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DIE 'TOLEDOTH' IM 1. BUCH MOSES |
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Dieser Artikel hat sehr mit der wahren Struktur des Buches Genesis zu tun; eine Struktur, die so einfach und zuverläßig ist - wie der Leser herausfinden wird - das sogar ein Kind keine Schwierigkeiten haben würde, die grundlegenden Bestandteile des Buches verstehen zu können. Es war der Englische Wissenschaftler P.J.Wiseman (1) der die grundlegende Einfachheit der Struktur dieses Buches aufwies und auf dessen Dissertation dieser folgende Artikel Beziehung nimmt.
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EINLEITUNG Wie der begabte Australische Philosopher Gavin Ardley (2) schon aufwies, gibt es den Umständen gemäß zwei Methoden etwas zu analysieren oder in seine Bestandteile zu zerlegen. Ardley veranschaulichte was er meinte wenn er einen Vergleich der Methoden eines Anatomikers und eines Schlachters beschrieb. Wenn ein Anatomiker ein Kadaver zerlegt, folgt er der wahren Struktur des Tieres in dem er dessen Venen offenlegt, die Nerven, Muskeln, Organe usw. "Er eröffnet die wahre Struktur dessen, was da vor ihm liegt und offenbart werden soll." (3). Der Schlachter dagegen befaßt sich nicht mit den lebenswichtigen Strukturen des Kadavers wenn er es in seine Teile zerlegt; er zerhackt das Fleisch in Portionen für den Hausbedarf seiner Kunden. In diesem Sinne zerschneidet er unbekümmert den Körper des Tieres, das so geduldig vom Anatomiker beschrieben wurde. "Der Anatomiker findet seine Bestandteile während der Schlachter seine macht ..." (4). Eine solche Art von Analogie sollten wir anwenden, denke ich, wenn wir die Methoden beschreiben, wie man die Struktur des Buches Genesis analisierte. In diesem Sinne werde ich hier nur die Archäologischen Methoden, wie P.J. Wiseman und andere (5) sie benutzten (Methoden, die denen des Anatomikers in Ardleys Beispiel gleichkommen), mit denen der Graf-Wellhausen Schule vergleichen die in meinem Denken mit denen eines Schlachters zu vergleichen sind.
In Wirklichkeit war es Jean Astruc (starb 1766), der die Theorie der verschiedenen Dokumente nach dem Gebrauch der Gottesnamen zuerst beschrieb. Astruc erklärte daraus, dass diese Versteile von der Hand verschiedener Verfasser herkamen; denn, wenn Moses selber alles geschrieben hätte, müßten wir ihn als den Herausgeber dieser einzigartigen Variationen der Gottesnamen ansehen. Dies war wirklich der Anfang der Zeit, wenn man anfing das Buch Genesis in seine grundlegenden Bestandteile zu zerlegen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts war das Buch Genesis schon in seine vier Pentateuchische Bestandteile (J,E,D,P) aufgrund der Arbeit der liberalen Deutschen Bibelkritiker K.H. Graf (st.1869) und Julius Wellhausen (st.1918) zerlegt worden. Zu dieser Zeit lehrte man das der Schreiber, der das Wort `Elohim' benutzte, der Verfasser des `E' Dokumentes und der Schreiber, der das Wort `Jehovah' benutzte der Verfasser des `J' Dokumntes war.(6) Da es jedoch auch einige Verse gab die offensichtlich von einer Person geschrieben wurden jedoch beide Namen benutzte, erklärte man dies mit der Tätigkeit eines Redaktörs und später mit der eines Schriftprüfers. Auf diese Weise wurde eine Deuteronomische Quelle identifiziert.(7) Ein weiteres Jahrhundert brachte mehr Vermutungen, Theorien und mehr Redaktöre. Man entschied sich das es ein weiteres, (P), das Priesterliche Dokument gab, das fast 1000 Jahre nach der Zeit Moses geschrieben wurde; und so ging es weiter .... Auf diese Art und Weise wurde das Buch Genesis in eine verwirrende Anzahl von Teile zerlegt, die alle von verschiedenen Quellen herstammen sollten, nur um den Benutz für das Wort der Gottesnamen erklären zu können. Die vierfältigen Quellen, JEDP, der Graf-Wellhausen Schule werden heute noch in dogmatischer Weise (obwohl etwas modernisiert) in den Hochschulen der Welt gelehrt. Und dies trotz der Zugabe, das diese literarischen Erklärungen nicht nur die logischen aber auch die grammatischen Zusammenhänge des Buches zu gleicher Zeit zerstören. Wiseman kommentierte dazu (8): "Es ist verwirrte Verwirrung! - It is confusion confounded!" In Wirklichkeit, was früher als die `Dokumentarische Hypothesis' bekannt wurde hatte seinen Ursprung in einer unwirklichen Mutmaßung: die Annahme, das ein einziger Verfasser nicht mehr als einen Gottesnamen benutzt haben würde, und es sollte uns nicht überraschen, wenn wir entdecken, daß das moderne Endprodukt der alten Schule eine vollständig unechte Form literarischer Untersuchungen darstellt; die Methode eines Schlachters, der unbekümmert um die feingliedrige Struktur des Buches herumschlägt, bis man die Herkunft der Einzelteile nicht mehr erkennen kann. Wellhausen selber gab zu, daß das Resultat dieses Auseinandernehmens des Textes "ein Zusammenbringen von Teilstücken" war.(9) Trotz dieser Situation erhielt seine `Geschichte Israels (1878)' "einen Platz in Biblischen Studien den man nur mit Darwins Biologischen Theorien in Schulen der Lebenswissenschaften vergleichen kann'" (10). Da das Wissensgebiet der Archäologie nur ungefähr 150 Jahre alt ist, können wir sagen, daß von einem Archäologisch/Geschichtlichen Gesichtspunkt her gesehen, das Studium der Hebräischen Schriften sich noch in seiner jüngsten Entwicklungsstufe befindet. Theorien die vor der Zeit Archäologischer Kenntnisse formuliert wurden, wie jene der Genesis Dokumentisten im 19. Jahrhundert, leiden von einem fast totalen Unverständnis antiker Schreib und Verfassungsmethoden. Diese wurden wirklich nur in unserem vorigen Jahrhundert bekannt, nachdem einige der großen Bibliotheken der Alten Welt entdeckt wurden deren literarische Schriftquellen langsam und sorgfältig erst jetzt bei modernen Forschern besser verstanden werden. Das moderne Verständnis der Methoden der antiken Schriftgelehrten kann uns helfen die zahlreichen Fehler der alten "Dokumenten Theorien" mit zunehmender Verlegenheit einzusehen. P.J. Wiseman, andererseits, hatte das gute Glück an einigen dieser wichtigsten Archäologischen Ausgrabungen, die in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in Mesopotamien stattfanden, teilnehmen zu können; z.B. die Ausgrabungen unter der Leitung von Sir Leonard Woolley in Ur, und der von Professor S. Langdon bei Kish. Wiseman hatte viele Diskussionen über antike Schreibmethoden mit diesen und anderen Forschern (am bekanntesten auch mit Professor Cyril Gadd). Als Ergebnis dieser grundlegenden Entdeckungen und Erfahrungen fand Wiseman sich in der ordentlichen Situation die Struktur des Buches Genesis wieder neu zu untersuchen. Er fand heraus, das die Struktur des Buches eigentlich ziemlich leicht und unkompliziert ist und vollständig auf Grund der neuen Archäologischen Kenntnisse verstanden werden kann. In einfacher Anatomischer Art und Weise - nach der Analogie von Ardley - gelang es Wiseman die grundlegende Struktur des Buches Genesis aufzuweisen und dabei mit wissenschaftlicher Methode das zerstörende Werk der unheiligen Methoden der `JEDP' Zerleger in kontrastischer Weise aufzuzeigen. Im besonderen erkennt man die beschämenden Methoden der Dokumentisten nun viel besser, wenn man sie mit der geduldigen Methode Wisemans vergleicht, wie er die wirkliche Struktur des Buches Genesis erklärt. Wiseman entschuldigte das radikale zerlegen der alten Dokumentisten damit, daß sie ja nicht mit den Schreibmethoden der alten Zivilisationen bekannt waren, Methoden die ihnen wohl geholfen hätten die Struktur von Genesis mit anderen antiken Schriftquellen vergleichen zu können. Mit Bezug auf moderne Ausleger von Genesis schrieb er über sie, "... es kann nicht als sehr ernsthaft angesehen werden, wenn trotz Archäologischer Entdeckungen viele Genesis immer noch nicht als ein antikes Buch lesen, aber so, als ob es in modernen Zeiten geschrieben wurde."(11). Dieser Fehler wird gemacht, sagte er, trotz der augenscheinlichen Tatsache, das der Inhalt von Genesis selber "mit Bezug auf den Benutz von sich wiederholenden Phrasen in sehr antiker Weise hergestellt wurde" - "is constructed in a most antique manner by use of a framework of repeated phrases".(12) Diese Phrasen, die die Struktur von Genesis formen, sind zweierlei Art, nämlich (i) `COLOPHON' Phrasen und (ii) `ANFANGS' Phrasen.' Auf den folgenden Seiten werde ich versuchen meinen Lesern die volle Bedeutung dieser literarischen Höhepunkte klarzumachen, die `Colophon' und `Anfangs' Phrasen, die das Buch Genesis als ein wirklich antikes Buch darstellen - viel älter, als die Dokumentisten der alten kritischen Schule es sahen. Meine Erklärung wird auf natürlicher Weise zu einer speziellen Einsicht der Struktur von Genesis und dessen ersten Kapiteln führen. Das Verständnis der wahren Struktur von Genesis wird es dem Leser erlauben zu verstehen, warum z.B. biblische Kommentare theoresieren, das Genesis `zwei Schöpfungsberichte' enthält (Genesis 1 und 2; 1.Mose 1&2), und wie diese Theorie verändert werden sollte. Im gleichen Sinne, auf den Spuren von Wiseman, wird es mir möglich sein in einfacher Weise das beständige Problem der verschiedenen Gottesnamen in Genesis zu erklären; Namensverschiedenheiten, die die Dokumentisten dazu veranlasst hatten, Genesis in kleine Teile, `J' und `E' Gruppen, zu zerlegen. Wer borgte von wem? Borgten die Verfasser der Bibelbücher wirklich viel ihres Schriftgutes, ihre Geschichten, ihre poetischen Teile, ihre Weisheitssprüche von heidnischer Mythologie und der Literatur von Mesopotamiens und Ägyptens z. B., oder schulden diese letzteren Völker einen Teil ihrer Literatur den Hebräern? Da ich mich hier nur mit dem Buch Genesis befassen werde, kann meine Frage genauer formuliert werden: Welche sind die älteren Quellen; der Schöpfungsbericht, der Sündenfall, die Sinflut, Babel, usw., in Mesopotamischen und/oder Ägyptischen Quellen, oder jene, wie wir sie in Genesis vorfinden?(13)
Dies ist eine weitere Frage, die ich auf den folgenden Seiten erörtern werde. |
DER SCHLÜSSEL ZUR STRUKTUR VON GENESIS (i) Die Colophon Phrase |
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Dokumente Mesopotamiens wurden gewöhnlich in Stein oder Tontafeln eingeschrieben. Die antiken Schreiber hatten die Gewohnheit am Ende ihrer Tafel eine `Colophon' Phrase hinzuzufügen die Besonderheiten des Titels, Datums, und den Namen des Schreibers oder Besitzers der Tafel enthält - zusammen mit Einzelheiten, die mit dem Inhalt der Tafel, dem Manuskript oder dem Buch zu tun haben.(14) Diese `Colophon' Methode wird heute nicht mehr benutzt - da die Information die diese enthielt heutzutage auf der ersten oder Titelseite erscheint. In antiken Zeiten, jedoch, wurde die `Colophon' Phrase mit ihrem wichtigen Inhalt in einer besonderen Art und Weise dem Dokument zugefügt. So sehen wir, das die am Ende erscheinende `Colophon' Phrase in einem mythologischen Babylonischen Schöpfungsbericht so lautet(15):
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"Erste Tafel des ... nach der Tafel ... Mushetiq-umi ... Eine Kopie von Babylon; beschrieben wie im originalen und eingeordnet. Die Tafel von Nabu-mushetiq-umi [5.] Monat Iyyar, 9. Tag, 27. Jahr des Darius."
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Verse
2:4 |
Zürcher Übersetzung
"Dies ist die Entstehung (Generation) des Himmels und der Erde."
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Luther Übersetzung
"Also ist Himmel und Erde geworden"
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Wichtig für unsere Deutsch sprechenden Leser: Wie wir sehen werden verbirgt die Zürcher und Luther Übersetzung den originalen Wortlaut in ihrer sinngemäßen Übersetzung. Das Deutsche Wort `Nachkommen' sollte hier `vorhergehende Generationen' also `Vorfahren' bedeuten. In Genesis 5:1 jedoch bedeutet `Generationen' wohl mehr `Vorgeschichte' und nicht `Vorfahren'. |
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In der Vergangenheit hatten Forscher schon erkannt was über die Bedeutung der `Colophon' Phrase schon ganz klar war. Wie wir aber festellen können, gibt es unter modernen Forschern die fragwürdige Neigung, die sich wiederholende Phrase einfach auszulassen, als ob sie sich nicht im Text befindet.(17) Weiterhin scheint es wirklich so zu sein, das fast alle den Gebrauch und die Bedeutung der `Colophon' Phrase nicht richtig verstehen.
Es gibt einen einfachen Grund, wie ihn Weisman auch erklärte, warum dies so ist. Viele dieser Teile von Genesis, die mit der Toledoth Formel abschließen, führen fort "wie das auch oft in antiken Dokumenten so ist, mit einer Genealogie oder einer Ahnentabelle, die nahe Verwandtschaften aufbewahrten."(18) Dies veranlasste Kommentatoren die Toledoth Phrase, "Dies sind die Generationen von ...", mit der darauf folgenden Liste der Nachkommen in Verbindung zu bringen. Aus diesem Grunde dachten sie, das diese Phrase eine Überschrift oder Einleitung war. So schrieb zum Beispiel S.R. Driver in seinem `Genesis' (19): |
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"Diese Phrase ... gehört richtiger Weise zu einem Genealogischem System; sie folgert, das die Person, zu dessem Namen sie gehört, von genügender Wichtigkeit ist, um eine Unterbrechung in der Genealogischen Liste zu machen, und das sie und ihre Nachkommen, den Inhalt des folgenden Teiles einnehmen, bis ein anderer Name von genügender Wichtigkeit auftaucht, um seinerseits wiederum einen neuen Teil zu markieren." |
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Aber Dr. Drivers Interpretation beruhte offensichtlich nicht auf Tatsachen wie jeder beim Lesen der Biblischen Kapitel in Genesis leicht feststellen kann(20). Es wird dem aufmerksamen Leser nicht lange dauern festzustellen, das die Toledoth Phrase nicht immer zu einer Genealogischen Liste gehört, da in einigen Fällen solch eine List nicht folgt. Deshalb hatte Wiseman schon recht, wenn er schrieb, das "die hauptsächliche Geschichte der genannten Persönlichkeit in den Versen vor der Toledoth Phrase beschrieben wurde und überhaupt nicht danach."(21) Um diesen Punkt zu illustrieren wies Wiseman erstens darauf hin, das, was er ein "klassisches Beispiel" des zweiten Toledoths nannte: "Dies ist das Verzeichnis der Nachkommen (Generationen) Adams" (1.Mose 5:1). Nach diesem Toledoth erfahren wir gar nichts über Adam, "ausgenommen sein Alter als er starb". Wiederum, der Teil, der diesem Toledoth folgt, "Dies sind die Nachkommen (Generationen) Isaaks" (1.Mose 25:19), ist klarer Weise nicht eine Geschichte Isaaks, aber spricht vielmehr über Jakob und Esau. Ähnlicherweise nach "Dies sind die Nachkommen (Generationen) Jakobs" (1.Mose 37:2), lesen wir hauptsächlich nur über seinen Sohn Joseph.(22) Kommentatoren zerbrachen sich den Kopf über diese vermeintlichen Unregelmäßigkeiten. Aber dieses hört auf ein Rätsel zu sein, sobald man einsieht, das die Toledoth Phrase keine Einleitung oder ein Titel der Geschichte der Person des folgenden Abschnitts ist. "Stattdessen", wie Wiseman erkannte, "sollte man es wie eine colophonische Endphrase lesen, denn nur dann gibt sie den Sinn richtig wieder." (23) Soviel will ich über den ersten Teil von Dr. Drivers Behauptung sagen, das der Toledoth zu einem Nachkommenssystem gebunden ist. Wenn wir den zweiten Teil seiner Behauptung untersuchen, finden wir, das auch dieser nicht mit den Tatsachen übereinstimmt und deshalb auf Irrtum beruht. Dr. Driver hatte gedacht, das die Toledoth Phrase die nächste "bekannte" Person der laufenden Geschichte einführt. Wer würde aber bezweifeln, daß die "bekannteste" Figur in Genesis ABRAHAM ist? Er, mehr so als alle anderen der so gut bekannten Patriarchen sollte nach Dr. Drivers Behauptung von einer Toledoth Phrase eingeführt werden, wenn seine Behauptung richtig wäre. "Jedoch", wie auch Wiseman erkannt hatte, "ist es bemerkenswert, während weniger bekannte Personen wie Ismael und Esau erwähnt werden, gibt es keine Toledoth Phrase wie `Dies sind die Nachkommen (Generationen) von Abraham'".(24) 'Toledoth', oder Familiengeschichte Das Hebräische Wort Toledoth wurde original benutzt, um Geschichte zu beschreiben - gewöhnlich war das Familiengeschichte. Wiseman hatte die folgende Phrase als gleichwertig für das Wort Toledoth im Englischen (und wir auch im Deutschen) vorgeschlagen(25): "Dies sind die geschichtlichen Hintergründe von ...". Es ist leicht erkennbar, schrieb er, das der Gebrauch der Phrase in Genesis "auf die Anfänge einer Familiengeschichte zurückgreift", und nicht in eine spätere Zeit durch eine Linie von Nachkommen vorgreift. Wisemans Schlußfolgerung ist hier auch ganz in Übereinstimmung mit dem, was wir im Neuen Testament vorfinden. Die Colophon Phrase finden wir nur einmal im Neuen Testament, wo wir in Matthäus 1:1 lesen: "Das Buch der Abstammung Jesu Christi" dem dann die Liste der Vorfahren, nicht Nachkommen, Jesu Christi folgt. In diesem Zusammenhang bemerkte Wiseman auch(26), die Phrase hatte die entgegengesetzte Bedeutung von Nachkommen, denn sie wurde benutzt, um Generationen rückwerts aufzuweisen.
* Generationen; Griechisch `geneseos' (Genesis); Lateinisch `generationis'. Dies ist auch genau die Bedeutung des Griechischen Wortes 'genesios', übersetzt als "Generationen" oder auch sinngemäß im Deutschen `Anfänge oder Herkünfte'. Den ersten Benutz dieser Phrase finden wir so auch in 1.Mose 2:4: "Dies sind die Anfänge oder Herkünfte des Himmels und der Erde". Erstaunenswerter Weise sahen sich die meisten der Schriftforscher logischerweise gezwungen, nur diesen ersten Benutz der Toledoth Formel in ihrem natürlichen Gebrauch anzuerkennen(27): | ||
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"... denn sie mussten natürlich einsehen, das sie auf die Schöpfungsgeschichte, wie wir sie im vorhergehenden Kapitel finden, zurückweist, und daß sie nicht zu etwas Folgendem vorwärts weisen kann, da dieser Teil nichts von dem Schöpfungsbericht enthält." |
Die Natur des Colophons |
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Zusammenfassend finden wir, das wir drei wichtige Dinge über den Gebrauch der Toledoth/Colophon Formel vor uns haben:
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| (a) | sie ist eine Satzendende, nicht anfangende Struktur jedes Buchteiles und weist daher auf eine schon erzählte Geschichte zurück; |
| (b) | die frühesten Berichte existierten in geschriebener Form |
| (c) | normalerweise hat sie mit dem Schreiber oder Besitzer der Tafel, die diese Geschichte enthält, zu tun |
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Das Buch Genesis enthält deshalb aus dem Besitz jener Personen, deren Namen in den verschiedenen Colophonphrasen enthalten sind, die folgenden Serien von Tafeln:
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| TAFEL # | VERSINHALT | REDEWEISE |
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1 2 3 4 5 6 7 & 8 9 - 11 |
1:1 to 2:4 2:5 to 5:2 5:3 to 6:9a 6:9b to 10:1 10:2 to 11:10a 11:10b to 11:27a 11:27b to 25:19a 25:19b to 37:2a |
Dies ist das Buch über die Entstehung (Generation) des Himmels und der Erde. Dies ist das Buch über die Vorfahren (Generationen) von Adam. Dies sind die Generationen (oder die Geschichte über die Vorfahren) von Noah. Dies sind die Generationen (oder die Geschichte über die Vorfahren) der Söhne Noahs. Dies sind die Generationen (oder die Geschichte über die Vorfahren) von Sem. Dies sind die Generationen (oder die Geschichte über die Vorfahren) von Tharah. Dies sind die Generationen (oder die Geschichte über die Vorfahren) von Ismael und Isaak. Dies sind die Generationen (oder die Geschichte über die Vorfahren) von Esau und Jakob. |
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(Der Leser kann feststellen, das nur die erste Tafel nicht mit einer Unterschrift endet). Auf diese Weise zeigte der Zusammensteller der Genesis Dokumente (traditioneller Weise Moses) deutlich die Herkunft seiner ihm erreichbaren Informationsquellen, und deshalb nennt er die Personen bei ihren Namen, die nach seinen Kenntnissen, zuerst die Tafel(n) besassen. "Dies" , bestand Wiseman, "waren nicht zufällig erwählte Unterteilungen. Die Autoren erklären sie die Baublöcke ihrer Bücher zu sein."(34) Nun verstehn wir erst richtig welcher Art die Quellen waren, die für die Zusammenstellung des ersten biblischen Buches, Genesis - das erste Buch Moses, verwandt wurden. Es scheint, das Genesis nicht aus Quellen geschaffen wurde, die es lange nach der Zeit Moses gab - wie Graf/Wellhausen und ihre Kollegen darüber dachten. Diese Kommentatoren fingen ihre Untersuchungen an "ohne die Hilfe eines einzigen schriftlichen Beweisstückes aus der Zeit von Genesis"(35): Ihr Auseinandernehmen des Textes in Teile von unbekannten Verfassern, die alle, so bestanden sie darauf, bei ihrem schriftlichen "Stil" oder ihren "Randbemerkungen" erkannt werden konnten. Sie begingen damit den Irrtum, das Buch Genesis einer Art von Kritik zu unterwerfen, als ob es ein Werk moderner Zeit war. Es ist nun klar das sie sich darin irrten! Es ist Tatsache das Genesis von mehreren Quellen zusammengestellt wurde, die alle von der Zeit vor Moses her datierten. Obwohl das Buch wirklich mehrere schriftliche `Stile' aufweist - wie die Dokumentisten es ja auch bemerkt hatten - enthält es nicht, wie sie dachten, mehrere Zusammensteller in seinem endgültigen Format.
Es gelang Wiseman zwei besonders nennenswerte Übereinstimmungen seiner Toledoththese vorzubringen. Diese waren das (36): |
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1. | "In keinem Fall ist ein Ereignis überliefert, das die genannte Person oder Personen nicht selber aus (ihrem) eigenem Wissen niedergeschrieben haben konnten, oder aber, sie hatten Zugang zu absolut zuverläßiger Information." |
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2. |
"Es ist sehr wichtig zu erkennen, das die Geschichte in den oben angegeben Inhaltsteilen jedesmal mit dem Tode der genannten Person endet, jedoch in jedem Fall reicht sie fast genau bis zu die Zeit, in der der Tod stattfand, oder in die Zeit, von der der Tafelinhalt besagt, das er niedergeschrieben wurde." |
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(a) |
"jeder der Tafeln in der Serie einen `Titel' zu geben"; |
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(b) | "`Anfangsphrasen' zu benutzen, damit die Tafeln in richtiger Reihenfolge gelesen werden konnten". |
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Nicht nur das, wie wir auch schon erwähnten, der Colophon mit dem viele Tafeln endeten, enthielt oft - unter anderem - den Namen des Schreibers einer besonderen Tafel, und das Datum, wann er geschrieben wurde. Nun, es gibt auch klare Andeutungen in Genesis, das einige dieser Methoden darin benutzt wurden. Aber, wie wir wohl erwarten sollten, fanden nicht alle diese oben erwähnten literarische Hilfen oder Phrasen, die nun der Besitz des letzten Zusammenstellers wurden, ihren Weg in das Endprodukt, das wir heute Genesis nennen. Einer dieser sicheren Beweise das Genesis, das erste Buch Moses, in sehr früher Zeit zusammengestellt wurde, ist der Benutz und die Anwesenheit dieser literarischen Hilfen. So quotieren wir Wiseman zu diesem Thema (39): Es "ist eine bedeutenswerte Bestätigung der Reinheit mit der dieser Text bis in unsere Zeit überliefert wurde, das wir diese literarischen Hilfen noch tief in dem antiken Text finden können." Der Beweis, das diese Anfangsphrasen oder literarischen Hilfen vorhanden sind, können wir in den folgenden Worten und Satzteilen oder Phrasen sehen, die den Anfang und das Ende dieser Tafeln bilden, die nun das Buch Genesis darstellen:
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| GENESIS | ANFFANGSWORTE | GENESIS | ANFFANGSWORTE |
| 1:1 |
"schuf Gott den Himmel und die Erde" | 11:26 | "Abram, den Nahor und den Haran" |
| 2:4 |
"Zur Zeit, da Gott der Herr den Himmel und die Erde machte" | 11:27 | "Abram, den Nahor und den Haran" |
| 2:4 | "als sie geschaffen wurden" | 25:12 | "des Sohnes Abrahams" |
| 5:2 | "als sie geschaffen wurden" | 25:19 | "des Sohnes Abrahams" |
| 6:10 | "Sem, Ham und Japhet" | 36:1 | "das ist Edom" |
| 10:1 | "Sem, Ham und Japhet" | 36:8 | "das ist Edom" |
| 10:32 | "nach der Sinflut" | 36:9 | "des Vaters der Edomiter" |
| 11:10 | "nach der Sinflut" | 36:43 | "dem Vater der Edomiter" |
| GENESIS | DATIERUNG |
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25:11 36:8 37:1 |
"Isaak aber wohnte bei dem Brunnen von Lahai-Roi" "So liess sich Esau auf dem Gebirge Seir nieder" "Jakob aber blieb in dem Lande, wo sein Vater als Fremdling gewohnt hatte ...".
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Es scheint klar zu sein das beide, die Reinheit des originalen Textes in Genesis und die Sorgfalt mit dem er bis in unsere Zeit überliefert wurde, werden durch die Tatsache, das diese literarischen Hilfen heute noch gefunden werden können, offenbart. Nach der Meinung von Wiseman bedeuten auch diese noch vorhandenen schriftstellerischen Eigentümlichkeiten, das die Quellen auf Tafeln überliefert wurden die eine Serie bildeten, von 1.Mose 1:1 bis 37:1 und so zusammengesetzt, bis in unsere Zeit verblieben. Kein anderes `heiliges Buch' kann solches Beweismaterial vorbringen.
Der lange, letzte Teil von Genesis 37:2 bis 50:26 enthält keinen Colophon. Warum nicht? Dies ist wohl so, da dieser letzte Teil von Genesis hauptsächlich die Geschichte Josephs in Ägypten enthält. Wenigstens bewegt sich die Familiengeschichte um seine Person. Dieser Bericht beginnt mit den Worten, "Als Joseph siebzehn Jahre alt war", und kommt zu Ende mit, "und Joseph starb, und man ... legte ihn in einen Sarg in Ägypten". In diesem Teil von Genesis kommen wir vom Babylonisch beeinflußten zum Ägyptischen Stil, wo es wohl am wahrscheinlichsten ist, das der Bericht auf Papyrusseiten niedergeschrieben wurde. (Wir glauben es ist wohl richtiger zu sagen, daß die Babylonier diesen Stil von den Hebräern lernten.)
Da die Ägypter den Colophon nicht benutzten, bedeutet sein Fehlen am Ende der Geschichte Josephs, das die sich entwickelnde Geschichte in diesem langen, letzteren Teil von Genesis ganz harmonisch mit der Toledoth Theorie vereinbar ist.
Wie wir vorher schon sahen, das einer der Hauptgründe der Dokumentisten den sie gegen das Buch Genesis richteten dieser war, daß sie in den verschiedenen Teilen des Buches mehrere Namen für Gott vorfanden. Jeder Schreiber, behaupteten sie, benutzte nur einen Namen für Gott und so begannen sie - aus diesem doch schwachen Grund - den Grund für den Benutz der verschiedenen Gottesnamen zu finden. Sie bestanden darauf, das jeder Versteil in Genesis, der einen besonderen Gottesnamen enthielt, von dem Autoren geschrieben wurde, der nur diesen Namen immer, oder doch meistens, benutzte.
Viele sich oft widersprechende Erklärungen über den Gebrauch der Gottesnamen wurden von beiden, den Kritikern und Verteidigern dieser Ansichten gegeben, um die Tatsache zu rechtfertigen, das uns in Exodus 6:3 gesagt wird, das Gott den Patriarchen nicht unter dem Namen "ICH BIN DER ICH BIN (HERR)" (d.h. 'Yahweh' oder 'Jehovah') bekannt war; während andererseits Genesis zeigt das Abraham, Isaak und Jakob diesen Namen oft benutzten.
Wiseman war aber davon überzeugt, daß diese manchmal sich widersprechenden Erklärungen und Ausflüchte "auf einem grundlegenden Fehler beruhten, in dem beide Seiten die Argumente annahmen, das kein Teil des Buches Genesis bis nach der Zeit Moses geschrieben wurde."(44) Diese grundlegende Annahme, erklärte er, "war der Grund, für das oft verzweifelnde, literarische Durcheinander der Dokumentisten, und die Schwierigkeit für die Verteidiger der Autorenposition Moses."
Die Kritiker finden sich in der hoffnungslosen Position, zuzugeben, das die viele Editoren (so denken sie wenigstens), die ihre Hand in der Schaffung von Genesis hatten, den deutlichen Vers in Exodus 6:3 (2.Mose 6,3) vor sich gehabt haben mussten. |
| Bibel | Babylonische Schöpfungstafel |
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1. Licht 2. Atmosphäre, Wasser 3. Land, Pflanzenwelt 4. Sonne und Mond (Regulierung des Lichts)
5. Fische und Vögel |
1. Geburt der Götter, ihr Aufstand und gedrohte Zerstörung. 2. Tiamat bereitet sich auf eine Schlacht vor. 3. Die Götter werden zusammengerufen und flehen bitterlich Angesichts ihrer drohenden Zerstörung. 4. Marduk wird zum Rang seines 'Gottes' emporgehoben: er erhält seine Waffen zur Schlacht. Diese Waffen werden in allen Einzelheiten beschrieben; er überkommt Tiamat, spaltet sie in zwei Stücke wie einen Fisch und schafft so Himmel und Erde. 5. Man findet Astronomische Gedichte. 6. Kingu, der Tiamat zum Aufstand aufgeregt hatte, wird gefangen und seine Strafe ist das seine Arterien zerschnitten werden und der Mensch von seinem Blut geschaffen wird. Die 600 Götter werden in Gruppen untergebracht; Marduk baut Babylon, wo sich nun alle Götter versammeln. |
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Dieser Vergleich zeigt gleich, das der biblische Schöpfungsbericht gar nichts mit dem Babylonischen zu tun hat - trotz der Bemühungen einiger Ausleger, die versuchen, uns davon zu überzeugen, daß, wer auch immer das Buch Genesis schrieb, von der Babylonischen Schöpfungsgeschichte beeinflußte war und Material von diesen verdorbenen Mesopotamischen Mythologischen Quellen geborgt hatte. Wenn wir nur den Bericht in Genesis selber lesen, ohne an den Babylonischen Bericht zu denken, finden wir darin keine Spur von einem Kampf mit einem lebenden Untier, wie er im Babylonischen Text beschrieben wird. Fast alle modernen Bibelkritiker nehmen an, daß das Hebräische Wort 'tehom', als `Tiefe' oder `Wasser' im Schöpfungsbericht von 1.Mose 1:2 und 7,17 übersetzt, das gleiche Akkadische Wort für `tiamat' ist; der Name des Drachen der Dunkelheit den Marduk in einer bitteren Schlacht noch vor der Erschaffung der Welt erschlug. Maly(50), zum Beispiel, in der Jerome Bibel machte die obige Identifizierung. Ein bekannter Andersdenkender dieser Ansicht war der begabte Sprachforscher Professor A.S. Yahuda. Er kommentierte über diese fast weltweit gefundene Ansicht, das biblische Wort mit dem Akkadischen zu identifizieren, und schrieb(51): "Der Grund, warum diese Annahme als so Sicher angesehen wird, und die hartnäckige Art und Weise wie sie unterstützt wird, beruht nicht auf intrinsische oder philosophisch gut begründete Tatsachen, da neben der Ähnlichkeit der Laute für [`tehom'] und `tiamat' keine anderen Gründe für solch einen Vergleich hervorgebracht werden können." Die Tatsache das die Dokumentisten sich weigern diese Ansicht, die doch so wenig zu ihren Gunsten aufzeigen kann, anzunehmen, begründet sich, wie ich denke, auf den würgartigen Griff den die mythologischen Tendenzien über sie haben. Nach Yahuda (52) bedeutet das Wort `tehom' "nicht mehr als das uranfängliche Wasser, jener Ozean der den Chaos ausfüllte;" eine Tatsache die ganz Augenscheinlich wird, beim Studium der ganzen biblischen Wortgruppe selber, die, ins Deutsche übersetzt, etwa so lautet, das es "lag auf der Urflut (oder Tiefe) [das ist 'tehom']" Dies vermittelt unbestreitbar die wirkliche Natur des `tehom' als Wasser. Yahuda schlußfolgerte vom biblischen Text, das `tehom' philologischerweise nicht mit `tiamat' in Verbindung gebracht werden sollte, ein Wort, so sagt er, das oft zu finden ist - nicht nur in Schöpfungsmythologien aber auch in vielen anderen Mythologien - und am besten bekannt ist als `Ur-ozean', wie ja auch `tehom' benutzt wird, und nicht als die Personifikation einer Gottheit wie Tiaman." Mit Bezug auf die grosse Sinflutgeschichte könnte jemand fragen wollen: Wenn die Toledoth Theorie richtig ist, wie kommt es dann, das es den Auslegern der Graf/Wellhausen Schule gelungen sein soll, zwei - oder im Falle von Astruc, drei Schöpfungsberichte - in der Sinflutgeschichte im 7. Kapitel von Genesis, gefunden zu haben? Nun, zum Dank für Wisemans Entdeckungen, glaube ich, sollte niemand mehr Schwierigkeiten haben diese Art von Fragen zu beantworten; denn sie kann ganz natürlich mit seiner Toledoth Theorie erklärt werden. Kapitel 7 in Genesis ist, wie wir schon sahen, ein Teil der 4. Tafelserie, geschrieben oder im Besitz der drei Söhne Noahs - Sem, Ham und Japhet, die sie auch unterzeichneten.(53) Ihre Geschichte hat fast nur ausschließlich mit ihrem Augenzeugen Bericht der Sinflut zu tun. Jean Astruc, der sagte, das er "drei Schöpfungsberichte" in der Sinflutgeschichte gefunden hatte, benutzte zur Unterstützung seiner Behaupting solche sich wiederholende Teile wie:
Genesis Kapitel 7,
Erstens, die Endung der Tafel berichtet uns, das mehr als eine Person mit der Niederschrift des Berichtes zu tun hatte, "denn es ist die Geschichte der drei Söhne Noahs." Zweitens, eine Untersuchung der Geschichte offenbart jede Andeutung, das sie von mehrern Augenzeugen der tragischen Ereignisse geschrieben wurde. Die Dokumentisten gaben der Flutgeschichte einen grossen Anteil ihrer Aufmerksamkeit, da sie dachten, das die Hebräer sie von den Babylonischen Mythologien borgten. Obwohl sie damit ganz Recht hatten, das sich mehrere Berichte der Flutgeschichte in dem Kapitel befinden, verloren sie vollständig das Ziel aus den Augen, die eigentlichen Verfasser dieser Berichte zu identifizieren. Unkenntnisse, wie die Quellen für das Buch Genesis zusammengestellt wurden, führte dazu, das moderne Forscher Dinge sagen wie:
1. Das zweite Kapitel von Genesis ist älter als das erste, Es war die Ansicht der Dokumentisten, daß das erste Kapitel in Genesis von einem unbekannten Verfasser oder einer Schule von Schreibern, geschrieben wurde, und das ungefähr im 8. Jahrhundert v.Chr (viele Jahre nach der Zeit Moses). Ich glaube, das die Argumente in diesem Artikel solche Aussagen vollständig zur Ruhe legen. Aber, fragte Wiseman, gibt das erste Kapitel in Genesis selber irgendeine Andeutung wann es geschrieben wurde? Seine Antwort zu dieser Frage war: Zusätzlich zu der althergebrachten Colophonmethode der Datierung gibt es "einige Teile von Beweismaterial, die uns in der chronologischen Festlage des ersten Kapitels im Alten Testament helfen könnten."(55). Und so fuhr er fort und reihte diese so an: 1. Keine anachronistische Aussagen: "... es enthält überhaupt keine Quotierungen aus späteren Quellen wie die Schöpfung von Mann und Frau, und was Gott ihnen sagte." Im Gegensatz dazu enthält die Babylonische Version der Schöpfung, zum Beispiel, viele Quotierungen von Ereignissen späterer Zeiten, wie den Bau von Babylon. 2. Universalität: Alle Quotierungen in diesem Kapitel "sind universal in ihren Anwendungsmöglichkeiten und unbeschränkt in ihrem Gesichtspunkt." Wir finden darin keine Bemerkungen in Bezug auf "irgendeine besondere Rasse, Stämme, Nationen oder Länder, oder auch nur auf örtliche Ideen oder Sitten. Alles darin hat mit der ganzen Erde und allen Menschen zu tun, ohne Bemerkungen zu besonderen Rassen." 3. Einfachheit: Die Sonne und der Mond, zum Besipiel, werden einfach nur das "grosse und das kleinere Licht" genannt (1.Moses 1,16). Es ist gut bekannt, das Astronomie eine der ältesten Studien aller Wissensgebiete war. Schon zu sehr früher Zeit sollen die Babylonier dem Mond und der Sonne Namen gegeben haben. 4. Kürze: Im Vergleich zum langen Babylonischen Schöpfungsbericht der 6 Tafeln erforderte, benutzt die Bibel nur den vierzigsten Teil der Worte. Die Universalität des ersten Kapitels in Genesis kann nicht in der zweiten Tafelserie (1.Mose 2,4b bis 5,1) gefunden werden. In der zweiten Tafelserie finden wir geschichtliche Notierungen wie:
1. Flüsse wie auch Länder erhielten nun Namen. Dies, glauben wir, ist Adams eigener Bericht. Es ist kein zweiter, sich wiederholender Bericht des ersten Kapitels, wie Bibelausleger uns glauben machen wollen. Der Verfasser macht mehr Einzelheiten über die Schaffung des ersten Menschen bekannt, wie er den Garten pflanzte, geographische Erwähnungen für Eden werden vorgebracht, die Tiere erhalten Namen, usw. Tafelserie #2 ist deshalb anders als das erste Kapitel in Stil und Inhalt, und scheint ein viel späteres Produkt zu sein. Wir wissen nicht wie weit verbreitet Schreibkenntnisse vor der Sinflut waren. Wenn unsere These aber richtig ist, können wir etwas über die literarischen Methoden dieser Zeit wissen. Es scheint, das die originale Form der antiken Tafeln als so heilig betrachtet wurden, das zukünftige Abschreiber und Übersetzer sie in ihren neuen Texten aufbewahrten. Adams und Noahs Geschichte (und wahrscheinlich auch die anderer, vorsinflutlicher Patriarchen wie Enoch) wurden in der Arche(55b) vom Wasser aufbewahrt und fanden ihren Weg in die Nach-Sinflutliche Zeit der Söhne Noahs, die, den alten Quellen gemäß, die von Ginzberg gesammelt wurden, `Bücher' hatten(56). Diese alten Geschichten, die oft übersetzt und wohl auch sinngemäß transkribiert wurden, wurden von Abraham und seiner Familie nach Kanaan gebracht, wo sie während der langen Zeit der Israeliten in Ägypten versteckt blieben. Jede Generation fügte ihre eigene Geschichte dieser Sammlung hinzu.(57) Endlich, zur Zeit als Jakob nach Ägypten zog, nahm er diese Geschichten mit; von denen Kopien wohl sehr wahrscheinlich ihren Weg in die Ägyptischen Bibliotheken fanden zu denen Joseph Zugang hatte. Später hatte auch Moses Zugang zu diesen Quellen und der gesamten Weisheit der Ägypter (Apostelgeschichte 7,22): "Und Mose wurde in aller Weisheit der Ägypter unterrichtet..." Der Verfasser oder Zusammensteller (58) würde die Geschichte seiner Vorfahren absummiert haben in dem er auch textliche Notierungen zum Vorteil seiner Zeitgenossen benutzt hätte. Zum Beispiel, die Namen örtlicher Natur in Kanaan hatten sich seit der Zeit der Abrahams geändert und so musste der Verfasser andeuten, wie der neue Name einer Ortschaft nun lautete. Es gibt einige Beispiele in Genesis 14 zum Beispiel, wo der Verfasser einige der alten Ortsnamen von der Zeit Abrahams für seine Zeitgenoßen identifiziert. Unter diesen befindet sich:
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1.Mose 14, 2 und 8 1.Mose 14, 3 1.Mose 14, 7 1.Mose 14,15 1.Mose 14,17 |
Bela - das ist Zoar; Siddim - das ist das Salzmeer; En-Mispat - das ist Kades; Hoba, das nördlich von Damaskus liegt; Tal Sawe - das ist das Königstal; |
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Weiterhin scheint es, das der Verfasser die Texte seiner Vorfahren sehr redigieren musste. Zweifellos war die originale Serie von Isaak zum Beispiel, oder die von Esau, viel länger als sie für uns in Genesis überliefert wurde. Der Verfasser behielt nur das, was er dachte, sich für seine Zeitgenoßen ziehmte und Bedeutung hatte. Dies bedeutet nicht, daß der Text den er vor sich hatte nur aus Teilstücken bestand, aber vielmehr das er solches in sein Buch einzog, das er als Notwendig für das Buch das wir heute Genesis nennen, betrachtete. Nirgendwo in der Bibel finden wir Andeutungen das Moses die Geschichten und Namenslisten des Buches Genesis selber schrieb. Auch finden wir keine Andeutung in der Genesis selber, die auf Moses in der gleichen Weise, oder in ähnlicher Weise, hinweisen wie wir es in den anderen Büchern der Pentateuch vorfinden, "Und der Herr sprach zu Moses ..." Wiseman behauptete, das der Mangel dieses Satzes in dem Buch eine klare Andeutung dazu ist, das, wenn er in anderen Büchern Moses vorkommt, er in authentischer Weise und genau benutzt wird und der Text in reinem Zustand überliefert wurde.(59) Neu Testamentliche Zeugen Es ist auch gut und wichtig zu verstehen, welche Methode das Neue Testament benutzt wenn es auf die Bücher Moses hinweist. "Es ist ein bedeutendes Beispiel wie genau Wiedergaben der Verfasser in der Bibel behandelt werden", schrieb Wiseman(60). Obwohl Christus und die Apostel wiederholt von Genesis quotieren, "sagen sie wirklich niemals, das Moses die quotierten Worte schrieb oder sprach." Wenn wir jedoch Hinweise und Quotierungen vom Anfang des Buches Exodus (2.Mose) und andere Bücher bis zum 5. Buch Mose lesen, "ist es dann, das wir nun anfangen im Neuen Testament zu lesen, `Moses sagte ...'"(61) Der Welt ältestes Buch Zum Abschluß möchte ich noch sagen, daß Genesis, wie wir es kennen, aus einer Reihenfolge von einigen der ältesten Bücher dieser Welt zusammengefaßt wurde. Dr. Charles Taylor identifizierte "neun Bände" von denen er behauptete das sie das Buch Genesis in seiner original Form bildeten.(62)
I: "Gottes Buch, ein Bericht seiner Taten am Anfang aller Dinge. (Gen. 1:1 to 2:4a)" Wir hoffen das zukünftige Bibelforscher das Wissen der gesamten Menschheit über das Buch Genesis sehr erweitern können in dem sie demütig und geduldig seine Toledothgeschichte studieren. |
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Notierungen und Quellenverzeichnis
1. Wiseman, P.J., 'New Discoveries in Babylonia about Genesis', Marshall, Morgan & Scott (1936); 'Clues to Creation in Genesis', Marshall, Morgan & Scott (1936); 'Die Entstehung der Genesis', Wuppertal (1958); 'Ancient Records and the Structure of Genesis', Thos. Nelson (1985). |
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