sollte uns helfen einzusehen, das wir Andacht viel mehr benötigen als unser Heiland. So mag der eigentliche Unterschied zwischen Sabbatheiligung and Andacht nicht so groß sein, er ist aber Bedeutsam für unsere Zeit, da beide dieser Christlichen Pflichten täglich unter Anfechtung sind.

In den Jahren 1844 und 1846, nach der Entäuschung von 1844, wurden die Zeitprophezeiungen von einigen Christen wieder studiert und besser verstanden. Genau wie der Prophet Daniel es vorhersah. Wir stellten schon fest wie das Jahr 1844 den Anfang des Untersuchungsgerichtes mit dem Eingang Jesu in das Allerheiligste des himmlischen Heiligtums ist. [Wie Yom Kipur einen festgesetzten Tag hat, so auch wenn Jesus ins Allerheiligste geht.] Bis dahin hatten die heidnischen/oder Römischen Priester die Aufmerksamkeit von dem angehenden Dienst Christi im himmlischen Heiligen von der gesammten Christenheit entzogen indem sie Aufmerksamkeit auf ihre tägliche Messe richteten. Auf diese Weise vernachlässigten sie die fortwährende Bedeutung der Anwendung des Blutes Jesu zur Vergebung unserer Sünden. Seit 1844 ist Christi Dienst im Allerheiligsten damit beschäftigt, das Heiligtum selbst symbolisch zu reinigen, indem das Untersuchungsgericht den Lebenslauf aller Menschen überprüft, um so vielen wie möglich das ewige Leben zu gewähren. Dies ist die Zeit über die wir lesen, das dann "... die Heiden zornig geworden sind, und es ist gekommen dein (Gottes) Zorn und die Zeit der Toten, zu richten and zu geben den Lohn deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Nahmen fürchten (verehren), den Kleinen und Großen, und zu verderben, die die Erde verderbt haben." Offb. 11:18.

Zur Erfüllung dieser Prophetie wurde von der Zeit (1844) an die erste Engelsbotschaft verkündigt. Aber bevor Jesus kommt wird das Malzeichen des Tiers Gottes Sabbat vollständig zu verstören suchen. Die Wiederkunft Jesu wird alles Böse dann zu Ende bringen:

"Und ich sah einen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen,und allen Heiden und Geschlechtern und Sprachen und Völkern, und sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebet ihm die Ehre; denn die Zeit seines Gerichtes ist gekommen! Und denket an den, der gemacht hat Himmel und Erde und das Meer und die Wasserbrunnen." Offenb.14:6,7

So sehen wir nun ein, daß die Sabbat und die Heiligtumswahrheiten seit 1844 wieder ihren rechtmäßigen Platz eingenommen haben, während das Malzeichen des Tiers Gottes Wahrheiten zu zerstören versucht.

Bibelausleger haben alles in ihrer Kraft versucht zu beweisen, daß Christus nach seiner Himmelfahrt sofort zur Rechten seines Vaters in das Allerheiligste hineinging. Aber alle diese Bemühungen, obwohl sie oft sehr ehrlich gemeint sind, beruhen auf ein falsches Verständnis der Sachlage, wie wir es hier schon beschrieben haben.

Ein Oberflächliches Studium dieses Themas ist nicht zufriedenstellend. Wir müßen tiefer nach der Wahrheit graben.

"Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, daß da scheint in einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen." 2.Pet.1:19

Da ja niemals ein Mensch im Himmel war und zurück kam (ausgenommen Jesus), und himmlische Realitäten uns unbekannt sind, 1.Kor.2:9, waren die Dienste im irdischen Heiligtum ein Schatten des himmlischen, Hebr.9:1-9. Da der irdische Tempel eine Stelle für Sündenbekenntnisse war, veranschaulicht und beweist dies, daß der Thron im himmlischen Tempel nur ein kurzweiliges Dasein haben kann. Solange Sünde vorhanden ist, ist der Herr darin damit beschäftigt Sünde und reulose Sünder von seinem Universum zu entfernen, oder positive gesagt, Ihm vertrauende, Vergebung suchende, als würdig `einzulassen' (was nicht bis zu Seinem Kommen aktuel wird).

Um das Jahr 96 n.Chr. schrieb Johannes:

"... siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich gehört hatte mit mir reden wie eine Posaune, die sprach: `Steig her, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.'" Offb. 4:1; 5:6,11

Diese Verse veranschaulichen eine Doppelbedeutung. Auf der einen Seite standen vor dem Stuhl `sieben Fackeln mit Feuer' (-der siebenarmige Leuchter - Vers 5) und das Lamm `wie wenn es erwürgt wäre', Offenb. 5:6 [2300]. Dies bedeutet, das der Stuhl (Thron) dort für die spätere Zeit des Untersuchungsgerichts aufgestellt war. Vorher empfangen sie aber Jesus nach dem er als Sieger in den Himmel zurück kehrte, Offb. 4; 5 besonders. Das Licht vom siebenarmigen Leuchter versinnbildet das Licht der Wahrheit des Wortes Gottes in der Kirche Gottes während das Blut des Lammes fürsprechend für die Sündenvergebung einspricht. Auf der anderen Seite lesen wir, daß dort `der Alte' sitzt, der Richter des Weltalls, von vierundzwanzig Ältesten oder Geschworenen und von tausenden von Zeugen umgeben, das heißt von Engeln und vier Tieren umgeben, die die aus allen Geschlechtern, Völkern und Heiden Erlösten versinnbilden.

Offenb.5:8,9

Die Tiere versinnbilden hier also die große Schar der Erlösten. In Daniel 7 sind die Tiere symbolisch für Königreiche die in ihren Sünden vergehen werden, trotzdem sich das Lamm als Stellvertreter Gottes in ihrer Mitte befindet. All dieses deutet auf die Stellvertretende/ Gerichtsartige Arbeit des Lammes hin.

Diesen Punkt müßen wir etwas genauer betrachten. Wir lasen schon in Offb. 11:19, als Johannes die offene Tür, d.h. den offenen Vorhang sah, und er nun ins Allerheiligste hineinschauen konnte, daß die Dinge die er dort sah `nach diesem' also nach 96 n.Chr., offenbar würden. Bis zu seiner gegenwärtigen Zeit war das Allerheiligste noch nicht offen.

"Da nun solches alles zugerichtet war, gingen die Priester allezeit in die vordere Hütte (d.h. ins Heilige) ... . In die andere aber (d.h. ins Allerheiligste) ging nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, nicht ohne Blut, .... Damit deutete der Heilige Geist, daß noch nicht offenbart wäre der Weg zum Heiligen [lies Allerheiligsten], solange die vordere Hütte (d.h. das Heilige) stünde." Hebräer 9:6-8 [2400]

Weiterhin werden wir jetzt von Daniels Prophetie erkennen, daß der Thron des Untersuchungsgerichtes in dieser Abteilung nach der Ankunft der `kleinen Hornmacht' in Daniel 7; aufgestellt wurde.[2500]

"Da ich aber die Hörner schaute, siehe, da brach hervor zwischen ihnen ein anderes kleineres Horn, vor welchem der vorigen Hörner drei ausgerissen wurden; und siehe, dasselbe Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das redete große Dinge. Solches sah ich, bis daß die Stühle gesetzt wurden, und der Alte setzte sich. Des Kleid war schneeweiß, und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; sein Stuhl war eitel Feuerflammen, und dessen Räder brannten mit Feuer. Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal tausend dienten ihm, und zehntausendmal zehntausend standen vor ihm. Das Gericht ward gehalten, und die Bücher wurden aufgetan. Ich sah in diesem Gesichte des Nachts, und siehe, es kam einer in des Himmels Wolken wie eines Menschen Sohn bis zu dem Alten und ward vor ihn gebracht." Dan. 7:8-10,13

Aus diesen Versen erkennen wir, das `nach diesem' `das Gericht gesetzt wurde', der `Menschen Sohn' kam dann an eine Stelle, nicht zur rechten Gottes, `des Alten', aber er `ward [nahe] vor ihm gebracht.' Vers 13

Beide, Johannes und Daniels Gesichte offenbaren, daß der Stuhl im Heiligtum nicht am Anfang der Welt existierte, er stand noch nicht zur Zeit Moses, oder sogar als Jesus wieder in den Himmel zurückkehrte, oder zur Zeit des heidnischen Römischen Reiches. Er bestand nicht bis nach dem Fall des heidnischen Römischen Reiches, als die `kleine Hornmacht' aufkam, zur Zeit des ekläsiastischen Roms (Dan.7:12,21,22). Aus diesem Grund steht Gottes `ewiger Thron' woanders, also nicht im Heiligtum.

Da der Heiligtumsthron zur Zeit der ersten Christen noch nicht existierte, und da Stephanus Christus `zur Rechten Gottes stehen' sah, wie wir es in Apg. 7:55 lesen, mußte dies der Stuhl Gottes im Paradies sein, von dem der `Strom des lebendigen Wassers' ausfließt und an dessen Ufern das `Holz des Lebens' steht. Offenb.22:1,2.

Es ist klar, das der Thron, den Stephanus sah `der Stuhl Gottes und des Lammes' war. Der ewige und immerwährende Thron Gottes. Um diesen Thron stehen keine Tiere, keine Geschworenen, keine Gerichtszeugen, und vor ihm stehen keine brennenden Fackeln, und keine Opfer werden dargebracht. Um es gleich zu sagen, dieser Thron steht nicht im sündenschweren Heiligtum aber im Paradies Gottes. Es ist der höchste, unumschränkste Thron von dem aus Gott das ganze Weltall regiert,

"... auf das seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende ... Der Herr hat sein Stuhl im Himmel bereitet, und sein Reich herrscht über alles." Jesaja 9:6; Psalm 103:19.

Zu diesem ersten, immerwährenden Thron kam Christus nach seiner Himmelfahrt und saß dort zur Rechten Gottes bis zu der Zeit, als Daniels und Johannes' Prophetie erfüllt wurde, nach dem die kleine Horn Macht aufkam, zu dessen Zeit unsere Aufmerksamkeit auf den zweiten Thron gelenkt wird der sich im Heiligtum befindet [2700]. Auf diesem zweiten Thron sitzt er nicht als König zur Rechten Hand Gottes, aber er steht vor ihm als das geopferte Lamm Gottes (Offenb.5:6), auch als unser Fürsprecher (Dan.7:13). Nach seiner Himmelfahrt begann er deshalb seinen Dienst in der ersten Abteilung, dem Heiligen. Der Dienst im Allerheiligsten wurde nicht begonnen bis zur Zeit des Anfangs des Untersuchungsgerichtes, dessen Sinnbild der Versöhnungstag ist. Auch im irdischen Heiligtum diente der Hohepriester (Christus) während des Jahres zuerst im Heiligen bevor er, am Versöhnungstag, einmal im Jahr ins Allerheiligste hineinging. Gleicherweise prüft dieser zweifaltige Dienst das Christus auch im himmlischen Heiligtum zuerst im Heiligen bis zur Zeit des jährlichen Versöhnungstages dient, bevor er das Allerheiligste betreten würde.

Der atypische Dienst im irdischen Heiligtum verbietet deshalb auch jede Annahme, das Christus gleich nach seiner Himmelfahrt ins Allerheiligste hineinging. Zur gleichen Zeit all dieser Dienste regiert Christus mit seinem Vater das sündenfreie Weltall (Sünde gibt es nur auf der Erde wo sündige Menschen wohnen).

Alle diese Tatsachen lassen uns erkennen, deutlich und unumstritten, daß Christus später, nach seiner Himmelfahrt und nach dem Aufkommen des kleinen Horns das nicht klein blieb, nämlich am Ende der 2300 Abende und Morgen, im Jahre 1844, seinen Dienst im Allerheiligsten anfing.

Es ist deshalb klar, daß das Untersuchungsgericht und die Reinigung des Heiligtums nicht vor, aber `nach' der Erfüllung der Zeitspanne für jene, die das ewige Leben nicht erhalten, stattfindet. Da das Untersuchungsgericht jeden Fall nach den Eintragungen des Lebensbuches entscheidet, werden jene, deren Namen nicht darin gefunden sind, die also ihr `Hochzeitsgewand' nicht anhaben (Mt. 22:11.12), von den Seiten des Buches gestrichen. Das Ergebnis dieses Gerichtes ist deshalb ein gereinigtes Heiligtum.

Vom Buch Daniel wissen wir wann diese Zeit anfängt:

"Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen [Tage] um sind, dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden." Dan. 8:14

Da die Reinigung des Heiligtums am Ende der 2300 Jahre [ein Tag für ein Jahr-Hes.4:6; 4.Mos. 14:34] stattfindet und da wir schon wissen, daß das Untersuchungsgericht `am Ende der Welt' anfängt, besteht kein Zweifel, das die 2300 Abende und Morgen Jahre sind. Diese lange Zeitspanne endet somit nicht in den Tagen Antiochus Epiphanes, wie einige irrtümlicher Weise behaupten; sondern, wie wir schon prüften, im Jahre 1844.

Einige lehren dann, da täglich zwei Opfer dargebracht wurden, das die 2300 Abende und Morgen 1150 Tage sind. Dabei unterlassen sie 1. Mose 1:5 zu lesen wo es geschrieben steht, das ein Morgen und Abend eine 24 Stunden Periode, d.h. ein Tag ist, welcher Zeitabschnitt nichts mit Opfern zu tun hat.[2800]

Andere zitieren aus `Das Altertum' von Josephus, der als Geschichtslehrer die Theorie annahm, das Antiochus Epiphanes während seiner Regierungszeit, diese Texte erfüllte.

Obwohl Josephus die Zahl der Tage in Daniel 8:14; überhaupt nicht erwähnt und er nur das Gesicht als Ausleger der Geschichte auf Antiochus Epiphanes bezieht, verstehen sie ihn, als ob er ein Prophet war. Als Geschichtsforscher hatte Josephus das gute Recht seine Ansicht in einem Buch über die Geschichte der Juden zu veröffentlichen. Aber da er kein Prophet war dürfen wir seine Meinung nicht einfach als Wahrheit annehmen. (Für Englisch Leser sehen Sie bitte here!)

In Daniel 7 sahen wir, das der Thron des Gerichts oder der Reinigung nicht bis nach der Zeit des kleinen Hornes bestandt. In Hebräer 9:24-27; lasen wir, das der Gerichtsthron kurz vor dem Ende der Welt aufgestellt werden wird. Um diesen Punkt nun genau zu überprüfen, müßen wir Daniel 8 und 11 anschauen.

Daniel 8:11,12 Dan.11:31;
"Ja es wuchs bis zu dem Fürsten des Heeres und nahm von ihm weg das tägliche [Opfer] und verwüstete die Wohnung seines Heiligtums. Es ward ihm aber solche Macht gegeben wider das tägliche [Opfer], um der Sünde willen, daß es die Wahrheit zu Boden schlüge, und was es tat, ihm gelingen musste." "Und es werden seine Heere daselbst stehen; die werden das Heiligtum in in der Feste entweihen und das Tägliche [Opfer] abtun und einen Greuel der Verwüstung aufrichten."

Von dieser Gegenüberstellung dieser Texte lernen wir, das beide Texte über die gleiche Weltmacht sprechen. Als Jesus hier mit großer Sicherheit die Jahrhunderte überschaute, sagt er:

"Wenn ihr [- die Nachfolger Jesu, die zur Zeit der Hornmacht leben, welche Gott, seine Wahrheit, und seinen wahren Gläubigen entgegenwirkt -] sehen werdet den Greuel der Verwüstung (davon gesagt ist durch den Propheten Daniel), daß er steht an der heiligen Stätte (wer das liest der merke darauf), alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist." Matt. 24:15,16

Diese klaren Worte Jesu beschreiben das Wirken dieser Macht als noch Zukünftig von seiner Zeit her gesehen. Der Greuel der Verwüstung war zu seiner Zeit noch nicht aufgerichtet worden und würde nicht aufgerichtet sein bis einige Jahre später, im christlichen Zeitalter. In ähnlicher Weise unterrichtete der Engel Daniel, das `dies Gesicht in die Zeit des Endes gehört', Dan.8:17. Die Zeitlinie Diese zwei Überlegungen beweisen, das die 2300 Jahr/Tage bis in die Zeit nach Jesus hineinreichen, wenn beide, das `Tägliche' abgeschafft und die Verwüstung aufgerichtet werden würden. Diese beiden Ereignisse werden innerhalb der 2300 Jahre geschehen nach dem die 490 Jahr/ Tage, die ja von den 2300 Jahr/ Tagen abgeschnitten waren, erfüllt werden. [2900]

Diese verwüstende Macht würde, nach den Worten Daniels, das irdische Heiligtum, die Gemeinde Gottes, verunreinigen. Dies würde mit dem Zertreten der Wahrheit geschehen, mit dem Abschaffen des `Täglichen' und mit der Ankunft des `Greuels der Verwüstung' innerhalb des Heiligtum, d.h. der Gemeinde Gottes, die heidnischer Weise den Sabbat und die Andacht verwüstet.

Angefangen mit einer ersten Erfüllung, der Zerstörung des Tempels und der Stadt Jerusalems in 70 n. Chr., bis zum Aufkommen weiterer `Zerstörungen' durch die Hornmacht gab es keine Bekehrung der späteren Christen aber nur wenige im Vergleich zu den vielen die Gott nicht annehmen.

Von diesen schwerwiegenden Beobachtungen hier nun beschrieben können wir nur eine Schlußfolgerung ziehen: die Verwüstung des Heiligtums, das Ende der 2300 Jahr/Tage, und die Reinigung des Heiligtums konnte nicht vor der Zeit stattgefunden haben zu der Jesus unter Menschen wandelte - d.h. vor den Jahren von 27-34 n.Chr. Dieses Jahr 27 n.Chr. ist das einzige Jahr das im NT erwähnt wird, Lk. 3. Das ist so da es das Jahr ist in dem der Meshiyah kam.

Diese Zeit Prophetien sind so genau, das die Juden, wenn sie die Bibel (alleine) gründlicher studiert hätten, die Zeit, das Jahr, in welchem der Messiah gekreuzigt werden mußte, festgestellt haben könnten; sie könnten so auch festgestellt haben in welchem Monat das geschehen würde, auch die genaue Stunde an welchem genauen Tag, wenn er seinen Tod erleiden mußte (Dan. 7:27, Zeit des Opfers). All dies stand schon immer in der Bibel - in den Prohetischen Büchern. (Sieh hier).

Wenn das `tägliche Opfer' gemeint sein würde, wurde es in sehr kurzer Zeit weggenommen. Dieser Text und die anderen in Daniel, die dieses beschreiben, beziehen es auf den Greuel der Verwüstung. Das `tägliche' wird immer wieder und immer wieder abgetan gleichwie ja auch jede Woche Gottes Sabbat mit `Füßen getreten' wird in dem die Menschen sich darum nicht kehren. Aber es gibt dennoch eine Schar von Gläubigen, die diesen Tag heilig halten besonders seit der Zeit um 1846.

Dieser Text ("Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung, daß er steht an der heiligen Stätte, alsdann fliehe auf die Berge ... ," Mt. 24:15,16) ist sehr interessant da er einem Text in der Offenbarung ähnlich ist.

"Und das Weib [Gottes Schar der Gläubigen] floh in die Wüste, wo sie einen Ort hat, bereitet von Gott, dass sie daselbst ernährt würde 1260 Tage." Offenbarung 12:6

Für 1260 Tage oder 1260 Jahre wurde die Gemeinde Gottes verfolgt aber auch beschützt in dem Sinne, das es immer Menschen gab, die die Bibel als ihre Glaubensgrundlage anerkannten. Seit 538 n. Chr. hatte die Kirche viel Macht in ihren Händen. 1260 Jahre später verlor sie diese Macht jedoch als der Pabst von Napoleons General Bertiere gefangen genommen wurde. Alle Welt dachte, daß dies das Ende des Pabsttums sein würde. Die Bibel aber sagte, das sich das Tier - obwohl verwundet - wieder erholen würde.

Unsere Frage ist es nun, was geschah im Jahre 1844, das von solcher Bedeutung war, das Gott dieses Jahr seinen Propheten offenbarte? Um die Antwort auf diese Frage zu finden müssen wir uns zuerst daran erinnern, das es Gottes Plan ist den Menschen die Wahrheit über Ihn wissen zu lassen. Gott möchte alle jene in seinem himmlischen Reich haben, die ihn lieb haben, ihn als Schöpfer und Fürsorgenden Vater aller Zeiten anbeten. Er läßt uns wissen das er ein Gott der Liebe ist, er ist gerecht, barmherzig und nicht ein zorniger Gott. Er läßt uns auch wissen, das wir seine heiligen Zehn Gebote halten können, da sie die Grundlage seines Reiches darstellen. Auch die wichtige Botschaft des baldigen Endes der Welt kann in neuer Kraft wieder verkündigt werden. Aus diesem Grunde ist er immerzu tätig, diese Wahrheiten wieder bekannt zu machen. So, wie beantworten wir nun die obige Frage? Was geschah um 1844 [3000] oder wer waren jene, die solche Wahrheiten über Gott wieder im Glauben aufnahmen und sie der Welt mitteilten?

**Voraus Planung der Vergebung**

Das Abend und Morgen Opfer fand beim Brandopfer Altar, im Vorhof des Heiligtums statt und wies auf Jesus hin und was er auf dem Kreuz vollbringen würde. Die Bedeutung der Opfer war das alles vergeben war und das wir unseren Nächsten auch so seine Sünden vergeben (Markus 11:25; Lukas 11:4), denn Gott vergibt um uns für Sein Universum zurück zu gewinnen (Röm. 2:4), so das wir unserem Nachbar auch so vergeben. Dies war das Evangelium, die Gegenwärtige Wahrheit, für Israel wenigstens bis zur Zeit Jesu als er auf dem Kreuz starb, und für Christen war es das besondere Evangelium bis 1844 und darüber hinaus, jetzt aber parallel mit der Botschaft, die Jesu Dienst im Allerheiligsten des Himmlischen Heiligtums beschreibt und lehrt. Zum Tempel Gottes zu kommen, in die Kirche, zu euren Gottesdienstlichen Versammlungen, bedeutet voraus geplante Vergebung aller Sünden. Vergebung aller Sünden schon im voraus zu planen bedeutet das wir keinen Ärger in uns hegen und zugeben das Menschen um uns herum unschuldig sein mögen, Joh. 9:16,24; 3.Mose 19:17; 1.Joh. 3:15. Als die Juden Christus zum Tod auf dem Kreuz verurteilten wurden sie für die Sünden von Haß und Ärger verantwortlich; Sünden die ihre Väter dazu führten Gottes Propheten umzubringen, und sie, die Juden selber, Jesus Christus, den Messiah zu töten. Sie erkannten nicht, das sie den gleichen Geist in sich hegten, den ihre Väter schon seit der Zeit Kains hatten, und dies der Grund war das sie zu Mörderern wurden, Rom. 2:1. Es ist wichtig das die letzte Generation nicht solchen Geist in sich hegt, Markus 14:29.

** Die Wahre Kirche Gottes **

Beide Prophezeiungen, die in Daniel 8:14 und die erste Engelsbotschaft von Offenbarung 14:6-7, weisen auf den Dienst Jesu im Allerheiligsten hin, dem Untersuchungsgericht, und nicht auf das Kommen Jesu für die Erlösung seiner Nachfolger und die Zerstörung seiner Feinde. Im Jahr 1844 kam Jesus nicht zur Erde zurück, wie man es zuerst glaubte, der Herr "kam aber plötzlich zu seinem Tempel ..." (Mal. 3:1; Zürcher) Das Kommen des Herrn zu seinem Tempel geschah plötzlich, unerwartet für seine Schar der Gläubigen. Sie suchten ihn dort nicht, dachten aber er würde als König aller Könige erscheinen, "in flammendem Feuer, wenn er Rache übt an denen, die Gott nicht kennen, und an denen, die dem Evangelium von unserem Herrn Jesu nicht gehorsam sind." 2.Thess. 1:8. Sogar seine Gläubigen waren noch nicht darauf vorbereitet mit dem Herrn zu sein, da Sünde eine ernste Angelegenheit ist und keine unvergebene Sünde in den Himmel kommt. Jesus wollte denen, die ihn suchen, noch mehr Licht, also Verständnis geben, in dem er ihre Gedanken auf die Vorgänge im himmlischen Heiligtum lenkte. Wie sie ihm dann im Studium und in ihren Gedanken im himmlischen Dienst folgten, wurden ihnen neue Pflichten gezeigt, wie zum Beispiel die Zehn Gebote und besonders das vierte Gebot, das man zu ihrer Zeit fast vollständig vergessen hatte. Bibel studierende Christen können nicht hoffen über den Sabbat bescheid zu wissen, Jesus aber darin nicht imitieren zu wollen, und im Himmel zu sein, wo man am Sabbat Gottesdiest hat. Sie würden sich im Himmel nicht wie zu Hause fühlen und es würde für sie eine Qual sein dort zu wohnen. An dieser Stelle sollten wir erkennen, das es Gottes Sorge für sein Volk ist zu lernen, wie wir ihn verehren sollten während wir noch auf dieser Erde wohnen. Deshalb sprechen wir über diese Dinge frei und offen zu euch, damit wir Gott loben lernen, wie Er biblisch dargestellt wird. Während es leichter erscheint unser Leben hier wie alle anderen zu leben, müssen wir uns entscheiden, ob wir lieber Gott Gehorsam sind oder Menschen.

Gott hatte zu allen Zeiten Menschen die ihm treu waren, so gut wie sie es sein konnten - in allen Religionen, Kirchen und Gemeindschaften. Wenn ein Mensch, der einer anderen Überzeugung angehört, aber doch Nächstenliebe übt und ein gutes Leben führt, wird Gott ihn als sein Kind anerkennen? Ich denke schon. Wenn dieser Mensch dann eine Botschaft hört, die auch diese Themen lehrt, und sogar noch tiefere Einsichten für ihn offen legt, wird dieser Mensch dann nicht freudig die neuen Einsichten annehmen? Apg. 17:30. Natürlich wird er es tun.

Aber die Bibel gibt uns auch eine Beschreibung jener die er seine Gemeinde nennt. Sieben Gemeinden erhielten die Offenbarung des Johannes Kapitel 2 & 3, er nennt sie die `Übrigen' [`loipwn' in Griechisch]:"

"Und der Drache ward zornig über das Weib und ging hin, zu streiten mit den übrigen (loipwn) von ihrem Samen, die da Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu Christ." Offenbarung 12:17
"...Das Zeugnis aber Jesu ist der Geist der Weissagung." Offenbarung 19:10

"Und die anderen [`loipwn'] wurden erwürgt mit dem Schwert des, der auf dem Pferde saß, das aus seinem Munde ging..." Offenbarung 19:21

Im Griechischen finden wir beide Male das Wort `loipon oder loipn', das einmal im deutschen mit `übrigen' und das andere mal mit `die andern' übersetzt wurde. Das Griechische Wort bedeutet `Überbleibsel'. Das heißt, daß es im Vergleich zur gesammten Welt nur eine kleine Schar ist die Gott treu bleiben. So sollten wir zu den grossen Kirchen schauen, um diese kleine Schar zu finden? Wohl kaum. Die Wahrheiten der Bibel haben nichts mit einer Mehrheitswahl zu tun. Es ist nicht die Kirche oder Gemeinde, die die meisten Theologen hat, die Gott als seine `Übrigen' ansieht. Es sind jene, die seine Gebote halten und das Zeugnis Jesu haben, der ja der Geist der Weissagung ist, Offb. 12,17; 19,10.

Um die wahre Gemeinde Gottes zu finden, müssen wir deshalb Gottes Gebote lesen und herausfinden welche Kirche oder Gemeindschaft sie hält. Das ist ihre Aufgabe. Dies ist die von der Bibel empfohlene Methode.

** Fanden die von Jesus selber vorhergesagten Zeichen an Sonne, Mond und Sternen schon statt? **

Bedenkt auch bitte das die großen Zeichen für das baldige Wiederkommen Jesu sich zu dieser Zeit auch schon erfüllt hatten. Über diese Zeichen lesen wir in Matthäus 24:29:

"Bald nach der Trübsal derselben Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen."

Die Zeit der Trübsal waren die vielen Jahrhunderte der Verfolgung jener Gläubigen, die sich nicht der Macht Roms beugen konnten. Denn es ist Tatsache, daß die Tötung der Christen unter den Römischen Kaisern von deren Nachfolgern für lange Jahrhunderte fortgesetzt wurde.

"Und ich sah, daß es das sechste Siegel auftat, und siehe, da war ein großes Erdbeben, und die Sonne ward schwarz wie ein härener Sack, und der Mond ward wie Blut; und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, gleichwie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von großem Wind bewegt wird." Offenbarung 6:12.13

Tatsächlich fanden diese Zeichen in ihrer Reihenfolge schon statt. Das Erdbeben von Lissabon, Portugal, am Freitag, 1. November 1755 war eins der größten Erdbeben in Erinnerung. Man spürte es über große Teile von Afrika, Europa und auch etwas in Amerika. Ein großer Teil der Stadt Algier, Fez und Mequinez, Algerien wurden zerstört. Auch viel Schaden in Morokko. Im Norden spürte man es bis nach Norwegen, Schweden, England, Irland. Die Stadt Lissabon hatte damals 150,000 Einwohner, an jenem Tage starben dort wohl über 50,000 Menschen.

1. Zeichen - Hier ist eine Bericht über das Erdbeben:

`In keinem Teil der vulkanischen Gegenden von Süd-Europa fand jemals ein solch großes Erdbeben statt, wie es am 1.11.1755 dort geschah. Aus der Tiefe hörte man eine donnernde Explosion und sofort danach kam eine wuchtige Stoßwelle die den größten Teil der Stadt zertrümmerte. Innerhalb von 6 Minuten starben 60,000 Menschen. Zuerst zog sich das Meer zurück und legte die Küste frei von Wasser, dann kam das Meer zurück mit einer Riesenwelle, die alles in der Stadt mit über 15 Metern Wasser überschwemmte. Die Berge von Arrabida, Estrella, Julio, Marvan und Cintra sind einige der höchsten Berge Portugals und wurden sehr von ihren tiefen Grundlagen her erschüttert. Einige der Berge öffneten ihre Gipfel die sich spalteten und einige der wunderbarsten Gestalten annahmen und grosse Teile wurden in die Täler hinuntergeworfen. ...

Die Stoßwelle fühlte man auch auf dem Meer auf einem Schiff westlich vom Hafen von Lissabon. In der Nähe von St. Lucar der Kapitän des Schiffes `Nancy' fühlte sein Schiff so geschüttelt, daß er dachte er sei auf eine Riff gelaufen. ... Kapitän Clark von der Denia befand sich auf der Breite 36 Grad 24 Minuten nördlich zwischen 9-10 Uhr morgens.'

In Schottland bewegte sich das Wasser im Loch Lochmond so eigenartig das es zuerst hochstieg und dann herunterging und fast eine ein Meter hohe Welle machte.' [3200]

Die Erdbebenwelle bewegte sich 32 km per Minute. Eine Tsunamiwelle erhob sich an der Küste Spaniens und soll bei Kadiz über 20 Meter hoch gewesen sein.

2. a) Zeichen - Der Dunkle Tag:

Dies fand am 19. Mai 1780 über den größten Teil von Neu-England in Amerika statt. Viele Zeitungsberichte und Augenzeugenberichte können gefunden werden, die dies mitteilen.

`Es began ungefähr um 10 Uhr morgens nachdem die Sonne in einem klaren Himmel aufgegangen war. Die Dunkelheit dauerte bis Mitternach aber mit unterschiedlicher Intensität. Es fiel eine tiefe Finsternis über das Land, daß die Leute sich sehr erschraken und eine merkwürdige alarmierende oder beunruhigende Stille über die Städte kam. Alle sahen zum Himmel auf in Erwartung irgend eines Zeichens oder dem Kommen Jesu. Viele beteten und Furcht ergriff andere Menschen. Es dauert 14 Stunden an. Es war so Dunkel, daß man ein Stück weißes Papier nur wenige Zentimeter von den Augen entfernt, nicht sehen konnte.' [3400]

2. Zeichen - b) Der Mond wie Blut.

Die Nacht am 19. Mai 1780 war gerade so ungewöhnlich wie der Tag. Es war ein Tag nachdem Vollmond stattgefunden hatte. Der Mond schien blutrot. Es hatte nichts mit Waldbränden oder einer Mondfinsternis zu tun, da diese ja nur zu Zeiten von Vollmond stattfinden können.' [3500]

3. Zeichen - Das Fallen der Sterne.

Natürlich verstehen wir unter dieser Beschreibung, dass Meteorschauer gemeint sind. In jenen Zeiten nannte das jeder einen Sternenfall.

Es war der 13. November 1833. In dieser Nacht regnete es Feuer vom Himmel. Es begann um 9 Uhr bis 12 Uhr Abends war aber am stärksten von 2 bis das Licht der aufgehenden Sonne es verblaßte.

`Es sah aus wie große Schneeflocken die lautlos herunterfielen. Wie weit man es sehen konnte ist nicht mit Sicherheit zu sagen, aber man hatte Berichte von vielen Teilen in der Welt. Berichte kamen von dem gesamten Nordamerikanischen Erdteil bis nach Haiti, Mexiko und Kalifornien und auch weiter über den Pazifik. Myriaden von `Feuerbällen' flogen durch die Luft. Sie waren sehr hell und hinterliessen leuchtende Schweife.'

Natürlich wissen wir, das wir jedes Jahr solch eine Stelle auf unserer Reise um die Sonne besuchen. Aber niemals hatten wir solch einen Meteorschauer wieder, wie er in 1833 geschah. [3800]

Seht also Hebräer 12:25-27; Joel 3:16; Jeremia 25:30-33; Offenbarung 16:17.

Was ist die Bedeutung? Wir stellen fest, das diese Ereignisse in der gleichen Reihenfolge stattfanden, wie in der Bibel festgelegt. Obwohl wir versuchen könnten alles auf natürliche Weise zu erklären, besteht doch die Tatsache, daß sie die Gedanken der Menschen jener Zeit auf das Wort Gottes lenkten. Das war immer das Ziel Gottes, wenn er in die Geschichte dieser Welt eingriff. Seit jener Zeit befinden wir uns in dem Zeitalter, wo Jesus jederzeit wiederkommen konnte. Darauf sollten wir uns alle vorbereiten und Ihm unser Leben übergeben. `Herr, führe mich was auch kommen mag.'

Wie immer sie auch über diese geschichtlichen Ereignisse denken mögen. Es steht fest, dass Jesus und Johannes so etwas vorhergesagt hatten und es steht fest, daß sie wirklich stattfanden. Es sollte uns zum nachdenken stimmen. Das es nun schon wieder viele Jahre, nach menschlichem rechnen, her ist, bezeugt nur die Geduld Gottes mit uns Menschen. Es ist die Schuld der Pastoren, Prediger, Priester oder wie immer sie sich auch nennen mögen, daß sie diese Botschaft nicht weiter bekannt machen. Wir sollten niemals unsere Geistlichen beneiden, denn Gott wird sehr bald Rechenschaft von ihnen verlangen, Jesaja 43:27 (Sieh auch hier).

Haben Sie die Dinge in dieser Welt wirklich so viel lieber, als ein gutes Gewissen, und die Hoffnung für immer mit Gott sein zu können? Für mich gibt es nur eine Wahl. Ich werde Gott treu bleiben.


** Noch einige Erklärungen für schwer verständliche Bibeltexte **

Matt. 5:17: Jesus kam um das Gesetz zu erfüllen. Viele denken, das bedeutet, daß das Gesetz jetzt nicht mehr gültig ist. Dies ist aber der bedeutende Hintergrund diese Worte Jesu richtig zu verstehen. Die Jüdischen Schriftgelehrten unterteilten die zehn Gebote in zwei Teile. Der erste Teil wurde "mitsvoth gedeloth", die ersten vier "größeren (oder mehr bedeutenden) Gebote und der zweite Teil die "mitsvoth qetannoth", die letzten sechs, kleineren Gebote genannt. Die Rabiner hatten solch eine hohe Achtung vor den ersten vier Geboten, daß viele Schriftrollen damit beschrieben zeigen, wie so sehr groß die Bedeutung dieser vier Gebote für sie war. Auch nur ein einziges Wort dieser Gebote zu verleugnen brachte ein "anathema" mit sich.

Obwohl sie lehrten, das die kleineren Gebote auch gehalten werden mußten, da sie ja alle Gebote Mose in hoher Achtung hielten, schrieben sie öfter über die ersten vier. Wenn Jesus sagte, daß er die Erfüllung des Gesetzes ist, meinte er damit, daß er das Ziel, die Vollendung des Gesetzes in dem Sinne ist, da er ja der Gesetzgeber war und nun kam, um sein Leben hinzugeben, um den Preis für die Sünden seiner `Schafe' zu bezahlen, da das Gesetz ja ewig besteht und es die Grundlage des Reiches Gottes bildet und seinen Charakter darstellt.

** Eltern und Sünde **

Was verursacht Sünden wie Mord, Diebstahl, Übeltaten aller Art? Sind es die sozialen Umstände, ihre Neigungen? Was ist es, was Menschen dazu bringt solche schlechten Taten zu begehen? Sind sie von ihren Eltern schlecht behandelt worden? Nein. Was solche Menschlichen Typen verursacht ist nicht was ihre Eltern ihnen antun, vielmehr ist es, was ihre Eltern ihnen nicht beibringen. Eltern sind von Gott aufgefordert ihre Kinder zu erziehen und nicht wie kleine allwissende, ungezügelte Terroristen im Haus aufwachsen zu lassen. Sie sollen ihre Kinder zu Gott bekehren, nicht von Ihm abwenden. Wenn sie das versäumen sind alle Wetten umsonst. Solch ein Kind wird zu einer Zeit oder einer anderen entweder so leichthin ein gelegentlich großer Sünder oder aber auch ein großer Verbrecher - es sei dann, das Gott in Seiner Gnade das Herz später erreichen kann. - So liebe Eltern, seid selber ein gutes Beispiel und tut eure Elterlichen Pflichten und erzieht gehorsame Kinder - Kinder die Gott Gehorsam sind. Ja, es ist nicht leicht. Ihr müsst das Thema mit Hilfe Christlicher Bücher gründlich studieren. Es gilt eine Generation zu retten. Wenn wir das nicht tun, wird Gott das Blut unserer Kinder von uns fordern. - Erst vor kurzem sprachen wir hier über Kindererziehung und benutzten die Erfahrung der Hanna. Wir lasen zuerst 1.Samuel Kapitel 1. In dem Bericht erfahren wir wie Elkana, der Eheman der Hanna, eine zweite Frau nahm da Hanna keine Kinder hatte. Die zweite Frau hieß Peninna. Wie es dann so zu geht, benutzte Peninna jede Gelegenheit Hanna zu verlachen und Schwierigkeiten zu machen. Als Elkana diese zweite Frau nahm, lud er eigentlich Satan selber in seinen Haushalt ein. Was hätte er tun sollen? Er hätte, wie Hanna, zum Herrn flehen sollen ihm einen Sohn zu geben. Die vielen Sorgen machten es Hanna unmöglich ein Kind zu haben bis sie darüber betete, und danach im Vertrauen auf Gott leben konnte. - So sollten Eltern alles in die Hand Gottes legen lernen, und nur Ihm vertrauen. Das müssen wir alle lernen. Alle Altersstufen.

** Was ist das Ziel des Dienstes Jesu im Allerheiligsten? **

Das Ziel Jesu ist es ein Volk für Sein Zweites Kommen vorbereitet zu haben. Deshalb dauert es so lange, da wir Menschen uns noch nicht so dieser Tatsache angenommen haben, das wir verstehen, das wir alles was mit Sünde zu tun hat aufgeben müssen, um gerettet zu werden. Wie jemand in einem reißenden Fluß alles in seinen Händen loslassen muß, so auch wir heute. Wenn Jesus kommt, ist Sein Licht wie das der Sonne. Die Bibel lehrt das nur jene an diesem Tag bestehen können, in denen kein Fehler ist. Das ist Sein Werk im Allerheiligsten. Er vergibt dort die Sünden jener, die Ihn darum im Gebet zu Gott bitten, da Menschen, auch wenn sie sich Pastor oder Pfarrer nennen, keine Sünden vergeben können.[3880] Jeder Mensch muß dazu direkt selber zu Gott beten. Das ist so wichtig. Jene unter euch die nur Katholische Bibeln haben, sollten wissen, das darin viele Texte ausgelassen wurden und viele Bedeutungen geändert wurden, um das Pabsttum zu unterstützen. Kauft euch eine andere Bibel zum Vergleich.

**Bildliche Darstellung des Dienstes im Heiligtum**

In dieser Darstellung versuchen wir bildlich darzustellen was die Bibel über die Reihenfolge und Bedeutung der zwei wichtigsten priesterlichen Dienste im Heiligtum lehrt. Der Grund für Israel in der Wüste ein Heiligtum zu bauen, war, damit der Herr unter ihnen wohnen konnte, und damit sie zu verstehen lernen würden, was geschehen muss, um Sünden zu vergeben. Die Beschaffenheit des Heiligtums, auch Stiftshütte genannt, wurde Moses in einem prophetischen Gesicht gezeigt, als er mit Gott zusammen auf dem Berg Sinai war, 2.Mose 25:8,9. Es sollte in einem 100 x 50 Ellen grossen Hof stehen, 2Mose 27:18. Verbildlichung der Heiligtumslehre

Die grüne Linie unterhalb der schwarzen soll den täglichen Dienst der Priester darstellen, wie sie vom Brandopferaltar (Opfer Jesu auf der Erde) ins vordere Heiligtum ein und ausgehen. Die goldene Linie stellt den jährlichen Dienst der Hohenpriester dar, wie sie einmal im Jahr, am Versöhnungstag, ins Allerheiligste gehen. Das bedeutet, die erste Abteilung (Heiligtum) wurde jeden Tag benutzt wie die Priester dort jeden Morgen und Abend auf dem goldenen Altar (Dienst Jesu im Himmel, Hebr. 7:25) Inzenz zum süßen Geruch brannten und dann auch die vier Hörner (Ecken) des goldenen Inzenzaltars mit dem Blut des Opfers berührten, 2.Mose 30:7,8. Das bedetet, je mehr Menschen Vergebung suchten, und je länger dies stattfand, wurde das Heiligtum mehr und mehr mit Sünden beladen - also unrein. Das bedeutet das unsere Sünden Gottes Heiligtum verunreinigen, sie verschwinden nicht einfach wie eine Seifenblase in der Luft, nein, sie werden vergeben, die Sünden selber aber stehen noch im Buch verzeichnet, denn die Folgen unserer Sünden müssen erst noch klar werden, wie auch irdische Richter warten, ob ein verletzter Mensch nach einer Übeltat leben wird oder stirbt. Unsere Sünden folgen uns nach! Der Übeltäter kann aber Gewissheit der Vergebung sogleich er darum bittet haben aber die Strafe wird bestehen, so er von Gott später wieder abfallen sollte, , denn Gott nimmt niemals unsere freie Entscheidungskraft von uns. Wir müssen uns jeden Tag und manchmal öfter immer wieder während unseres täglichen Lebens immer wieder für oder gegen Gott entscheiden. Nur ernste Gott getreue Menschen bleiben so in den Gedanken Gottes als vertrauenswert.

Wichtig: Der tägliche Dienst hat mit dem Kreuzestod Jesu zu tun, wie er Bußfertigen Sündern ihre Sünden vergibt.

**Der Jährliche Dienst**

Wie nun die vordere Abteilung des Heiligtums wegen unserer Sünden schmutziger und schmutziger wird, muß es eines Tages gereinigt werden zu dem Punkt, das kein Schmutz (Sünde) darin mehr gefunden werden kann. Das ist der Dienst den der Hohe Priester einmal im Jahr, an einem im Kalender fest datierten Tag (am 10. Tag des 7. Monats, 3.M. 16:29 - unser 22. Oktober) im Allerheiligsten ausführte. Da wir aber schon wissen, daß das irdische Heiligtum nur ein Schatten des wirklichen Dienstes im himmlischen Heilgtum darstellt, wissen wir, das es nur sinnbildlich zeigt was Jesus später nach seinem Tod auf dem Kreuz im himmlischen Heiligtum tun würde, so das, wenn wir heute um Vergebung unserer Sünden beten und flehen, die Versprechen des Alten Testaments noch heute gültig sind. Das bedeutet auch, wie vor dem Kreuz der Versöhnungstag an einem besonderen, im Kalender festgelegten Tag, stattfand, sollten wir auch erwarten können, das der wirkliche Versöhnungstag im himmlischen Heiligtum auch an einem vorher festgelegten Tag stattfinden wird.

**Das Datum des Jährlichen Versöhnungstages**

Zu allen Zeiten erwählte Gott seine Propheten, Fürsprecher und Zeugen wenn es darum geht auf Ereignisse hinzuweisen. So auch nach dem Kreuz. Wir sollten niemals denken, das nach dem Kreuz, Gott im Himmel schlief und alles nur automatisch vor sich geht, ohne das er eingreift und seinen Erlösungsplan viel nachhelfen muss oder wird.

Es sind nur wir Menschen die oft mit offenen Augen schlafen, während wir denken, das wir wach sind. Wir finden solche Situationen, wenn es darum geht, Gottes Wahrheiten richtig darzustellen. Wenn wir nur alten Ansichten folgen und sie nicht selber immer und immer wieder ehrlich und tief untersuchen, verstehen wir die Pläne Gottes kaum. So steht es auch in den Wissenschaften. Man kann als Wissenschaftler nie aufhören zu studieren, so auch mit Bezug auf Bibelwahrheiten. Sie sind dynamisch.

Die offensichtliche Frage, die wir fragen sollten, ist diese, "Nun gut, so fand der AT Versöhnungstag am 22. Oktober unseres Kalenders statt. Wann findet dann aber der einmalige himmlische Versöhnungstag statt?" - Und sofort mag es einige halb schlafende, etwas Bibelweise Leute geben, die sagen, "Hah? ... findet nur einmal statt? Wo steht denn das?" - Schon gut, wir schliefen alle einmal. Hier sind die Texte: Hebräer 9:26-28; 10:10,12,14; Sie sollten dies aber auch selber noch tiefer studieren und darüber die entsprechenden Bibelbücher ganz im Zusammenhang lesen. Wenn sie Gott wirklich lieben, sollten Sie das tun. Die gegenwärtige Wahrheit für heute ist dies, das Jesus im Allerheiligsten ist, und das Er sich anschickt im Untersuchungsgericht die Fälle der Lebenden zu beurteilen kurz bevor er wieder kommt.



Der Heilige Geist und die Beendigung der Mission

Einleitung

Was für eine Verbindung besteht zwischen der Ausgießung der Kraft des Heiligen Geistes innerhalb unserer Christlichen Erfahrung und unserer Missionsaufgabe? Zuerst sollten wir erkennen, das die Bibel es klar macht das etwas in uns geschehen muss, das uns dazu motiviert, uns dazu drängt das zu erhalten, was Gott uns so gerne geben möchte, denn wir lesen, "Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke." Joh. 7:37.

Gott sucht freiwillige Mitarbeiter. Die Ausgießung des Heiligen Geistes hat nichts damit zu tun, das wir eines Tages draussen spazieren gehen, und auf einmal kommt der Heilige Geist auf uns in mächtigen Schauern vom Himmel.

Wir lasen, wir müssen ihn trinken - ihn nicht nur auf uns fallen lassen. Der Geist Gottes muss in uns empfangen werden, um unser Leben vollkommen zu ändern.

Der Früh und Spätregen

Gottes Propheten erklären für uns wie der Heilige Geist mit uns in Verbindung stehen kann, um unseren Christlichen Charakter zu entwickeln damit wir am Ende Erlösung finden. Im Blick auf dieses Wirken des Heiligen Geistes in unseren Gedanken ist das wie ein Regenschauer der stattfinden muss bevor der Spätregen kommen kann. Wenn der Heilige Geist auf Gottes Volk ausgegossen wird, werden jene, die sich nicht um den Frühregen kümmerten ("zuerst das Gras, darnach die Ähren, darnach den vollen Weizen", Markus 4:28), auch nicht den Spätregen erhalten, da sie dessen Wert nicht verstehen werden.

Viele haben es schon in allzu großem Ausmass vermisst den vorigen oder Frühregen Regen zu empfangen. Nur wenn wir täglich in hilfreichen, Christlichen Tugenden wachsen, werden wir die Offenbarungen der Ausgießung des Heiligen Geistes im Spätregen erkennen können. Wenn wir zu der Zeit in unsere Charakterhaltung nicht so vorbereitet sind, das wir den Früh- und Spätregen willig zu empfangen, werden wir unser ewiges Leben verlieren, und die Verantwortung dazu ruht auf uns selber.

Das ist so, da der Heilige Geist es nicht erlauben kann das Menschen in ihren ihnen bekannten Sünden weiterhin leben. Ein jeder der den Heiligen Geist empfangen hat, muss dann sein Sündenleben ganz aufgeben. Wenn die Gegenwart Gottes (der Heilige Geist) in Herzen wohnt, Sünde kann darin nicht mehr wohnen. Gottes Geist im Herzen gibt dann Sieg über alles was nicht Christus ähnlich ist.

Der erste Regen ist ein Bild einer lebenden, vitalen Verbindung mit dem Herrn. Er bedeutet das wir unser Leben täglich dem Herrn weihen. Solche volle Untergebung unseres Willens zu Gott öffnet unser Herz so das Jesus durch seinen Abgesandten, dem Heiligen Geist, in uns wohnen kann, und Sein Leben in uns ausleben kann, damit "die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist." (Röm. 8:4) Nun haben jene die Christi wahren Charakter erkennen, und Ihn in ihrem Herzen aufnehmen, ewiges Leben.

Gott gibt "doppelt" wieder

Gottes Wort verspricht Seinem Volk einen doppelten Preis himmlischer Kraft, "So kehret euch nun zur Festung (Gott) , ihr, die ihr auf Hoffnung gefangen liegt; denn auch heute verkündige ich, daß ich dir zwiefältiges vergelten will." Sacharja 9:12.

Die Kraft Gottes zu Pfingsten gegeben, soll heute mit doppelter Kraft des Heiligen Geistes gegeben werden. Nahe zur Endzeit, wenn Gottes Wirken für Sünder bald zu Ende geht, wird es eine große geistliche Gabe göttlicher Gnade geben deren Ergebnis es sein wird das die größte Offenbarung der Gegenwart Gottes und Seiner Kraft stattfinden wird, die die Welt jemals gesehen hat. Diese Ausgießung des Geistes Gottes wird in der Bibel unter dem Bild des Spätregens beschrieben.

Die Absicht dieses speziellen Geschenkes ist es, das die Gemeinde Gottes auf die Wiederkunft Jesu vorbereitet wird. Um dieses Geschenk erhöhter Kraft Gottes in unserem Leben und in der Gemeinde zu erhalten, sollen wir immerzu unsere Gebete and den Herrn der Ernte empor schicken. Der Spätregen kommt nicht, um die Gemeinde Gottes von ihren Sünden zu reinigen. Ganz im Gegenteil. er kommt zu denen die den Sieg über Sünde erhalten haben.

"Ich sah, daß keiner an der Erquickung teilhaben kann, der nicht den Sieg über jegliche Sünde, über Stolz, Selbstsucht, Liebe zur Welt und über jedes unrechte Wort und jede unrechte Tat erlangt hat." [EW, Erfahrungen und Gesichte, S. 62.2]

Diese Erquickung vom Thron Gottes erhalten jene die mit dem Gewand der Gerchtigkeit Jesu angezogen sind. Dazu soll uns der erste, vorige Frühregen helfen.

Das muss geschehen bevor die Bewährungszeit vorrüber ist.

Vollkommenheit in Jesus

Bedeutet was wir oben vorbrachten, das während der Probenzeit alle Mitglieder Gottes eine heilige Stelle in ihrem Leben erreichen werden, an der ihre fleischliche Natur nicht mehr Macht über sie hat? Wird es dann eine Zeit geben wenn wir von Versuchungen frei sein werden? Dies sind wichtige Fragen die Antworten verlangen.

Unser himmlischer Vater sieht uns als vollkommen "in Christus" an, und alle Zeit, wenn unser Wille nur ganz und gar auf Seiner Seite benutzt wird sieht Gott uns so, trotzdem einige Dinge in unserem Benehmen noch nicht ganz und gar unter der Kontrolle himmlischer Prinzipien stehen.

"Wir sind noch nicht vollkommen; es ist aber unser Vorrecht das wir uns von allen Stricken der Selbstsucht und Sünde befreien, und vorwärtz schreiten: zur Vollkommenheit." [EW, Die Geschichte der Apostel, S. 565, Engl. Ausgabe]

In diesem jetzigen Leben ist vollkommene Heiligkeit noch nicht erreicht, aber ein Zustand dem wir zustreben. Es ist die Verneinung der Sünde als ein Prinzip das uns kontrolliert.

Unser himmlischer Herr weiß besser als alle das wir nicht imstande sind zu überkommen. An dieser Stelle tritt er dann für uns ein, "Denn er kennt was für ein Gemächte wir sind; er gedenkt dara, daß wir Staub sind." Psalm 103:14.

"Durch ein Leben heiligen Strebens und fester Befolgung rechten Lebens werden die Kinder Gottes ihre Zukunft versiegeln." [8T S. 314, Engl. Ausgabe.]

Wir möchten wiederum betonen das nur jene die täglich ihre Schwachheiten und erworbenen Tendenzien zum Bösen überkommen, die ihr Leben ganz Jesu widmen, werden den letzten Spätregen empfangen. Sie werden sich danach sehnen eine lebendige, persöhnliche, Geist kontrollierte Erfahrung mit Jesus zu haben. Der Spätregen kommt dann, wenn wir die Norm Jesu Christi erreichen die er verlangt.

"Heute sollen wir unser `Gefäß' reinigen damit wir auf den himmlischen Tau, auf die himmlischen Schauer, vorbereitet sein werden; denn der letzte Spätregen wird kommen, und der Segen Gottes wird jede Seele von Unreinigkeiten gesäubert, dann füllen." [R&H, 22 März, 1892, par. 4]

Die Beendigung des Werkes Gottes

Der Empfang des Heiligen Geistes in seiner Fülle ist die Lösung des Problems wie das weltweite Werk beendet werden kann. Das Schwert des Geistes Gottes wird dann enblößt und mit dem hellen Licht des Himmels beleuchtet. Es schneidet seinen Weg dann durch jede Abwehr. Unter der Macht des Heiligen Geistes werden dann tausende von Gott gewindmeten Stimmen Gottes überall in der Welt die letzt Warnungsbotschaft verkündigen und das Versprechen, das "Das Wort Gottes ist allen verständlich, die darin mit betendem Herzen forschen. Jede wahrhaft aufrichtige Seele wird zum Licht der Wahrheit gelangen. "Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen." (Ps. 97, 11.) Keine Gemeinde kann in der Heiligung Fortschritte machen, es sei denn, ihre Mitglieder suchen nach der Wahrheit wie nach einem verborgenen Schatz." [EW, Große Kampf, Kap. 32, par. 12.]

In der Stunde der größten Schaustellung, des größten Aufwandes der Mithilfe und Gegenwart Gottes, werden in der elften Stunde tausende die Wahrheit einsehen und dazu reagieren. Diese Bekehrungen werden mit solcher Schnelligkeit stattfinden, das die Gemeinde Gottes davon sehr überrascht sein wird. [2SM, 16.1]

In diesen Tagen werden die Worte wahr werden, wo geschrieben steht,

"Aus dem kleinsten sollen tausend werden und aus dem Geringsten ein mächtiges Volk. Ich, der Herr, werde solches zu seiner Zeit eilend ausrichten." Jesaja 60:12.

Nur heute, in unserer Zeit moderner Medien, können wir verstehen wie so etwas stattfinden kann. Nicht nur das, wir sehen es schon stattfinden. Darum gebt eure Gaben willig, um dies Werk des Herrn zu fördern.

Sicherlich muss es so kommen, das aus all diesen weltweiten Auseinandersetzungen und Blutvergießen, der Offenbarung der Bosheit so vieler, das initten von ihnen eine Schar herauskommen wird, die sich danach sehnen, die Kraft Gottes und Seines Wortes in sich wachsen zu lassen, um auf das baldige Kommen des Herrn vorbereitet zu sein. [Übersetzt nach einem Artikel von Ralph S. Watts, R&H, 23. Juni, 1966.]

**Ein Einwand und dessen Begutachtung**

Las vor einiger Zeit den folgenden Einwand vom Jahr 2002.

Zweifel: "Die Lehre Millers über den angeblichen Eingang Jesu im Jahre 1844 ist - wie auch die Sabbathlehre (siehe http://bibelkreis.ch/Forum/frage705.htm) - eine falsche Prophetie, die nicht aus der Bibel abgeleitet worden ist und ihr sogar völlig eindeutig widerspricht:"

Antwort: Wir haben hier nicht genug Platz den Sabbat zu beweisen, sagen aber nur, beweise das der Sabbat nicht mehr gültig ist? Bedenke, wenn Gott auch nur einmal den Tag an dem wir Ihn besonders im Gottesdienst verherrlichen sollen, so einfach ohne viel trara, ohne neue Gesetzestafeln oder Ansprache oder deutliche Worte, Sein Gesetz verändern könnte, gibt es keine Sünder mehr, Jesus starb umsonst, und wir müssen alle entweder in den Himmel zusammen mit dem Teufel aufgenommen werden oder krepieren.

Zweifel: "Im Hebräerbrief wird nämlich bezeugt, dass Christus längst bei seiner Himmelfahrt in das himmlische - nicht aus Händen (wie im alten Bund) gemachte - Heiligtum eingegangen ist und nun zur Rechten Gottes sitzt. D.h. der Eingang ins Heiligtum war lange vor 1844 nämlich bei der Aufnahme Jesu in den Himmel:"

Antwort: Das ist wahr. Jesus, nach seiner Auffahrt, begab sich in den himmlischen Tempel, umd dort den wirklichen Dienst eines Priesters zu versehen, wie er Sein eigenes Blut anwendet und zur Vergebung aller flehenden Beter benutzt.

Zweifel: "Heb 9:24 Denn nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, in ein Nachbild des wahrhaften, ist Christus eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesichte Gottes für uns."

Antwort: Richtig. Miller glaubte das auch alles.

Zweifel: Oder deutlicher

Hebr. 9,11f "ist er [...] durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden."

Antwort: Ah, jetzt befinden wir uns im 9. Kapitel. Wir müssen das Kapitel erst mal richtig verstehen. In Hebr. 9:1 spricht es über das gesamte Heiligtum, in 9:2 spricht es über die vordere Hütte, also dem heiligen Raum (sieh Bild). In Vers 3 wird das Allerheiligste, die hintere Hütte, beschrieben. Im Griechischen text finden wir die Wurzel des Wortes `ta hagio' , ein Neutrales Wort in der Einzahl. In Hebr. 9:2 finden wir die Wurzel des Wortes `ta hagio' in der Mehrzahl als `ta hagia'. Das ist wichtig. Nun, in Hebr. 9:3 finden wir zum ersten Mal das Wort das in diesem Brief (in diesem Kapitel) für das Allerheiligste benutzt wird, es ist `hagia hagin'. Es wird in der Bibel nur dieses eine mal benutzt. - So, wenn wir jetzt im 9. Kapitel (im Griechischen Text) weiter suchen oder lesen, finden wir nur die Mehrzahl von `hagia', was jedes mal (aufgrund von Hebr. 9:2) für den Heiligen Raum benutzt wird - und wir sollen nicht vergessen das die Einzahl, `hagion' für das gesamte, zweiräumige Heiligtum benutzt wird. Das ist zugegeben etwas ungewöhnlich, wird in diesem 9. Kapitel aber so benutzt.

Warum?

In der Septuaginta das `Heilige (hagion)' oder der `Heilige Raum' wird fast immer benutzt, wenn es über den ersten, vorderen Raum, `das Heilige', spricht; es gibt aber eine wichtige Ausnahme. 3.Mose 16:2 Septuagint Als Moses 3.Mose 16 schrieb, nennt er den zweiten Raum den `heiligen Raum (hagion)' wenn er Zusammenhangsweise über den Allerheiligsten Raum spricht (Septuag. Vers 16). Die Schreiber der Septuaginta sagen damit das Moses dies nirgendwo anders tat, nur hier. Ihren Grund dafür kennen wir nicht. Hier ist der Text auf Deutsch: Der Herr "sprach, Sage deinem Bruder Aaron, daß er nicht zu aller Zeit in das inwendige Heiligtum (`hagion') gehe hinter den Vorhang vor den Gnadenstuhl, der auf der Lade ist, daß er nicht sterbe; denn ich will in einer Wolke erscheinen auf dem Gnadenstuhl." 3.Mose 16:2, (vgl. mit dem Abbild aus der Septuaginta).

Was ist also die Antwort zur obigen Frage, `Warum?'

Der Verfasser des Hebräer Briefes (wohl Paulus), mag gedacht haben, wenn er `hagion' für das Heiligtum schreibt, mögen seine Leser von denen einige die Septuaginta benutzten, auf Grund von 3.Mose 16:2 ihn falsch verstehen, und so definiert er die Abteilungen im Heiligtum anders; er benutzt die Einzahl von `ta hagio' wenn er beide Räume meint, und die Mehrzahl `ta hagia' wenn er nur einen Raum, das Heilige, meint. Wir müssen uns aber merken, das die Wörter `hagion, hagia, hagin' alle von der gleichen Wurzel herstammen; also nicht das `Allerheiligste' bedeuten. Das wird wichtig sein, wenn wir die folgenden Verse, Hebr. 9:4-28 studieren.

Wir finden `ta hagion' wieder in Hebr. 9:(2),8,12,24,25. Die Luther Bibel übersetzt es so; Lutherbibel ist LB, Zürcherbibel ist ZB, Gute Nachricht Bibel ist hier GN:

  1. Hebr. 9:2, LB "das Vorderteil der Hütte", ZB, "das Heilige"; GN "der Ort".
  2. Hebr. 9:8, LB das "Heilige", ZB, zum "Heiligtum"; GN "das Heiligtum".
  3. Hebr. 9:12, LB "das Heilige", ZB, "das Heiligtum"; GN "Heiligtum".
  4. Hebr. 9:24, LB "das Heilige", ZB, "Heiligtum"; GN "ein Heiligtum".
  5. Hebr. 9:25, LB "das Heilige", ZB, "ins Heiligtum"; GN "das Heiligtum".

Es besteht in der Lutherbibel kein Problem wie wir es in der King James und in vielen anderen Versionen in der Englischen Sprache vorfinden. Wie Sie bemerken können ist die Zürcherbibel nicht ganz so abhänging, sie übersetzen das gleiche Grundwort einmal als das Heilige und dann als `das (gesamte?) Heiligtum'. Die `Gute Nachricht Bibel' scheint es mehr durcheinander zu bringen. Diese Sachlage, was kann sie verursachen? Wahrscheinlich erschwert dies für Leser die Heiligtumslehre richtig zu verstehen, wenn sie es nicht mit dem Griechischen Grundtext vergleichen und etwas über die Gramatik und Deklinationen bescheid wissen. - - Bitte entschuldigt diese lange Antwort.

Zweifel: "=> Christus IST im Heiligtum - alle anderen Behauptungen/Lehren sind unbiblisch, dass muss deutlich gegenüber denen, die im Adventismus verstrickt sind, festgehalten werden."

Antwort: Der Verneiner der Heiligtumslehre der Adventisten, mag nicht die Unterschiede die wir besprachen kennen. Der Dienst im Heiligtum hat zwei Etappen, die täglichen Dienste und den jährlichen Dienst. So ist dieses, sein Argument nicht hilfreich.

Zweifel: "Die Irrlehre Millers und seiner Nachfolger zielt - wie die meisten Irrlehren (z.B. ganz deutlich auch im Calvinismus) - direkt auf das Erlösungswerk Jesu. Wäre Christus nicht ins Heiligtum eingegangen, wäre das Erlösungswerk nicht vollständig und wir hätten keine ewige Erlösung, da - wie im AT - das Blut in's Heiligtum gebracht werden musste."

Antwort: Miller, besser jene seiner Nachfolger, die das Heiligtum später studierten, kannten das Erlösungswerk besser als dieser Verneiner. Für Miller war das Heiligtum die Erde, da er zusammen mit allen anderen Theologen und Predigern seiner Zeit dachte, das Jesus zur Erde wieder kommen würde. Das war ein unschuldiger Fehler aller Leute damals. Gott wollte schon das sie die baldige Wiederkunft Jesu verbreiten sollten, damit sie die Bibel studieren und bereit sind Ihn zu empfangen wenn Er dann tatsächlich kommt. Die Mühlen Gottes arbeiten aber langsam, jedoch sehr gründlich.

Zweifel: "Wie haben jedoch eine ewige Erlösung, da Christus nach dem Werk von Golgatha damit zurück in's Heiligtum einging. Nach der Himmelfahrt des Herrn wurde ja der Heilige Geist vom Himmel ausgegossen, um uns mit dieser herrlichen Erlösung eins zu machen. Das war ja erst nach dem Eingang Jesu ins Heiligtum möglich gewesen, da der Geist erst dann kommen konnte, als Christus verherrlicht in den Himmel eingegangen ist (Joh. 7,39 denn der heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war). D.h. also die Ausgießung des Geistes zeigt, dass das Erlösungswerk abgeschlossen ist, Christus im Heiligtum zur Rechten Gottes sitzt und der Weg zum Heil nun für jeden der glaubt geöffnet ist."

Antwort: Der Verneiner gibt noch kein Anzeichen das er die zweifältigen Dienste im Heiligtum versteht.

Zweifel: "Daher haben wir als wiedergeborene Kinder Gottes - da Christus als unser Vorläufer im Heiligtum ist - folgendes Vorrecht: Heb 10:19 "Da wir nun, ihr Brüder, kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum. [...] lasst uns hinzutreten". Dieses Vorrecht sollten wir nutzen und immer wieder im Gebet vor Gott treten, da wir es mit einem geöffneten Himmel zu tun haben, da Christus uns diesen Weg durch sein Blut eröffnet hat."

P. Streitenberger

Antwort: Gleiche Antwort wie zuvor. Das untere Zitat ist auch zu kurz genügend Schlußfolgerungen zu ziehen. Mag unser Beitrag helfen, die Sachlage etwas tiefer zu verstehen.

Zitat: `Im Jahre 1844 ging Jesus ins Heiligtum. Bis dahin wurden alle Sünden aufgeschrieben. Jetzt bittet Jesus bis zu seiner Wiederkunft den Vater um Sündentilgung. Zitat Ende.'



Nachwort: Wir bringen Ihnen dieses Thema damit sie Bedeutung in Ihrem Leben finden möchten. Ohne Gottes Botschaft hat das Leben keinen Sinn. Eine Stunde auf der Bühne des Lebens und dann ists vorbei. Sehnen Sie sich nach etwas besserem? Wir auch. Dieses Thema ist ein kleiner Teil davon.


Bibliographie & Notizen

Gold überzogene Ziegel oder Bausteine in der Nähe des alten Jerusalem Tempels gefunden. Ein mit Gold überzogener Stein von der Umgebung des Tempels in Jerusalem der die Bemerkung des Jüdischen Geschichtsschreibers Josephus unterstützt, wo dieser von solchen Goldenen Steinen spricht. [Josephus, Jewish Wars, Buch V, Ch. v, Sec. 3, 4, p. 554f; (oder p. 201-224 in anderen Auflagen).; Sieh auch `Biblical Archaeology Review', Jan 2009, S. 14.] [Sieh auch Sarah Peck, `Jesus der Weg im Heiligtum zum Thron Gottes'.]

[0100] Wir möchten nur kurz eines dieser Materialien besprechen, die `Dachshaut'. Warum das Fell von einem Dachs? Eigentlich war es wohl kein Dachs aber besser gesagt wohl ein Seehund vom Roten oder Mittelmeer. Das Fell des benutzten Tieres ergab gutes Leder für Schuhe und Sohlen. Die braune Farbe war auch gut geeignet das Heiligtum von umherschweifenden Beduinen mehr unsichtbar oder armselig in dessen Aussehen zu machen. Diese Felle waren Teil der Güter die Gottes Volk mit dessen Voraussicht aus Ägypten mitbrachte. Es ist ein einfaches, starkes Material und Zeichen des beschützenden, bedeckenden Gottes dem Israel dient, Ps. 91:3-9. Da dieses Deckungsmaterial keine besondere Schönheit darstellt, da Jesus ja auch "keine Gestalt noch Schöne" hatte (Jes. 53:2; 1.Sam. 16:7). Wenn Gottes Diener im Heiligtum unter dessen Bedeckung, die den Himmel selber versinbildete, seinen Dienst versah weist das einfache Material darauf hin das wir auch in Einfachheit, Aufrichtigkeit und Bescheidenheit vor Gott kommen sollen - nicht wie die Heiden mit protzigem Schmuck.

[0120] Das Heiligtum Gottes, die Stiftshütte, versinbildete auch die folgenden Begriffe. Die Stiftshütte in der Wüste a) Gott wollte ein heiliges Volk haben. Der erste Schritt dazu führt ins Heilige zum Gold überzogenen Schaubrottisch und seinem Kranz - eigentlich zwei Kränze, 2.M. 37:10-12; 25:25; 37:16. Dieser doppelte Kranz bedeutet - wie auch das auf dem Tisch aufbewahrte Brot das Wort Gottes versinbildet, wie es Glaubenskraft verleiht und schärfer als ein zweischneidiges Schwert ist (Heb. 4:12), das innere unseres `Herzens' bloßlegt, unser Leben verändert und wenn wir "immer" an diesem Tisch von dem Brot `essen' eine doppelte Belohnung gibt - das Leben eines Gott gläubigen auf Erden und das Leben im Reich Gottes etwas später. b) Wir kommen nun zum goldenen Altar, dem Räucheraltar, Symbol des Gebetslebens. Wie das Wort Gottes unser geistliches Brot ist, so ist das Gebet auch nötig im Glauben an Gott zu wachsen. Das Gebet ist unsere persönliche Kraft Sünde zu überkommen und für andere zu wirken, Heb. 7:25.

[122] Wir sollten nie ein heidnisches Priestertum mit dem Biblischen verwechseln. Im heidnischen System verlangte ihr nicht existierender Gott (die heidnischen Priester) sogar Blutopfer das von Menschen stammte die man krimineller Weise umbrachte. Das wird nicht in der Bibel gelehrt. Die Bibel lehrt das Jesus, der Sohn Gottes, Sein Leben freiwillig für uns gab. Das Unheil der Sünde konnte nur so überkommen werden. Die Menschen die ihn umbrachten waren nicht gezwungen das zu tun. Sie taten nach dem sie Jesus ablehnten wegen ihres eigenen bösen Herzens.

[0140] Die Reinigung des Heiligtums war wohl symbolisch wie auch aktuel. Man musste ja schon mal das Gold polieren, Staub abwischen und Wäsche waschen.

[0200] Das Waschbecken war aus ehernem, spiegelblanken Erz hergestellt (2.M. 38:8; Lk. 2:36-37; Jak. 1:25.23; Jes. 52:11; Ps. 26:6; Tit. 3:5 `Bad=Waschung'), und das Waschen mit dessen Wasser versinnbildete den Überfluß von Sünde reinigender Kraft Jesu Christi, die mit so einem hohen Preis auf dem Altar (Kreuz) bezahlt wurde. Fromme Frauen wie Hanna bevorzugten ihre Spiegel, Symbol der Eitelkeit, für eine höhere, heilige Schönheit wegzugeben. Ein weiterer Hinweis, das die Lutherbibel manchmal besondere Punkte nicht so gut wiedergibt, ist 2.M. 30:19. Die Priester wuschen sich nicht "darin", im Becken, aber "damit (Zürcher)", mit dem Wasser ausserhalb des Beckens. Dies unterstreicht die heiligende Bedeutung dieses Vorganges und weist auf die Taufe und Fußwaschung beim Abendmahl voraus. Gerechtigkeit durch den Glauben fängt am Kreuz an und geht dann zum Waschbecken.

[240] Was tun die Engel? Die Bibel lehrt, das Gottes Freunde auf Erden Schutzengel haben. Wir lesen, "Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen." Psalm 91:10. Und Jesus sagte, "Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen kleinen (Kindern) verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel." Matthäus 18:10.- Daraus geht hervor das Engel auch die Funktion von Buchführern haben. Sieh auch Prediger 12:14; Lukas 10:20; Phil. 4:3; Maleachi 3:16; Jesaja 65:6,7; Spr. 12:28; Hebr. 1:14.

[300] Deutsche Bibeln übersetzen Ps. 85:11 gerne mit "Güte und Treue", statt `Gnade und Gerechtigkeit'. Der Hebräische Grundtext benutzt aber die Worte die wir aufzeigen, die Englische Konkordanzen mit `Gerechtigkeit und Gnade' übersetzen. Sinngemäß scheint das besser zu sein.
Das Hebr. Wort `tsedeq' Gerechtigkeit; `chesed' Barmherzig/ Gnade;

[400] Was spricht dagegen das Jesus seinen Dienst sofort nach seiner Himmelfahrt im Allerheiligsten anfing, Hebr. 9:23? Am Versöhnungstag wurden Ochsen und Böcke geopfert, Hebr. 9:13; 10:3,4. Wir lesen aber auch in diesem Kapitel über das opfern `der Kuh' (Engl. `red heifer') und den Opfern zur Verabschiedung des Bundes (Hebr. 9:19-21), die nichts mit Versöhnungstag zu tun hatten. Daraus verstehen wir, das Paulus sich hier nicht nur mit dem Thema des Versöhnungstages und dessen Erfüllung befasst. Er zeigt vielmehr wie so viel wichtiger der Neue gegenüber dem Alten Bund ist. Der Neue Bund hat einen besseren Priester, ein besseres Opfer, besseres Blut, bessere Versprechen, ein besseres Heiligtum und Zugang zu demselben. Man konnte im Alten Bund nicht Vollkommenheit verstehen wie man sie im Neuen erlangen kann. Paulus benutzte hier nur Andeutungen zum Versöhnungstag, um sein eigentliches Thema, die Beschreibung des Neuen im Vergleich zum Alten Bund herauszuheben.
Wenn dann die Frage aufkommt ob Hebr. 6:19,20 lehrt das Jesus sofort seinen Dienst im Allerheiligsten anfing, wie sollen wir das beantworten? Nur so. Der Text meint schon beide Abteilungen des Heiligtums. Wie erkennen aber auch das Offb. 1:12,13 Jesus im Heiligen Raum aufweist. Es erscheint deshalb klar zu sein, das Jesus nach seiner Himmelfahrt Zugang zum ganzen Himmel hatte und das durch ihn, wir Menschen unbeschränkten Zugang zum Thron Gottes haben. Deshalb ist es nicht nur die Botschaft des Hebräerbriefes, das Christus sich nur in einem besonderen Teil des Himmels befinden kann im Gegensatz zu anderen Teilen, das er sich aber im ganzen Himmel befindet, und nicht auf Erden und das sein Werk dort höher gestuft ist als das Werk der Priester hier auf Erden. Er ermuntert seine Schar der Gläubigen immer zu Ihm zu kommen in ihrer Zeit der Not, um Seine Gnade zu empfangen, Hebr. 4:14-16; 10:19-21.
Der zweifache Dienst, im Heiligen und der im Allerheiligsten, wird in den folgenden Versen gelehrt: Daniel 7:9,10,13,14; 8:14; Hebr. 8:5 und 9:23.

[500] `Atypisch', wie Schattendienst des wirklichen Dienstes. Heidnische Geschichte der Anbetung des Sonnengottes: Tutankhamon (links), Ur-Nammu (rechts) sollte us ermahnen den wahren Gott in Wahrheit zu verehren. Der typische (wirkliche) Dienst findet im Himmel statt.

[1200] Nach diesem ... bedeutet nach dem Jahre 96 n.Chr. Warum? In den vorigen Kapiteln 2 und 3 finden wir die sieben Stufen der Weltgeschichte mit den 7 Gemeinden beschrieben. Der größte Teil ihrer Geschichte würde ablaufen bevor Jesus ins Allerheiligste geht, wie wir sehen werden. Die sinnreichste Auslegung ist zu sagen das "nach diesem" bis 1844 reicht.

[1204] Während die Himmelfahrt Jesu 40 Tage nach Seiner Auferstehung stattfand, mag Jesus nicht sofort Seinen Dienst im himmlischen Heiligtum angetreten haben, aber nach einer gewissen Zeit, während der Er als Sieger über die Sünde mit den Engeln die himmlischen Welten besuchten. So kann es zwischen 62 und 65 Jahre sein, das Sein Dienst im Heiligtum anfing = 31 oder 34 n. Chr. bis 96 n. Chr. als Johannes dies sah.

[1400] Sieh Offenbarung 20:11; Apostelgeschichte 7:55,56.

[1600] Der Thronstuhl Gottes wird beschrieben das er Räder hat, sich also bewegen kann, Daniel 7:9.

[1700] Es kann ja geschehen, das ein bekehrter Mensch Gott wieder vollständig seinen Rücken zukehrt, was ihn unbedingt wieder von Gott trennen wird. Jesus sagte: "Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig." Mt. 10:22; 24:13; Mk. 13:13. Während die Erlösung durch Jesus frei für alle ist, kann man sie nur empfangen, wenn man Jesus als Herren animmt - danach muß der Gläubige "... mit Eifer streben nach Erkenntnis des Herrn!" Hosea 6:3 (Zürcher) Den gleichen Gedanken finden wir auch in Hebr. 3:6; Jh. 15:7; 1.Kor. 9:27. Der Gedanke, wenn man einmal gerettet ist, das man dann für immer gerettet ist, kann nicht biblisch begründet werden.

[1800] In diesem wichtigen Vers wird der Engel quotiert zu sagen, "und er sprach: Steh auf ...". In der symbolischen Sprachweise ist dies ein Befehl. Er bedeutet, das die Angesprochenen sich niedergelegt hatten . Sie ruhten sich aus während sie wohl arbeiten sollten und aus diesem Grund verlangt der Engel von ihnen tätig zu sein. Den materialen Tempel zu messen bedeutet wohl das wir Gottes Absichten, wie er seine Nachfolger gebrauchen möchte, studieren sollten. Messen bedeutet also studieren, natürlich das Wort Gottes und seine Absichten. Paulus beschrieb es so, "Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet euch selbst!" 2.Kor. 13:5. Wir sollen also unseren Charakter messen, die Gemeinde oder Kirche. "Miß den Tempel Gottes und den Altar und die darin anbeten." Gott vergleicht uns mit seinem Muster oder seiner Regel, dem Gesetz.Warum? Er weiß die Zeit ist kurz. Die Menschen hatten fast 2000 Jahre ihre Entscheidung, was sie über Jesus denken, zu treffen. Das erste Mal zog er in königlicher Tradition auf einem Esel in die Stadt Jerusalem ein, das nächste mal jedoch kommt er nicht um hier zu sterben, aber auf einem weißen (Kriegs) Pferd, um sein Reich einzunehmen. Darauf müssen sich die Nachfolger Jesu vorbereiten, ihn recht zu empfangen mit ihren `weißen Kleidern' der Gerechtigkeit angetan. Heute scheint es nur wenige zu geben die auf das zweite Kommen Jesu vorbereitet sind, aber Gott kennt sein Volk. Das messen findet statt, um festzustellen, wer in den letzten Tagen vor der Ankunft des erobernden himmlischen Königs bereit ist ihn recht zu empfangen. Wir sollen also tief in uns schauen und uns nach seinem Wort selber prüfen. Alle Menschen haben noch ein wenig Bewährungsfrist. Aber nicht mehr lange. Gott wartet nur auf eine Schar die Ihm ganz folgt und dann kommt das Ende. Leider erkennen viele nicht die Zeit in der wir leben und werden nicht darauf vorbereitet sein Jesus zu empfangen.

[2000] Das Wort `Hütte' sollte hier als Tempel, `Stiftshütte' verstanden werden.

[2003] Was sind sechs teure Versprechen in der Bibel die Jesu Gerechtigkeit beschreiben die Er uns anbietet?

  1. Er verdeckt unsere Sünden und betrachtet uns als schuldlos, Jes. 44:22; 1.Joh. 1:9.
  2. Wir wurden am Anfang im Ebenbild Gottes geschaffen, 1.Mose 1:26,27. Jesus verspricht uns dieses Ebenbild Gottes in uns wieder herzustellen, Röm. 8:29.
  3. Jesus schenkt uns unser Wünschen richtig leben zu wollen und dann bietet Er uns Seine Kraft an dies tatsächlich bewerkstelligen zu können, Phil. 2:13.
  4. Jesus verursacht es das wir durch seine Wunder nur die Dinge freudig tun die Gott gefallen, Hebr. 13:20,21; Joh. 15:11.
  5. Er vertilgt den Todesspruch über uns in dem Er Sein sündenloses Leben und Seinen versöhnenden Tod uns anrechnet, 2.Kor. 5:21.
  6. Jesus übernimmt die Verantwortung das wir Ihm Treu bleiben bis er Wieder Kommt, um uns in Sein Reich aufzunehmen, Phil. 1:6; Judas 1:24.
(Zum Wort `abgeschnitten' geht hier hin.)

[2005] Die drei Befehle die es Israel erlaubten, Jerusalem und den Tempel wieder aufzubauen, geben Israel auch zivile und religiöse Freiheit zurück. "So spricht Kores, der König in Persien: Der Herr, der Gott des Himmels, hat mir alle Königreiche der Erde gegeben, und er hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem in Juda. Wer nun unter euch seines Volks ist, mit dem sei sein Gott, und er ziehe hinauf gen Jerusalem in Juda und baue das Haus des Herrn des Gottes Israels. Er ist der Gott, der zu Jerusalem ist." Esra 1:2,3. Hier finden wir die Verleihung religiöser und ziviler Rechte für die nach Jerusalem zurückkehrenden Juden. Drei Befehle wurden zwischen 536 und 457 v.Chr. gegeben. Der dritte Befehl war der erfolgreichste und brachte die meisten Juden in ihr Land zurück diese Arbeit auszuführen.

[2009] Hier ist der Vergleich von Daniel 7:9 und Offenbarung 7:9:

"Solches sah ich, bis daß Stühle gesetzt wurden; und der Alte setzte sich. Das Kleid war schneeweiß, und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; sein Stuhl war eitel Feuerflammen, und dessen Räder brannten mit Feuer. Und von ihm gingen aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal tausend dienten ihm, und zehntausendmal zehntausend standen vor ihm. Das Gericht ward gehalten, und die Bücher wurden aufgetan." "Darnach sah ich, und siehe, eine große Schar, welch niemand zählen konnte, aus allen Heiden und Völkern und Sprachen, vor dem Stuhl stehend und vor dem Lamm, angetan mir weißen Kleidern und Palmen in ihren Händen, schrien mit großer Stimme und sprachen: Heil sei dem, der auf dem Stuhl sitzt, unserm Gott, und dem Lamm."

[2012] Wir lesen in Hebräer 9:15: "Und darum ist er auch ein Mittler des Neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, so berufen sind, das verheißenen ewige Erbe empfangen."
Als Gott nach dem Sündenfall der ersten Menschen einen Bund mit ihnen abschloss, gab Er ihnen auch ein System von stellvertetenden Tieropfern. So finden wir auch im Bund Gottes mit Israel vom Berg Sinai Instruktionen wie ein Israelit sich von Sünden durch Tieropfer reinigen konnte, so daß seine Sünden vergeben waren und sein Bund mit Gott wieder hergestellt war. Damit wir feststellen können, das diese Tieropfer tatsächlich bewerkstelligen was über sie Versprochen wurde, gab es einen Tag and dem du der Sünder durch dies Blutopfer Vergebung finden konntest mit Bezug auf das was Jesus später auf dem Kreuz vollbringen würde.
Der Brief an die Hebräer gibt uns in Hebr. 9:15 grundlegende Erklärungen über Jesus Christus, wie Er als Priester und Vermittler im Heiligtumszelt und auch im wahren himmlischen Heiligtum, von Gott gebaut, wirken würde. Das gesamte Biblische Zeugnis gibt uns die wahre Darstellung der zweiphasigen Dienste die in den zwei Abteilungen des Heiligtums stattfinden würden, (1.Tim. 2:5; Hebr. 9:15; Röm. 8:34; Joh. 16:26; 1.Joh. 2:1), und wie die irdischen Dienste paralel dazu stattfanden ist auch besprochen. Dieser Dienst fing nach der Himmelfahrt Jesu an. (Er vollbrachte dann etwas anderes als zuvor.) Es deutet darauf hin was Christus für uns Sünder auf dem Kreuz gewann. Nun konnte er diese Dienstbedeutungen zur Lösung des Problems der Sünde im Himmlischen Heiligtum anwenden. Die Funktion dieses Wirkens Jesu macht es möglich das wir
  1. eine reichlichere Verbindung mit unserem Herrn Jesus Christus anfangen können, denn wir lesen, "Ihr aber ... erbauet euch auf euren allerheiligsten Glauben durch den Heiligen Geist und betet, und erhaltet euch in der Liebe Gottes, und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesu Christi zum ewigen Leben." Judas 1:20,21.
  2. das vollständige Evangelium des Kreuzes verkündigen können (1.Kor. 1:17-21) und die schon stattgefundene Auferstehung (Röm. 1:4,5) und die vermittelnden (1.Tim. 2:5,6; Hebr. 9:15), rechtsprechenden und reinigenden Dienste in der Gegenwart (Dan. 8:14) erklären können, und
  3. so Menschen den gesamten Plan der Erlösung darstellen können, einschließlich der Reinigung (Weihung) des Heiligtums (Dan. 8:14; Hebr. 9:12), dem das Zweite Kommen Jesu folgt (Hebr. 9:26-28), und so
  4. Menschen auf die Wichtigkeit der Stunde des Gerichts Gottes aufmerksam machen können (Offb. 14:7 ZB),
  5. und auf diese Weise imstande sind Menschen darauf vorbereiten zu können den Herrn Jesus Christus, wie er in den Wolken (mit vielen Engeln) wieder kommen wird, recht zu empfangen ohne uns vor Ihm verstecken zu müssen (Offb. 14:14-16; 6:15,16).

Uns interessiert aber auch, was Jesus selber sagte, was Er in der Gegenwart Seines Vaters tun würde? Wir lesen,
"Solches habe ich zu euch durch Sprichwörter (Bilder, Symbole, Sprachfiguren, Parabellen, sehr vorsichtig) geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwörter mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An dem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. . . . Sprechen zu ihm seine Jünger: Siehe, nun redest du frei heraus und sagst kein Sprichwort." John 16:25- 27, 29.
So fragen wir, was sollen wir mit all diesen Schriftstellen tun, in denen wir über Mittlerdienste, priesterliche Dienste, Abteilungen im Heiligtum, Opferdienste und Einrichtungen des Heiligtums lesen? . . . So erinnern wir uns daran, das es unsere Gewohnheit ist schwierige Schriftstellen im Licht von klar verständlichen Schriftstellen zu interpretieren. In diesem Fall, welcher Text ist schwieriger, was Johannes über all diese Einzelheiten des Heiligtums sagt oder die Worte Jesu, die wir hier im Evangelium des Johannes finden? - - Und wir erinnern uns daran, das Johannes an der Brust Jesu war als Jesus alle diese Worte sprach (Joh. 13:23), und das er der einzige der Jünger Jesu war, der all diese Konzepte und Worte Jesu in seinem Evangelium überlieferte.
An dieser Stelle sollten wir wohl daran denken, das unsere Schwierigkeit fortwährendes Vertrauen auf Gott beizubehalten, es mit sich bringt, das uns mehr und mehr unterrichtende Wortbilder gegeben wurden, damit wir verstehen können wie Gott uns aus dieser Welt der Sünde retten kann. Wir könnten gerettet werden, nur durch unser Wissen das Gott uns liebt und das wir Gottes Freunde sind und deshalb so leben wie er es haben will. Fortwährendes sündigen, jedoch, macht es notwendig das uns mehr und mehr Lexionen und Symbole gegeben wurden, damit wir verstehen können, was für eine so sehr große Erlösung der Herr Gott für uns vorbereitet hat eben wegen Seiner Liebe für einen jeden Sünder der Vergebungssuchend zu Ihm kommt. Wenn wir das verstehen, mögen wir auch einsehen wie traurig Gott ist, wenn so viele Menschen Seinen Erlösungsplan ablehnen und all diese Zusätzlichen Lehrmittel beiseite legen, die doch Gottes Liebe lehren.
Die Liebe Gottes! Wenn einige behaupten, Gott kann uns nicht erretten, was bedeutet das?
Wenn wir jemals vor einem verärgerten Beamten stehen würden, der uns droht, was können wir dann tun? Hoffen wir, das er schon wieder ruhiger werden wird? Können wir ihn bestechen oder einen Pakt mit ihm machen, uns frei zu lassen? Vielleicht wird er sich ja beruhigen, denken wir. Dies sollte uns helfen einzusehen, das wir uns nicht fürchten müssen vor ihm zu stehen. Aber in der Gegenwart unseres himmlischen Vaters zu stehen, dem Gott, wenn er auch nur ein einziges gutes Ding über uns sagen kann, es sagen wird. Er, der so barmherzig ist und all diese Jahre auf uns geduldig gewartet hat, und der es nicht haben will das auch nur einer von uns umkommen soll, und der sogar willig sein würde wieder für uns zu sterben wenn es Dinge besser machen würde. . . . wenn Dieser sagt, mit Tränen in Seinen Augen, `Schau doch, es gibt nichts mehr das ich für dich tun kann. Nicht mal Ich.' Und er weint dennoch. Das ist der fürchterlichste Augenblick den wir erfahren könnten. Es hat nichts damit zu tun, das er nur für eine Zeit Ärger hat oder das du Seinen guten Willen kaufen könntest; Er befindet sich ja schon auf deiner Seite. Er verliert ein weiteres Seiner Kinder. Ist Er ein sentimentaler Gott? Nein! Dies ist die Methode mit der Gott das ganze Universum regiert. Und das schrecklichste Ding zu hören ist, das Er, der uns liebt, und Jesus, diese Sachlage bestätigen, und auch der Geist der Wahrheit, wenn die drei Häupter der Gottheit sagen, `Sogar wir, Eure Schöpfer, können euch nicht heilen. Du bestehst darauf uns zu verlassen. Du bist ein immer wieder fallender Betrüger. Wir können dich nicht retten. Sogar Wir können das nicht tun.' Gott is aber nicht voller Wut. Die Gottheit möchte offensichtlich etwas anderes sagen. Dann kannst du wissen, es ist vorbei.
Das ist das Problem das Gott mit Israel hatte, als er sie ihrem eigenen Willen überlassen musste. Wir lesen, "Auch alle Obersten unter den Priestern samt dem Volk machten des Sündigens viel nach allerlei Greueln der Heiden und verunreinigten das Haus des Herrn, das er geheiligt hatte zu Jerusalem. Und der Herr, ihrer Väter Gott, sandte zu ihnen durch seine Boten früh und immerfort; denn er schonte seines Volks und seiner Wohnung. Aber sie spotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und äfften seine Propheten, bis der Grimm des Herrn über sein Volk wuchs, daß kein Heilen mehr da war." 2.Chr. 36:14-16. - - Es fand keine Heilung mehr statt. Die Gnadenzeit war vorüber.
So auch als Israel vor Sinai stand und sich so sehr vor Gott fürchtete, das sie flohen, und von ferne alles beobachteten, 2.Mose 20:18. Was tat Gott dann? Er sandt ihnen jemanden der sehr mild und geduldig war, Moses. Und so lesen wir es auch in den Evangelien, wenn die Leute auf Jesus schauten, war unter ihnen niemals jemand von Furcht erfasst. Es gab keinen Grund Jesus zu fürchten, und dennoch war Er es der auf dem Berg Sinai stand als die Kinder Israel sich wegen ihrer Furcht von Ihm enfernten.
Das wichtigste, hauptsächlichste Evangelium ist dies, das wir die Wahrheit über Gott predigen, das Gott Vater, Gott Sohn und der Heilige Geist unsere Freunde sind und wir sie nicht zu fürchten brauchen. Was wir fürchten ist uns selbst. Wie wir so leicht von Ihm abfallen und uns in die Schlingen Satans begeben. Und dennoch ist Gott immer wartend dazu bereit uns wieder zu empfangen, uns zu stärken in der Stunde wenn wir es am meisten benötigen so wir nach Ihm Ausschau halten und Ihm geduldig zu hören, damit wir wissen was Er uns zu sagen hat.

[2020] Die `Erscheinung' (epiphanie) des Herrn Jesu geschieht nicht im Dunklen, sie scheint heller als die Sonne, wie mit Feuerflammen, 2.Mose 19:18; 2.Sam. 22:13; Ps. 18:13; Hes. 1:28; 10:4; Hab. 3:4; Hebr. 1:3; Apg. 26:13. - Sünde kann vor dieser Herrlichkeit Gottes nicht bestehen wie das Beispiel von Sodom und Gomorrah es demonstriert.

[2040] Der Schreiber des Hebräerbriefes betont auch das alle Nachfolger Jesu, alle Gläubigen, immer den Sabbat heilig halten werden. Wo steht das? Es steht im Griechischen Text, im 4. Kapitel des Hebräerbriefes. Hebräer 4,9 Wir lesen, und "..er sprach an einem Ort von dem siebenten Tag also: "Und Gott ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken." . . . Darum ist noch eine Ruhe (sabbatismos) vorhanden dem Volk Gottes. Denn wer zur Ruhe kommt ..." Das spezielle Wort `sabbatismos' finden wir in `Langenscheidts Dictionary' als "halte den Sabbat" übersetzt. Obwohl Bibeln dies Wort als "Ruhe" übersetzen, tun sie das nur, weil sie oder ihre Sabbatismos Kirche dem Sabbat gegenüber leider nicht freundlich gesinnt waren - und noch so sind. Der Text sollte etwa so lauten, `Es verbleibt für Gottes Volk den Sabbat zu halten.' Warum? Weil Gott den Sabbat als Denkmal für Seine Schöpfung aufgerichtet hat. Denn Leben kommt nur von Leben. Wenn Gott schöpft, vergeht keine Zeit, es steht sofort vollkommen da. Das Aufkommen der Sünde erklärt warum Menschen dies heute ablehnen. Sünde brachte Tot, die Sintflut, das Kreuz, den Sonntag, die Kriege und alle Leiden die wir heute um uns herum sehen. Den Tag an den wir uns erinnern sollten, haben wir vergessen - aber nicht Gott, er hält ihn immer wieder vor unsere Augen. Wie lange sollen wir den Sabbat heilig halten? Die Bibel lehrt an vielen Stellen, von der Schöpfung bis in alle Ewigkeit. - Wenn es um Bibelglauben geht, sollten wir immer wieder mal die Hebräischen und Griechischen Texte studieren, um zu verstehen, ob wir uns noch auf dem Pfad Gottes befinden.

[2100] Die Dr. Martin Luther und Zürcher Bibeln enthalten keine Andeutung das dies ein vom Übersetzer hinzugefügtes Wort ist. Im Hebräischen Grundtext fehlt aber das Wort für Opfer in den quotierten Versen - , `zabach, Opfer' wie in Daniel 9,27. Das Hebräische Wort für `täglich' ist , `tamid' in Daniel.

[2150] Wir sollten wohl an dieser Stelle noch aufzeigen warum das in Daniel Kapitel acht beschriebene Heiligtum im Himmel und nicht eins auf Erden ist. Der Grund dafür ist im Text selber enthalten. In Daniel 8, in den Versen 3,4 and 5-7 befinden wir uns auf Erdlicher Ebene. Die Verse 8 und 9-12 enthalten etwas über eine Bewegung zum Himmel durch das kleine Horn. In den Versen 13 und 14 sieht Daniel nichts, er hört nun aber da er sich im Gesicht im Himmel befindet. Aus diesem Grund zeigt der Zusammenhang dieses Kapitels daß das Heiligtum in Daniel 8:14 ein himmlisches ist.

[2180] Der Sabbat war von Anfang her von Gott geheiligt worden, 1.Mose 2,3. Wir lernen davon das nicht nur Menschen heilig sein können aber auch ein Tag. Es scheint das es Gottes Wille war, das ein geheiligtes Volk einen von Ihm geheiligten Tag in Ehren halten sollte.

[2184] Wir wissen ja schon das einige heutzutage Kalender drucken in denen Montag als der erste Wochentag erscheint. Das ist Verfälschung der Wochentage wie Gott sie uns gab. Johannes schreibt in seinem Evangelium das der Tag der Auferstehung Jesu der erste Tag der Woche war, Joh. 20:1. Das sollten genügend Beweis darstellen, für uns, die wir lernten, dem Wort Gottes zu vertrauen.

[2200] Wir sehen Beispiele davon in der Stele des Ur-Nammu von Ur. Ein Beispiel der Sonnenscheibe, Symbol des Baal-Hadad, in der Sichel des Mondes und das Beispiel einer der häufiger zu findenden alten Monstranzen wo die Mondsichel als die Unterlage der Oblate benutzt wird. Dort sieht man innerhalb der Mondsichel (Symbol des Mondgottes Nanna), die strahlende Sonnenscheibe (Symbol des Sonnengottes Shamal). Darunter sehen wir in Assyrischen Darstellungen die Sonnenscheibe innerhalb des Halbmondes und wie dies in späterer, christlicher Zeit für die Aufbewahrung oder Ausstellung der Oblate benutzt wurde. [Sieh auch Kardinal Newman, Development of Christian Doctrine, p. 371-373.]

[2220] Die Kindertaufe hat als Ergebnis, das die Mitglieder jener Kirchen die dies tun, nicht mit den Lehren in der Bibel vertraut sind. Das muss anders werden, wenn sie hoffen wirklich mit Gott in Einklang zu sein. --- Warum ließ sich Jesus taufen da er ohne Sünde war? Wir denken das Seine Taufe wohl für jene spricht, die sich ihren Umständen gemäß nicht im Wasser taufen lassen können, da sie im Sterbebett sind, oder vielleicht in einem tiefen Kerker, etc. - obwohl sie ihr Herz dem Herrn übergaben. Jesus ließ sich wohl stellvertetend für solche taufen. Das ist aber nur eine Vermutung. Die Bibel erklärt das nicht.

[2300] In der Luther Bibel finden wir in Offb. 5,6 das Wort erwürgt, im Griechischen Text steht dafür das Wort `esphagmenon' schlachten. Die Lutherbibel mag erwürgt bevorzugt haben, da Jesus ja auf dem Kreuz starb und sie dachten, das sein Tod darauf mehr auf eine Erwürgung hindeutet und nicht durch Blutverlust. Tatsächlich aber starb Jesus aufgrund seiner außerordentlich intensiven Trennung von seinem Vater, wie wir sagen, aufgrund eines gebrochenen Herzens.

[2400] Notiz: Das Griechische Wort für `Heiliges' ist `hagin' das hier Hebr. 9:1-3sinngemäß mit das `Heilige' übersetzt werden sollte, wo der Leuchter und der Schaubrottisch war, wie die New International Version [NIV] und die King James Version [KJV] es leider nicht tun. Die Luther Übersetzung und auch die Zürcher Bibel geben den Sinn hier schon richtig wieder, da sie aufs Heilige hindeuten. [Sieh Erklärung hier in Engisch.] Leider erklärte ich dies vorher nicht wie geplant. Die drei Definitionen in Hebr. 9:1-3 waren:Leviticus 16:2 Septuagint; 3.Mose 16:2 - Lutherbibel: das inwendige Heiligtum.(1) das Wort `hagion' (Einzahl) für das gesamte Heiligtum, (2) das Wort `hagia' (Mehrzahl) für das vordere Heiligtum, und (3) `Hagia Hagin' für das Allerheiligste. Aus diesem Grund verstehen wir das Vers 8 besagt das Jesus zuerst nach Seiner Himmelsfahrt, Seinen Dienst im Heiligen antrat. - Diese Definitionen sind wichtig, da Paulus hier Einzahl für zwei Räume (Heilige & Allerheiligste) und Mehrzahl für einen Raum benutzt. Warum? Vieleicht da die Bibel viele Hebrews 9:8 der frühen Christen die Septuaginta war, die in Leviticus 16 immer wieder das Wort "hagion" benutzte, wenn sie Zusammenhangsweise vom Allerheiligsten sprach. Es steht dort, "... in das inwendige Heiligtum gehe hinter den (zweiten) Vorhang vor den Gnadenstuhl...". `Inwendig,' da man von draußen nur durch den ersten und zweiten Vorhang ins Allerheiligste gehen konnte. Da Paulus nicht seine Jüdischen Leser irre führen wollte, definiert er im 9. Kapitel das ganze Zelt und deren Abteilungen anders wie schon beschrieben. In Deutschen Bibeln, so weit ich weiß, besteht dieses Problem nicht.
Das andere Problem ist wie Hebr. 9:8 übersetzt werden sollte. Es scheint mir das die Lutherbibel und auch die Zürcherbibel dies nicht gut fertig brachten, da sie die Heiligtumslehre in Verbindung mit Daniel 8:14 nicht verstanden. Was in der kleinen Stiftshütte geschah, war ja ein Schatten was Jesus später im himmlischen Heiligtum tun würde. So müßen wir sorgfältig die Typen beibehalten. Die Typen bestanden darin das in der vorderen Hütte (das Heilige) tägliche Sündenvergebung stattfand und somit symbolisiert wurde. In der inneren (hinteren oder zweiten) Hütte, also im zweiten Raum, fand nur einmal im Jahr etwas statt, nämlich am Tag des Versöhnungsfestes. Der tägliche Dienst benutzte das Blut Jesu vom Kreuz (symbolisch sprechend) jeden Tag, um Sünden zu vergeben; dann aber, einmal im Jahr fand ein `Gericht, Yom Kipur' statt, wo jeder Teilnehmer sein Gewissen reinigen konnte, und wie das, durch das Blut gereinigte Allerheiligste, symbolisiert wurde. - Um Hebr. 9:8 richtig zu verstehen müssen wir die obige Definition anwenden. Da wir das Griechische Wort `hagin in diesem Text finden, und da es nach der oben erklärten Definition eine Deklination von `hagia' (Mehrzahl) ist, sollte Hebr. 9:8 so lauten, "Und damit deutete der Heilige Geist dies an, dass der Weg ins Heilige noch nicht offenbar geworden ist, solange der Tempel (die Stiftshütte) noch Bestand hatte. ..." Warum war der Weg ins Heilige noch nicht offenbar? Da es nur offenbar wurde, nachdem Jesus auf dem Kreuz starb und danach Seinen Dienst im himmlischen Heiligtum antrat worin der siebenarmige Leuchter (7 Fackeln) (Offb. 4:5) standt, der Räucheraltar und der Schaubrottisch. Damit erfüllte Jesus während der nächsten 1810 Jahre die Symbole der täglichen Opferdienste zur Vergebung der Sünde - da Jesus ja das Opfer und der Priester war. Vor dem Jahr 31 n.Chr. gab es noch den Tempel. Nach dem Jesus auf dem Kreuz starb, war der physikalische Tempel in Jerusalem ohne Bedeutung. Nicht bis Offb. 11:19 wird das Allerheiligste, in dem die Bundeslade standt, erwähnt.

[2500] Es mag von Interesse sein das der Talmud für einen jeden der sich mit den Zeitprophezeiungen von Daniel befassen würde einen Fluch enthält. Dies ist der Fluch:
"Mögen die Finger und die Knochen der Hände verrotten und zerfallen für einen jeden der versucht die Zeiten des Buches Daniels zu verstehen." [Talmud]

[2700] Apg 7:55; Markus 16:19; Eph. 1:20-23. Ja, liebe Leser, wenn Menschen schon gen Himmel fliegen können, warum kann Gott es nicht tun? Die Himmelfahrt Jesu prüft, das es Menschen auch möglich sein konnte, eine gewisse Entfernung vom Erdboden zu erreichen. In allen (lang, breit, hoch, zeit) vier-dimensional denkenden, menschlichen Erfindungen können wir Gott aber nur nachahmen - z. B. Vögel und Flugzeuge. Vgl. Epheser Kapitel 3.

[2800] Hier sind die Hebräischen Verse:4.Mose 28,24
Daniel 1,5
In der deutschen Bibel weist 4.Mose 28:24 das Wort `täglich' in Hebräisch auf. In der Englischen King James Version steht hier das Wort `continual', eine freie Übersetzung (Sieh 4.Mose 29:6 - Hier ist das Wort als `täglich' übersetzt.). In Daniel 1:5 finden wir die Phrase `yom be-yom', als `täglich' übersetzt. Sieh auch diese Erklärung zu diesem Thema.

[2900] Man kann die Zeitansicht Gottes, wie sie uns in der Bibel mitgeteilt wird, auch auf folgende Weise abschätzen. Wir wissen von Offenbarung Kapitel 2 und 3 das die sieben Gemeinden die gesamte Weltgeschichte seit der der Zeit Jesu aufzeigen, und wie diese Geschichte Gottes Gemeinde auf Erden beschreibt. Ephesus was die Gemeinde von der Zeit nach der Auffahrung Jesus bis etwa 100 n.Chr. (Jesus setzte sich auf welchen Thron? Apg. 2:32-34; Eph. 1:20); Smyrna war von 100 bis 313 n.Chr., die verfolgte Gemeinde; Pergamus (313-538), die abfallende Gemeinde; Thyatira (538-1517), die Zeit des Mittel Alters; Sardes (1517-1755), die Zeit der Reformation; Philadelphia (1755-1844); Laodizea (1844-Ende). In dieser Anordnung sehen wir das die Zeit der Gemeinde von Philadelphia (`Bruderliebe'), bis zum Jahr 1844 reicht. Warum? Da die Gemeinde `Laodizea' im Griechischen als `Zeit des Gerichts' zu übersetzen ist. Von Daniel und Offenbarung 13 wissen wir das diese Zeit des Gerichts nicht bis nach den Königreichen des Löwen (Babylon), des Bären (Persien), des Leoparden (Griechenland), dem schrecklichen Tier (Rom), und nach dem Aufkommen des kleinen Horns das mächtige wird und dann später in seiner Geschichte Macht verliert, und danach die Zeit des Gerichts anfängt. - So wissen wir das die 6. Gemeinde, Philadelphia, die Zeit kurz vor dem Anfang des himmlischen Untersuchungsgerichts darstellt, "... ich habe vor dir gegeben eine offene Tür, und niemand kann sie zuschließen ..." (Offb. 3:8). `Philadelphia' sah (verstand) Jesus nicht ins Allerheiligste hineingehen. Die Tür zum Allerheiligsten wurde nicht geöffnet bis zur Zeit der Gemeinde von Laodizea. Diese Sachlage wurde nur kurz nach 1844 zuerst verstanden. Deshalb fängt Laodizea nicht vor 1843 oder 1844 an. - Es war Jesus selber der den Schlüssel hat (Jesaja 22:22; 9:6,7) diese Tür (in Göttlicher Ansicht) kurz bevor er sein Königreich anfängt zu öffnen, Offb. 4:1,2. - Die Frage ist, befindet sich jetzt hier ein Thron im Himmel? Ja! Lest Offenb. 3:21. - Jesus offizierte ungefähr 1800 Jahre im Heiligen, und öffnete dann am Anfang der Zeit der Laodizäischen Gemeinde die Tür zum Allerheiligsten, damit das Untersuchungsgericht anfangen konnte. Die Kirchen, die vermeintlichen Freunde Jesu und des Planes Gottes, dienten Gott nicht Treu. Wie auch Israel, fielen sie vom wahren Gottesdienst ab. Sie hatten über tausend Jahre Zeit (538 - 1798) ihren Akt zu verbessern, dachten es aber nicht zu tun. So fand Gott ein neues, treues Volk, das ihn in Wahrheit und Treue verehrt und deren Mitglieder einige, sich anschicken `ihre Kleider im Blut Jesu rein zu waschen (Sünde aufgeben)' (Offb. 7:14; 19:13), um ihn recht zu empfangen. Das geschieht heute hinter den Kulissen und ohne Nachrichten in den Gedanken und Häusern jener, die Jesus Christus als ihren Erlöser angenommen haben, die Sachlage verstehen, und ihr Leben umgestalten. Sie sollten sich auch darauf vorbereiten, denn Jesus kommt sehr bald wieder. - Der Dienst Jesu im Allerheiligsten besteht darin dieses Untersuchungsgericht auszuführen in dem die himmlischen Bücher, die die Namen aller Menschen enthalten, untersucht werden. Im täglichen Dienst Jesu im Heiligen fand Vergebung der Sünden statt, d.h. Sünden häuften sich an. Im jährlichen Dienst, findet die Vertilgung der Sünden statt. Das Gericht entscheidet also ob ein Name im Buch des Lebens bleibt oder nicht. Wenn alle Namen entschieden sind, ist das wohl um die Zeit, wenn die Welt es ganz unmöglich macht, das Evangelium noch in aller Welt zu verkündigen. Sie schicken sich jetzt an diese Situation herbeizuführen. Deshalb, liebe Leser, versäumen sie es doch bitte nicht, mit ihrem Glauben ernst zu machen. Auch wenn es nur so viel Glauben wie ein Senfkorn ist, glauben sie Gott und entscheiden Sie sich für Ihn. Wie schön wäre es wenn Europa von seinem langen Schlaf aufwacht and Gottestreue wieder gefunden werden kann.

[3000] Wir können uns auch darüber im klaren sein, das um diese Zeit viele Menschen dem Worte Gottes gegenüber nicht mehr sehr offen waren. Philosophien, die Entwicklungslehre und viele andere Einflüsse machten sie für Gott ungeeignete Werkzeuge. In Amerika aber hatte man noch genügend nach der Wahrheit suchende Menschen. Das Werk ging schon etwas voran durch die Arbeit von Martin Luther und anderen Reformern, aber um 1844 waren ihre Ansichten nicht mehr wichtig.
Wir sollten auch noch die 1335 Jahr/ Tage (Daniel 12:11,12) erklären. Wir lesen: "Und von der Zeit an, wenn das tägliche Opfer abgetan und ein Greuel der Verwüstung aufgerichtet wird, sind 1290 Tage. Wohl dem, der da wartet und erreicht 1335 Tage." Wir erklärten schon die 1260 prophetischen Jahr/ Tage. Das Ende des heidnischen Römischen Reiches geschah aber nicht in einem Jahr. Es war im Jahr 508 n.Chr.**) (andere sagen 476) wenn das heidnischen Römische Reich (unter Justin) zu Ende kam dies aber nicht mit Gesetzen oder Deklarationen des Justinian, Nachfolger von Justin, bis im Jahr 538 festgelegt war. Wenn wir 1335 Jahre von 508 her rechnen erhalten wir 1843, ein Jahr bevor dem wichtigen Jahr 1844. Was ist die Bedeutung? Gottes Wort sagt, "Wohl dem (oder gesegnet ist ...) der da (1 Jahr lang geduldig) wartet und erreicht 1335 Tage." Die Bibelforscher jener Jahre, der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, errechneten zuerst das die 2300 Jahr/Tage im 1843 Enden würden. Ihr Fehler war das sie die Zeit so rechneten, das Jahr 1 v.Chr, dann das Jahr 0 (Null) und das Jahr 1 n.Chr. So hatte man aber die Zeitrechnung nicht unterteilt. Dem Jahr 1 v.Chr. folgte das Jahr 1 n.Chr. Es gab kein Jahr Null. Wir glauben Gott erlaubte es das dieser Fehler nicht gleich entdeckt wurde, um jene zu prüfen, die vorgaben, freudig auf sein Kommen zu warten. Als Jesus im Jahr 1843 nicht kam, blieben weniger Menschen zurück die dann, nach der Aufdeckung des Fehlers, glaubten das Jesus im Jahr 1844 wiederkommen würde. Gott hat also die Zeit, wenn das Untersuchungsgericht im Himmel anfangen sollte, auf diese zwei Rechnungsmethoden in seinem Wort verzeichnet, da er klüger ist als wir Menschen. Warum ist das klüger? Vor einigen Jahren brachten die unklugen Zerstörer der 2300 Jahr Prophetie ihre Meinungen vor und verleiteten viele ihre Zweifel anzunehmen und dieser Prophetie der 2300 Jahr/Tage nicht mehr Glauben zu schenken. Sie vergassen aber etwas in ihren Schriften. Sie vergassen die 1290 und 1335 Jahr Tage. Gott wies auf das Ende der 2300 Jahr/ Tage auch mit der 1335 Jahr Prophetie hin. Sie vergassen das 508 + 1335 = 1843 ergibt. Sie vergassen auch das 508 + 1290 = 1798 n.Chr. ergibt. In anderen Schriftstellen (Offb. 11:2; 13:5) lesen wir über die 42 Monate und erkennen das 42 Monate, 42 x 12 = 1260 Jahr/ Tage sind (Offb. 11:2; 13:5). Diese prophetische Zeitrechnung, schmeckten im "... Mund süß wie Honig" (die Botschaft machte sie froh) (Offb. 10:9) wurde dann aber bitter oder "... grimmig im Bauch" als sie sich nicht wie errechnet erfüllte. Die Glaubenden erlebten also eine Wartezeit. Die Zeit zwischen 1843 und 1844 war diese Wartezeit und jene die nicht im Glauben an Gott straucheln würden sollten Gottes Segen erhalten, Habakuk 2:3. Zuerst gab es ungefähr 100,000 Adventgläubige. Nach der Enttäuschung verblieben nur eine Handvoll. Diese waren aber jene, die Gott besonders liebte und denen Er mehr Wahrheiten anvertrauen konnte. Dies ist es woran wir uns erinnern müssen.
Alle diese Daten bedeuten, das Gott seine Nachfolger nicht völlig in Dunkelheit sitzen läßt, ihnen aber diese Zeichen gab, damit sie wissen können, wann ihre Erlösung nahe ist. Beide Jahre, 1798 und 1843/44 sind wichtige Zeitpunkte im prophetischen Kalender. Sie weisen auf den Anfang des Untersuchungsgerichtes hin. Wir haben sozusagen einen Termin mit Hilfe der Himmlischen Bücher vor Gott zu erscheinen. Es ist wichtig für uns das zu wissen, damit wir unser Leben ganz Gott zuwenden und ohne Fehler vor Ihm erscheinen können und er uns retten kann. Gott sucht nach einer reinen Schar von Gläubigen die sich 100%iger Weise auf Seine Seite stellen bevor er wiederkommt. Ich möchte dieser Gruppe von Gläubigen angehören. Sie können es auch.
** In `History of the Christian Church' (S. 141) lese ich das zwischen 476 und 519 Dinge geschahen die das heidnische Römische Reich beendeten. Um diese Zeit fühlte die Kirche daß ihre Ehre und Orthodoxie durch die Ablehnung von Lehren im Treffen von Chalcedon angegriffen wurde, und die Kirche deshalb Acacius exkomunikierte und Verhältnisse mit dem Osten abbrach, und diese Teilung (schism) bis zum Jahr 519 andauerte, wenn Justin die Entscheidungen von Chalcedon wieder herstellte. In `Western Civilization' (S. 352) lese ich das Zeno einen Plan ausheckte, um nicht nur die Gefahr durch die Ostgoten abzuwenden, aber auch Odoaker zur gleichen Zeit unschädlicher zu machen, der im Jahr 476 Romulus Augustus abgesetzt hatte. So sandte Zeno in 489 den Ostgoten König Theodorik (starb 526) um Italien im Namen des Kaisers zu erobern, (S. 352). - Von diesen zwei Quellen erkennen wir, das zwischen 476 und 519 das heidnische Reich an Macht verlor, und das von anderen, genauer erechnete Jahr 508 gut ist.

[3200] A.R. Spofford und Charles Gibson, `The Library of Choice Literature,' Vol. VII, pp. 162,163.; Sir Charles Lyell, `Principles of Geology,' p. 495.; Encyclopedia `Americana', unter `Lisbon' note to editor.

[3400] Samuel Williams, `Memoirs of the American Academy of Arts and Science,' Vol. I, pp. 234,235.; Timothy Dwight, quoted by John W. Barber, `Connecticut Historical Collections,' p. 403.; R.M.Devens, `Our First Century,' p. 89.; The Essex Antiquarian, April 1899, vol.3, No. 4, pp. 53, 54.; William Gordon, `History of the Rise, Progress, and Establishment of the Independence of the U.S.A.', Vol. 3, p. 57.

[3500] Samuel Tenny, `Collections of Massachusetts Historical Society for the Year 1792,' Vol. I, pp. 97,98.

[3800] Elijah H. Burritt, `The Geography of the Heavens,' p. 163.; Denison Olmsted, `The Mechanism of the Heavens,' p. 328.; Edwin Dunkin, `The Heavens and the Earth,' p. 186.; R.M.Devens, `The Great Events of the Greatest Century,' Chapter 28, Parts 1-5.; The Old Countryman in the Portland, Maine, Evening Advertiser, Nov.26, 1833.; New York Journal of Commerce, November 14, 1833.

[3880] Sachte, sachte. Sagt es nicht in Johannes 20:23 das die Jünger Jesu, seine Nachfolger, Sünden vergeben können? Antwort: Nicht genau. Lest auch Apg.10:43, "Von diesen Tagen zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen (dem Namen Jesu) alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen." Seht auch Jes. 53:5,6; Jer. 31:34; Hes. 34:16; Dan. 9:24. Joh. 20:23 will sagen, was die versammelte Gemeinde verfügt gültig sein soll, also nicht einzelne Personen. Sieh auch Matth. 16:19; 18:18 (Der Schlüssel zum Himmelreich sind die Worte Jesu, Jh. 1:12; 17:3; Lk. 11:52; 1.Petr. 2:5.) Lest dazu auch `Das Leben Jesu', Kap. 84.



Das Heiligtum am Versöhnungstag

Das Heiligtumsmodel, in dem uns wichtiges gezeigt und berichtet wird, endete jedes Jahr die Tempeldienste am Tag der Versöhnung. Dies war, und ist immer noch, das feierlichste Fest, das man im Jüdischen Kalender `Yom Kippur' nennt. Es stellt den Höhepunkt des Erlösungsplanes Gottes dar, und weist auf eine Zeit voraus, wenn Sünde vollständig vernichtet ist und ewige Gerechtigkeit herrschen wird.

Der Versöhnungstag weist deshalb auf die Vollendung aller Zeitalter hin. Es war der einzige Feiertag des ganzen Jahres an dem Gott von Seinem Volk verlangte, das sie fasten und beten sollten. Sie durften keine `starken' Getränke trinken und von den Frauen verlangte Gott, das sie alle ihre Juwelen ablegten, so das sie damit ein Zeugnis gaben, das nur Gott ihr Schmuck war. Dieser Feiertag wies in die Zukunft voraus, wenn der große Kampf zwischen Christus und Satan endlich zu seinem Ende kommen wird.

Neben der Rechtfertigung der Heiligen Gottes, was im Vorgericht, vor dem zweiten Kommen Jesu, stattfindendet, zeigt der damalige Versöhnungstag, wie Gottes heiliger und gerechter Name verteidigt und wie das Sündenproblem gelöst wird. Wenn der Versöhnungstag dann am Ende der Zeit Wirklichkeit wird**, werden Satan und seine Engel zusammen mit allen, die Christi Geschenk der Erlösung nicht annahmen, für immer vernichtet werden. Gott wird dann einen neuen Himmel und eine neue Erde für die Erlösten schaffen, Offb. 21:1.


Er ist dann nicht ein einziger Tag aber erstreckt sich von dem Tag als Jesus ins Allerheiligste ging, bis zu dem Tag an dem er darin Seinen Dienst beendet.

Luzifer, jetzt Gabriel

In dieser Studie untersuchen wir die Bedeutung der zwei Ziegen im Hauptdienst, der am Versöhnungstag stattfand. Diese zwei Ziegen - von denen eine Christus und die andere Satan darstellt - weist auf das Ende der großen Auseinandersetzung zwischen Christus und Satan voraus. Dieser Kampf fing im Himmel an, als Luzifer sich gegen Gott auflehnte und er Satan wurde (Sieh Offenbarung 12,7-9). Sein Platz wurde vom Engel Gabriel eingenommen. Es war der Engel Gabriel der,

  1. von Jesus zu Johannes auf der Insel Patmos gesandt wurde, Offb. 1:1.
  2. der Daniel das Gesicht der 2300 Jahr/Tage erklärte, Dan. 8:14, 16; 9:21.
  3. und der die Worte sprach, "... es ist keiner, der mir hilft wider jene, denn euer Fürst Michael." Dan. 10:21.

Wie so sehr unverständlich ist es das die bösen Wünsche Luzifers, der seine Platz vor dem Thron Gottes aufgab (und den Gabriel erhielt), konnte sich selber so verblinden, das er die wunderbaren Ehren und Möglichkeiten seiner einstigen, erhabenen Stellung so leichthin verließ, nur um seine eitlen und eifersüchtigen Pläne zu verwirklichen. Genauso unverständlich ist es auch, das Menschen ihr versprochenes, zukünftiges ewiges Leben, Friede, Freude und sündenfreies Leben verachten, nur um eine Zeit armseliger und kurzfristiger Leidenschaften ihrer Sünden ausleben zu können; und das, da sie denken, das sie Gott nicht Glauben schenken können.

1. Wann im Jüdischen Kalender wurde der Versöhnungstag gefeiert? 3.Mose 23:27 Antwort: "Des _____________ Tages in diesem __________ _______ ist der Versöhnungstag. Der soll euch heilig heißen, daß ihr zusammenkommt; da sollt ihr euren Leib kasteien (fasten) und dem Herrn opfern (ein Feueropfer darbringen)." [Luther Bibel]
Anmerkung: Das Wort "Versöhnungstag" besteht aus drei Teilen: `Ver - söhnung(s) - Tag'. Es deutet auf einen Zeitpunkt wo guter Wille, friedliche Wiedervereinigung, wieder hergestellt wird. Dieses bedeutsame Fest weist auf die Zeit des Endes der Welt hin, wenn das ganze Universum Gottes mit Gott wieder "versöhnt" sein wird.
2. Was säuberte der Hohe Priester am Versöhnungstag? 3.Mose 16:30 Antwort: "Denn an diesem Tag geschieht eure Versöhnung, daß _____ _______________ werdet; von allen _____________ _________________ werdet ________ _________________ vor dem Herrn."
Anmerkung: Diese `Reinigung' des Volkes Gottes deutet auf das Vorgericht, vor dem zweiten Kommen Jesu voraus, wenn Christus, unser treuer und erhabener Hoher Priester, alle Heiligen von den Anklagen die Satan gegen sie bringt, rechtfertigen wird, Offb. 12:10.
3. Was wurde sonst noch am großen Tag der Versöhnung gereinigt oder versöhnt? 3.Mose 16:33 Antwort: ". . . und soll also _________________ das _____________ Heiligtum und die ___________ ____ ________ und den ____________ und die _______________ und alles _________ der ______________." [LB]
Anmerkung: Neben den Heiligen wird auch Gottes Heiligtum am Versöhnungstag versöhnt (d.h. gereinigt) oder gerechtfertigt werden. Wie kann es sein das etwas im Himmel gereinigt werden muß? Hat das Blut Jesu etwas unreines in den Himmel gebracht? - Nein! Ganz im Gegenteil, Gottes Heiligtum wird von aller vorgebrachten Schuld, allen Beschwerden, versöhnt/gereinigt [10] das man gegen Gott, wegen des Sündenproblems, angehäuft hat. Sobald diese Reinigung vollendet ist, wird einstimmige Harmonie im ganzen Universum wieder hergestellt sein, und die Versöhnung ist vollendet.
4. Was für ein Lied oder Choral, nach der Bibel, werden Gottes heiliges Volk zu dieser Zeit singen, Offenbarung 15:3? Antwort: ". . . und sangen das _________ _________, des Knechtes Gottes, und das Lied des ______________ und sprachen: Groß und wundersam sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiden!" [LB]
Anmerkung: Wenn alles worauf der Versöhnungstag hinwies erfüllt ist, wenn aller Zweifel, aller Unglaube und die Art und Weise wie Er das Sündenproblem behandelt hatte, verstanden und entfernt ist, dann, und nur dann, werden wir die gesamte Sachlage klar sehen können. Wie auch der Apostel Paulus darüber an die Korinther schrieb und sagte, "Jetzt erkenne ich's stückweise" (1.Kor. 13:12), wenn aber im Himmel werden wir sehen, wie Gott wirklich ist, ein Gott der Liebe, Gnade und Gerechtigkeit.
5. Was verlangte man von den Gläubigen das sie am Versöhnungstag tun sollten, 3.Mose 16:29; 23:27-32? Antwort: " Und folgendes soll euch als ewige Satzung gelten: Am 10. Tag des 7. Monats sollt ihr _____________ und keinerlei ______________ verrichten, weder der Einheimische noch der Fremde, der unter euch weilt." [ZB, fasten, Arbeit; dies galt nicht nur Juden, auch Heiden konnten daran teilnehmen so sie glaubten.]

23:27 "Des 10. Tages in diesem 7. Monat ist der Versöhnungstag. Der soll euch heilig heißen, daß ihr zusammenkommt; da sollt ihr euren Leib _________ (fasten) und dem Herrn _________ (natürlich Opfertiere)"
23:28 "und sollt keine _________ tun an diesem Tage; denn es ist der Versöhnungstag, daß ihr ______________ werdet vor dem Herrn, eurem Gott.
23:29 Denn wer seinen Leib nicht kasteit (fastet) an diesem Tage, der soll aus seinem Volk ausgerottet werden.
23:30 Und wer dieses Tages irgend eine Arbeit tut, den will ich vertilgen aus seinem Volk.
23:31 Darum sollt ihr keine ____________ tun. Das soll ein ewiges Recht sein euren Nachkommen in allen euren Wohnungen.
23:32 Es ist euer großer Sabbat, daß ihr eure Leiber _____________ (fasted). Am 9. Tag des Monats zu Abend sollt ihr diesen Sabbat (anfangen) zu halten, von Abend bis wieder zu Abend."

Anmerkung: Diese zwei Bedingungen stellen negative und positive Verlangen des Evangeliums dar - nämlich "nicht Ich, aber (sondern) Jesus Christus." Gal. 2:20.
Den Leib zu kasteien (3.Mose 23:27) bedeutet unser `Selbst' aufzugeben ("Nicht Ich"). Es bedeutet mit Christus zu sagen, "Ich kann nichts von mir selber tun" (John 5:30), so das die Werke, die wir tun, Gottes Werke sind (John 14:10). Dies ist so, da diese `Werke' nicht nur auf tatkräftiges tun beruht, also für unseren Glauben an Gott zu arbeiten, aber vielmehr soll es darauf beruhen, das wir für Gott tätig sind, da wir mit Ihm, an Seiner Seite, arbeiten wollen. Das ist so da Gott immer in Menschen vom inneren hinaus zum äußeren wirkt (Rm. 8:9-11; 1Jhn 4:12; Gal. 3:19); Satan aber immer vom äußeren zum Inneren wirkt, Mt. 4:13. Es bedeutet das wir zugeben das in uns nichts gutes wohnt (Römer 7:18). Es bedeutet das wir darin Zustimmen, das trotz unseres Glaubens wir doch Sünder sind und einen Erlöser benötigen (1.Jh. 1:8). Dies ist die negative Bedingung des Evangeliums (Lukas 9:23), (negative bedeutet hier nicht schlecht).
Keine Arbeit zu verrichten (3.Mose 23:28) wurde als Sabbat Ruhe beschrieben (3.Mose 23:32). Diese Sabbat Ruhe will sagen, das die Gläubigen an diesem ganzen Tag, von Sonnenuntergang am Freitag Abend bis zum Sonnenuntergang am Sabbat Abend, im Gedenken an Ihren Herrn ruhen - was den Teil ("sondern Jesus Christus") in uns erfüllt, Jesus Christus ist unser Erlöser (Hebräer 4:3,4). Dies ist die positive Bedingung des Evangeliums. Im Vorgericht (Untersuchungsgericht), kann Christus nur jene rechtsprechen die diese zwei Bedingungen erfüllen.
6. Was brachte man am Versöhnungstag vor den Herrn, 3.Mose 16:7? Antwort: ". . . und darnach die 2 Böcke (Ziegenböcke) nehmen und vor den Herrn stellen und vor der Tür der Hütte des Stifts."
Anmerkung: Wie wir sehen werden sind "Ziegen" in der Bibel Symbole für Sünde. Nach den Anweisungen Gottes mussten beide Ziegen ohne Flecken und ohne Fehl sein, 3.Mose 1:10; 9:3.
7. In dem sie ein Los warfen, wen stellten diese zwei Ziegenböcke dar, 3.Mose 16:8? Antwort: ". . . und [Aaron] soll das Los werfen über die 2 Böcke: ein Los dem Herrn und das andere dem Asasel."
Anmerkung: Die Ziege die auf diese Weise für den Herrn bestimmt war, representiert Jesus Christus. Er war ohne Sünde, als Er aber auf dem Kreuz hing, trug er die Schuld und die Strafe für alle Sünden in der Welt (Röm. 5:18; 1.Kor. 15:22).
Die zweite Ziege representiert Luzifer. Er wurde ohne Sünde geschaffen**, bis zu dem Tag, an dem er sich entschied zu sündigen (sieh Hesekiel 28:25). Wenn alles zusammen betrachtete wird, ist es klar das Satan letztenendes die Schuld für das Problem der Sünde trägt.
** Wir sehen also das beide Ziegen ohne Fehl sein mussten, da Christus immer ohne Fehl war und ist, Luzifer aber so geschaffen wurde, es aber nicht blieb.
8. Wen, denken sie, representieren die Schafe und die Ziegen (Böcke) in diesem Bibelabschnitt, Matthäus 25:31-34,41? Antwort:
Schafe: _________________________

Ziegen: _________________________
Anmerkung: Die Schafe representieren die Gläubigen und die Ziegenböcke die Ungläubigen. In Matthäus 25:41 sagt Jesus, daß das Feuer, welches die Ungläubigen vernichten wird, nicht für so etwas im voraus planend vorbereitet wurde, aber nur "für den Teufel und seine Engel." Leider schloßen sich Menschen diesen abgefallenen Engeln an, anstatt Gott zu vertrauen und man konnte/ kann sie nicht davon überzeugen das ihre freie Wahl Unglück bringen würde/wird. Sie glaubten/ glauben dem Wort Gottes nicht.
9. Was tat Gott für die gesamte Menschheit durch oder in Seinem Sohn Jesus Christus, 2.Korinther 5:19? Antwort: "Denn Gott war in Christo und _________________ die Welt mit ihm selber und ____________ ihnen _______ ___________ nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der ________________."
Anmerkung: Auf dem Kreuz wurde die gesamte Menschheit mit Gott versöhnt (sieh Römer 5:10, "Denn so wir Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnt sind."). - Es gibt aus diesem Grund keine Entschuldigung für Menschen wenn sie verloren gehen. Für jene die verloren gehen kam es dazu auf Grund ihrer eigenen, überlegten und beharrlichen Entscheidung das Geschenk Gottes, die Erlösung durch Christus, nicht anzunehmen. Jeder Mensch lebt nur von einem Atemzug zum anderen. Wir haben also jeden Tag tausende Gelegenheiten uns zu Gott zu bekehren. Wir haben wohl keine Entschuldigung, das wir es vergassen oder davon nicht wussten. Jeder hörte schon mal davon. Es gilt auf unser Gewissen zu hören. Gottes Plan ist besser als der aller Arbeitgeber oder Regierungen.
10. Um die Menschheit von Sünde zu erlösen, was machte Gott Christus für uns zu sein, 2.Kor. 5:21a? Antwort: ". . . er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht."
Anmerkung: __________________
11. In diesem Austausch, was verursachte Gott, das die Menschheit in Christus sein sollte, 2.Kor. 5:21b? Antwort: "... auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt."
Anmerkung: Da die gesamte Menschheit in sündigem Zustand geboren wird, ist der einzige Ausweg vor Gott als gerecht stehen zu können, nur der im Glauben an Jesus. In Jesus wurde die gesamte Menschheit gerecht gemacht, und dies ist die gute Botschaft des Evangeliums, der nur durch Glauben (an Jesus) zur Tatsache werden kann.
12. Wie viele entfernten sich von Gott und auf wen legte Gott unsere Sündhaftigkeit, Jesaja 53:6? Antwort: "Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der Herr warf unser aller Sünde auf ______."
Anmerkung: Christus unser Stellvertreter ist es, den der dem Herrn gewidmete Ziegenbock am Versöhnungstag darstellt. Alle die auf Christus vertrauen oder in Christus für ihre Erlösung ruhen - in 3.Mose 23:32 mit der Heilighaltung des Sabbats symbolisiert - und sich selber und ihre eigene Selbstgerechtigkeit verneinen (durch ihr dem Selbst absterben veranschaulicht, Philipper 3:7-9), werden am Tage der Versöhnung als gerecht betrachtet werden. Dies ist die gute Botschaft des Vorgerichts oder auch Untersuchungsgericht genannt.
13. Wie vollständig war das Opfer Jesu für unsere Sünden auf dem Kreuz, Hebr. 10:14? Antwort: "Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet, ____ ___________ ________."
Anmerkung: Als Jesus am Kreuz ausrief, "Es ist vollbracht" (Joh. 19:30), erklärte Er damit für die gesamte Menschheit in der ganzen Welt, das sie vollständig erlöst waren. Dies ist Gottes übergroße Geschenk für alle Menschen. Alle, die diese Erlösung im Glauben an Ihn akzeptieren, und ihr Leben durch Sein Opfer nun geheiligt verläuft, stehen damit für immer Vollkommen in Christus.
14. Nach den Angaben in diesem Text, wer war der Verursacher des Sündenproblems, Hesekiel 28:14,15? Antwort: "Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
Du Menschenkind, mache eine Wehklage über den König zu Tyrus
(der König von Tyrus spielt die Rolle Satans) , so spricht der Herr: Du bist ein reinliches Siegel, voller Weisheit und aus der Maßen schön.
. . . Du bist we ein Cherub, der sich weit ausbreitet und decket; und ich habe dich auf den heiligen Berg Gottes gesetzt, daß du unter den feurigen Steinen wandelst. Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, da du geschaffen wurdest, bis sich deine Missetat gefunden hat."
Anmerkungs: Wie konnte ein vollkommenes Wesen Sünde begehen? Dies ist das `Geheimnis' das begrenztes menschliches Verstehen nicht erklären kann, und es ist der Grund warum die Bibel den Fall Satans als "Geheimnis der Bosheit" erwähnt, 2.Thessalonicher 2:7. Nicht bis zu der Zeit, in der Gottes Volk mit Gott sein wird, werden unsere Augen geöffnet werden, und wir vollständig verstehen können, wie Sünde in eine vollkommene Welt hinein kommen konnte.
15. Was sagt Jesaja über was das Zentralproblem mit Luzifer war, Jesaja 14:12-14? Antwort: "Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie bist du zur Erde gefällt, der du die Heiden schwächtest!
Gedachtest du doch in deinem Herzen: Ich will in den Himmel steigen und meinen Stuhl über die Sterne Gottes erhöhen;
ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung in der fernsten Mitternacht; ich will über die hohen Wolken fahren und gleich sein dem Allerhöchsten."
Was war das Problem? _________________________
Anmerkung: Luzifers Herz Problem war sein "Selbst." Als der Teufel sich dazu entschied sein selbst zu Überheben und Gottes Platz einzunehmen, verursachte er den Anfang seiner eigenen Vernichtung. Im Zentrum jeder Sünde befindet sich das Prinzip des "Selbst", was der "agape" Liebe Gottes, die "nicht das Ihre sucht" (1.Kor. 13:5), vollständig widerspricht. Es ist dieses Prinzip des `Selbst', mit dem Satan die Menschheit im Sündenfall infektiert hat, was aus uns Sünder machte.
16. Für welches Böse übernahm Gott die Verantwortung nach dem folgenden Bibel Text, Jesaja 45:7? Antwort: ". . . der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe das Übel. Ich bin der Herr, der solches alles tut."
Anmerkung: Wir sprechen in dieser Fußnote wie nichts im Weltall Gottes ohne Seine Genehmigung geschieht. Dies erklärt auch Bibelverse wie diesen, wo wir lesen, "der Herr verstockte Pharaohs Herz" (2.Mose 10:20,27; 11:10)[20] und "Wenn nun der böse Geist über Saul kam" (1.Samuel 16:23; 18:10; 19:9), ist es nicht Gott der diese Ereignisse verursacht, er duldete sie aber zu geschehen. Dies ist der Grund warum Gott die Verantwortung für alles Böse und Schlechte das schon in dieser Welt geschah und noch geschieht, auf sich nahm. Am Tag der Versöhnung (Apg. 17:31) aber wird die Verantwortung und die Beschuldigung auf den Satan gelegt werden, jenem, der in Wirklichkeit die Verantwortung für das Sundenproblem trägt. So representiert Asasel Satan, der in Wahrheit alleine die Schuld trägt und die Strafe dazu verdient.
17. Wann will David mit aufrichtigem Herzen Gott seinen Lobgesang vortragen, Psalm 119:7? Antwort: "Ich danke dir von rechtem Herzen, daß du mich lehrest die ____________ deiner Gerechtigkeit." [LB]
Anmerkungs: Am großen Tag der Versöhnung wird Gottes Methode, und wie er das Sündenproblem behandelt hatte, als richtig und gerecht bezeichnet werden, Apg. 17:31. Alle Schmähungen, Tadel und Beschuldigungen die Er seit dem Fall auf Sich genommen hatte, werden nun dem wahren Übeltäter auferlegt werden! Nur Gott ist imstande Sünde ganz und gar zu vernichten und ewige Gerechtigkeit einzuführen. Wir hoffen das sie sich an jenem Tag unter dem Volk Gottes befinden!
18. Wie wird die Sünde und wie werden Sünder am Versöhnungstag vernichtet werden, Offenbarung 20:9? Antwort: "Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel _______ von Gott aus dem Himmel und verzehrte sie."
Anmerkung: Wenn der feurige Pfuhl alles was mit dem Sündenproblem zu tun hat endlich ganz vernichtet, nur dann wird das ganze Weltall in Einklang mit Gott sein. Wir hoffen das sie planen Teil dieser großen Schar der Erlösten aus allen Nationen zu sein, um diese so große Erlösung mit allen zu erleben.
Die jährlichen Dienste im Heiligtum kamen am Versöhnungstag zu ihrem Ende. Sie veranschaulichten die Erfüllung, die von Gottes Gesichtspunkt her, die wichtigen Endereignisse mit Bezug auf Seinen Erlösungsplan, veranschaulichten. Auf diese Weise wird die große Auseinandersetzung zwischen Christus und Satan beendet werden. Half Ihnen diese Studie diese Bibellehren etwas besser zu verstehen?

Was würde Ihre Antwort sein?

Nur kurz mit Bezug auf das Vorgericht, wenn Jesus wieder kommt werden nur seine treuen Gläubigen von ihrem Schlaftod auferstehen und jene, die Jesus in ihrem Leib kommen sehen, werden zusammen mit den Auferstandenen in den Himmel aufgenommen. Die Bibel sagt, das Gott weiß wer Seine wahren Nachfolger sind, eben weil das im Vorgericht aufgrund der himmlischen `Buchführung' erkannt und entschieden wurde. Jene die Lehren das Menschen, wenn sie sterben oder Jesus am Ende sehen, dann erst vor Gericht kommen, tun so nicht aufgrund richtiger biblischer Auslegung.

Jene unter euch, die Englisch lesen können, liest bitte `Origin of Evil', ein besonders gutes Thema das wir verstehen sollten.


Anmerkungen und Notizen

[10] Wir unterscheiden drei Gesichtspunkte die mit dem Sündenproblem zu tun haben und die gelöst werden müssen bevor Gott das Problem zu seinem Ende bringen kann. Diese sind:

1. Schuld (Jakobus 2:10)
2. Strafe (Hebr. 10:29; Mt. 25:46), und
3. Verantwortung (unten noch weiter erklärt)
Römer 5:10,11 [LB] deutet ganz klar an, das wir auf dem Kreuz, "mit Gott versöhnt sind, . . . durch unsern Herrn Jesus Christus, durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben." Nämlich die Versöhnung die im Heiligtum so gut illustriert wurde. Diese beendete, geschichtliche Tatsache, versöhnte den sündigen Menschen mit dem heiligen Gott, was die Probleme in Punkt (1) und (2), oben benutzt, löste. Punkt (3), jedoch, konnte das Kreuz nicht lösen. Der Versöhnungstag, der den Höhepunkt des Erlösungsplans darstellt, erklärt Punkt (3) und weist darauf hin, wer für das Problem der Sünde verantwortlich ist.
Da Gotte über alles herrscht (nichts geschieht in seinem Universum ohne Seine Erlaubnis), und da Er es erlaubte das Sünde bis auf diesen Tag auf dieser Erde vorgeht, muß Er die Verantwortung für das, was sich in Seinem Königreich zuträgt, auf sich nehmen. Dies war schon so seit dem Adam von der verbotenen Frucht im Garten von Eden aß. Adam verneinte nicht was er tat, er übernahm aber auch nicht die Verantwortung dafür. Adam schob diese Verantwortung aber zurück auf seine Frau Eva, und im finalen Sinn wirklich auf Gott, "Das Weib das du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum, und ich aß." Eva schob die Verantwortung auf die Schlange (Satan) in dem sie andeutete, "Die Schlange (die du geschaffen hast) betrog mich also." (1.Mose 3:12,13). Gott fragte nicht die Schlange; Er wußte, das sie Ihn auch verantwortlich halten würde. Sieh auch Frage 16 oben (auch die Anmerkungen dazu [20], auch für andere Beispiele für die Verantwortung dafür das Sünde geschah, und die Gott seit dem Fall auf sich nahm.
So ist es auch wahr, das Gott auch heute noch die Verantwortung der Sünde auf sich nimmt. Menschen klagen Gott oft an, warum Sünde immer noch besteht, da Er doch ein Gott der Liebe ist. Sie fragen, wenn er uns liebt, warum erleben wir all diese Leiden und Schmerzen in der ganzen Welt, besonders auch die unschuldigen Opfer?
Warum erlaubte es Gott, das Sünde für solch eine lange Zeit brodeln und existieren konnte?
Es war der einzige Weg allen Welten die Realität der Sünde zu zeigen!
Als Bosheit in Luzifer gefunden wurde (Frage 14 und 15), wurde das Prinzip der `Selbst-Liebe' von Luzifer als geeignete, andersartige Regierungsmethode für Gottes Universum eingeführt, das sich auf agape Liebe begründet. So überzeugend waren die Argumente Luzifers das er 1/3 der himmlischen Engel auf seine Seite brachte (Offb. 12:4a, 9b) und sie ihm ihre Treue versprachen anstatt zu Gott.
Die Engel hatten nicht einmal die Voraussicht Gottes, was für trügerische Folgen Sünde, wenn praktiziert, mit sich bringen würde. Hätte Gott Luzifer sogleich im Himmel zerstört, ohne es zu erlauben, das seine Theorien ihre boshaften Früchte aufzeigen konnten, würde alle Schöpfung Ihn darnach aus Furcht anstatt aus Liebe dienen. Vielleicht würden sie die nächsten sein, die wegen einem (vermeindlichen) kleinen Fehlers ausgelöscht würden?
Wie wir daraus einsehen können: hätte Gott Seinen Namen mit Bezug auf diese Probleme nicht gerechtfertigt, würde Sünde niemals vernichtet werden können. Es würde dann immer Zweifel in den Gedanken der geschaffenen Wesen im ganzen Weltall geben. Deshalb wies der Ziegenbock des Herrn am Versöhnungstag auf das Opfer Jesu auf dem Kreuz hin, und wie er dort unsere Schuld und Strafe trug. Der Ziegenbock, der Luzifer darstellte - der Satan wurde - trug die Verantwortung für die Sünde. Technisch sprechend, nimmt der Satan die Verantwortung der Sünden der Buße tuenden Sünder auf sich, die in der ersten Auferstehung wieder zum Leben erwacht werden, um fortan mit Gott zu sein. In anderen Studien sprachen/ sprechen wir über Ereignisse während der 1000 Jahre und danach und wie sie andere Merkmale der Dienste im Heiligtum erfüllen.

[20] In anderen Bibelversen soll Pharao sein eigenes Herz gegen Gott verhärtet haben: "Warum verstockt ihr euer Herz, wie die Ägypter und Pharao ihr Herz verstockten? Ist's nicht also: da er seine Macht an ihnen bewies, ließen sie (die Ägypter) sie (die Israeliten) fahren, daß sie hingingen (oder aus Ägypten herausgingen)?" 1.Samuel 6:6.[LB]


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